Twitter Wochen News 2010-02-07

07. Februar 2010

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Twitter Wochen News 2010-01-31

31. Januar 2010

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Cahors, Capital of Malbec / Video Tasting @ Youtube

26. Januar 2010

Heute auf Youtube gefunden und da wir ja Malbec und Cahors Fan sind, machen wir etwas Werbung.

Gruss und Spass
Pascal Burckhardt

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Weinheiten.ch @ TOP 10- Liste der Schweizer Gourmet- und Kochblogs

20. Januar 2010

Ja wir gehörten mit Platz 5. zu den TOP 10  Liste der Schweizer Gourmet- und Kochblogs, gemäss der Full-Service-Marketing-Agentur xeit.ch.

Macht mich und meine Bloger stolz. Wir danken für die Blumen und werden uns viel Mühe geben weiter den Wein Blog zu pflegen.

Hier der Link zum Kompletten Ranking: http://blog.xeit.ch/2010/01/top-10-liste-der-schweizer-gourmet-und-kochblogs/

Pascal Burckhardt

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Cahors, Rotwein, Frankreich, Blinddegustation – Januar 2010

16. Januar 2010


Platz & Bild:Wein: Preis: SfrBewertung
20er
Bezugsquelle:
1Cahors AOC, Clos Triguedina 200125.50
17La Bastide, Zürich
2Cahors AOC Château de Mercuès 200414.5016.5Coop
3Cahors AOC Château Haut Monplaisir 2001, Pur Plaisir28.0016.5Divo.ch
4Cahors AOC, Moulin Lagrezette 200416.4016Kummer Weine, Zürich
5Cahors AOC, CHATEAU LA CAMINADE 200517.5016La Cave d'à Côte
6Cahors AOC Chateau Lagrezette 200427.6016Kummer Weine, Zürich
    

Als bekennender Fan, von Weinen aus Frankreichs Süd-Westen, vor allem der Gewächse aus Cahors, habe ich mich sehr auf diese Degu gefreut. Wir konnten eine schöne Auswahl von Weinen, die in der Deutschschweiz erhältlich sind, zusammentragen. Jahrgangsmässig war die Auswahl mangels einer breiteren Verfügbarkeit leider uneinheitlich. Das fällt aber im Gegensatz zu anderen Anbaugebieten nicht besonders ins Gewicht. Die von uns degustierten Cahors Weine  wurden alle modern vinifiziert, der 2005 kann schon mit Vergnügen getrunken werden (nach alter Schule bereitete Cahors brauchen da etwas länger…..). Die Haltbarkeit wird auch bei diesen modern ausgebauten Weinen nicht leiden. Gute Aussichten also! Zu richtig guter, schwerer französischer Fleischküche gibt es nichts besseres als eine oder zwei Flaschen Cahors, egal ob 5 oder 20 Jahre alt.

Soweit ich mich erinnern kann wurden bis jetzt bei keiner “Weinheitendegu” alle Weine so einheitlich als hochstehend klassifiziert. Trotzdem, jeder Wein hat eigenen, starken Charakter. Die beiden “Lagrezette” Weine und der “Triguedina” sind mehr auf der traditionellen, die anderen Drei eher auf der moderneren Seite. Zu gewissen Kontroversen gab der “Pur Plaisir” Anlass. Der anfänglich eines Korkenfehlers Bezichtigte, ist eine Konzentratsbombe und ein eindrückliches Beispiel an Potenzial, welches die “Malbec” Traube, in ihrer angestammten Heimat zu entwickeln imstande ist.

Aus Marketinggründen wird in letzter Zeit vermehrt, anstatt der Appelatiosbezeichnung “Cahors”, die Traubensorte “Malbec” auf die Etiketten gedruckt, was eine etwas fragwürdige Reminiszenz an die “Süsstrunke” aus Argentinien ist. Trotzdem bin ich überzeugt, dass der Appelation “Cahors” wieder goldene Zeiten bevorstehen. Wer die “Madiran” Weine von Alain Brumont liebt, könnte da noch die oder andere freudige Überraschung erleben…….

