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Die Weinlese 2013 im Kanton Zürich

Mostgewichte und Erträge

 

Fläche,

Trauben-

Ertrag

Mostge-

Rebsorte

ha

Posten

kg

hl

g/m²

wicht, °Oe

Blauburgunder AOC

311.77

3’654

1’866’741

14’001

599

89.7

Riesling-Silvaner AOC

120.14

1’805

933’245

6’999

777

76.9

Räuschling AOC

17.33

196

95’090

713

549

79.2

Chardonnay AOC

12.93

139

65’272

490

505

88.3

Pinot gris AOC

11.83

116

55’004

413

465

91.9

Sauvignon blanc AOC

11.62

113

62’390

468

537

84.3

Regent AOC

10.21

107

57’141

429

560

83.2

Gamaret AOC

6.79

96

47’298

355

697

85.1

Gewürztraminer AOC

6.36

60

26’767

201

421

89.8

Cabernet Dorsa AOC

5.87

64

31’801

239

542

85.0

übrige Sorten AOC

78.61

843

391’724

2’938

498

- -

Landweine, alle Sorten

17.27

327

144’648

1’085

838

- -

Weinbaukanton Zürich

610.73

7’520

3’777’121

28’328

618

- -

 
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Weintipp: Portal do Fidalgo Alvarinho 2010

alvarinho-portal-do-fidalgo-2010Drausen  ist die Landschaft ganz in weiss, was liegt da nahe als ein ‘grüner’ Wein aus dem Nordwesten Portugals vorzustellen:

Vinho-Verde-Wein: Portal do Fidalgo Alvarinho 2010

Ein herrlicher frischer, würziger Wein mit einer sehr knackigen Säure. Das Image der Vinho-Verde-Weine war bis anhin oft ebenso schlecht wie die Qualität.

Seit ein paar Jahren kommt Bewegung in diese Region uns so kommen die Weine langsam in den Focus der Wein Liebhaber. Vinho-Verde-Wein sind also im Trend.

Portal do Fidalgo 2010 besteht aus der  Alvarinho  Traube welche auch in Norden Spanien, in Galicen angebaut wird.  Aus dieser weissen Traube entstehen die besten Gewächse der Appellation. . 

Der Wein ist was für Riesling Fans die es gern auch würzig mögen.  Kaufempfehlung. 16.5 PBU Punkte.  Zu kaufen bei Covin.ch

Vinho Verde ist auch Thema bei WeinAmLimit Hendrik Thoma und seiner Live Verkostung am Donnerstag, den 14.2.2013 ab 20.00 Uhr.

Liebe Grüsse & Prost
Pascal Burckhardt

 
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Deutsche Weine: Degustation 2013 im Kongresshaus Zürich

Ein sehr lohnender Anlass für die Liebhaber von  Riesling, Pinot Noir und Co.

Rund 400 Fachleute und Weinliebhaber nutzten 2012 im Kongresshaus Zürich die Gelegenheit, bei der bislang größten Degustation mit Weinen aus deutschen Anbaugebieten “Riesling, Pinot Noir & Co.” besser kennen zu lernen. Aufgrund der so positiven Resonanz wird die Verkostung am 21. Januar 2013 erneut stattfinden.

Deutschland_Weinbau1
Während der Premiere hatte die Veranstaltung über 400 Fachbesucher mobilisiert.

Montag, 21.01.2013

14:00 – 20:00 Uhr Präsentation für Fachbesucher

17:00 – 20:00 Uhr Zugang für private Weinliebhaber

Riesling, Pinot Noir & Co. bietet sowohl den Betrieben, die bereits Distributionspartner haben, als auch denjenigen, die noch nicht in die Schweiz liefern, eine sehr gute Möglichkeit, direkt mit Kunden und Fachleuten aus Handel und Gastronomie in Kontakt zu treten.

