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Chablis, Weisswein, Frankreich – Blinddegustation vom 15. September 2011

Chablis ist keine Weintraube wie viele meinen, sondern eine Gemeinde des französischenn Departement Yonne. Es ist das nördlichste Weinbaugebiet des Burgunds, in dem fast ausschliesslich Chardonnay angebaut wird.

 

Der erste Chardonnay den ich trank, war ein fruchtiger Chablis, trocken und mit einer erfrischenden Säure. Ich war sehr angetan. Nicht zu vergleichen mit den überholzten, fetten Übersee Chardonnay welche uns in den 90er Jahren überflutetet haben und den Ruf Chardonnay eher in “Verruf” brachten.

 

Ich freue mich auf die Blinddegustaton vom 15.9.11 / 20:00 im Weinkeller Stüssihofstatt 11. 8001 Zürich (Anmeldung bis 13.9.11, Platzzahl beschränkt) auf fruchtige, trockene Chardonnay’s mit einer erfrischenden Säure.

Gruss Pascal Burckhardt

 

Mehr Infos zu Chablis:

http://de.wikipedia.org/wiki/Chablis

 
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Mémoire & Friends 2011

140 Schweizer Spitzenproduzenten präsentieren ihre besten Weine

Sonderschau: Die Fünfte Weinschweiz, Kongresshaus Zürich, Claridenstrasse 5, 8002 Zürich, Montag, 29. August 2011, 14.00–20.00 Uhr

 Vor einem Jahr überschlugen sich die Superlative in der Presse bereits im Vorfeld der zweiten Ausgabe von MÉMOIRE & FRIENDS: Der Tages-Anzeiger sprach von einer «einmaligen nationalen Schau», der Züritipp von den «Winzer-All-Stars», die NZZ am Sonntag von einem «Schaulaufen in Zürich», Vinum vom «Top-Act der Schweizer Weinszene».

Entsprechend gross war der Erfolg: Rund 1800 Weinprofis und -amateure strömten aus allen Landesteilen herbei, um sich vom hohen Niveau des Schweizer Weins zu überzeugen. Ein begeisterter Besucher schrieb: «Dieser ausführliche Querschnitt durch das schweizerische Weinschaffen war höchst interessant und der Abschluss mit dem Alphorn-Duo und den offerierten kalten Tellern überraschend, äusserst sympathisch und schmackhaft. Es war eine rundum gelungene Sache!»

 Wir hoffen natürlich sehr, dass auch die dritte Ausgabe von Mémoire & Friends wieder ein voller Erfolg wird. Schnuppern Sie bereits einmal in der Ausstellerliste und stellen Sie Ihr persönliches Besuchsprogramm zusammen.

Eintritt mit Anmeldung gratis, sonst Fr. 20.– pro Person

Anmeldung für Besucher »

 
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Resultat: Blinddegustation Zypern

Die Zypern Wein Blindegustation war eine Entdeckung. Den Anfang machten zwei Weissweine der autochthonen Traubensorte “Xynisteri”, welche Aromen von Blumen, Zitrusfrüchten und Steinobst in unsere Nasen zauberte. Mich hat ihre Frische und Knackigkeit sehr positiv überrascht. Die Rotweine, welche zum Teil mit der autochthonen Sorte ”Maratheftiko” gemacht wurden, hatten Noten von frischen Kräutern, präsenten Tanninen, gepaart mit langem Abgang. 

Die grösste Überraschung war der Dessertwein Commandaria St. Nicholas 2000 (Assemblage aus Xynisteri und Mavro ) ein echter Burner, für Dessertwein Liebhaber. Die Legende besagt Jesus hätte den Wein zum Abendmahl mit seinen Freunden getrunken. Wenn dem so ist, hat er etwas von Wein verstanden! Das Preis/Genuss Verhältnis ist Top. Den Wein muss man probiert haben.

