Archiv für die Kategorie ‘Blinddegustation’

Chenin Blanc – Weisswein – Südafrika – Blindegustation – 8. Juli 2010

Montag, 28. Juni 2010

Die Schweiz ist nicht mehr in Südafrika dabei, also haben wir wieder mehr Zeit uns um die genuss Seite des Gastgeberlandes der Fussball WM 2010 zu kümmern. In unserem Fall ist die alte weisse Rebsorte Chenin Blanc die ursprünglich ca. 845 in der Gegend von Anjou in Frankreich angeplanzt wurde und den Weg nach Südafrika gefunden hat.

In Südafrika wird etwa zweimal soviel Chenin angebaut wie in Frankreich (Stand 2007). Die am Kap meist Steen genannte Sorte hält dort 18,8% der Rebfläche besetzt. Erst 1965 wurde die Verbindung zwischen Chenin und der am Kap angebauten Sorte erkannt. Mit einiger Wahrscheinlichkeit ist die Rebe 1655 von Jan van Riebeeck mittels einer Rebkollektion in das Land gekommen. Im Jahr 1685 kamen 150 französische Hugenotten ans Kap. Sie gelten als erste Winzer der Kapkolonie und dürften die Rebsorte vor Ort vorgefunden haben. Sie war jedoch während einiger Jahrhunderte lediglich unter dem Namen Steen bekannt. Erst im Jahr 1965 konnte der Nachweis erbracht werden, das Steen und Chenin Blanc identisch sind. Das internationale Interesse am Steen wurde seit den 1960er Jahren geweckt, als die südafrikanischen Winzer mit attraktiven Weißweinen aufwarteten. Vorangegangen waren erhebliche Investitionen in neue kellertechnik wie z.B. temperaturgeführte Gärbehälter. Es entstanden frische, säurebetonte Weine, die einen Massenmarkt bedienten. Erst seit Ende der 1990er Jahre bemühen sich einige Winzer um die Erzeugung erstklassiger Weine.

Der überwiegende Anteil der Rebflächen stehen in den Regionen Paarl und Worcester, aber  auch Malmesbury in Swartland verfügt über beträchtliche Anpflanzungen.

Sortenmerkmale

In der Ampelographie wird der Habitus folgendermaßen beschrieben:

  • Die Triebspitze ist offen. Sie ist weißlich hellgrün behaart, mit karminrotem Anflug. Die gelbgrünen Jungblätter sind leicht wollig behaart und bronzefarben gefleckt (Anthocyanflecken).

  • Die mittelgroßen kräftiggrünen Blätter (siehe auch den Artikel Blattform) sind rundlich, fünflappig und mäßig tief gebuchtet. Die Stielbucht ist lyrenförmig offen. In der Nähe der Stielbucht sind die Blattnnerven rötlich gefärbt. Dies gilt jedoch nicht für alle Klone. Das Blatt ist stumpf gezähnt. Die Zähne sind im Vergleich der Rebsorten eng gesetzt. Die Blattoberfläche (auch Spreite genannt) ist blasig derb.

  • Die kegelförmige Traube ist meist geschultert, verfügt über eine oder zwei Nebentrauben, ist mittelgroß und dichtbeerig. Die rundlichen bis ovalen Beeren sind mittelgroß und von goldgelber Farbe. Die Schale der Beere ist dünnhäutig aber sehr knackig.

  • Der Chenin treibt früh aus und ist dementsprechend empfindlich gegen späte Frühjahrsfröste. Ihn zeichnet jedoch bei guter Holzreife eine ausreichend gute Winterfrosthärte aus.

Es handelt sich um eine weinbaulich eher schwierige Rebsorte, sie hat aber eine große Anbaubreite im Vergleich zu anderen Rebsorten. Sie ist anfällig gegen den Echten Mehltauund den Falschen Mehltau, aber auch gegen die Grauschimmelfäule. Chenin Blanc reift ca. 12 – 15 Tage nach dem Gutedel. Sie zählt damit international gesehen noch zu den früh reifenden Sorten.

Chenin Blanc ist eine Varietät der Edlen Weinrebe (Vitis vinifera). Sie besitzt zwittrige Blüten und ist somit selbstfruchtend. Beim Weinbau wird der ökonomische Nachteil vermieden, keinen Ertrag liefernde, männliche Pflanzen anbauen zu müssen.

Wir freuen uns auf  den Donnerstag 8. Juli 2010  mit der Blinddegustation mit Chenin Blanc aus Südafrika an der Kirchgasse 36.

Bitte per Email auf info (at) weinheiten.ch bis am 6. Juli anmelden.