Es können ca. 50 Betriebe an der Präsentation im Kongresshaus teilnehmen. Sie können sich ab sofort anmelden:

Folgende Weingüter freuen sich auf Ihren Besuch:

Baden AldeGott Winzer • Weingut Abril • Weingut Clauß • Erste Markgräfler Winzergenossenschaft Schliengen-Müllheim • Weingüter Heitlinger & Burg Ravensburg • Winzergenossenschaft Ihringen • Weingut Kiefer • Weingut Konstanzer • Weingut Nägelsförst • Weingut Schneider • Weingut Stigler • Weingut Fritz Waßmer • Weingut Martin Waßmer • Weingut Wilhelm Zähringer • Weingut Ziereisen

Franken Weingut Bürgerspital • Weingut Fürst Löwenstein • Weingut Zur Schwane

Mosel Classisches Weingut Hoffranzen • Weingut Ansgar Clüsserath • Weingut Loewen • Weingut Markus Molitor • Weingut Max Ferd. Richter • Weingut Reichgraf von Kesselstatt • Weingut Dr. Siemens • Weingut Thanisch

Pfalz Weingut Michael Andres • Weingut Benzinger • Weingut Kirchner • Weingut Knipser • Weingut Langenwalter • Weingut Lergenmüller • Weingut Herbert Meßmer • Weingut Heinz Pfaffmann • Reichsrat von Buhl • Weingut Rings • Ruppertsberger Weinkeller Hoheburg

Rheingau Weingut Altenkirch • Wein und Sektgut Stefan Breuer • Weingut Künstler • Weingut Dr. Nägler • Schloss Vollrads

Rheinhessen Weingut Braunewell • Weingut Dohlmühle • Espenhof • Weinmanufaktur Oekonomierat Johann Geil • Weingut Hedesheimer Hof • Weingut Rappenhof • Weingut Runkel • Weingut Spiess • Weingut Steitz • Winzerhof Thörle

Württemberg Weingut Bruker • Weingut Sonnenhof

Anmeldung und Info

 
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Werden Weine im Keller wirklich besser? Ein Beitrag von A point

Für besondere Anlässe liegen in vielen Kellern edle Weine bereit. Doch oft ist die Enttäuschung gross, wenn der Wein nicht so gut ist, wie erwartet. Ein «À point» über die richtige Lagerung von Wein und was man mit einem überlagerten Wein tun kann. Link zum Merkblatt ‘ Aus Wein mach Essig’

 
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In eigener Sache: Einladung zur exklusiven Fassprobe: „Chateau Luft 2011

Einladung zur exklusiven Fassprobe des Weinbauprojekt:

„Chateau Luft 2011“

Barrique

AOC Zürichsee

Wir sind sehr stolz auf unseren 2011-er, der uns in diesem Jahr ganz besonders gut gelungen ist!

Die Flaschen werden im November, nach mehr als einem Jahr im „Barrique“ abgefüllt.

Sie haben anlässlich unserer „Fassprobe“ die einmalige Gelegenheit, sich schon jetzt

die eine oder andere rare Flasche des wundervollen Jahrgangs zu sichern.

 

 Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Samstag 28. Oktober 2012 – 16 bis 18 Uhr

im Laden von Beat Schwengeler (http://www.beatschwengeler.com/)

Kirchgasse 36                         8001 Zürich

 

Anmeldung per Email auf info@chateauluft.com

 

www.ChateauLuft.com

Beat, Thomas, Pascal

 

 
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Gambero Rosso – Vini d’Italia 2013 zu Besuch in Zürich

Jeder Weinliebhaber der sich mit italienischen Wein beschäftigt kennt den Gambero Rosso, die Wein Bibel von Italien.

Der bedeutendste italienische Einkaufsführer, der in Zusammenarbeit von Slow Food und dem römischen Verlag Gambero Rosso erstellt wird, erscheint seit 1987. . 

Der Gambero Rosso vergibt Weingläser (Bicchiere):

gute Weine
sehr gute Weine
sehr gute Weine, Endrunden-Teilnehmer
Spitzenweine
Weinempfehlung des Dirketors

am Montag, 26. November 2012 wird der  Gambero Rosso – Vini d’Italia 2013 vorgestellt:

Am 26. November 2012 wird die Ausgabe Vini d’Italia 2013 und eine Auswahl prämierter Weine aus dem neuen Führer in Zürich präsentiert.

Eine einmalige Gelegenheit zur Verkostung dieser italienischen Top-Weine sowie zum informativen Gespräch mit den anwesenden Winzern, Önologen und Experten.

