Category Archives: Frankreich

Wein – Eine Wissenschaft für sich

Von ihrer Heimat in Anatolien und im Kaukasus zog die Weinrebe einst aus, um im Laufe der Jahrhunderte die ganze Welt zu erobern. Doch Mitte des 19.

Jahrhunderts schien ihre Reise plötzlich zu Ende zu sein: Aus Amerika eingeführte Schädlinge wie die Reblaus oder Krankheiten wie echter und falscher Mehltau drohten, die kostbaren Pflanzen völlig zu vernichten. Wissenschaftler retteten die europäischen Weinsorten damals – und so spielt die Chemie seither ihre feste Rolle im Weinbau. Alles scheint erlaubt: Chemikalien bekämpfen Schädlinge, sichern die jährliche Ernte und damit die bis dato unsichere Existenz der Winzer, aber sie bedrohen auch die empfindlichen Ökosysteme.
Anfang des 21. Jahrhunderts ist es nun an der Zeit, den Pakt zwischen Wein und Chemie vor dem Hintergrund eines veränderten Umweltbewusstseins zu überdenken. So wird die Stimme der Natur wieder wichtiger im Weinbau, Umweltbedingungen und lokale Gegebenheiten werden verstärkt erforscht. Die Dokumentation stellt moderne Önologen und Winzer aus Frankreich, Deutschland, Italien und der Schweiz vor und erforscht die Möglichkeiten eines verantwortungsvollen, nachhaltigen Weinbaus, der die jahrhundertealte Beziehung zwischen Mensch, Rebe und Wein auf natürliche Weise wieder aufleben lässt.

(Frankreich, 2011, 52mn)
ARTE F

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Resultat: Blinddegustation Chablis

Als ich auf der Suche nach Chablis Weinen durch die Weingeschäfte streifte, viel mir auf, dass dieser Typ Wein offensichtlich ganz schön aus der Mode gekommen ist. Meistens werden Erzeugnisse nur eines Weingutes mit je einem Chablis AOC und

einem Chablis Premier Cru angeboten. Gezwungenermassen beschränkten wir uns auf diese zwei Qualitätsstufen. Die Preisspanne lag zwischen Sfr.11.- und Sfr.32.-. Grand Cru’s kosten so um die Sfr. 50.- aufwärts.

Mein Kurzfazit: Die degustierten Chablis sind nur für Liebhaber traditioneller Weissweine zu empfehlen. Das Preis/Genuss Verhältnis ist leider eher ungünstig. Der Wein von Denner ist nicht schlechter als die zum Teil massiv teureren Konkurrenten, somit die günstigen Sfr.11,25 mehr als wert!.

Prost Pascal Burckhardt

 

Bild:Wein: Preis: SfrBewertung
20er
Bezugsquelle:
1Chablis Premier Cru 2008 Domaine Vrignaud31.50
16Mövenpick Wein, Schweiz
2Chablis Premier Cru 2009 Samuel Billaud26.8015Brancia, Zürich
3Chablis AOC 2010 Domiane Marguerite Charillon11.2516Denner, Schweiz
4Chablis AOC 2008 'Le Classique' Pascal Bouchard19.9014.5Kummer Weine, Zürich
5Chablis AOC 2009 'Terroir de Courigis' Patrick Piuze22.9013.5Globus, Schweiz
6Chablis Premiere Cru 2008 'Les Vaillon' Domaine Long-Depaquit29.8017Coop, Schweiz

 

 

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Chablis, Weisswein, Frankreich – Blinddegustation vom 15. September 2011

Chablis ist keine Weintraube wie viele meinen, sondern eine Gemeinde des französischenn Departement Yonne. Es ist das nördlichste Weinbaugebiet des Burgunds, in dem fast ausschliesslich Chardonnay angebaut wird.

 

Der erste Chardonnay den ich trank, war ein fruchtiger Chablis, trocken und mit einer erfrischenden Säure. Ich war sehr angetan.

Nicht zu vergleichen mit den überholzten, fetten Übersee Chardonnay welche uns in den 90er Jahren überflutetet haben und den Ruf Chardonnay eher in “Verruf” brachten.

