Archiv für die Kategorie ‘Blinddegustation’

Barbera Blindegustation am 11. März 2010

Dienstag, 02. März 2010

Vor ein paar Jahre hatten wir eine sehr erfreuliche Barbera Blindegustation (siehe http://www.weinheiten.ch/barbera-rotwein-italien-blinddegustation/) und nun wird es Zeit einen Update in sachen Barbera Weine zu machen:

Datum: Donnerstag 11. März
Zeit: 20 Uhr
Ort: http://www.weinheiten.ch/keller/

Hier ein paar Info-Links zu Barbera:

Anmelden für die Blinddegustation bitte bis am 8. März per eMail an info@weinheiten.ch

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Cahors, Rotwein, Frankreich, Blinddegustation – Januar 2010

Samstag, 16. Januar 2010


Platz & Bild:Wein: Preis: SfrBewertung
20er
Bezugsquelle:
1Cahors AOC, Clos Triguedina 200125.50
17La Bastide, Zürich
2Cahors AOC Château de Mercuès 200414.5016.5Coop
3Cahors AOC Château Haut Monplaisir 2001, Pur Plaisir28.0016.5Divo.ch
4Cahors AOC, Moulin Lagrezette 200416.4016Kummer Weine, Zürich
5Cahors AOC, CHATEAU LA CAMINADE 200517.5016La Cave d'à Côte
6Cahors AOC Chateau Lagrezette 200427.6016Kummer Weine, Zürich
    

Als bekennender Fan, von Weinen aus Frankreichs Süd-Westen, vor allem der Gewächse aus Cahors, habe ich mich sehr auf diese Degu gefreut. Wir konnten eine schöne Auswahl von Weinen, die in der Deutschschweiz erhältlich sind, zusammentragen. Jahrgangsmässig war die Auswahl mangels einer breiteren Verfügbarkeit leider uneinheitlich. Das fällt aber im Gegensatz zu anderen Anbaugebieten nicht besonders ins Gewicht. Die von uns degustierten Cahors Weine  wurden alle modern vinifiziert, der 2005 kann schon mit Vergnügen getrunken werden (nach alter Schule bereitete Cahors brauchen da etwas länger…..). Die Haltbarkeit wird auch bei diesen modern ausgebauten Weinen nicht leiden. Gute Aussichten also! Zu richtig guter, schwerer französischer Fleischküche gibt es nichts besseres als eine oder zwei Flaschen Cahors, egal ob 5 oder 20 Jahre alt.

Soweit ich mich erinnern kann wurden bis jetzt bei keiner “Weinheitendegu” alle Weine so einheitlich als hochstehend klassifiziert. Trotzdem, jeder Wein hat eigenen, starken Charakter. Die beiden “Lagrezette” Weine und der “Triguedina” sind mehr auf der traditionellen, die anderen Drei eher auf der moderneren Seite. Zu gewissen Kontroversen gab der “Pur Plaisir” Anlass. Der anfänglich eines Korkenfehlers Bezichtigte, ist eine Konzentratsbombe und ein eindrückliches Beispiel an Potenzial, welches die “Malbec” Traube, in ihrer angestammten Heimat zu entwickeln imstande ist.

Aus Marketinggründen wird in letzter Zeit vermehrt, anstatt der Appelatiosbezeichnung “Cahors”, die Traubensorte “Malbec” auf die Etiketten gedruckt, was eine etwas fragwürdige Reminiszenz an die “Süsstrunke” aus Argentinien ist. Trotzdem bin ich überzeugt, dass der Appelation “Cahors” wieder goldene Zeiten bevorstehen. Wer die “Madiran” Weine von Alain Brumont liebt, könnte da noch die oder andere freudige Überraschung erleben…….

PS:

Wir konnten von einer sehr sympatischen Weinhändlerin, die in der Ostschweiz erfolglos den “Chateau Triguedina” 2000 an den Mann bez. die Frau bringen wollte, ein paar Flaschen erstehen. Interessenten dürfen sich gerne melden!

Frohes entdecken!