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Resultat: Sauvignon Blanc, Weisswein, Österreich, Blinddegustation

Freitag, 21. Mai 2010

Sauvignon Blanc, Weisswein, Österreich,

Platz & Bild:Wein: Preis: SfrBewertung
20er
Bezugsquelle:
1Sauvignon Blanc Pössnitzberg / Erwin Sabathi, Leutschach 2008, Südsteiermark39.00

17DeliGusto.ch
2Sauvignon Blanc Kaisergarten / Gebrüder Nier, Mönchhof 2008, Neusiedlersee12.80
16.5DeliGusto.ch
3Pirat' Sauvignon Blanc Mock Alto Adige DOC 2009 Trentino22.5016Brancaia.ch
4Sauvignon Blanc Reverenz Muster 2008 Steiermark28.5016Brancaia, Zürich
5Sauvignon Blanc Markowitsch Carnuntum 2008 Niederöstereich16.5015.5Brancaia.ch
6Sauvignon Blanc Klassik Muster 2009 Steiermark22.0015.5Brancaia.ch
7Sauvignon Blanc Klassik Tement 2008 Südsteiermark28.00 15.5DeliGusto.ch und Brancaia.ch
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Sauvignon Blanc, Weisswein, Österreich, Blinddegustation, 20.5.2010

Montag, 10. Mai 2010

Wenn man in der Schweiz an Weisswein aus Österreich denkt, kommt einem vor allem Grüner Veltliner in den Sinn, was auch 36% der gesamten Weinanbaufläche ausmacht, Sauvignon Blanc führt mit 0.6% Anbaufläche ein Schattendasein in der Quantität.

Sauvignon Blanc – Wunderbare Vielfalt

Sauvignon Blanc, 2008 Grassnitzberg, Tement Südsteiermark

Sauvignon Blanc österreichischer Prägung ist eine einmalige Mischung zwischen ausgeprägter Fruchtigkeit, ausgeprägter Säurestruktur, dezent vegetalen Anklängen und, kommt der richtige Boden dazu, eleganter Mineralik. Im Gegensatz zu früheren Jahren, als vor allem die grasige, an grüne Paprika erinnernde Variante geschätzt wurde, tendiert man seit einigen Jahren zur fruchtigeren Stilistik: Im Duft erinnert er an Hollunderblüten, und er schmeckt ausgeprägt nach Stachelbeeren und weissen Ribiseln. Welchen dieser beiden Grundstilistiken man auch bevorzugt, Sauvignon

Blanc glänzt immer mit eleganter Pikanz, weshalb Weine dieser Rebsorte hierzulande aromatisch und frisch wirken. Sauvignon-Blanc-Hochburg ist die Steiermark, wo mehr als 50 Prozent der österreichweiten Sauvignon-Bestände von insgesamt etwas mehr als 300 Hektar zu finden sind. Aber auch aus Niederösterreich (Carnuntum), sowie aus dem Burgenland, (Leithagebirge und Neusiedler See Hügelland), kommen beeindruckende Vertreter dieser alten Rebsorte, die hierzulande bereits vor 100 Jahren bekannt war. Vor allem in den letzten Jahren wurde angesichts der Beliebtheit der Sorte und des für sie ausgesprochen günstigen Klimas verstärkt Sauvignon Blanc ausgepflanzt.

Sauvignon Blanc fühlt sich grundsätzlich in kühleren Gebieten wohl, aber er braucht Sonne, um diese intensive fruchtige Aromatik ausbilden zu können, weshalb die Südsteiermark geradezu ideale Bedingungen bietet. Auf kalkigen Böden, Schiefer oder Feuerstein bringt er Weine mit eleganter Mineralik hervor. Er treibt vergleichsweise spät aus und wird dafür früh reif, ein weiterer Aspekt, weshalb er in sich für weniger warme Gebiete sehr gut eignet. Eine langsame, kontinuierliche Reife am Stock wirkt sich höchst positiv auf die Intensität der Aromen aus. Die beiden Aromaausprägungen „grün-vegetal“ oder „fruchtiger Typ“ können durch gezielte Laubarbeit und die Wahl des Lesezeitpunktes sehr gut beeinflusst werden.

Sauvignon Blanc ist ein Global Player.

Er ist in der Alten Welt aber auch in anderen Kontinenten angesiedelt. Bekannte Exemplare dieser Gattung kommen aus Neuseeland oder aus den kühleren küstennahen Regionen Chiles. Sauvignon Blanc findet man auch in Südafrika, eine interessante Spielart kommt auch aus dem innerspanischen Gebiet Rueda rund um Valladolid

Wir laden zur Blinddegustation am Donnerstag 20. Mai 2010 um 20 Uhr bei Tana-Design an der Kirchgasse 36 – Zürich 1 ein. Bitte bis am 18. Mai auf info@weinheiten.ch anmelden.