Prost Pascal Burckhardt

  

Bild:Wein: Preis: SfrBewertung
20er
Bezugsquelle:
1Weisswein: Petritis 200817.50
15.50Paphos Wein
2Weisswein: Zambartas Xynisteri 201020.0016Paphos Wein
3Rotwein: Vlassides cabernet 200723.0017Paphos Wein
4Rotwein: Vlassides Shiraz 2008
22.0016Paphos Wein
5Rotwein: Tsiakkas Vamvakada Maratheftiko 200530.0017Paphos Wein
6Rotwein: Aes Ambelis Omiros Maratheftiko 200738.5016Paphos Wein
7Rotwein: Aes Ambelis Omiros Syrah 200622.0016Paphos Wein
8Rotwein:Zambartas Shiraz-Lefkada 200834.0016Paphos Wein
9Süsswein: Commandaria St. Nicholas 200030.0018.50Paphos Wein
 

 
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Petite Arvine, Weisswein, Schweiz, Blinddegustation vom 7. Juli 2011

Am 7. Juli 2011 findet unsere Petite Arvine Blinddegustation statt, mit einer Selection des Sommeliers Charlie Neumüller (Sommelier des Jahre 2009), vom Hotel – Fletschhorn, Saas Fee

Ich freue mich auf die Blinddegustation, die Petite Arvine Weine gehören zu meinen absoluten Lieblings Schweizer Weissweinen.

Bitte bis am 5. Juli über das Kontaktformular anmelden.

Gruss Pascal Burckhardt

Informationen zu Petite Arvine

Herkunft

Die Petite Arvine ist eine sehr alte autochtone Rebsorte. Ampelographen konnten auch mittels Genanalysen keine Verwandtschaft zu anderen Rebsorten feststellen. Die Herkunft ist unbekannt. Der aus dem Lateinischen abgeleitete Name bezieht sich möglicherweise darauf, dass die Rebe über das savoyische Arvetal ins Wallis gelangte. Ob die Römer die Rebe ins Wallis brachten ist eine Vermutung. Ebenso ist die Meinung, die Petite Arvine sei vom Wallis ins Aostatal gebracht worden eine Vermutung.

Die mit ihr nicht verwandete Sorte Grande Arvine wurde aufgegeben. Deshalb wird of die Kurzform «Arvine» verwendet.

Verbreitung

Petite Arvine wird im Wallis und im angrenzenden Aostatal in Italien angebaut. Im 19. Jahrhundert wurde die Rebsorte vor allem in der Region von Martigny und Fully angebaut. Kleinere Bestände gab es aber im ganzen Kanton. Als heikle Sorte musste sie robusteren Sorten wie der Chasselas weichen. In den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts wurde sie gerademal auf 14 Hektaren gepflegt. Erst mit der Überproduktion an Fendant in den Jahren 1982 und 1983 haben sich Winzer auf die Alte Sorte besonnen. Gleichzeitig begannen sich vom Massenwein gesättigte Weinliebhaber für Spezialitäten zu interessieren. Heute beträgt die mit Petite Arvine bestockte Fläche im Wallis bei 150 Hektaren.

Eigenschaften

Die Petite Arvine ist einen Mimose unter den Rebsorten. Sie wächst nur auf allerbesten sonnigen und windgeschützten Terrassen-Lagen. Diese dürfen aber nicht allzu trocken sein. Sie bevorzug magere Böden und reagiert sehr sensibel auf Herbizide. Die Rebsorte treibt früh aus, reift aber fast als letzte innerhalb des Rebsortensortiments des Wallis, 20 bis 30 Tage nach dem Chasselas. Ihr Vegetationszyklus ist sehr lang. Die walzenförmigen Trauben tragen kleine, runde Beeren mit dünner grünlich-gelber Haut. Meist erbringt die Petite Arvine ein Mostgewicht von 95 bis 110 Grad Öchsle. Ihr feines, schmelzendes und delikates Beerenfleisch verleiht dem Wein eine unnachahmliche Typizität.

Weintyp

Die im Wallis heimische Petite Arvine ist eine rare und kostbare Perle. Aus ihren Trauben werden seit dem Jahr 1602 begehrte Spezialitäten gekeltert. Die Petite Arvine ergibt trockene, hellgelbe und überaus feine Weine. Sie duften nach Glyzinienblüten und Honig, rosa Grapefruit, Limone und Ananas. Vollreif geerntet erinnert der Duft an Rhabarber. Im Gaumen wirken die Weine lebhaft, gar rassig mit leicht salzigem Nachgeschmack.

Aus Petite Arvine werden aber auch ausgezeichnete Dessertweine, in der Art einer Trockenbeerenauslese, mit den Aromen von Zitronenfrüchten und Ananas gekeltert. Dieser Wein kann schon in seiner Jugend getrunken werden, besitzt aber auch ein gutes Alterungspotential.
In besonderen Jahren entwickeln die Trauben Edelfäule (Botrytis). Diese Süssweine duften leicht nach Pilzen und Safran. Süssweine aus edelfaulen Trauben, die in Barriques ausgebaut werden, gelangen mit dem Label «Nobilis» auf den Markt.