Beat Schwengeler

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Cahors, Rotweine – Frankreich, Blinddegustation vom 15. Januar 2010

Donnerstag, 07. Januar 2010

Cahors fast gleich: Malbec

Das neue Jahr beginnt schon mit der ersten Datums Änderung! Wir müssen die „Cahors“ Degustation auf den 15. Januar verschieben.

Auch wenn die meisten Cahors Weine nicht aus 100% Malbec sind (Meist eine Assemblage mit  Tannat und Merlot) ist die Cahors die Heimat der Malbec Traube.

Der Malbec ist eine alte französische rote Rebsorte. Früher wurde er in 30 Départements angebaut, weshalb fast 400 Namen für ihn im Gebrauch waren. So heißt die Sorte auch Auxerrois (im Gebiet Cahors), Côt (Haut-Pays und Loire), Malbeck oder Pressac (Bordeaux). Geschätzt werden die fast lilaschwarzen Malbec-Weine für ihre fruchtige Würze, die oft typische Pflaumen- und Tabaknoten aufweist. Anklänge an Blaubeeren, Lorbeer, Wacholder, Gewürze, Kirschen und Bitterschokolade sind ebenso möglich.

Eine im Jahr 2007 veröffentlichte Studie belegt, dass die Rebsorten-Gruppe Baroque, Manseng Noir und Tannat genetisch sehr eng miteinander verwandt sind.Es besteht zudem eine auffallende Ähnlichkeit dieser Gruppe zum Malbec, und die Sorte Claverie steht genetisch ebenfalls in enger Verwandtschaft zu dieser Gruppe.Geschichte 

Der Ampelograph Pierre Galet vermutet den Ursprung der Sorte im Gebiet der ehemaligen französischen Provinz Quercy und bezeichnet die Rebsorte somit folgerichtig Côt. Im 16. Jahrhundert habe François I. die Sorte aus dem Cahors importiert und in Thomery, an den Hängen der Seine sowie im Weinbaugebiet Champagne anbauen lassen. Untermauert wird diese These durch Beschreibungen von Salomon im Jahr 1921, 300-jährige Rebstöcke von Malbec und Cabernet Sauvignon gefunden zu haben.

Im Bereich des Weinbaugebiets Bordeaux trägt die Rebsorte häufig Synonymnamen von Personen, die sich um die örtliche Verbreitung verdient gemacht haben. Der Mediziner de Lutkens legte in der Ortschaft Camblanes im 18. Jahrhundert einen Weinberg mit dem Côt. Lokal wurde die Sorte Lutkens oder Luckens benannt. Wenig später legte Herr Malbeck Rebflächen in Sainte-Eulalie an. Malbeck verbreitete die Sorte weitflächig und prägte damit den Namen im Bordelais und später international. In Saint-Émilion ist die Rebsorte unter dem Namen Pressac bekannt.

Anbaugebiete

Weltweit verfügt der Malbec heute über 34.000 Hektar Anbaufläche. Davon entfallen 71,5 % auf Argentinien und 19,5 % auf Frankreich (6.291 Hektar Stand 2007 , 3 % stellt Chile, 2 % die USA.

Frankreich

Französisches Hauptanbaugebiet des Malbec ist heute wieder seine Heimatregion Cahors, wo aus ihm früher der berühmte Vin noir gekeltert wurde. Heute muss er dort mindestens 70 % in den Cuvées stellen. Die ungemein farbintensive Reinversion ist oft etwas eckig und karg und entwickelt erst nach langer Reifezeit Feinheit. Deshalb wird häufig Merlot oder seltener Tannat als Verschnittpartner hinzugefügt. Traditionell ausgebauter Cahors verträgt eine Reifezeit von zehn Jahren im Keller. Außer im Cahors findet die Rebsorte noch Eingang in den Appellationen Bergerac, Buzet, Côtes de Duras, Côtes-du-Frontonnais, Côtes du Marmandais, Montravel und Pécharmant sowie im Côtes du Brulhois, einem Wein mit dem Status eines Vin Delimité de Qualité Supérieur.