Video über die Südsteiermark , wo die viele Sauvignon Blanc Weine aus Österreich wachsen:

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Barbera Blinddegustation 2010

Freitag, 12. März 2010


Platz & Bild:Wein: Preis: SfrBewertung
20er
Bezugsquelle:
1'Pirat' Cascina Ca'Rossa Fehlerlos 'Edi Graf' (60% Barbera Barrique 2006/40% Nebbilolo 2007 Stahltank) VdT19.5017InVinoVita, Stäfa
2Barbera d'Alba "La Castella" La Fusina Barrique DOC 200526.0017InVinoVita, Stäfa
3Barbera d'Asti DOC Superiore La Luna e i Falo 200614.9015.0Coop
4Barberra D'Alba, Pertinace 200718.0015.5Brancaia, Zürich
5Cipressi della Court, Barbera D'Asti 200725.0015.5Mövenpick Wein
6Ruvei, Barbera D'Alba, 2006, Marchesi Di Barolo16.8015Kummer Weine, Zürich
7Barbera d'Alba "Conca del Grillo" 200721.80 15 Globus

Details zum ‘Piraten’:

In vino vita-Cuvee: Rosso „Fehlerlos“ VdT (17/20), 1200 Flaschen liess Edi Graf abfüllen:

Ein kerniger und frischer Weinstil ist entstanden, ganz klar geprägt von der blaubeerigen Aromatik des Barbera. An der Nase finden wir würzige Elemente, dezent im Hintergrund weiche Barriqueeinflüsse, dann Mineralien und erfrischende Zitrusaromen. Ein lebendiger und verspielter Wein ist entstanden. Am Gaumen fleischig. Rassige, aber feingliedrige Tannine des Roero-Nebbiolo geben die Struktur. Im Abgang Ursprünglichkeit, direkt und unkompliziert, geradlinig und einfach gut! Ich empfehle den Wein als Tisch- und Schnabulierwein, zu Antipasti, Pasta, Risotto, Vesperplatten, Käse. In 3-5 Jahren zu weissem Fleisch, Hase oder Geflügel ein Genuss. Chardonnayglas.

Warum „Fehlerlos“? Angelo meinte, er habe noch ein Fass, ich soll das mal probieren, für ihn hätte der Wein Fehler…Ich hab den Wein probiert, geschlürft, gesogen und „aufgeblasen“ im Gaumen. Der Wein hatte für meine Begriffe einfach zuviel Barrique-Ausbau und war voll reif – einfach etwas zu dicht. Darum habe ich 40% Stahltank-Nebbiolo aus 2 verschiedenen, sich optimierenden Nebbiolotanks genommen und verschnitten. So habe ich den Wein wie eine Handorgel auseinandergezogen und die Zwischenräume mit feinsten Tanninen, rotbeeriger Frucht und lebendigen Finessen versetzt. Jetzt ist der Wein „Fehlerlos“!

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Barbera Blindegustation am 11. März 2010

Dienstag, 02. März 2010

Vor ein paar Jahre hatten wir eine sehr erfreuliche Barbera Blindegustation (siehe http://www.weinheiten.ch/barbera-rotwein-italien-blinddegustation/) und nun wird es Zeit einen Update in sachen Barbera Weine zu machen:

Datum: Donnerstag 11. März
Zeit: 20 Uhr
Ort: http://www.weinheiten.ch/keller/

Hier ein paar Info-Links zu Barbera:

Anmelden für die Blinddegustation bitte bis am 8. März per eMail an info@weinheiten.ch

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Cahors, Rotwein, Frankreich, Blinddegustation – Januar 2010

Samstag, 16. Januar 2010


Platz & Bild:Wein: Preis: SfrBewertung
20er
Bezugsquelle:
1Cahors AOC, Clos Triguedina 200125.50
17La Bastide, Zürich
2Cahors AOC Château de Mercuès 200414.5016.5Coop
3Cahors AOC Château Haut Monplaisir 2001, Pur Plaisir28.0016.5Divo.ch
4Cahors AOC, Moulin Lagrezette 200416.4016Kummer Weine, Zürich
5Cahors AOC, CHATEAU LA CAMINADE 200517.5016La Cave d'à Côte
6Cahors AOC Chateau Lagrezette 200427.6016Kummer Weine, Zürich
    