PS:

Wir konnten von einer sehr sympatischen Weinhändlerin, die in der Ostschweiz erfolglos den “Chateau Triguedina” 2000 an den Mann bez. die Frau bringen wollte, ein paar Flaschen erstehen. Interessenten dürfen sich gerne melden!

Frohes entdecken!

Beat Schwengeler

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Cahors, Rotweine – Frankreich, Blinddegustation vom 15. Januar 2010

07. Januar 2010

Cahors fast gleich: Malbec

Das neue Jahr beginnt schon mit der ersten Datums Änderung! Wir müssen die „Cahors“ Degustation auf den 15. Januar verschieben.

Auch wenn die meisten Cahors Weine nicht aus 100% Malbec sind (Meist eine Assemblage mit  Tannat und Merlot) ist die Cahors die Heimat der Malbec Traube.

Der Malbec ist eine alte französische rote Rebsorte. Früher wurde er in 30 Départements angebaut, weshalb fast 400 Namen für ihn im Gebrauch waren. So heißt die Sorte auch Auxerrois (im Gebiet Cahors), Côt (Haut-Pays und Loire), Malbeck oder Pressac (Bordeaux). Geschätzt werden die fast lilaschwarzen Malbec-Weine für ihre fruchtige Würze, die oft typische Pflaumen- und Tabaknoten aufweist. Anklänge an Blaubeeren, Lorbeer, Wacholder, Gewürze, Kirschen und Bitterschokolade sind ebenso möglich.

Eine im Jahr 2007 veröffentlichte Studie belegt, dass die Rebsorten-Gruppe Baroque, Manseng Noir und Tannat genetisch sehr eng miteinander verwandt sind.Es besteht zudem eine auffallende Ähnlichkeit dieser Gruppe zum Malbec, und die Sorte Claverie steht genetisch ebenfalls in enger Verwandtschaft zu dieser Gruppe.Geschichte 

Der Ampelograph Pierre Galet vermutet den Ursprung der Sorte im Gebiet der ehemaligen französischen Provinz Quercy und bezeichnet die Rebsorte somit folgerichtig Côt. Im 16. Jahrhundert habe François I. die Sorte aus dem Cahors importiert und in Thomery, an den Hängen der Seine sowie im Weinbaugebiet Champagne anbauen lassen. Untermauert wird diese These durch Beschreibungen von Salomon im Jahr 1921, 300-jährige Rebstöcke von Malbec und Cabernet Sauvignon gefunden zu haben.

Im Bereich des Weinbaugebiets Bordeaux trägt die Rebsorte häufig Synonymnamen von Personen, die sich um die örtliche Verbreitung verdient gemacht haben. Der Mediziner de Lutkens legte in der Ortschaft Camblanes im 18. Jahrhundert einen Weinberg mit dem Côt. Lokal wurde die Sorte Lutkens oder Luckens benannt. Wenig später legte Herr Malbeck Rebflächen in Sainte-Eulalie an. Malbeck verbreitete die Sorte weitflächig und prägte damit den Namen im Bordelais und später international. In Saint-Émilion ist die Rebsorte unter dem Namen Pressac bekannt.

Anbaugebiete

Weltweit verfügt der Malbec heute über 34.000 Hektar Anbaufläche. Davon entfallen 71,5 % auf Argentinien und 19,5 % auf Frankreich (6.291 Hektar Stand 2007 , 3 % stellt Chile, 2 % die USA.