Swissôtel Zürich, Schulstrasse 44, 8050 Zürich

14 – 15 Uhr: Pressekonferenz

15 – 20 Uhr: Degustation für Fachbesucher

16 – 20 Uhr: Degustation für Weinliebhaber

Gambero Rosso hat wieder die besten Weine Italiens ausgezeichnet: Die Gambero Rosso-Experten haben von über 2000 Produzenten mehr als 20 000 Weine verkostet und ausgewählt.

www.gamberorosso.it

Anmeldung und Info: Trudi Brülhart: trudibruelhart@bluewin.ch

Tel. 031 371 85 25

 
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Erfolgreiche Winzer am Zürichsee

An der grossen Internationalen Wein-Prämierung von Zürich 2012 haben unsere Winzer vom Zürichsee wieder mächtig Gold und Silber erhalten. Zusätzlich haben weitere Weine, resp. Produzenten eine hohe Punktzahl erhalten. Diese sind aber wegen der reglementarischen Begrenzung nicht mit Edelmetall ausgezeichnet worden.

 

Gold haben erhalten

 

Chardonnay Barrique 2011   Agroscope ACW                    90.4 Punkte

Sauvignon blanc 2011 Schwarzenbach Meilen                   89.2 Punkte

Riesling –Sylvaner 2011 Schwarzenbach Meilen                89.0 Punkte

 

Silber haben erhalten

 

Clevner Auslese 2011  Lattenberg  Zweifel Zürich              88.6 Punkte

Müller Thurgau 2011  Agroscope ACW                               88.6 Punkte

Pinot 2008      Lüthi Männedorf                                            87.8 Punkte

Scheurebe 2011 Lüthi Männedorf                                        87.8 Punkte

Petit Rhin 2011 Roger Schwarzenbach Mühle Stäfa          87.6 Punkte

Picado 2009 Hasenhalde Schneider M.Feldmeilen             87.0 Punkte

R3 2011  Schwarzenbach, Hasler, Lüthi                              86.8 Punkte

Sauvignon blanc Lattenberg Zweifel Zürich                         86.8 Punkte

 

Ueber 85 Punkte haben erhalten:

 

R-S Feldmeilen, Markus Schneider

Rubin, Pünter Gusti

Saphir, Pünter Gusti

Pinot Noir Meilen, Schwarzenbach

Cabernet Dorsa, Markus Schneider

Räuschling Schwarzenbach

Räuschling Agroscope ACW

Feet, Markus Schneider

Chillesteig, Höngg Räuschling, Zweifel

Quartett Reserve, Zweifel

Stadtwein, Gewürztraminer, Volg

 

 

Auch beim Grand Prix de vin suisse haben Winzer vom Zürichsee einen Brief erhalten, dass sie Goldprämiert sind, also über 89 Pkt. erhalten werden.

Die vollständige Liste ist noch nicht veröffentlicht. Dies geschieht zu einem späteren Zeitpunkt.

 

Schmerzlich ist, dass Roger Schwarzenbach posthum an seinem Todestag einen solchen Brief erhalten hat. Diese Freude blieb ihm vergönnt.

 

Ganz herzliche Gratulation an Alle – ein toller Erfolg, der stolz macht

 Weinheiten

 
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Interview mit Roger E. Baumann von REB Wein

Nachdem ich Roger E. Baumann an einer Weinmesse kennen lernte, lud er mich zum Eröffnungsapero von REB Wein ein. Das Sortiment von REB Wein entsprach mir sehr, so dass ich Roger für ein Email Interview anfragte. Das Interview entstand im Mai mittels Email-pingpong:

 

Pascal: Roger, wie bist Du zum Wein gekommen?

 

Roger: Ich bin im Rheintal in der grössten St. Galler Weinbaugemeinde Berneck aufgewachsen. Das Elternhaus befindet sich direkt unterhalb der bekannten Steillage «Pfauenhalde». Als Kind habe ich mit meinen Eltern ein paar mal bei der Traubenernte mitgeholfen, d.h. ich habe vor allem die reifsten Trauben genascht. Als es dann darum ging für Roger eine kaufmännische Stelle zu finden habe ich mich nach ein paar Schnupperlehren in verschiedenen Branchen für die Weinkellerei Nüesch in Balgach entschieden. 

 

 

Pascal: Du bist also mit Pinot Noir im Blut aufgewachsen. Wenn ich die Rotwein Liste von deinem neuen Weingeschäft REB Wein anschaue fällt mir aber eine andere Rebsorte auf, “Grenache”.  Wie ist deine Liebe zu dieser Rebsorte entstanden?