 

Ich freue mich auf die Blinddegustaton vom 15.9.11 / 20:00 im Weinkeller Stüssihofstatt 11. 8001 Zürich (Anmeldung bis 13.9.11, Platzzahl beschränkt) auf fruchtige, trockene Chardonnay’s mit einer erfrischenden Säure.

Gruss Pascal Burckhardt

 

Mehr Infos zu Chablis:

http://de.wikipedia.org/wiki/Chablis

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Resultat: Blinddegustation Syrah Frankreich vs. Schweiz

Die sanften Riesen

Syrah (auch Shiraz) wird fast auf der ganzen Welt angebaut und meist mit anderen Rotweinsorten verschnitten (Cuvee). Zum Beispiel im Bandol, Chateauneuf du Pape, Gigondas (Südfrankreich), mit Mourvedre, Grenache, Cinsault, plus diversen anderen Rebsorten. In Zypern (siehe Zypern Degu) mit der autochthonen Rebsorte Marathefiko.

Die Syrah “Cuveeliste” liese sich so um den ganzen Erdball weiterführen. Der Grund, wieso Syrah oft in Cuvees ausgebaut wird, liegt in dessen hohen Tanningehalt, der die Weine zwar haltbar, aber eindimensionell werden lässt. Durch gute Assemblagen werden zum Teil sehr schöne und komplexe Weine komponiert.

Syrah wird daher eher selten reinsortig vinifiziert. Das Rhonethal gilt als das Mutterland der Syrah Traube. Wir haben desshalb, aus dem französischen und dem Schweizer Teil, je 3 Weine degustiert. Grobfazit: Am reinsortigen Syrah scheiden sich die Weingeister. Diese Weine sind in der Fruchtphase sehr “fruchtig” (Wir hatten einen relativ jungen Wein in der Runde, dessen Tannine noch etwas aggressiv waren). Den einen gefällt gerade dies. Wenn sich dann die Tannine abbauen (nach 3-4 Jahre), wirken die Weine wiederum fast zu “lieblich”. Obwohl kräftig gebaut (durch die Tannine), kommen solche Weine für ein Teil der Degustanten, etwas langweilig daher. Daher mein Titel: Die sanften Riesen.

Pascal Burckhardt

Das Resultat:

Platz & Bild:Wein: Preis: SfrBewertung
20er
Bezugsquelle:
1Cornas AOC Coteaux Tardieu-Laurent 2007  67.00
17.50Mövenpick Weine
2Crozes-Hermitage AOC « Les Fées Brunes » Domaine J.-L. Colombo 2007 75cl  25.0017Coop
3Syrah Les Serpentines 2009 Valais AOC
Gérald Besse
33.0017Brancaia, Zürich
4Valais AOC  Maître de Chais «Syrah »  Provins 2007 75cl      
25.9016Coop
5Crozes Hermitage AOC Alain Graillot 2008    28.5016Mövenpick Weine
6Syrah Valais AOC « L'Odalisque » 2007 Thierry Constantin    36.0015.5Mövenpick Weine
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Blinddegustation: Syrah, Rotwein, Frankreich vs. Schweiz

Syrah ist eine nicht sehr ertragreiche, aber hochwertige rote Rebsorte, die ursprünglich vor allem im Rhônetal in Frankreich kultiviert wurde, heute aber auch in der Schweiz heimisch ist (vorwiegend im Wallis).  In der neuen Welt wird die Rebsorte vor allem in Australien, Kalifornien, Südafrika, Chile, Argentinien und Neuseeland angebaut.

In Europa wird die Sorte, neben Frankreich und der Schweiz, auch in Italien (Sizilen und Toscana), Spanien (Priorat, Monsant) und Portugal kultiviert.

Weinheiten wird am 19. Mai 2011 die Weine aus der Schweiz den ‘Originalen’  aus Frankreich gegenüberstellen. Wir werden die Weine blind degustieren und bewerten. Anmeldung für diesen Event bitte bis am 18. Mai via Kontaktformular.