Frankreich

Französisches Hauptanbaugebiet des Malbec ist heute wieder seine Heimatregion Cahors, wo aus ihm früher der berühmte Vin noir gekeltert wurde. Heute muss er dort mindestens 70 % in den Cuvées stellen. Die ungemein farbintensive Reinversion ist oft etwas eckig und karg und entwickelt erst nach langer Reifezeit Feinheit. Deshalb wird häufig Merlot oder seltener Tannat als Verschnittpartner hinzugefügt. Traditionell ausgebauter Cahors verträgt eine Reifezeit von zehn Jahren im Keller. Außer im Cahors findet die Rebsorte noch Eingang in den Appellationen Bergerac, Buzet, Côtes de Duras, Côtes-du-Frontonnais, Côtes du Marmandais, Montravel und Pécharmant sowie im Côtes du Brulhois, einem Wein mit dem Status eines Vin Delimité de Qualité Supérieur.

Weil der Malbec nicht nur anfällig für eine Vielzahl von Krankheiten ist, sondern auch vor allem für Frost, fiel er Mitte des 20. Jahrhunderts vor allem im Bordeauxgebiet durch die damaligen schweren Frosteinbrüche großflächig aus. In den Cuvées des Bordeaux war er hauptverantwortlich für die Farbe und den Tanningehalt. Im früheren Schwerpunktverbreitungsgebiet Bordeaux wurde er vom Merlot verdrängt und wird dort nur noch von wenigen Traditionsbetrieben für die Mischweine gepflegt. Heute gibt es noch nennenswerte Anpflanzungen in den Herkunftsbezeichnungen Côtes de Bourg, Blaye und auf dem Gebiet des Entre deux mers

Im Weinbaugebiet Languedoc ist der Malbec in den Appellationen Cabardès und Malepère zugelassen.

An der Loire wird ebenfalls noch eine kleine (und noch zurückgehende) Menge angebaut und mit Gamay und Cabernet Franc verschnitten.

Quelle: Wikipedia

Anmerkung: Wir werden uns bei der Blinddegustation vom 14. Januar ausschliesslich auf Weine aus der Cahors Region beschränken. Wer im Vorfeld schon mal einen Cahors probieren möchte, dem empfehlen wir:  Cahors AOC Château de Mercuès 2006 75cl, von Coop Sfr. 14.50 (Aktion zu Sfr. 11.50), mit Malbec, Merlot, Tannat kein reiner Malbec aber ein wunderbarer Begleiter zu einem Eintopf (z.B. Voressen) mit einem super Preis/Leistung Verhältnis. Tipp: eine Stunde vor dem Genuss dekantieren.

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Weintipp: Tempranillo – Rotwein – Spanien

19. November 2009

Weintipp:

Es geht wieder in rasantem Tempo den Festtagen entgegen. Die Weinhändler laden uns wie jedes Jahr, mit zum Teil erklecklichen Preisnachlässen dazu ein, ihre übervollen Lager zu verkleinern. Uns soll es recht sein. Die Vergünstigungen relativern sich aber leider bei vielen masslos überteuerten Prestigegewächsen. Anstatt SFr. 870.- für eine Flasche 2006 er „Mouton Rothschild“, nur noch SFr. 696.- ( 20% Aktion von COOP). Da jubelt der Geldbeutel! Ich wundere mich wirklich, dass es noch keine Äpfel und Birnen gibt, zu SFr. 30.- das Stück. Es gäbe sicherlich einige „Geniesser“, die solche Preise für eine „so aussergewöhnlich gelungene“ Frucht angemessen fänden…….
Ich möchte nicht falsch verstanden, ich mache nicht die Produzenten, oder die Händler für die surrealen Preise verantwortlich, den letztendlich bestimmt der Markt den Preis. Das ist auch richtig so, nur……., ich finde Weine gehören ins Glas und nicht in den Tresor. Mir soll niemand erzählen, dass ein Wein in der obigen Preisklasse wirklich noch als Wein wahrge-ommen wird, ausser diese Person hat eine stark verzerrte Wahrnehmung, vielleicht als Folge einer sechstelligen Bonuszahlung. Ich bezahle sehr gerne für einen liebevoll und gut gemachten Wein SFr. 50.-, oder meinetwegen auch einmal mehr. Die Prämisse von „Weinheiten“ ist seit Beginn, preiswerten Wein im besten Sinne zu suchen und vor allem auch zu finden. Auch nach dem bedauernswerten Ende von EPA, ABM und Pick-Pay ist es möglich sehr gute Weine zu angemessenen Preisen zu finden. Gerade in
Zürich gibt es eine eindrückliche Auswahl von Weinhändlern, aber auch Grossverteilern mit sehr schönen Weinen im Angebot.