Quelle www.weinlandschweiz.ch

Interessanter Artikel des Tagesanzeiger zu Petit Arvine

 
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Blinddegustation: Syrah, Rotwein, Frankreich vs. Schweiz

Syrah ist eine nicht sehr ertragreiche, aber hochwertige rote Rebsorte, die ursprünglich vor allem im Rhônetal in Frankreich kultiviert wurde, heute aber auch in der Schweiz heimisch ist (vorwiegend im Wallis).  In der neuen Welt wird die Rebsorte vor allem in Australien, Kalifornien, Südafrika, Chile, Argentinien und Neuseeland angebaut. In Europa wird die Sorte, neben Frankreich und der Schweiz, auch in Italien (Sizilen und Toscana), Spanien (Priorat, Monsant) und Portugal kultiviert.

Weinheiten wird am 19. Mai 2011 die Weine aus der Schweiz den ‘Originalen’  aus Frankreich gegenüberstellen. Wir werden die Weine blind degustieren und bewerten. Anmeldung für diesen Event bitte bis am 18. Mai via Kontaktformular.

Hier ein paar Infos zu Syrah Weintraube und Weine:

Herkunft

Aufgrund von DNA-Analysen der University of California in Davis aus dem Jahr 1998 konnte eindeutig nachgewiesen werden, dass Syrah eineKreuzung der alten französischen Sorten Dureza und Mondeuse Blanche ist und daher mit höchster Wahrscheinlichkeit aus dem Tal der Rhône stamm

Charakteristik

Syrah-Weine haben meist ein kräftiges Johannisbeer-Aroma. Die Rebe liefert bei normaler Maischegärung einen dunkelfarbigen Wein mit hohem Tanningehalt. Insgesamt sind die Syrah- Weine sehr alkohol- und säurereich. Gerade diese Mischung aus hohem Säureanteil und festem Gerbstoffgehalt macht den Geschmack der Syrah- Weine aus.

 

 


 
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Zypern Weine; Blinddegustation am 16. Juni 2011

Weinheiten erweitert seinen Horizont um eine Insel, diesmal möchten wir ein paar Weine von Zypern degustieren, natürlich blind.

Wir werden neben Weisswein, Rotwein auch Süsswein probieren um so einen kleinen Überblick zu bekommen.

Wein Informationen zu Zypern:

Zypern ist eine der ältesten Weinquellen der Welt; nur schon aus historisch-kulturellen Gründen ist die dritt grösste Insel des Mittelmeeres eine Entdeckung wert. Zudem: eine der grössten zusammenhängenden Regionen, die reblausfrei ist, die Reben sind nicht aufgepfropft, sondern wurzeln mit ihren Originalwurzeln im kargen (Kalk- und Lava-)Boden. – Auf  Zypern (seit tausenden Jahren kulturell mit Europa verbunden, seit 2004 EU-Mitglied) finden sich die höchsten Rebberge Europas (nicht im Wallis): sie erstrecken sich bis auf 1‘500 m ü.M. – Die Bedingungen auf diesen Höhen sind hart (Schnee im Winter, auch im Sommer hohe Tag-/Nacht-Temperaturabsenkungen), so gibt es eine natürliche Ertragsbeschränkung: Zypern produziert auf der gleichen Rebfläche wie die Schweiz nur etwa 1/3 Traubengut im Vgl. zur CH. – Spannende, uralte einheimische, autochthone Rebsorten wie u.a. die weisse Xynisteri und die rote Maratheftiko werden angebaut. – Hier findet sich auch eine ökologisch vielfältige Reblandschaft, wie sie nicht mehr oft vorkommt. Handlese ist gefragt. Weiter ist das Klima so hervorragend, dass kaum Chemie eingesetzt werden muss (nur 2-3 Mal pro Jahr wird in den Reben gespritzt; im Keller wird sehr zurückhaltend Schwefel eingesetzt, die Weine haben Schwefelwerte unter den EU-Limiten für Bio-Weine). – Zwar weit auf südlichen Breitengraden, aber hoch in den Bergen werden entdeckungswerte Weine gekeltert, die wie so oft im Süden recht hohe Alkoholwerte aufweisen, die aber – gerade wegen der Höhenlage der Rebberge – nie schwerfällige Gewächse sind, sondern eine elegante Struktur aufweisen und sehr bekömmlich sind. Zudem sind die Weissweine frisch, fruchtig und haben eine gute Säurestruktur. – Es gibt neue Geschmacksrichtungen zu entdecken, eigenständige, naturnah produzierte Weine abseits des weltweit standardisierten (Techno-) Weinmeeres.