Hier ein paar Infos zu Syrah Weintraube und Weine:

Herkunft

Aufgrund von DNA-Analysen der University of California in Davis aus dem Jahr 1998 konnte eindeutig nachgewiesen werden, dass Syrah eineKreuzung der alten französischen Sorten Dureza und Mondeuse Blanche ist und daher mit höchster Wahrscheinlichkeit aus dem Tal der Rhône stamm

Charakteristik

Syrah-Weine haben meist ein kräftiges Johannisbeer-Aroma. Die Rebe liefert bei normaler Maischegärung einen dunkelfarbigen Wein mit hohem Tanningehalt. Insgesamt sind die Syrah- Weine sehr alkohol- und säurereich. Gerade diese Mischung aus hohem Säureanteil und festem Gerbstoffgehalt macht den Geschmack der Syrah- Weine aus.

 

 


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Daily Grape: Gary Vaynerchuk neustes Kind

Gary Vaynerchuk hat es endlich zu Folge 1.000 der Wine Library TV gebracht! Es ist eine erstaunliche Fahrt seit jenem Tag im Februar 2006 mit Gäste, überraschend (und manchmal schreckliche) Weine, sowie eine Menge von Jets (nur was die Amis verstehen) zu sprechen.  Heute liegt der Schwerpunkt ein riesiges Dankeschön an alle, die diesesVayniacs Gemeinschaft … und eine große Ankündigung: Daily Grape heisst sein neustes Projekt welches als iPhone App gibt und uns mehr Gary bringen wird und Gary mit einem neuen bezahl Newsletter ein neues Kapitel im Internet Wein Marketing aufgeschlagen wird.

Daily Grape:

In dieser ersten Episode der Daily Grape, ist Gary Vaynerchuk vor Ort auf dem SXSW in dem Flaggschiff  Store:  Whole Foods Show in Texas. Zusätzlich erklärt er das Konzept von Daily Grappe und degustiert er zwei wertorientierte Bordeauxvon der Kritik gefeierten Jahrgang 2009 .

Wir sind gespamnt wie sich das entwickelt.

Gruss Pascal Burckhardt

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Bordeaux 2008 plus / minus Sfr. 20.-

Wir wollten raus finden ob es um die SFr 20.- Bordeaux mit einem guten bis sehr guten PGV gibt und so habe wir bei Denner, Globus und Coop 2008 Bordeaux eingekauft. Ein 2006 hat sich unabsichtlich eingeschlichen was wohl meiner Eitelkeit ohne Lesebrille einzukaufen zuzuschreiben ist. Mövenpick hatte den 2008 erst im Onlineangebot und nicht im Geschäft.

So sind 8 Bordeaux zwischen SFr 9.90 und SFr 24.00 angetreten und wurden von uns blind degustiert.

Mein kurz Fazit: Die Weine waren OK aber nicht wirklich Hochgenuss. Überraschend war der Château Pey La Tour für unter SFr10.-. Für wirklichen Bordeaux Genuss lieber ein paar Franken mehr ausgeben und beim Denner Grand Crus 2008 wie der Château Citran Sfr. 16.90, Château Chasse-Spleen Sfr. 26.90, Château Phélan Ségur Sfr. 28.90 oder Châ teau Talbot Sfr.

39.90 kaufen.

Pascal Burckhardt


(M = Merlot, CS = Cabernet Sauvignon, CF = Cabernet Franc, PV = Pedit Verdot)

Platz & Bild:Wein: Preis: SfrBewertung
20er
Bezugsquelle:
1Cateau Citran 2008, Haut-Médoc ( M, CS)16.90

16.5Denner
2Château Pierrail Rouge 2008, Bordeaux supérieur ( M, CS)18.8016Globus
3Château Cambon la Pelouse Cru Bourgeois Supérieur Haut-Médoc AOC 2006 (M,CS,CF)23.6015.5Coop
4Chateau Pey La Tour, Bordeaux (M, CS, CF, PV)9.9015Coop
5Château Haut Montil, Saint-Emilion Grand Cru AOC (M, CF)14.9515
Denner
6CHÂTEAU DU ROCHER ST-EMILION GRAND CRU AOC (M, CS, CF)18.9014.5Denner
7St-Emilion AOC Grand Cru Château Franc Grace-Dieu 2008 (M,CF,CS)2414.5Coop
8Château Martinon 2008, Entre-deux-mers, Bordeaux (CS, M, CF, Malbec)15.9014Globus

Kommentar

St-Emilion AOC Grand Cru Château Franc Grace-Dieu 2008:
Eine potentielle Überraschung, welche dazu gewinnt, im Voraus entkorkt zu werden. Mit diesem Wein beweisen die Massenhändler, dass sie noch gelegentlich eine glückliche Hand haben, um Weine auszuwählen, welche
preisbewussten, anspruchslosen Weinkonsumenten gefallen.