Weil der Malbec nicht nur anfällig für eine Vielzahl von Krankheiten ist, sondern auch vor allem für Frost, fiel er Mitte des 20. Jahrhunderts vor allem im Bordeauxgebiet durch die damaligen schweren Frosteinbrüche großflächig aus. In den Cuvées des Bordeaux war er hauptverantwortlich für die Farbe und den Tanningehalt. Im früheren Schwerpunktverbreitungsgebiet Bordeaux wurde er vom Merlot verdrängt und wird dort nur noch von wenigen Traditionsbetrieben für die Mischweine gepflegt. Heute gibt es noch nennenswerte Anpflanzungen in den Herkunftsbezeichnungen Côtes de Bourg, Blaye und auf dem Gebiet des Entre deux mers

Im Weinbaugebiet Languedoc ist der Malbec in den Appellationen Cabardès und Malepère zugelassen.

An der Loire wird ebenfalls noch eine kleine (und noch zurückgehende) Menge angebaut und mit Gamay und Cabernet Franc verschnitten.

Quelle: Wikipedia

Anmerkung: Wir werden uns bei der Blinddegustation vom 14. Januar ausschliesslich auf Weine aus der Cahors Region beschränken. Wer im Vorfeld schon mal einen Cahors probieren möchte, dem empfehlen wir:  Cahors AOC Château de Mercuès 2006 75cl, von Coop Sfr. 14.50 (Aktion zu Sfr. 11.50), mit Malbec, Merlot, Tannat kein reiner Malbec aber ein wunderbarer Begleiter zu einem Eintopf (z.B. Voressen) mit einem super Preis/Leistung Verhältnis. Tipp: eine Stunde vor dem Genuss dekantieren.

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Esprit de Genève 2007, Rotwein, Blinddegustation

Donnerstag, 12. November 2009

Im 2004 haben 14 Genfer Winzer das Weinprojekt ‘Esprit de Genève’ in Angriff genommen. Das Ziel ist Genfer Terroir Weine modern umgesetzt, auch in der Deutschschweiz bekannt zu machen.

esprit-de-geneve-degu


Der Charta Hauptpunkt ist der Stil der Weine (50% Gamay und 20% Gamaret oder Garanoir und max. 20% andere Traubensorten, ein  Alkoholgehalt von mindestens 12.5% , tiefe Farbe, gute Struktur und Dichte)

15 Weininteressierte haben 10 der insgesammt 15 Weine des Jahrgangs 2007 blind degustiert. Ein Grossteil der Teilnehmer/innen haben zum ersten mal an einer Degustation teilgenommen und haben streng nach der 20er Bewertungsskala bewertet. Auch hatten wir das erste mal ein individuelles Degustation Tabelle Diagramm zu erstellen, welches auch im Büchlein der ‘Esprit de Genève’ Weine beiliegt. Die Weine werden anhand ihrer Frische, Struktur , Frucht und Röstaromen optisch im Diagramm positioniert. Die Resultate waren sehr unterschiedlich, die Erläuterungen zu den unterschiedlichen Wahrnehmungen zum Teil sehr interessant anzuhören.

Mein persönliches Fazit: Ich fand die Weine sehr spannend und erstaunlich uneinheitlich, obwohl fast alle bis zu 80% aus der gleichen Traubensorten gemacht wurden.

Eine grosse Bandbreite von eher frischen, fruchtigen Weinen bis zu sehr gut strukturierten, von Gerbstoff betonten Weinen. Sicher sehr gute Botschafter für Wein aus dem Kanton Genf, die uns Deutschschweizeren Lust auf mehr machen. Leider findet man die Weine fast nicht bei Deutschschweizer Händlern. Desshalb war es uns nicht  möglich, sämtliche Weinpreise herauszukriegen. Das Verkaufsnetz  in der Deutschschweiz muss noch stark verbessert werden.

Zum Essen wurde ein Merlot und der Noir Desir 2007, beide von Yves Batardon, Domaine de la Mermière kredenzt,  vor allem der Merlot stiess auf grosse Begeisterung.

Bei Yves Batrodon bedanken wir uns herzlich für die uns zur Verfügung gestellten 10 Degustation-Weine.

Grossen Dank  vor allem aber an Fred, der uns die Weine organisiert hatte, dass wunderbare Essen und seine Gastfreundschaft.