Bei Interesse für eine Teilnahme  unter Kontakt bis am 13. Juni anmelden. (Datum wurde verschoben, da der Weinreferent seine Termine ändern musste)

Gruss Pascal Burckhardt


 

 

 

 

 

 
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Resultat: Blinddegustation Bündner Herrschaft Pinot Noir

buendner-herrschaft-pinot-noir

Platz & Bild:Wein: Preis: SfrBewertung
20er
Bezugsquelle:
1Martha und Daniel Gantenbein Pinot Noir 2007 55.00
17.50Kontingent beim Produzent
2Pinot – Barrique 2009, Walenstadtner24.0017bosshartweine.ch
3Georg Fromm Pinot Noir Barrique 200736.0017weingut-fromm.ch
4Christian und Ursula Marugg Pinot Noir Barrique 2007
26.0016marugg-weinbau.ch
5"Der Mattmann" Pinot Noir 200742.0015.5globus.ch
6Walenstadtner "Hier & Jetzt" 200917.2015.5bosshartweine.ch
7Hansruedi Adank 2008 Fläscher Pinot Noir Barrique37.5015.5moevenpick-wein.com

Bündner Herrschaft, Pinot Barrique
so lautete die vielversprechende Einladung zur März – Weinheiten Degustation. Wer Pinot Weine liebt sollte also voll auf seine Kosten kommen. So war es dann auch, vieleicht sogar noch etwas mehr…. Die degustierten Weine offenbahrten sich nämlich als sehr unterschiedliche Charaktere, alle auf sehr hohem, einige auf absolutem Topniveau. Ich für meinen Teil freue mich, ob der immer besseren Qualitäten dieser Rheintaler Weltklasse Weine. Das Burgund muss sich in jeder Beziehung warm anziehen! Trotz mittlerweile stolzer Preise sind diese Schweizer Pinot’s jeden Franken wert.
Eine sehr schöne Überraschung war der kleine “Pirat” zu Beginn der Degu, der Walenstadtner “Hier & Jetzt” 2009. Ein im Tank ohne Holz ausgebauter jugendlicher Wein, mit verschwenderischer Nase. Ein Blumenstrauss von angenehmen Gerüchen die zum sofortigen Genuss ohne Reue einladen.

Ausserdem waren auch noch folgende Weine für die Degustation vorgesehen:
– “Pilgrim” Pinot Barrique, Familie Möhr Niggli
– “Eichholz” Pinot Barrique, Irene Grünenfelder
– Pinot Noir Barrique, Annatina Pelizzatti
Leider haben die Drei auf unsere schriftliche Anfrage hin, bei ihnen Weine für die Degustation kaufen zu können nicht reagiert……

Nichts desto trotz, hatten wir mit dem schönen “Walenstadtner” Pinot Noir Barrique, dem spannenden sich noch etwas zierenden “Pinot Noir Barrique” von Christian und Ursula Marugg, dem etwas sehr üppigen ” Der Mattmann”, dem finessenreichen “Malanser” Aristokraten von Georg Fromm, dem so vielversprechenden “Fläscher” Pinot Noir von Rezia und Hansruedi Adank und zu guter letzt, dem mittlerweile weltweit gesuchten “Gantenbein“, einen sehr schönen und wie ich meine, auch repräsentativen Querschnitt der “besten Herrschäftler” Vertreter am Start.

Also nichts wie los, suchen, finden, probieren, schwärmen und kaufen!

Viel Spass
Beat Schwengeler

Degustationsnotizen Jean Francois Guyard:

Wie Gott in Frankreich? So glücklich wie Gott in Frankreich kann man auch in einer winzigen Ecke der Schweiz… Nämlich in der Bündner Herrschaft. Dies bewies uns Weinheiten am 17. März 2011 mit einer beschränkten, dafür besonders spannenden Auswahl Bündner Weine. Kein Schnickschnack, keine Alibiübung, sondern einfach ganz tolle Weine, welchen es gelang ein vielseitiges Publikum zu überzeugen. Und zwar nach dem Motto: Mein Lieblingserzeugnis der Verkostung ist nicht unbedingt Deiner aber wir teilen schliesslich die gleiche Freude.