Als bekennender Fan, von Weinen aus Frankreichs Süd-Westen, vor allem der Gewächse aus Cahors, habe ich mich sehr auf diese Degu gefreut. Wir konnten eine schöne Auswahl von Weinen, die in der Deutschschweiz erhältlich sind, zusammentragen. Jahrgangsmässig war die Auswahl mangels einer breiteren Verfügbarkeit leider uneinheitlich. Das fällt aber im Gegensatz zu anderen Anbaugebieten nicht besonders ins Gewicht. Die von uns degustierten Cahors Weine  wurden alle modern vinifiziert, der 2005 kann schon mit Vergnügen getrunken werden (nach alter Schule bereitete Cahors brauchen da etwas länger…..). Die Haltbarkeit wird auch bei diesen modern ausgebauten Weinen nicht leiden. Gute Aussichten also! Zu richtig guter, schwerer französischer Fleischküche gibt es nichts besseres als eine oder zwei Flaschen Cahors, egal ob 5 oder 20 Jahre alt.

Soweit ich mich erinnern kann wurden bis jetzt bei keiner “Weinheitendegu” alle Weine so einheitlich als hochstehend klassifiziert. Trotzdem, jeder Wein hat eigenen, starken Charakter. Die beiden “Lagrezette” Weine und der “Triguedina” sind mehr auf der traditionellen, die anderen Drei eher auf der moderneren Seite. Zu gewissen Kontroversen gab der “Pur Plaisir” Anlass. Der anfänglich eines Korkenfehlers Bezichtigte, ist eine Konzentratsbombe und ein eindrückliches Beispiel an Potenzial, welches die “Malbec” Traube, in ihrer angestammten Heimat zu entwickeln imstande ist.

Aus Marketinggründen wird in letzter Zeit vermehrt, anstatt der Appelatiosbezeichnung “Cahors”, die Traubensorte “Malbec” auf die Etiketten gedruckt, was eine etwas fragwürdige Reminiszenz an die “Süsstrunke” aus Argentinien ist. Trotzdem bin ich überzeugt, dass der Appelation “Cahors” wieder goldene Zeiten bevorstehen. Wer die “Madiran” Weine von Alain Brumont liebt, könnte da noch die oder andere freudige Überraschung erleben…….

PS:

Wir konnten von einer sehr sympatischen Weinhändlerin, die in der Ostschweiz erfolglos den “Chateau Triguedina” 2000 an den Mann bez. die Frau bringen wollte, ein paar Flaschen erstehen. Interessenten dürfen sich gerne melden!

Frohes entdecken!

Beat Schwengeler

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Cahors, Rotweine – Frankreich, Blinddegustation vom 15. Januar 2010

Donnerstag, 07. Januar 2010

Cahors fast gleich: Malbec

Das neue Jahr beginnt schon mit der ersten Datums Änderung! Wir müssen die „Cahors“ Degustation auf den 15. Januar verschieben.

Auch wenn die meisten Cahors Weine nicht aus 100% Malbec sind (Meist eine Assemblage mit  Tannat und Merlot) ist die Cahors die Heimat der Malbec Traube.

Der Malbec ist eine alte französische rote Rebsorte. Früher wurde er in 30 Départements angebaut, weshalb fast 400 Namen für ihn im Gebrauch waren. So heißt die Sorte auch Auxerrois (im Gebiet Cahors), Côt (Haut-Pays und Loire), Malbeck oder Pressac (Bordeaux). Geschätzt werden die fast lilaschwarzen Malbec-Weine für ihre fruchtige Würze, die oft typische Pflaumen- und Tabaknoten aufweist. Anklänge an Blaubeeren, Lorbeer, Wacholder, Gewürze, Kirschen und Bitterschokolade sind ebenso möglich.

Eine im Jahr 2007 veröffentlichte Studie belegt, dass die Rebsorten-Gruppe Baroque, Manseng Noir und Tannat genetisch sehr eng miteinander verwandt sind.Es besteht zudem eine auffallende Ähnlichkeit dieser Gruppe zum Malbec, und die Sorte Claverie steht genetisch ebenfalls in enger Verwandtschaft zu dieser Gruppe.Geschichte 

Der Ampelograph Pierre Galet vermutet den Ursprung der Sorte im Gebiet der ehemaligen französischen Provinz Quercy und bezeichnet die Rebsorte somit folgerichtig Côt. Im 16. Jahrhundert habe François I. die Sorte aus dem Cahors importiert und in Thomery, an den Hängen der Seine sowie im Weinbaugebiet Champagne anbauen lassen. Untermauert wird diese These durch Beschreibungen von Salomon im Jahr 1921, 300-jährige Rebstöcke von Malbec und Cabernet Sauvignon gefunden zu haben.