 

Roger: Mit 19 Jahren habe ich zum ersten mal Station gemacht im Châteauneuf-du-Pape. Ich war beeindruckt von den vielen alten knorrigen Reben und dem Meer von «galets roulets», den grossen abgeschliffenen Steinen auf dem Plateau von Châteauneuf-du-Pape. Die daraus entstehenden üppigen und starken Rotweine auf Grenache-Basis haben es mir von Beginn weg angetan. Heute bevorzuge ich feinere, elegantere Grenache-Gewächse, die beispielsweise aus hohen Lagen in Aragon/Calatayud oder dem Veneto, wo die Grenache «Tai Rosso» heisst, stammen.

 

Pascal: Sehr interessant. Wie erklärst Du jemanden den Charakter des Grenache?

 

Roger: Die oft prallen Noten von hochreifen dunklen Fruchtaromen wie Kirschen, Himbeeren und Pflaumen, oft gepaart mit mediterraner Würze. Der Alkoholgehalt ist meist hoch (14-16 Vol. %), die Säure eher niedrig, Beispiel südliches Rhônetal. Die bereits erwähnten Grenache «Tai Rosso» aus dem Veneto und vor allem der Garnacha aus Aragon – gewachsen 1’020 M.ü.M., können aber sehr wohl ein gesundes Säuregerüst aufweisen. 

 

Pascal: Die Frucht macht also hauptsächlich die Grenache aus? In vielen Weingebieten (Rioja, Priorat, Bandol, Châteauneuf-du-Pape etc.), wird die Grenache in Cuvees mit tanninreichen Rebsorten angeboten. Die wollen alle die Frucht der Grenache in ihren Weinen. Dann müssten Dir die Weine aus Mallorca, resp. die Rebsorte Manto Negro, auch gefallen (Siehe http://www.weinheiten.ch/resultat-rotweine-mallorca-spanien/)

Neben der Affinität zum Grenache, ist mir auch die grosse Anzahl an Bio-Weinen in deinem Sortiment aufgefallen. Wieso Bio-Wein?

 

Roger: Naja, verschiedenste Mallorca-Weine habe ich letzten Herbst verkostet, u.a. auch die Manto Negro. Wirklich gefallen haben mir die Weine von Miquel Gelabert, authentisch und ausdrucksvoll. Sonst habe ich nicht viel Erfahrung mit Mallorca-Wein, auch weil ich noch nie dort war. Unbedingt mal nachholen! A propos Bio-Wein, die Nachhaltigkeit liegt mir sehr am Herzen. Ich versuche, diese umfassend zu betrachten. An erster Stelle steht für mich immer die Qualität im Glas. Weckt ein Wein qualitativ mein Interesse, «bewegt» mich ein Wein und arbeitet das Weingut nach biologischen oder bio-dynamischen Methoden, dann sind die Voraussetzungen schon einmal gut, dass der Wein den Weg in mein Sortiment finden kann. Ob zertifiziert oder nicht ist dabei nicht einmal ein Kriterium. 

 

Pascal: Bio und biodynamischeer Weinbau ist sehr im kommen. Ich sehe das ähnlich wie Du, zuerst muss der Wein geschmacklich überzeugen. In der Schweiz wird mit der Bezeichnug Bio zum Teil etwas suggeriert was nicht unbedingt dem Bioanspruch des Konsumenten entspricht. Naturnah mit einem Minimum an Spritzvorgängen produzierte Weine sind oft mehr “Bio” als Bio Reben die mit Schwefel und Kupfer gespitzt werden. Des weiteren weiss niemand was in den Kellern passiert…. Echte Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema bei allen mir bekannten Weinbauern.Was hälst Du von Schweizer Wein?

 

 

 

Roger: Die Schweizer Weine schätze ich sehr, die qualitative Entwicklung und die gezielt eingesetzten Innovationen der letzten Jahre sehe ich als sehr positiv an. Ich trinke regelmässig Gewächse aus der Schweiz, vor allem Pinot Noir aus der Ostschweiz. Insbesondere die Herrschäftler haben ein sehr hohes Niveau erreicht. Kritisch betrachte ich die oft grosse Sortimentsbreite der einzelnen Betriebe. Wer etwas auf sich hält bietet seinen Kunden Schaumwein, Viognier, Sauvignon Blanc, Federnweiss, Weiss-, Grau-  und X-Sorten Blauburgunder an. Mit Barrique, ohne Barrique etc. Ein weniger an Vielfalt in Form einer klar ausgerichteten Betriebs- und Sortimentsstruktur würde für alle Beteiligten vieles vereinfachen. 