Der erste Wein war, um so zu sagen, eine Piratflasche, da das Weingut sich an angrenzender Nähe der Bündner Herrschaft befindet. Der Blauburgunder Walenstadtner 2009 vom in Berschis, in der Nähe von Sargans, angesiedelte Weingut Bosshart und Grimm gefiel auf den ersten Wein dank seiner Bekömmlichkeit, seinen frischen und delikaten Aromen reifer Heidelbeeren und Johannisbeeren sowie seinem relativ ausgewogenen, beerigen und erfrischenden Gaumen. Ein toller, unkomplizierter Wein für jeden Tag. 16/20.

Der zweite Wein, der Pinot Noir Barrique Walenstadtner 2009, stammte vom gleichen Gebiet, was eigentlich durch die sehr ähnliche Aromatik sowie eine vergleichbare Säure hätte auffallen sollen. Die Farbe des PN Barrique überzeugte dennoch etwas mehr, während sich das ausgewogene Bouquet in einem moderat eleganten, dafür kräftigeren Register ausdrückte. Vollmundiger Gaumen, in dem die verschiedenen Komponenten (Holz, Säure, Frucht) sehr schön eingebaut wirken. Toller Abgang im vivace Stil und mit vielen Blaubeeren. 16.5/20.

Der Fläscher Pinot Noir Barrique 2007 von Christian und Ursula Marugg erwies sich trotz der guten Schlussbewertung (16.5/20) als etwas Rätselhaftes und ich kann sehr gut verstehen, dass gewisse Teilnehmer der Verkostung ihn schätzten. Wenn das Weingut seit Generationen durch die Familie Marugg geführt wird, zeichnet der junge Jürg, Mitglied der Gruppe „Junge Schweiz – Neue Winzer“, seit 2004 für die Weine. Zunächst fällt der Fläscher Pinot Noir Barrique 2007 durch seine spannenden Toastbrotnoten, welche sich hinter einer Menge Wildbeeren verstecken. Die Nase erweist sich im aktuellen Stand nicht nur als ziemlich undurchdringlich und etwas ungestüm, sondern auch als komplex. Nicht zuletzt öffnet sie die Tore zu einem harmonischen, breiten und vollmundigen Gaumen, in welchem enorm viel Frucht den Verkoster nicht gleichgültig hinterlässt. Die Tannine wirken wie feinziseliert, die Säure ist frisch und übernimmt eine grazile Rolle in der Zusammenstellung des Weins, das Holz ist gut eingebunden. Der Abgang dauert an und scheint verführen zu wollen. Dennoch fehlt ein gewisser Wow-Effekt im aktuellen Stadium. Stattdessen fallen eine gewisse Adstringenz und (auf die Dauer) alkoholische Noten im Bouquet auf. Ein Wein, welcher ein grosses Interesse erwecken dürfte.

Die Weine vom genauso grossartigen wie erfolgreichen Mitglied der Mémoire du Vin Suisse besitzen in ihren jungen Jahren eine unverwechselbare Säure. Sie zu erkennen, erweist sich also als eine einfache Übung. Doch dürfte der noch sehr junge Pinot Noir Churer Rheintal „DER Mattmann“ 2007 von Thomas Mattmann einige Leute in Verwirrung bringen. Wenn der Jahrgang nicht gerade als einfach gilt, stimmt alles in diesem Wein. Besonders komplexes Bouquet mit Fleischnoten, Tabak, Rotbeeren in Fülle und Menge, etwas Schwefel, Unterwald, usw. Der Gaumen fliesst wie ein ruhiger Fluss an einem sonnigen Tag: Kräftig, perfekt ausgewogen, wiederum ein unwahrscheinliches Beerenspektrum, druckvolle (ja sogar ziemlich gnadenlose) Tannine,… Und nicht zuletzt imponiert dieser Wein mit der Zeit. Leider ausverkauft aber eine klare Empfehlung für jüngere Jahrgänge. 17/20.