Im Bereich des Weinbaugebiets Bordeaux trägt die Rebsorte häufig Synonymnamen von Personen, die sich um die örtliche Verbreitung verdient gemacht haben. Der Mediziner de Lutkens legte in der Ortschaft Camblanes im 18. Jahrhundert einen Weinberg mit dem Côt. Lokal wurde die Sorte Lutkens oder Luckens benannt. Wenig später legte Herr Malbeck Rebflächen in Sainte-Eulalie an. Malbeck verbreitete die Sorte weitflächig und prägte damit den Namen im Bordelais und später international. In Saint-Émilion ist die Rebsorte unter dem Namen Pressac bekannt.

Anbaugebiete

Weltweit verfügt der Malbec heute über 34.000 Hektar Anbaufläche. Davon entfallen 71,5 % auf Argentinien und 19,5 % auf Frankreich (6.291 Hektar Stand 2007 , 3 % stellt Chile, 2 % die USA.

Frankreich

Französisches Hauptanbaugebiet des Malbec ist heute wieder seine Heimatregion Cahors, wo aus ihm früher der berühmte Vin noir gekeltert wurde. Heute muss er dort mindestens 70 % in den Cuvées stellen. Die ungemein farbintensive Reinversion ist oft etwas eckig und karg und entwickelt erst nach langer Reifezeit Feinheit. Deshalb wird häufig Merlot oder seltener Tannat als Verschnittpartner hinzugefügt. Traditionell ausgebauter Cahors verträgt eine Reifezeit von zehn Jahren im Keller. Außer im Cahors findet die Rebsorte noch Eingang in den Appellationen Bergerac, Buzet, Côtes de Duras, Côtes-du-Frontonnais, Côtes du Marmandais, Montravel und Pécharmant sowie im Côtes du Brulhois, einem Wein mit dem Status eines Vin Delimité de Qualité Supérieur.

Weil der Malbec nicht nur anfällig für eine Vielzahl von Krankheiten ist, sondern auch vor allem für Frost, fiel er Mitte des 20. Jahrhunderts vor allem im Bordeauxgebiet durch die damaligen schweren Frosteinbrüche großflächig aus. In den Cuvées des Bordeaux war er hauptverantwortlich für die Farbe und den Tanningehalt. Im früheren Schwerpunktverbreitungsgebiet Bordeaux wurde er vom Merlot verdrängt und wird dort nur noch von wenigen Traditionsbetrieben für die Mischweine gepflegt. Heute gibt es noch nennenswerte Anpflanzungen in den Herkunftsbezeichnungen Côtes de Bourg, Blaye und auf dem Gebiet des Entre deux mers

Im Weinbaugebiet Languedoc ist der Malbec in den Appellationen Cabardès und Malepère zugelassen.

An der Loire wird ebenfalls noch eine kleine (und noch zurückgehende) Menge angebaut und mit Gamay und Cabernet Franc verschnitten.

Quelle: Wikipedia

Anmerkung: Wir werden uns bei der Blinddegustation vom 14. Januar ausschliesslich auf Weine aus der Cahors Region beschränken. Wer im Vorfeld schon mal einen Cahors probieren möchte, dem empfehlen wir:  Cahors AOC Château de Mercuès 2006 75cl, von Coop Sfr. 14.50 (Aktion zu Sfr. 11.50), mit Malbec, Merlot, Tannat kein reiner Malbec aber ein wunderbarer Begleiter zu einem Eintopf (z.B. Voressen) mit einem super Preis/Leistung Verhältnis. Tipp: eine Stunde vor dem Genuss dekantieren.

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Esprit de Genève 2007, Rotwein, Blinddegustation

Donnerstag, 12. November 2009

Im 2004 haben 14 Genfer Winzer das Weinprojekt ‘Esprit de Genève’ in Angriff genommen. Das Ziel ist Genfer Terroir Weine modern umgesetzt, auch in der Deutschschweiz bekannt zu machen.

esprit-de-geneve-degu


Der Charta Hauptpunkt ist der Stil der Weine (50% Gamay und 20% Gamaret oder Garanoir und max. 20% andere Traubensorten, ein  Alkoholgehalt von mindestens 12.5% , tiefe Farbe, gute Struktur und Dichte)

15 Weininteressierte haben 10 der insgesammt 15 Weine des Jahrgangs 2007 blind degustiert. Ein Grossteil der Teilnehmer/innen haben zum ersten mal an einer Degustation teilgenommen und haben streng nach der 20er Bewertungsskala bewertet. Auch hatten wir das erste mal ein individuelles Degustation Tabelle Diagramm zu erstellen, welches auch im Büchlein der ‘Esprit de Genève’ Weine beiliegt. Die Weine werden anhand ihrer Frische, Struktur , Frucht und Röstaromen optisch im Diagramm positioniert. Die Resultate waren sehr unterschiedlich, die Erläuterungen zu den unterschiedlichen Wahrnehmungen zum Teil sehr interessant anzuhören.