 

Pascal: Ich bin auch ein grosser Ostschweizer Pinot Noir Fan, leider sind die Preise für gewisse Herrschäftler schon an der Schmerzgrenze. Es gibt auch interessante Bio Pinot Noir aus der Gegend, so den Walenstädtner von Bosshartweine.ch. Die Pinot Noir Sortenvielfalt wie Clevner, Auslese, Spätlese, Barrique (und dann noch ein Rose und Federweiss) finde ich zu gross. Ich habe mal einen Winzer drauf angesprochen und er meinte: Er möchte seine alten Kunden nicht brüskieren. Ich würde einen ohne und einen mit Barrique anbieten.

Wir haben nun viel über Rotwein gesprochen, was sind deine Weissweinsorten und aus welchen Regionen?

 

Roger: Ich persönlich mag weisse Burgunder sehr, die aber in der Regel noch bezahlbar geblieben sind: St-Véran, Pouilly-Fuissé, Macon-Villages, Rully/Givry, St-Aubin und vor allem Chablis. Wie so oft muss man aber sehr wählerisch sein. Des weiteren trinke ich mit Freuden Riesling, Verdicchio aus den Marken und Vermentino aus Ligurien.
Aus Spanien gefallen mir Weine aus Galizien, zum Beispiel Albarino aus Ribeiro oder Rias Baixas. Genauer unter die Lupe nehmen möchte ich in nächster Zeit die an den Traubenhäuten vergorenen Weine gewisser Produzenten aus dem Friaul und dem benachbarten Slowenien. Genannt wollen die Traubensorten Friulano, Ribolla Gialla oder Pinot Grigio sein. Diese Weine sind so einzigartig anders in der Welt der heute oft auf Gefälligkeit und Fruchtreichtum gepimpten Weissweine. In der Schweiz trinke ich sehr gerne die besten Chasselas aus dem Waadtland

 

Pascal: Und wie ist dein Verhältnis zu der neuen Welt?

 

Roger: Etwas gespalten muss ich gestehen. Ganz generell gesagt sind mir die Weine oft etwas vordergründig und überladen. Es fehlt mir das gewisse etwas was ich in Europa im Glas oft finde. Gemeint sei Komplexität und Terroircharakter. Aber aufgepasst, die Winemaker in Übersee lernen schnell.

 

Auf Reisen nach Kalifornien oder Südafrika habe ich schon einige prächtige Weine getrunken: Pinot Noir und Sparkling aus dem Anderson Valley, individuelle Cabernets aus dem Napa Valley (Heitz, Seavey). Köstliche Sauvignon blanc und Bordeaux-Blends in Stellenbosch und Umgebung. 

 

Zu Südamerika, Australien und Neuseeland habe ich wenig Bezug, weil ich leider noch nie dort war.

 

Um meinen Weinhorizont noch zu erweitern werde ich in Zukunft sicherlich Gelegenheiten wahrnehmen, vermehrt Überseeweine zu kosten.


Pascal: Genau, leider sind bei uns meist nur grosse Produzenten vertreten welche jedes Jahr die gleichen Weine produzieren auf welche sie ihr Marketing aufbauen. Die Terroir bezogenen Weine welche es ja auch gibt (http://www.weinheiten.ch/freche-weine-aus-santa-cruz-kalifornien-birichino/) haben meist keine Schweizer Importeure.

 

Zum Schlusse bitte je 2 Wein Tipps: Schaumwein, Weisswein und Rotwein und zu welchem Essen:

 

Roger:

SCHAUM:

Crémant de Limoux «Résilience» 2008, Dom. Le Moulin d’Alon, Alain Cavaillès, Fr. 15.– (REB Wein). Passt immer. 

Herrlicher Champagner von Produzenten wie Jacquesson (No. 735), Egly-Ouriet u.a. (ca. 50.–, bei Zürcher-Gehrig). Passt sowieso immer. 