Pascal Burckhardt

Esprit-de-geneve-diagramm

Esprit de Genève 2007

No.Name/Produzent/JahrgangBewertungPreis
1André Serex, Les Vallières
Elevé en foudre de chêne: 67% de Gamay. Elevé en fûts de chêne: 25% de Gamaret, 8% de Merlot
14.5SFr. 18.00
2Daniel Tremblet, Cave des Oulaines
50% de Gamay, 20% de Gamaret, 10% de Pinot Noir, 20% de Diolinoir
14SFr. 18.00
3Christian Guyot
Elevé en fûts de chêne: 50% de Gamay, 50% de Gamaret
13.5?
4Pierre et Jean Hutin, Domaine Les Hutins
40% de Gamay, 5% de Ganaroir. Elevé en fûts de chêne: 20% de Gamay, 25% de Gamaret, 10% de Merlot
13.5?
5Yves Batardon, Domaine de la Mermière 2007
60% de Gamay. Elevé en fûts de chêne: 25% de Gamaret, 5% de Garanoir, 10% de Galotta
13SFr. 19.00
6Nicolas Cadoux, Domaine des Graves
10% de Gamay. Elevé en fûts de chêne:40% de Gamay, 45% de Gamaret, 5% de Galotta
13SFr. 18.00
7Bernard Conne, Domaine des Charmes
50% de Gamay. Elevé en fûts de chêne:40% de Gamaret, 10% de Merlot
13SFr. 19.00
8Jacques et Christophe Dupraz, Domaine des Curiades
Elevé en fûts de chêne: 60% de Gamay, 40% de Gamaret
13SFr. 18.00
9Jacques et Claude Bocquet-Thonney, Cave de Sézenove
50% de Gamay, 10% de Garanoir. Elevé en fûts de chêne: 30% de Gamaret, 10% de Syrah
12SFr. 18.00
10Bernard Cruz, Domaine de Beauvent
Elevé en fûts de chêne: 50% de Gamay, 30% de Garanoir, 20% de Gamaret
Weinfehler:BrettonomycesSFr. 18.00
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Leoville Barton Vertikale Blinddegustation

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Leoville Barton im kleinen Kreis

Letzten Freitag trafen sich drei Weinverrückte in Zürich  um mehrere Jahrgänge des umstrittenen Weingutes Leoville Barton aus der Appellation Saint-Julien zu verkosten.

1024

Die Appellation Saint-Julien grenzt im Norden an das prestigereiche Pauillac und ist bekannt für ihre finessenreichen Rotweine. Einer der Leader dieser Appellation ist das Weingut Leoville Barton. Dieser Wein wird von vielen Kritikern als Premier Cru zum Schnäppchenpreis bezeichnet. Nun, um das Ganze zu relativieren – in Bordeaux meint man mit Schnäppchen etwas anderes – kostet der Leoville Barton doch meist um die 60 bis 120 CHF im Handel. Würde die attestierte Qualität zutreffen, wäre der Leoville Barton dann für Premier Cru–Verhältnisse ein absolutes Schnäppchen. Im Zuge der Subskription 08 äusserten sich aber mehrere Weinliebhaber und Weinfreaks im deutschsprachigen Weinforum talk-about-wine kritisch zu diesem Gut und schliesslich kam es zu einem heftigen Wortgefecht zwischen mir und einem sehr erfahrenen Weinliebhaber aus Deutschland. Also war diese kleine Vertikale nicht nur dem Genuss verschrieben, sondern auch eine persönliche Mission mit dem Fazit: er hatte leider Recht!
Ich kenne den Leoville Barton aus mehreren Jahrgängen, doch hatte ich nie die Chance sieben Jahrgänge nebeneinander zu trinken.
Folgende Jahrgänge wurden blind verkostet:

1993: Rote Beeren und Kräuter. Mittlere Komplexität dafür aber in schönster Reife und ein unkomplizierter Genuss. Für das eher schwache Jahr eine kleine Sensation. Auf meiner persönlichen Punkteskala stolze 89 Punkte. Für mich in Anbetracht der Jahrgangserwartungen ein Premier Cru.