Mein persönliches Fazit: Ich fand die Weine sehr spannend und erstaunlich uneinheitlich, obwohl fast alle bis zu 80% aus der gleichen Traubensorten gemacht wurden.

Eine grosse Bandbreite von eher frischen, fruchtigen Weinen bis zu sehr gut strukturierten, von Gerbstoff betonten Weinen. Sicher sehr gute Botschafter für Wein aus dem Kanton Genf, die uns Deutschschweizeren Lust auf mehr machen. Leider findet man die Weine fast nicht bei Deutschschweizer Händlern. Desshalb war es uns nicht  möglich, sämtliche Weinpreise herauszukriegen. Das Verkaufsnetz  in der Deutschschweiz muss noch stark verbessert werden.

Zum Essen wurde ein Merlot und der Noir Desir 2007, beide von Yves Batardon, Domaine de la Mermière kredenzt,  vor allem der Merlot stiess auf grosse Begeisterung.

Bei Yves Batrodon bedanken wir uns herzlich für die uns zur Verfügung gestellten 10 Degustation-Weine.

Grossen Dank  vor allem aber an Fred, der uns die Weine organisiert hatte, dass wunderbare Essen und seine Gastfreundschaft.

Pascal Burckhardt

Esprit-de-geneve-diagramm

Esprit de Genève 2007

No.Name/Produzent/JahrgangBewertungPreis
1André Serex, Les Vallières
Elevé en foudre de chêne: 67% de Gamay. Elevé en fûts de chêne: 25% de Gamaret, 8% de Merlot
14.5SFr. 18.00
2Daniel Tremblet, Cave des Oulaines
50% de Gamay, 20% de Gamaret, 10% de Pinot Noir, 20% de Diolinoir
14SFr. 18.00
3Christian Guyot
Elevé en fûts de chêne: 50% de Gamay, 50% de Gamaret
13.5?
4Pierre et Jean Hutin, Domaine Les Hutins
40% de Gamay, 5% de Ganaroir. Elevé en fûts de chêne: 20% de Gamay, 25% de Gamaret, 10% de Merlot
13.5?
5Yves Batardon, Domaine de la Mermière 2007
60% de Gamay. Elevé en fûts de chêne: 25% de Gamaret, 5% de Garanoir, 10% de Galotta
13SFr. 19.00
6Nicolas Cadoux, Domaine des Graves
10% de Gamay. Elevé en fûts de chêne:40% de Gamay, 45% de Gamaret, 5% de Galotta
13SFr. 18.00
7Bernard Conne, Domaine des Charmes
50% de Gamay. Elevé en fûts de chêne:40% de Gamaret, 10% de Merlot
13SFr. 19.00
8Jacques et Christophe Dupraz, Domaine des Curiades
Elevé en fûts de chêne: 60% de Gamay, 40% de Gamaret
13SFr. 18.00
9Jacques et Claude Bocquet-Thonney, Cave de Sézenove
50% de Gamay, 10% de Garanoir. Elevé en fûts de chêne: 30% de Gamaret, 10% de Syrah
12SFr. 18.00
10Bernard Cruz, Domaine de Beauvent
Elevé en fûts de chêne: 50% de Gamay, 30% de Garanoir, 20% de Gamaret
Weinfehler:BrettonomycesSFr. 18.00
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Leoville Barton Vertikale Blinddegustation

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Leoville Barton im kleinen Kreis

Letzten Freitag trafen sich drei Weinverrückte in Zürich  um mehrere Jahrgänge des umstrittenen Weingutes Leoville Barton aus der Appellation Saint-Julien zu verkosten.

1024

Die Appellation Saint-Julien grenzt im Norden an das prestigereiche Pauillac und ist bekannt für ihre finessenreichen Rotweine. Einer der Leader dieser Appellation ist das Weingut Leoville Barton. Dieser Wein wird von vielen Kritikern als Premier Cru zum Schnäppchenpreis bezeichnet. Nun, um das Ganze zu relativieren – in Bordeaux meint man mit Schnäppchen etwas anderes – kostet der Leoville Barton doch meist um die 60 bis 120 CHF im Handel. Würde die attestierte Qualität zutreffen, wäre der Leoville Barton dann für Premier Cru–Verhältnisse ein absolutes Schnäppchen. Im Zuge der Subskription 08 äusserten sich aber mehrere Weinliebhaber und Weinfreaks im deutschsprachigen Weinforum talk-about-wine kritisch zu diesem Gut und schliesslich kam es zu einem heftigen Wortgefecht zwischen mir und einem sehr erfahrenen Weinliebhaber aus Deutschland. Also war diese kleine Vertikale nicht nur dem Genuss verschrieben, sondern auch eine persönliche Mission mit dem Fazit: er hatte leider Recht!
Ich kenne den Leoville Barton aus mehreren Jahrgängen, doch hatte ich nie die Chance sieben Jahrgänge nebeneinander zu trinken.
Folgende Jahrgänge wurden blind verkostet:

1993: Rote Beeren und Kräuter. Mittlere Komplexität dafür aber in schönster Reife und ein unkomplizierter Genuss. Für das eher schwache Jahr eine kleine Sensation. Auf meiner persönlichen Punkteskala stolze 89 Punkte. Für mich in Anbetracht der Jahrgangserwartungen ein Premier Cru.

1996
: Dunkle und rote Beeren mit einer anfänglich sehr komplexen Nase. Feine rauchige Aromen vermischten sich mit kleinen Teernuancen. Im Gaumen seidig mit Rückhalt, Struktur und einem langem, leicht herben Finish. Die Duftintensität nahm im Laufe des Abends leicht ab und verwies auf einer langen Zukunft. Momentan 91 Punkte mit Potential nach oben! Definitiv Grand Cru, doch sicher nie auf Premier Niveau.

1997
: Krautige und eher grüne Nase (Paprika, grüner Pfeffer) mit einem Hauch rotbeeriger Frucht. Ein rustikaler Wein mit ebenso rustikalem und herbem Abgang ohne jegliche Erotik, dafür aber mit Charakter. Cru Bourgeois Niveau und 88 Punkte. Das Geld nie wert!

1999
: Verhaltene leicht rauchige Nase. Scheint in einer schwierigen Phase zu sein. Im Gaumen ist er leicht süsslich mit einer cremigen Textur. Aber wieder vermisse ich die Frucht. 89 Punkte. Kann vielleicht zulegen.

2001
: Rote und dunkle Beeren. Gelleartige Frucht mit feinen Kräutern und viel Druck! Endlich ein richtig Guter dachte ich. Auch im Gaumen war dieser Wein feiner und schokoladiger. Der Abgang war lang und harmonisch. Premier Cru und für mich 92 Punkte mit viel Potential nach oben. Die Zeit wird zeigen wie viel…

2002
: Pflaumen, Preiselbeeren und Cassis. Wieder schwebte ein schokoladiger Film über die Frucht. Leider war dieser Wein leicht brandig und wirkte irgendwie unfertig. Auch im Abgang machten sich scharfe und grobkörnige Tannine bemerkbar. Mir gefiel er aber sehr gut und ich war mir sicher, dass dies ein Pirat sein müsste. Ich würde behaupten Grand Cru und 91 Punkte. Wird bestimmt anders aber nicht viel besser.

2004
: Gekochte feine Kirschfrucht mit feinen Anklängen von Cassis. Im Gaumen eher opulent und süss im Vergleich. Der Abgang noch schroff aber feiner als beim 2002er. Eigentlich wäre das genau mein Geschmack, würde dieser Wein nicht so harmlos und irgendwie uninteressant wirken. Man merkt es hat sich was am Barton-Geschmack geändert. Wieder Grand Cru und momentan 90 Punkte mit viel Potential nach oben.

Mein Eindruck ist, dass dieser Wein einerseits extrem langlebig und sehr gut strukturiert, andererseits aber auch fruchtarm und irgendwie rustikal ist. Der persönliche Favorit im jetzigen Stadium ist der 2001er, der durchaus grosses Potential hat und auch in der Runde am meisten Zuspruch bekam. Mir persönlich fehlten aber der letzte Kick, der Charme und die Erotik. Das müsste ein inoffizieller Premier doch zeigen können?

Für den meist aufgerufenen Subskriptionspreis ist das ein grossartiger Wein. Doch den üblichen Handelspreis nach der Arrivage ist er nicht wert. Viele Europäer schwören auf den Barton und ich meine – Gott sei Dank – denn dann kaufen sie möglicherweise nicht die Weine, die ich mag. Obwohl er definitiv ein Charakterwein ist, gefallen mir andere Weine aus dem Bordelais besser. Es scheint mir, dass dieser Wein ein beständig hohes Niveau hat und doch bei gewissen Jahrgängen den Erwartungen nicht ganz entspricht. Auch mit seiner Aromatik habe ich so meine Probleme…

Aus Spass tranken wir noch den Langoa Barton aus den Jahrgängen 2002 und 2004 und waren positiv überrascht. Der Langoa wirkte zwar ein bisschen gröber in der Struktur, doch konnte er überzeugen und war insgesamt sehr schön und auch “dunkel” in der Aromatik, was meinem Geschmack besser entspricht. Er war in diesem Stadium fast auf Augenhöhe mit dem Leoville Barton.
Fakt ist, dass diese Probe in drei oder vier Jahren wiederholt werden muss!