Auf keinen Fall dürfen die im Moment, verdientermassen stark im Aufwind begriffenen Zürcher und Ostschweizer Produzenten vergessen werden. Ihre Weine bieten meist sehr viel, für vergleichsweise wenig Geld. Demnächst mehr hier.

Unbenannt-1Mein Tipp:
„Venta Mazarrón“, 2006. Ein reinsortiger Tempranillo. Appelation „Tierra del Vino de Zamora“,
Spanien.

Wir haben diesen Wein zusammen mit Gästen zu einem wunderbaren Voressen genossen. Dunkles Rubinrot, Beeren, dicht, mit einer schönen Süssnote und einem imposanten Abgang. Ein kräftiger, trotzdem sehr viel Charme verprühender moderner Wein zu einem günstigen Preis.

Erhältlich bei Denner: SFr. 17.95

Beat Schwengeler

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Esprit de Genève 2007, Rotwein, Blinddegustation

12. November 2009

Im 2004 haben 14 Genfer Winzer das Weinprojekt ‘Esprit de Genève’ in Angriff genommen. Das Ziel ist Genfer Terroir Weine modern umgesetzt, auch in der Deutschschweiz bekannt zu machen.

esprit-de-geneve-degu


Der Charta Hauptpunkt ist der Stil der Weine (50% Gamay und 20% Gamaret oder Garanoir und max. 20% andere Traubensorten, ein  Alkoholgehalt von mindestens 12.5% , tiefe Farbe, gute Struktur und Dichte)

15 Weininteressierte haben 10 der insgesammt 15 Weine des Jahrgangs 2007 blind degustiert. Ein Grossteil der Teilnehmer/innen haben zum ersten mal an einer Degustation teilgenommen und haben streng nach der 20er Bewertungsskala bewertet. Auch hatten wir das erste mal ein individuelles Degustation Tabelle Diagramm zu erstellen, welches auch im Büchlein der ‘Esprit de Genève’ Weine beiliegt. Die Weine werden anhand ihrer Frische, Struktur , Frucht und Röstaromen optisch im Diagramm positioniert. Die Resultate waren sehr unterschiedlich, die Erläuterungen zu den unterschiedlichen Wahrnehmungen zum Teil sehr interessant anzuhören.

Mein persönliches Fazit: Ich fand die Weine sehr spannend und erstaunlich uneinheitlich, obwohl fast alle bis zu 80% aus der gleichen Traubensorten gemacht wurden.

Eine grosse Bandbreite von eher frischen, fruchtigen Weinen bis zu sehr gut strukturierten, von Gerbstoff betonten Weinen. Sicher sehr gute Botschafter für Wein aus dem Kanton Genf, die uns Deutschschweizeren Lust auf mehr machen. Leider findet man die Weine fast nicht bei Deutschschweizer Händlern. Desshalb war es uns nicht  möglich, sämtliche Weinpreise herauszukriegen. Das Verkaufsnetz  in der Deutschschweiz muss noch stark verbessert werden.

Zum Essen wurde ein Merlot und der Noir Desir 2007, beide von Yves Batardon, Domaine de la Mermière kredenzt,  vor allem der Merlot stiess auf grosse Begeisterung.

Bei Yves Batrodon bedanken wir uns herzlich für die uns zur Verfügung gestellten 10 Degustation-Weine.

Grossen Dank  vor allem aber an Fred, der uns die Weine organisiert hatte, dass wunderbare Essen und seine Gastfreundschaft.