1996
: Dunkle und rote Beeren mit einer anfänglich sehr komplexen Nase. Feine rauchige Aromen vermischten sich mit kleinen Teernuancen. Im Gaumen seidig mit Rückhalt, Struktur und einem langem, leicht herben Finish. Die Duftintensität nahm im Laufe des Abends leicht ab und verwies auf einer langen Zukunft. Momentan 91 Punkte mit Potential nach oben! Definitiv Grand Cru, doch sicher nie auf Premier Niveau.

1997
: Krautige und eher grüne Nase (Paprika, grüner Pfeffer) mit einem Hauch rotbeeriger Frucht. Ein rustikaler Wein mit ebenso rustikalem und herbem Abgang ohne jegliche Erotik, dafür aber mit Charakter. Cru Bourgeois Niveau und 88 Punkte. Das Geld nie wert!

1999
: Verhaltene leicht rauchige Nase. Scheint in einer schwierigen Phase zu sein. Im Gaumen ist er leicht süsslich mit einer cremigen Textur. Aber wieder vermisse ich die Frucht. 89 Punkte. Kann vielleicht zulegen.

2001
: Rote und dunkle Beeren. Gelleartige Frucht mit feinen Kräutern und viel Druck! Endlich ein richtig Guter dachte ich. Auch im Gaumen war dieser Wein feiner und schokoladiger. Der Abgang war lang und harmonisch. Premier Cru und für mich 92 Punkte mit viel Potential nach oben. Die Zeit wird zeigen wie viel…

2002
: Pflaumen, Preiselbeeren und Cassis. Wieder schwebte ein schokoladiger Film über die Frucht. Leider war dieser Wein leicht brandig und wirkte irgendwie unfertig. Auch im Abgang machten sich scharfe und grobkörnige Tannine bemerkbar. Mir gefiel er aber sehr gut und ich war mir sicher, dass dies ein Pirat sein müsste. Ich würde behaupten Grand Cru und 91 Punkte. Wird bestimmt anders aber nicht viel besser.

2004
: Gekochte feine Kirschfrucht mit feinen Anklängen von Cassis. Im Gaumen eher opulent und süss im Vergleich. Der Abgang noch schroff aber feiner als beim 2002er. Eigentlich wäre das genau mein Geschmack, würde dieser Wein nicht so harmlos und irgendwie uninteressant wirken. Man merkt es hat sich was am Barton-Geschmack geändert. Wieder Grand Cru und momentan 90 Punkte mit viel Potential nach oben.

Mein Eindruck ist, dass dieser Wein einerseits extrem langlebig und sehr gut strukturiert, andererseits aber auch fruchtarm und irgendwie rustikal ist. Der persönliche Favorit im jetzigen Stadium ist der 2001er, der durchaus grosses Potential hat und auch in der Runde am meisten Zuspruch bekam. Mir persönlich fehlten aber der letzte Kick, der Charme und die Erotik. Das müsste ein inoffizieller Premier doch zeigen können?

Für den meist aufgerufenen Subskriptionspreis ist das ein grossartiger Wein. Doch den üblichen Handelspreis nach der Arrivage ist er nicht wert. Viele Europäer schwören auf den Barton und ich meine – Gott sei Dank – denn dann kaufen sie möglicherweise nicht die Weine, die ich mag. Obwohl er definitiv ein Charakterwein ist, gefallen mir andere Weine aus dem Bordelais besser. Es scheint mir, dass dieser Wein ein beständig hohes Niveau hat und doch bei gewissen Jahrgängen den Erwartungen nicht ganz entspricht. Auch mit seiner Aromatik habe ich so meine Probleme…

Aus Spass tranken wir noch den Langoa Barton aus den Jahrgängen 2002 und 2004 und waren positiv überrascht. Der Langoa wirkte zwar ein bisschen gröber in der Struktur, doch konnte er überzeugen und war insgesamt sehr schön und auch “dunkel” in der Aromatik, was meinem Geschmack besser entspricht. Er war in diesem Stadium fast auf Augenhöhe mit dem Leoville Barton.
Fakt ist, dass diese Probe in drei oder vier Jahren wiederholt werden muss!