Die eigentliche Sensation war aber ein Comte de Peney 1998 von Domaine de Balisiers. Für mich der Sieger dieser Probe! Wenn man auch den Kaufpreis mit einbezieht…

Er zeigte sich wie eine Mischung aus einem Pauillac und einem Pessac. Dunkle, rauchige und leicht dreckige Nase hatte er gehabt und gewann mich vom ersten Moment an. Im Gaumen war er fein und hocharomatisch mit einem langen Abgang. Nun wer hätte gedacht, dass ein Wein aus der Schweiz mich mehr überzeugt als die Bartons? Mit seinen 12 Volumenprozenten hat dieser Wein alle Anwesenden begeistert und den Gastgeber stolz gemacht. Denn es war ein von ihm gewählter Pirat.
An dieser Stelle sage ich 91 Punkte und vielen Dank!
Wer diesen Wein im Keller hat, sollte ihn aber bald austrinken. Lange wird er nicht mehr halten.

Mr. Tinte

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Esprit de Genève, Rotwein, Schweiz – Blindegustation vom 11.11.09

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Fred ist ein Weinbegeisterter Exil-Romand, der nun in Zürich lebt. Er ist über den Wein zu Weinheiten gekommen. Seine Grosseltern (Weinhändler) haben zum Essen viel einheimische Weine getrunken und so ist Teenager Fred zu seinen ersten Erfahrungen mit der typischen Genfer Rotweintraube Gamay gekommen. Es war keine Liebe auf den ersten Schluck, die Weine waren ohne Struktur und hatten ihm zuviel Säure, so das Fred nicht durch Gamay zu seiner Weinleidenschaft gekommen ist und die Genfer Weine in den Verkaufsregalen liegen lies.

Inzwischen ist in Genf eine neue Winzergeneration am Ruder, die sich einerseits mit den typischen Rebsorten des Terroir Genf auseinandersetzen aber dies moderner umsetzen.  Seit 2004 Gibt es ESPRIT DE GENEVE und diese Weine haben Fred begeistert und uns hoffentlich auch:

Zum Esprit de Genève bekennen sich rund ein Dutzend Genfer Weinkelterer, die den Esprit der Genfer Weine über die Kantonsgrenzen hinaus tragen möchten. Einige äusserst vielversprechende Erfahrungen, die punktuell insbesondere in der Deutschschweiz mit noch vertraulich gehandelten Hausweinen gesammelt werden konnten, bestärkten uns im Willen, diese erstklassige Genfer Weinspezialität zu entwickeln. Dieser Rotwein wird ganz oder teilweise im Eichenfass gekeltert aus mehreren, sich gegenseitig ausgezeichnet ergänzenden Traubensorten mit anerkannt hervorragenden Eigenschaften. Diese Sorten haben in der Tat erheblich zum guten Ruf und zur heutigen Beliebtheit der Genfer Weine beigetragen.

Der Gamay aus Anbau mit strenger Ertragsbeschränkung bringt fruchtbetonte und würzige Noten sowie eine sortentypische Frische. Gamaret und Garanoir, die aus dem Genfer Weinbau nicht mehr wegzudenken sind, verleihen dem Ganzen eine schöne Harmonie; der erste mit seinen dichten Gerbstoffen und einer guten Struktur, und der zweite mit seiner ihm eigenen Geschmeidigkeit und Finesse. Weitere Vertreter aus der reichen Palette der in Genf angebauten Rebsorten geben jedem Kelterer die Möglichkeit, seine Schöpfung individuell auszugestalten.

Die Qualität der einzelnen Kreationen wird gewährleistet durch die kontrollierte Anwendung von strikten, in einer Charta festgehaltenen Produktionsregeln und die Verkostung des fertigen Produkts durch ein Zulassungsgremium, wobei jede Assemblage die Unterschrift ihres Kelterers trägt.

Wir werden 10 Weine des 2007 blind degustieren.

Datum:          Mittwoch 11. November

Zeit:               19 Uhr

Ort:                 Zürich, genaue Adresse wird nach Anmeldung bekannt gegeben.

Speziell:        Danach gibt es ein kleines Essen (Umkosten Sfr. 20.-)

Anmeldung:   Platzzahl beschränkt und nur für Jahresmitglieder. (an info@weinheiten.ch)

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