Pascal Burckhardt

Esprit-de-geneve-diagramm

Esprit de Genève 2007

No.Name/Produzent/JahrgangBewertungPreis
1André Serex, Les Vallières
Elevé en foudre de chêne: 67% de Gamay. Elevé en fûts de chêne: 25% de Gamaret, 8% de Merlot
14.5SFr. 18.00
2Daniel Tremblet, Cave des Oulaines
50% de Gamay, 20% de Gamaret, 10% de Pinot Noir, 20% de Diolinoir
14SFr. 18.00
3Christian Guyot
Elevé en fûts de chêne: 50% de Gamay, 50% de Gamaret
13.5?
4Pierre et Jean Hutin, Domaine Les Hutins
40% de Gamay, 5% de Ganaroir. Elevé en fûts de chêne: 20% de Gamay, 25% de Gamaret, 10% de Merlot
13.5?
5Yves Batardon, Domaine de la Mermière 2007
60% de Gamay. Elevé en fûts de chêne: 25% de Gamaret, 5% de Garanoir, 10% de Galotta
13SFr. 19.00
6Nicolas Cadoux, Domaine des Graves
10% de Gamay. Elevé en fûts de chêne:40% de Gamay, 45% de Gamaret, 5% de Galotta
13SFr. 18.00
7Bernard Conne, Domaine des Charmes
50% de Gamay. Elevé en fûts de chêne:40% de Gamaret, 10% de Merlot
13SFr. 19.00
8Jacques et Christophe Dupraz, Domaine des Curiades
Elevé en fûts de chêne: 60% de Gamay, 40% de Gamaret
13SFr. 18.00
9Jacques et Claude Bocquet-Thonney, Cave de Sézenove
50% de Gamay, 10% de Garanoir. Elevé en fûts de chêne: 30% de Gamaret, 10% de Syrah
12SFr. 18.00
10Bernard Cruz, Domaine de Beauvent
Elevé en fûts de chêne: 50% de Gamay, 30% de Garanoir, 20% de Gamaret
Weinfehler:BrettonomycesSFr. 18.00
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November Umfrage: Wo kauft ihr euren Wein?

05. November 2009

Wir möchten von euch wissen, wo ihr euren Wein einkauft. Im Trend liegt ja der Online Einkauf, ich denke aber das die meisten wohl noch immer den Wein beim Weinhändler kaufen oder beim Grossverteiler. Ich persönlich mag es am liebsten beim Winzer, da ist die Bindung zum Produkt am grössten.

Wo kauft ihr Wein ein? (Mehrfachauswahl möglich)

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Wir sind auch auf eure Kommentare gespannt.

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Wein und Geist

29. Oktober 2009

Wo mag die Faszination zum Wein gründen? Diese Frage habe ich mir schon öfters gestellt, doch fand ich nie die Zeit meine Gedanken dazu systematisch zu ordnen. Gut so! Denn dem Wein soll man nicht mit Rationalität begegnen.

Wenn ich an einem Glas rieche, berührt mich der Duft. Er weckt Farbspiele und Empfindungen in mir. Mit dem ersten Schluck setzt sich eine Serie von Wahrnehmungen fort, die meinen Verstand schärfen und leider viel zu selten unvergessliche Emotionen wecken. Dann gegen den Schluss des Genusses lässt der Wein mich fallen. In den meisten Fällen genügt ein bisschen Zucker in Form eines Desserts für die sanfte Landung, doch es gibt auch die Tage an denen ich mich im Sofa fallen lasse und über den Wein nachdenke. Genuss im Allgemeinen ist eine anspruchsvolle Tätigkeit. Sie beruhigt meinen Geist und erfüllt meine emotionalen Erwartungen. So ist der Weingenuss nicht bloss Alkoholkonsum. Es ist das Erleben von Geschichte, Zivilisation und Emotion. Also eine kleine Reise und das oft zu einem weit tieferen Preis als der letzte Sommerurlaub.

Mr. Tinte

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