Château Cambon la Pelouse Cru Bourgeois Supérieur Haut-Médoc AOC 2008:
Im aktuellen, verschlossenen Zustand eine Enttäuschung aufgrund der fehlenden Komplexität. Noch vier bis fünf Jahre warten oder dekantieren.

CHÂTEAU DU ROCHER ST-EMILION GRAND CRU AOC:
Bisher nie davon gehört. Relativ delikates Bouquet, in dem sich Schokoladennoten mit der Zeit entwickeln. Schöner, süffiger Stoff, gut vinifiziert. Etwas Würze. Nicht uninteressant.

Château Haut Montil, Saint-Emilion Grand Cru AOC:
Im Verlauf des Abends mussten die Erwartungen immer wieder nach unten korrigiert werden. Dieser Wein beweist, dass nicht alles glänzt, was Bordeaux heisst.

Château Pierrail Rouge 2008, Bordeaux supérieur: Ein bekannter Name (in der Kategorie der Bordeaux U30) für einen bekömmlichen Wein. Feinde herber Weine, bitte vermeinden Sie ihn! Nicht
grün geerntet aber vermutlich aus Kostengründen nicht entrappt. Guter Stoff, ausgewogen, süffig, zeigt sich aber eher im Finale.

Château Martinon 2008, Entre-deux-mers, Bordeaux: Nichts für Etikettentrinkeraber gerade deswegen nicht uninteressant. Insbesondere fallen die Tabaknoten und die leichte Lakritze auf. Unbedingt im Voraus öffnen.

Chateau Pey La Tour, Bordeaux: Eine Bewertung, welche eigentlich meine Enttäuschung verbirgt. Oft
von diesem Wein gehört, welcher dem Portfolio von Dourthe zugehört. Der Big Negociant möchte diesen Wein hieven. Es bleibt noch sehr sehr viel zu korrigieren. Wer sich aber daran erinnern, was Hosanna (von Moueix)
im früheren Leben war, kann dann auf sonnige Tage hoffen. Besser im Gaumen als im Bouquet, wobei dieses nicht verschlossen ist.

Château Citran 2008, Haut-Médoc: Endlich hat Château Citran nichts mehr auf dem Chateau Citran zu
suchen. Die billig verparkerisierten Weine der Jahrgänge 2001 bis 2005 sind also vorbei. Jung zeigt Citran die typischen, extrem grünen Noten der grossen Jahrgänge. Also unbedingt warten. 10 Jahre werden nicht zu viel sein. Ansonsten ein toller Saft.

Kommentar von Jean Francois Guyard (vinifera-mundi.ch)

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Weinheiten Programm 2011

Hier nun das definitive Programm von Weinheiten für das Jahr 2011.

Termine 2012Wein-Thema
Neuausrichtung WeinheitenBis auf weiters sind noch keine Anlässe geplant.

Auf die Burgunder +/-  Sfr 25 Degustation haben wir verzichtet, trotz ein paar Stimmen bei der Umfrage; einerseits haben wir mit den Bündner Herrschaft schon eine Pinot Noir Degustation und anderseits sind Burgunder welche wirklich ein gutes GPV haben nicht realistisch ist.

Gruss Pascal Burckhardt

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Bordeaux 2008, der letzte bezahlbare Grand Crus Jahrgang?

Am letzten Dienstag lud die “Union des Grands Crus de Bordeaux” ins Kongresshaus um den Jahrgang 2008 zu degustieren.