Die eigentliche Sensation war aber ein Comte de Peney 1998 von Domaine de Balisiers. Für mich der Sieger dieser Probe! Wenn man auch den Kaufpreis mit einbezieht…

Er zeigte sich wie eine Mischung aus einem Pauillac und einem Pessac. Dunkle, rauchige und leicht dreckige Nase hatte er gehabt und gewann mich vom ersten Moment an. Im Gaumen war er fein und hocharomatisch mit einem langen Abgang. Nun wer hätte gedacht, dass ein Wein aus der Schweiz mich mehr überzeugt als die Bartons? Mit seinen 12 Volumenprozenten hat dieser Wein alle Anwesenden begeistert und den Gastgeber stolz gemacht. Denn es war ein von ihm gewählter Pirat.
An dieser Stelle sage ich 91 Punkte und vielen Dank!
Wer diesen Wein im Keller hat, sollte ihn aber bald austrinken. Lange wird er nicht mehr halten.

Mr. Tinte

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Esprit de Genève, Rotwein, Schweiz – Blindegustation vom 11.11.09

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Fred ist ein Weinbegeisterter Exil-Romand, der nun in Zürich lebt. Er ist über den Wein zu Weinheiten gekommen. Seine Grosseltern (Weinhändler) haben zum Essen viel einheimische Weine getrunken und so ist Teenager Fred zu seinen ersten Erfahrungen mit der typischen Genfer Rotweintraube Gamay gekommen. Es war keine Liebe auf den ersten Schluck, die Weine waren ohne Struktur und hatten ihm zuviel Säure, so das Fred nicht durch Gamay zu seiner Weinleidenschaft gekommen ist und die Genfer Weine in den Verkaufsregalen liegen lies.

Inzwischen ist in Genf eine neue Winzergeneration am Ruder, die sich einerseits mit den typischen Rebsorten des Terroir Genf auseinandersetzen aber dies moderner umsetzen.  Seit 2004 Gibt es ESPRIT DE GENEVE und diese Weine haben Fred begeistert und uns hoffentlich auch:

Zum Esprit de Genève bekennen sich rund ein Dutzend Genfer Weinkelterer, die den Esprit der Genfer Weine über die Kantonsgrenzen hinaus tragen möchten. Einige äusserst vielversprechende Erfahrungen, die punktuell insbesondere in der Deutschschweiz mit noch vertraulich gehandelten Hausweinen gesammelt werden konnten, bestärkten uns im Willen, diese erstklassige Genfer Weinspezialität zu entwickeln. Dieser Rotwein wird ganz oder teilweise im Eichenfass gekeltert aus mehreren, sich gegenseitig ausgezeichnet ergänzenden Traubensorten mit anerkannt hervorragenden Eigenschaften. Diese Sorten haben in der Tat erheblich zum guten Ruf und zur heutigen Beliebtheit der Genfer Weine beigetragen.

Der Gamay aus Anbau mit strenger Ertragsbeschränkung bringt fruchtbetonte und würzige Noten sowie eine sortentypische Frische. Gamaret und Garanoir, die aus dem Genfer Weinbau nicht mehr wegzudenken sind, verleihen dem Ganzen eine schöne Harmonie; der erste mit seinen dichten Gerbstoffen und einer guten Struktur, und der zweite mit seiner ihm eigenen Geschmeidigkeit und Finesse. Weitere Vertreter aus der reichen Palette der in Genf angebauten Rebsorten geben jedem Kelterer die Möglichkeit, seine Schöpfung individuell auszugestalten.

Die Qualität der einzelnen Kreationen wird gewährleistet durch die kontrollierte Anwendung von strikten, in einer Charta festgehaltenen Produktionsregeln und die Verkostung des fertigen Produkts durch ein Zulassungsgremium, wobei jede Assemblage die Unterschrift ihres Kelterers trägt.

Wir werden 10 Weine des 2007 blind degustieren.

Datum:          Mittwoch 11. November

Zeit:               19 Uhr

Ort:                 Zürich, genaue Adresse wird nach Anmeldung bekannt gegeben.

Speziell:        Danach gibt es ein kleines Essen (Umkosten Sfr. 20.-)

Anmeldung:   Platzzahl beschränkt und nur für Jahresmitglieder. (an info@weinheiten.ch)

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Hallauer Herbstsonntage

Dienstag, 29. September 2009

Hallau, das Zentrum des Schaffhauser Blauburgunderlandes lädt zum den Herbstsonntagen am 4. und  11. Oktober.