 

(Man staune, man kriegt 3 Flaschen feinen Crémant für den Preis einer guten Flasche Champagner!!)

 

WEISS:

Ribeiro X, Coto de Gomariz 2011, Albarino, Galizien, Fr. 18.–. (REB Wein) Zu sanft gegartem Kabeljau und Frühlingsgemüsen.

Rully 1er cur Grésigny 2009, Domaine Jacqueson, Fr. 25.50 (Divo). Blätterteiggebäck mit Frischkäse.

 

ROT:

Calatayud Garnacha «LAJAS» 2008 Finca El Peniscal, Aragon, Fr. 33.–. (REB Wein) Zu raffinierter mediterraner Küche.

Madiran «Clos Basté» 2009, Tannat, Fr.23.–(REB Wein). Zu kraftvollen Schmorgerichten, deftigen Eintöpfen.

 


Pascal: Vielen Dank für das Interviwe und einen guten Start mit REB Wein.

Link zu REB Wein und Sortimentsliste


 

 
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Weintipp: Münzenrieder Petit Cuvee Barrique 2006/7

Gestern war Beat zu Besuch.Ein Pinot Noir Fan, wie ich. Ein guter Grund eine  Magnum Münzenrieder Petit Cuvee Barrique 2006  zum Hackbraten zu trinken. Wir haben die Flasche zu viert genossen, leider war sie zu schnell leer. Ein Österreicher welcher von der schweizer Nase ‘Edi The Nose’ Edi Graf cuvetiert wurde. Der Wein ist eine Wucht!

Super Preis / Lust Verhältnis

Münzenrieder Petit Cuvee Barrique 2006, 55% Pinot Noir / 37% Blaufränkisch / 8% Cabernet Sauvignon) eine spannende Mischung.

Nase: Dunkle Beeren, leichte Kaffeenote und würzige Kräuternote. 

Gaumen:  Sehr weiche und elegante Struktur, feines Fruchtspiel mit leichter kühlen Frische. Im Abgang harmonisch, rund und schön breit.

Das alles ab einen unglaublichen Aktionspreis ab Sfr. 13.50 für die 0.75l Flasche. 17.5 PBU-Punkte Kaufempfehlung

Zu kaufen bei InVinoVita, Stäfa

Prost Pascal Burckhardt

 
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Auf der Suche nach Pedit Verdot Weinen an der Expovina Primavera, Zürich

An eine Weinmesse geht man, um entweder den Weinhändler des Vertrauens wiederzusehen und dessen neue Weine zu verkosten, oder um generell neue Weine zu entdecken. Möglicherweise hat man hat auch eine Mission, so wie Beat und ich:

 

Die Mission: 100% reinsortiger Pedit Verdot aus der ganzen Welt.

 

Ich und wahrscheinlich viele Bordeaux Liebhaber haben sich schon gefragt, wie die 1 bis 3 Prozent Petit Verdot wohl schmecken, welche vielen Bordeauxs beigesetzt sind. Diese Frage beschäftigt mich schon länger und ich suche auch schon länger. Einige habe ich schon entdeckt.Ziel ist es, 6 zu finden um eine Blinddegustation zu veranstalten.

 

Die bis jetzt entdeckten reinsortigen Petit Verdot sind allsamt von toller Qualität, eine wahre Freude

 

Primavera, 29. März – 4. April 2012 im Puls 5, Giessereihalle, Zürich-West

 

Wie es bei einer Mission oder Entdeckungsreise so üblich ist, kommt man nicht direkt zum Ziel, wenn denn überhaupt.

 

Joos Weinbau, Trimmis:

 

Der erste Stand an dem wir eine Degustationshalt einlegten war bei Joos Weinbau, Trimmis Die degustierten Pinot Noir waren: der Beerli 2011 (Sfr.14.-) und die Auslese 2011 (SFr.17.-) , beide erst vor 2 Wochen auf die Flasche gezogen, zeigen das schöne Potenzial des 2011 Jahrganges. Gute und ehrliche Weine mit einem sehr guten Preis/Genuss Verhältnis Fazit: Es muss ja nicht immer ein Herrschäftler sein.