Ich war sehr gespannt auf den 2008 Jahrgang und wollte mir ein (Geschmacks-)Bild machen. Bevor nächstes Jahr der angeblich beste je produzierte Bordeaux präsentiert wird. Die Preise des 2009 Jahrgangs bewegen sich dank Spekulanten, die auf “Weinliebhaber” warten die jeden noch so absurden Preis für einen Wein bezahlen, in absurden Regionen. Ein 2009 Chateau Angelus kostet dreimal mehr als der 2008 (ist der Wein auch 3x besser, könnte man sich fragen?).In Anbetracht dieser Entwicklung wird der 2008-er der letzte bezahlbare Bordeaux bis zur nächsten Krise sein.

Die Subskription des Jahrgangs 2008 ging mit der Finanzkrise einher und daher waren die Preise in einem verhältigsmässig günstigen Rahmen.

Bordeaux das grösste Weinanbaugebiet

Bordeaux das grösste zusammenhängene Weinanbaugebiet der Welt, mit über 4000 Weingüter ist sehr vielfältig. Beinahe alle Rotweine sind Cuvees (Weine aus verschiedenen Rebsorten). Der Hauptgurnd wieso im Bordeaux fast ausschliesslich Cuvees gibt, hat einen logischen Grund; die verschiedenen Rebsorten (Hautprebsorten sind Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Franc, Nebensorten sind Petit Verdot und Malbec) die angebaut werden haben verschiedene Erntezeitpunkt (Reifegrade). Die Trauben werden nacheinander reif und die Winzer haben weniger weniger Stress beim lesen und mehr Möglichkeiten bei der Assemblage. Auch wenn dies wenig romantisch tönt, werden aus diesem logischen Grund oft sehr komplexe Weine produziert:

Union des Grands Crus de Bordeaux

Seit 1973 haben sich 132 Chateaux aus den Anbaugebieten Medoc, Graves, Pessac-Léognan, Sauterns, Barsac, Saint-Emilion und Pomerol zu der Union des Grand Crus de Bordeaux zusammen getant um gemeinsam mehr Marketingstärke zu demonstrieren. Was ihnen auch gut gelungen ist.

Union-des-Grands-Crus-de-Bordeaux-2008

In Zürich haben nicht alle 132 Chateaux ihre Weine präsentiert. Eine eine repräsentative Anzahl hat es trotzdem ins Kongresshaus geschafft. Viele Weinhändler, Someliers, Journalisten und Bordeaux Freaks wurden eingeladen. Weisse Bordeaux, süsse Bordeaux (Sauterns & Barsac) und nätürlich die roten Bordeaux Weine waren vertreten.

Wie erkennt man das Potentiel eines Bordeaux

Generell gilt früher für die Crans Grus, dass die Weine nach ca. 15. Jahre erst ihr Potential zeigen und somit das Trinkfenster erst dann aufgeht. So fragte ich mich wie erkennt das ein Laie wie ich? Wie erkennt das ein Weinprofi? Ich ging auf Spurensuche:

Leider fand ich keine plausible und für mich logische Antworten, ich fand aber meist sehr gute Bordeaux Weine die zum Teil noch ihr Tannin etwas einbinden müssen (ahha, das könnte es sein?), viel Frucht in der Nase (ahha, noch in der Fruchtphase), zum Teil etwas alkaholisch waren (oder dass?) oder noch etwas grün (meisst wenn Cabarnet Franc im Spiel war).

Bewertung Bordeaux 2008

       
Crus De Pessac-Leognan PBU Punkte Nase Gaumen
       
Château Bouscaut 16.5 / 20 Reife dunkle Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
Château Pape Clément 17.5 /20 Dunkle Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
Château Smith Haut Lafitte 17 / 20 Dunkle Beeren, verhalten sehr harmonisch, leichte Tannine
       
Crus De Saint Emilion PBU Punkte Nase Gaumen
       
Château Figeac 18.5 / 20 Reife dunkle Beeren sehr harmonisch, leichte Tannine
Château Larmande 16.5 / 20 leicht nach Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
       
Crus De Pomerol PBU Punkte Nase Gaumen
       
Château La Pointe 16.5 / 20 etwas verhalten, rote Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
Château Petit Village 16 /20 etwas verhalten, rote Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
       
Crus De Moulis-en-Medoc PBU Punkte Nase Gaumen
       
Château Chasse-Spleen 16.5 / 20 leicht ‘Grün’ rote Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
       