Ich muss es zugeben: Ich bin ein überzeugter Verfechter der Weine von Georg Fromm. Die kompromisslose Art, mit welcher das Mitglied von der MDVS und von Vinotiv seine Weine vinifiziert, erinnert zweifelsohne an die besten Burgunder Winzer. Darum werden sie von Michel Bettane so gelobt, darum werden sie aber in der Schweiz immer wieder missverstanden. Der Malanser Pinot Noir Barrique 2007 gehört eindeutig zum Besten, was für Pinot Noir in der Eidgenossenschaft erzeugt werden. Eine brachiale Kraft und zugleich eine umwerfende Finesse, enorm viel Kultur und nicht weniger Zivilisation; die Buben, welche immer wieder mit ihren Muskeln spielen müssen, werden gnadenlos ins Abseits weggeschwemmt; ob die Aromen nach der Methode der amerikanischen Verkostungsschule oder nach der britischen spielt schliesslich nur eine nebensächliche Rolle, welche die Zusammenstellung des Weins keinerlei beeinflussen kann. Ob mit (einem Hauch) Lakritze, Schwarzbeeren, Johannisbeeren, Rotbeeren, oder was auch immer, beeindruckt das tiefsinnige, komplexe Bouquet durch sein Versprechen für eine hervorragende Zukunft. Im nichts steht ihm der Gaumen nach. Es ist, als ob eine Hülle verführerischer Frische den athletischen, äusserst ausgewogenen und delikaten Körper des Weins umfangen würde. Nicht zuletzt fasziniert die Mehrschichtigkeit des Weins, denn er entwickelt sich wie ein schmackhafter Kuchen: Die Grundlage besitzt eine deliziöse Süsse, während die oberen Schichten enorm viel Frucht besitzen. Unbedingt kaufen! 17.5/20.

In den Berichten von Vinifera-Mundi wurden die Erzeugnisse von Hansruedi Adank schon vorgestellt. Dementsprechend war es eine richtige Freude, einen Wein des Fläscher Winzerehepaars, Hansruedi und Rezia Adank, im Rahmen des Anlasses verkosten zu dürfen. Weder Mitglied der Schatzkammer des Schweizer Weins noch von Vinotiv konzentriert sich das Paar auf Naturtreue Weine, welche die Eigenschaften des Weinberg, aber auch des Gebiets ideal widerspiegeln. Somit drucken sich die Erzeugnisse des Weinguts eine herrlich authentische, sibyllinische Sprache, wie es die Propheten machten.
Der Fläscher Pinot Noir Barrique 2008 ist ein ganz grosser Wein. Zunächst ruft die erste, erstaunliche Nase nach einem gebratenen „Label rouge“ Poulet, auf welchem die Sauce laufend gegossen worden wäre. Später strömen komplexe Aromen von Veilchen, Rotbeeren, Holz, Holzsüsse, die Mineralik fehlt selbstverständlich nicht. Riechen, riechen und wieder riechen! Der Gaumen erweist sich als besonders samtig und spricht für das Können eines grossartigen Winzers, der Abgang vervollständigt die Verführung. Ein Pinot Noir, welcher sich von der häufig exzessiven Üppigkeit klar abgrenzt und, welcher gerade aus diesem Grund einem Publikum ausgewählter Hedonisten gefallen dürfte. Unbedingt kaufen und noch ein paar Jahre warten! 17/20.

Beim letzten Wein waren sich die Verkostungsteilnehmer nicht ganz sicher, was sie denken dürfen. Der Wein braucht sehr viel Luft und würde sich am liebsten in typischen Burgunder Gläser fühlen. Dennoch stört das Bouquet mit etwas vegetabilen Aromen. Ansonsten ein ganz toller Wein. Nur bedauerlich ist die Anzahl Konsumenten, welche ihn für seine Etikette statt für den Inhalt der Flasche kaufen. Denn dieser Wein ist ein Pinot Noir 2007 von Gantenbein. Eine gute, verdiente Bewertung, 17/20, aber keine Einkaufsempfehlung.

Kommentar von Jean Francois Guyard (vinifera-mundi.ch)

 
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Anlass: Mémoire des Vins Suisses 31.3.2011 in Bad Ragaz

Die Schatzkammer des Mémoire Präsentation von Schweizer Spitzenweinen der vergangenen zehn Jahrgänge Grand Resort Bad Ragaz, Kursaal, 7310 Bad Ragaz Donnerstag, 31. März 2011, 15.00–19.00 Uhr Die renommierte Vereinigung für den Schweizer Wein Mémoire des Vins Suisses öffnet einmal pro Jahr ihre Schatzkammer von memorablen Weinen. Darin lagert eine lückenlose Sammlung teilweise längst ausverkaufter Jahrgänge von heute bereits 45 hochklassigen Weinen aus der ganzen Schweiz.