 

Junge Schweiz – neue Winzer:

 

Am Stand der “Junge Schweiz – neue Winzer” zeigte uns Rolf Oberer die verschiedenen Ausbaustiele der Pinot Noir der Jungwinzer. Es ist schon erstaunlich, wie vielfältig der Pinot ausgebaut wird. Es macht Freude zu sehen was alles möglich ist. Fast jeder wird so seinen Lieblings Pinot finden können. Mir gefiel Rolf Oberers Pinot am besten (SFr.34.-) Vielschichtige Nase, eleganter Körper.. Ich kann den Wein sehr empfehlen: Kaufen!

 

Israel und Wein:

 

Längerer Stop in Israel, am Stand von Schmelings, Weine aus Israel. Meine ersten Weine aus dem gelobten Land!
Barkan Reserve Merlot (SFr.24.90) und Yarden Syrah (SFr.39.80) sind zwar keine Schnäppchen, aber beide haben mich überzeugt.

 

 

 

Tempranillo aus dem Wallis Schweiz

 

Ich wusste bis anhin nicht, dass Tempranillo in der Schweiz angebaut wurde. Cedric Flaction (Flaction Vins, St-Pierre-de-Clages) hat mit seinem La Grafion 2009, Merlot und Tempranillo (SFr.45.-) und La Grafion – Grande Reserve 2006, Merlot und Tempranillo (SFr.95.-) nachhaltig überzeugt. Der 2006 im Stil einer Grand Reserva aus dem Rioja, mit leicht oxidativen Tönen. Eine echte Entdeckung die aber auch ihren Preis hat. Gefallen haben sein Gamay (SFr.17.00), Merlot (SFr.33.00), Pinot Noir de Sierre (SFr.32.00) und Syrah (SFr.31.00). Cedric ist eine streitbarer Walliser, könnte mit Herrn Constantin vom FC Sion verwandt sein. Er mag seinen Gamay am liebsten.

 

Südafrika – Schokolade als Wein

 

Kurzer Stopp bei Kapweine, um uns nach Petit Verdot zu erkundigen, da wir einen Tipp bekommen haben. Leider Fehlanzeige. Wir probierten den Marketing Wein “The Choclate Block” zu SFr.39.00). Ein Blend (Cabernet Sauvingnon, Syrah, Grenache, Cinsault und Viognier (Weiss). Sehr fruchtbetont und kräftig. Er erinnerte mich an einen Chateauneuf du Pape. Benötigt noch ein paar Jahre im Keller. Dann noch einen 100% Cabernet Franc: Rainbow’s End 2010 (SFr.29.00) welcher sehr eigenständig aber noch jung wirkte.

 

Dolores Oberholzer unsere Rettung: Petit Verdot

 

Bei Dolores Oberholzer (Dovinosol, . Hallwylstrasse 408004 Zürich, leider keine Webseite), wollten wir die neuen Jahrgänge von uns schon bekannten Weinen probieren: Cepa Cavilan 2009, Ribera del Duero (SFr.20.50), super Preis/Genuss Verhältnis, Clos Socarrat Reserva 2006 (SFr.36.50) eine Granate, schwer und kraftvoll. Auch sie fragten wir nach einem Petit Verdot: Ja klar hat sie einen! 2005 Arrayan Petit Verdot (SFr. 22.50) aus dem Montes de Tolede. Eine Wucht und trotz des 2005 Jahrgangs, wirkt der Wein noch sehr jung. Mehr möchte ich noch nicht verraten, da wir nun schon den 4. Pedit Verdot haben. Fehlen nur noch 2.

 

Abschluss in Portugal

 

Zum Schluss besuchten wir noch Peter Mäder von Lusa Weine. Condado das Vinhas tinto, DOC Alentejo 2010 (SFr. 14.40) fruchtbetont und kräftig, super Preis/Genuss Verhältnis und zum Abschluss Herdade Grande Reserva DOC Moura 2008 (SFr 42.50). Ein ganz grosser Wein aus Portugal.

 

Aufgrund unserer Mission, einen tannibeladenen Petit Verdot zu finden, haben wir uns auf Rotweine beschränkt. Natürlich werden an der Espovina Primavera auch sehr feine Weissweine zur Degustation gereicht.

 

Aufruf: Wir bitten um sachdienliche Hinweise bezüglich reinsortiger Pedit Verdot Weine.

 

Prost Pascal Burckhardt

 

PS: Die Primavera geht noch bis zum 4. April.

 

 
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