Crus De Margeaux PBU Punkte Nase Gaumen
       
Château Brane-Cantenac 16.5 / 20 leicht verhalten, rote Beeren sehr harmonisch, leichte Tannine
Château du Tertre 17 / 20 Reife dunkle Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
Château Monbrison 16.5 / 20 leicht verhalten, rote Beeren sehr harmonisch, leichte Tannine
Château Rauzan-Ségla 18 / 20 leicht alkholisch, r.Beeren sehr harmonisch, leichte Tannine
       
Crus De Saint-Julien PBU Punkte Nase Gaumen
       
Château Beychevelle 17.5 /20 leicht alkholisch, r.Beeren sehr harmonisch, leichte Tannine
Château Langoa Barton 16.5 / 20 leicht verhalten, rote Beeren sehr harmonisch, leichte Tannine
Château Léoville Barton 15.5 /20 sehr verhalten sehr harmonisch
Château Léoville Poyferré 17.5 /20 leicht alkholisch, r.Beeren sehr harmonisch
Château Talbot 19 / 20 sehr komplex nach Beerren sehr harmonisch
       
Crus De Pauillac PBU Punkte Nase Gaumen
       
Château Clerc-Milon 18 / 20 leicht verhalten, rote Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
Château d’Armailhac 17.5 /20 leicht verhalten, rote Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
Château Grand-Puy-Ducasse 17 / 20 leicht alkholisch, r.Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
Château Lynch-Bages 18 / 20 Reife dunkle Beeren schon sehr ausbalanciert
Château Pichon-Longueville 18.5 / 20 sehr komplex nach Beerren schon sehr ausbalanciert
Château Pontet-Canet 17 / 20 leicht alkholisch, r.Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
       
Crus Saint-Estèphe PBU Punkte Nase Gaumen
       
Château de Pez 16.5 / 20 leicht alkholisch, r.Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
Château Lafon-rochet 17.5 /20 Reife dunkle Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
Château Ormes de Pez 18.5 / 20 Reife dunkle Beeren schon sehr ausbalanciert
Château Phélan Ségur 18 / 20 Reife dunkle Beeren sehr harmonisch, leichte verhalten

Pascal Burckhardt

     
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1 DL Cheval Blanc 1947 für Sfr. 4’950.-

Cheval Blanc 1947 ImperialGestern wurde bei der Chrisite’s Weinauktion in Genf ein Rekordpreis erzielt. Die Impérial-Flasche (6 Liter). Weltweit sind in diesem Format nur noch zwei Flaschen bekannt.  des Grand Cru Bordeaux Cheval Blanc des Jahrgangs 1947 (100 Parker Punkte) kam für knapp 297’000 Sfr. unter den Hammer. Die höchste Summe, die je für eine einzelne Weinflasche gezahlt wurde.

Dies macht ein DL Preis von Sfr. 4’950.-

1er cru classé A, St. Emilion:

Chateau Cheval Blanc ist ein kräftiger Wein, der aber zugleich von fein-aromatischer und eleganter Struktur ist. Die würzigen Noten, die vom Ausbau in erstklassigen Eichenholzfässern stammen, harmonieren ausgezeichnet mit den imposanten Fruchtaromen. Sehr reife Nase mit likörartigen Edelkirschnuancen. Intensiver, opulenter Abgang. Ein Wein, den man sich hinlegen sollte, denn wahre Größe braucht Zeit!

(und Geld)

Robert M. Parker , Jr.:

“Chateau Cheval Blanc ist ein St. Emilion von majestätischer Gelassenheit, der niemals protzig, niemals extrem ist – vielmehr befinden sich all seine Komponenten (Frucht, Fett, seidige Textur, samtige Tannine, schier endloser Abgang, prächtige Aromen) stets in vollkommener Ausgewogenheit.”

Prost Pascal Burckhardt

PS: der ‘Jahrhunderjahrgang’  Cheval Blanc 2009 (98-100 Parker-Punkte) im gleichen Format Imperial (6 Liter) ist fast ein Schnäppen mit Sfr. 13’129.00 oder 3 DL des 1947′. Eine Wertanlage für die Enkelkinder

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