Ziel der exklusiven Degustationen ist es, das unterschätzte Alterungspotenzial und damit die Nobilität von grossen Schweizer Weinen aufzuzeigen. Lassen Sie sich diese seltene Gelegenheit nicht entgehen.

Eintritt mit Anmeldung gratis, sonst Fr. 20.– pro Person

Online-Anmeldung »

Präsentation von Schweizer Spitzenweinen der vergangenen zehn Jahrgänge

 

Wallis

St. Jodern Kellerei www.jodernkellerei.ch
Anne-Catherine & Denis Mercier
Provins www.provins.ch
Domaine Cornulus www.cornulus.ch
Domaine du Mont d’Or www.montdor-wine.ch
Simon Maye & Fils www.simonmaye.ch
Marie-Thérèse Chappaz www.chappaz.ch
Cave Gérald & Patricia Besse www.besse.ch

Waadt

Terroir du Crosex Grillé www.bernardcavevins.ch
Château Maison Blanche www.maison-blanche.ch
Pierre Monachon
Domaine Blaise Duboux www.blaiseduboux.ch
Domaine Louis Bovard www.domainebovard.com
Henri & Vincent Chollet www.mermetus.ch
Domaine Henri Cruchon www.henricruchon.com
Domaine la Colombe www.lacolombe.ch
Charles Rolaz, Hammel SA www.hammel.ch

Genf

Domaine des Balisiers www.balisiers.ch
Domaine Grand’Cour
Domaine Les Hutins www.domaineleshutins.ch

Drei-Seen-Region

Domaine de Chambleau www.chambleau.ch
Caves du Château d’Auvernier www.chateau-auvernier.ch
Domaine de La Maison Carrée www.lamaisoncarree.ch
Cru de l’Hôpital www.cru-hopital.ch
Steiner Schernelz Village www.schernelz-village.ch

Deutschschweiz

Weingut zum Sternen www.weingut-sternen.ch
Schwarzenbach Weinbau www.reblaube.ch
Weingut Pircher www.weingut-pircher.ch
Gasthaus & Weingut Bad Osterfingen www.badosterfingen.ch
Baumann Weingut www.baumannweingut.ch
Schlossgut Bachtobel www.bachtobel.ch
Christian Hermann Weinbau www.hermann.ch
Weinbau Peter und Rosi Hermann www.weinbau-hermann.ch
Weingut Donatsch www.donatsch-malans.ch
Weingut Georg Fromm www.weingut-fromm.ch
Peter Wegelin www.malanser-weine.ch
Thomas Mattmann www.ciceroweinbau.ch
Weinbau von Tscharner www.reichenau.ch

Tessin

Gialdi Vini SA www.gialdi.ch
Azienda Mondò www.aziendamondo.ch
Daniel Huber www.hubervini.ch
Adriano Kaufmann
Christian Zündel www.zuendel.ch
Cantina Kopp von der Crone Visini
Agriloro SA www.agriloro.ch
 
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Bericht von Dia Del Vino 2011, Teil 2: Alte Reben – neue Weine

Der 2. Teil der geführten Degustation von  David Schwarwälde, widmete sich ausschliesslich dem Hauptgrund meines Besuches beim ”Spanischen Weintag 2011″ im Kongresshaus. Dessen Motto war: ‘Alte Reben – neue Weine’, Spanische Rotweine ohne Tempranillo abseits der gängigen Weinbaugebiete Rioja, Ribera del Duero.

So wurden Weine aus: D.O. Caltayud, D.O. Monsant, D.O.Yecla, D.O. CA. Priorat, D.O. Cigales, D.O. Toro, V.T. Castilla Y León, D.O. Bierzo und zum Abschluss ein weisser Süsswein aus dem D.O.Navarra vorgestellt. Es wurden lediglich 2 “Tempranillo” Weine vorgestellt, welche aber nicht im typischen Rioja Stil ausgebaut wurden.