Entlang der Hauptstrasse und in den urigen Gewölbekellern laden die Winzer  die Besucher zur Degustation ihrer Weinspezialitäten ein, die über die Grenzen hinaus für Ihre Qualität und den besonderen Geschmack geschätzt werden.

Das leibliche Wohl wird durch ortsansässige Vereine vielseitig und kreativ abdeckt, bei dem jeder Geschmack auf seine Kosten kommt.

Auch für die kleineren Besucher werden in der Spielstrasse zahlreiche Attraktionen angeboten, die den Aufenthalt zu einem kurzweiligen Erlebnis werden lässt.

Einblicke in die Geschichte und Traditionen der Gemeinde und des Weinbaus  erhalten sie im Weinbau- oder im Ortsmuseum, die beide ebenfalls geöffnet haben.

Weiter können informative Einblicke in die heutige Weinproduktion bei der Besichtigung der grössten Kellerei im Dorf gewonnen werden.

Ein gute Grund mal eine Sonntagsausflug nach Hallau zu machen.

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Pinot Noir 2007 Westschweiz (Waadt, Drei-Seen-Region, Genf)

Donnerstag, 17. September 2009

Pinot-Westschweiz

No.Name/Produzent/JahrgangBezugsquelleBewertung/20erPreis
1Pinot Noir Domaine de la Croix AOC 2005, 75clwww.felicious.ch16SFr. 37.90
2Pinot Noir Basaltis Ollon 2007, 75clwww.bernardcavevins.ch15.5SFr. 40.00
3Mythologie Pinotissima 2007, Domiand De La Pierre Latinewww.teufelhof.com/15.5SFr. 45.00
4Cru de L'Hôpital, Vully, 2007 , 70clwww.cru-hopital.ch15SFr. 14.00
5Château d'Auvernier 2007, Pinot Noir Barriquewww.chateau-auvernier.ch15SFr. 23.00
6Les Hutins Pinot Noir 1er Cru Barrique 2007www.domaineleshutins.ch/14.5SFr. 25.00
7La Colombe Noire, Réserve 2007, Raymond Paccotwww.lacolombe.ch14SFr. 25.00
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Arneis, Italien, Weisswein, Blinddegustation

Dienstag, 15. September 2009

arneis

No.Name/Produzent/JahrgangBezugsquellePreisPunkte
1Roero Arneis “Valdinera” 2007 WeinkönigSFr. 16.5015
2Dante Rivett Langhe Arneis "Briccodoro" 2005InVinoVita, StäfaSFr. 19.0015
3Roero Arneis „Occhetti“ 2008Globus, ZüirchSFr. 19.8015
4Roero Arneis „le madri“ 2007 MövenpickSFr. 19.8015
5Marco Porello, Roero Arneis 'Camestri' 2008Vergani, ZürichSFr. 15.0014.5
6Roberto Sarotto Langhe Arneis 'Runcneuv' 2008Hausammann,MännedorfSFr. 16.0014
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Pinot Noir,Wallis, Waadt, Genf und Drei-Seen-Region – Blindegustation vom 10.9.09

Donnerstag, 03. September 2009

Liebe Freunde

Unsere letzt jährige Deutschweizer Pinot Noir Degustation findet eine Fortsetzung. Wir wollen deshalb am 10. September 2009 die restlichen wichtigen Pinot Noir Anbaugebiete der Schweiz näher kennenlernen (Wallis, Waadt, Genf und Drei-Seen-Region). Vorgängig waren Pascal und ich an der „MÉMOIRE DES VINS SUISSE & FRIENDS“ im Kongresshaus, am 31. August.

Es waren 72 Spitzenwinzer aus der ganzen Schweiz vertreten. Es zeigte sich, welch unvergleichliche Vielfalt von durchweg guten bis sehr (sehr) guten Pinot Noir in den verschiedenen Regionen der Schweiz erzeugt werden. Sehr spannende Weine mit, im Vergleich zu manchem ausländischen Erzeugnis, sehr vorteilhaften Preisen.

Es tut sich etwas im Weinland Schweiz.

Wir freuen uns auf Euch und interessante Weine.

Gruss Beat und Pascal

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