Mein Fazit: In Spanien gibt es Topweine jenseits der bei uns bekannten Gebiete Rioja und Ribera del Duero, leider zum Teil nicht ganz günstig. Ich habe für mich neue Weine, Traubensorten und Weingebiete endeckt die Lust auf mehr machen. Fragt doch euren Weinhändler mal nach spanischen Alternativen zum althergebrachten ?

Wein Nr.Wein:Bezugsquelle:Preis:Notize:
1Baltasar 'Esencia' superior in Holzkistli San Alejandro, Calatayud DO 2005Nauer WeineSfr. 65.00Dichter, eleganter Wein - 100% Garnacha - 17.5 PBU Punkte
2Les Sorts
Vinyes Velles 2005, Montsant DO
Rieger WeineSfr. 24.30Volles Aroma - Garnacha, Cariñena, Cabernet Sauvignon, Syrah - 18 PBU Punkte, Super PGV
3Viña al Lado de la Casa, Yecla
Bodega Castaño, Yecla
2006
BouchervilleSfr. 26.50Monastrell, Cabernet Sauvignon, Syrah, Tintorera (Alicante Bouschet)- 17.50 PBU Punkte
4Cims de Porrera Clàssic Caranyana 2006, DOC
Cooperativa de Porrera
Baur Au Lac WeinSfr. 76.00Cariñena vieja, Ein Wein zum Essen - 18 PBU Punkte
5La Legua Capricho DO Cigales 2006Alexander WeineSfr. 49.50100% Tempranillo, Kirsche, dunkle Beeren, Tabak
- 17.50 PBU Punkte
6Frontaura Reserva D.O. Toro 2005 Bodega del Palacio de los Frontaura y VictoriWeinhandel GeiselbrechtSfr. 62.00100% Tinta de Toro (Tempranillo), Röstaromen - 17.50 PBU Punkte (für mich etwas overoakt)
7Cumal 2006 Domino Dostares S.L, Castilla Y LeónVinosur WeinimportSfr. 37.50Prieto Picudo, 17 PBU Punkte
8Ucedo 2005, Bodeas Y Vinedos Gancedo, D.O Bierzo
Pamis Vins, SarlSfr. 52.20Mencía 100% - Voller und komplexer Wein, 18.50 PBU Punkte
9Altos de Losada 2007, Bierzo DOGerstl WeinselektionSfr. 39.00100% Mencia, floralen Noten - 18 PBU Punkte
10Mengoba Mencía de Espanillo 2007
Bodegas y Viñedos Mengoba, D.O Bierzo
Weiss zum ErlenachSfr. 28.00100% Mencia, leicht mineralisch und komplex - 18 PBU Punkte. Gutes PGV
11Montecristo 'vino dulce natural' 11.5 % vol (Weiss, Süsswein), D.O. NavarraHaecky Drink & WeinSfr. 21.90Frisch, fruchtig, vorwiegend nach Citrusfrüchte - 16 PBU Punkte

Gruss Pascal Burckhardt

 
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Bündner Herrschaft: Das Burgund der Schweiz

Nur drei Prozent der gesamten Schweizer Rebfläche liegen im Bündner Rheintal. Die haben es aber in sich; die Bündner Herrschaft zählt zu den wärmsten Weinregionen in der deutschsprachigen Schweiz. Rund 300 Winzer pflegen hier mit viel Liebe ca. 20 verschiedene Weinsorten.

Die Haupt Rotweinsorte welche angepflanzt wird ist Pinot Noir, aus welcher auch die Burgunder Weine gemacht werden. Ein Weinfreund hat mir eine Liste einer Burgunder Blindegustation gezeigt; unter den Besten 5 Burgunder waren 2 bekannte Weine aus der Bündner Herrschaft.

Das milde Klima, der Föhn und die kalkreichen Böden behagen den Rebstöcken ausgezeichnet. Die Trauben – allen voran der typische Pinot Noir – gedeihen hier prächtig. Und die Winzer wissen mit den Gaben der Natur umzugehen. Dank naturnaher Bewirtschaftung und klein gehaltenen Erträgen werden erstklassige Trauben geerntet. Denn nur aus besten Grundlagen entstehen wunderbare Weine.

Ich freue mich auf die bevorstehende Bündner Herrschaft Blindegustation (Rotwein, Pinot Noir) vom Do. 17. März. 2011. Bei Interesse für eine Teilnahme  unter Kontakt bis am 13. März anmelden.

Gruss Pascal Burckhardt

 
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