Category Archives: Rotwein

Resultat: Blinddegustation, Barbaresco, Rotwein, Italien

 

 

Bild:Wein: Preis: SfrBewertung
20er
Bezugsquelle:
1Barbaresco DOCG – Riserva Moccagetta 200546.00
16Vergani, Zürich
2Barbaresco DOCG – „Micca“ Dante Rivetti 200524.5015.5InVinoVita, Stäfa
3Barbaresco DOCG – Ronchi 200622.5016.5Direktbezug beim Winzer
4Barbaresco DOCG – Marcarini 200538.0016.5FlaschenPost
5Barbaresco DOCG – Santo Stefano 200749.5017.5FlaschenPost
6Barbaresco DOCG – „Gaia Principe „ R. Sarotto M.O. 200532.3016.50FlaschenPost

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Weintipp: Stefano Haldemann

Erst vor kurzem hatte ich erstmals das Vergnügen, einen Wein von Stefano Haldemann probieren zu dürfen. Es handelte sich um das 2008er Riserva Cuvée, “Rosso del Ticino”(Merlot, Cabernet Franc, Diolinoir und Carminoir).
Der Wein besticht mit schöner Finesse, ist aber trotzdem sehr “gerade”. Ein authentischer Wein, von einem ebensolchen Produzenten.

Haldemanns Wein zeigt sehr schön das grosse Potential auf, welches mit Fachkompetenz und (Hand-)Arbeit im Tessin erreichbar ist!

Beat Schwengeler

Nachtrag vom 5.1.12: Nase immer noch sehr vielversprechend. Im Gaumen leider Disharmonie. Leicht stahliger Abgang, dessen Ursprung ich bei den “nicht französischen Trauben” in der Assemblage vermute. Tipp: halbes Jahr liegen lassen!

NB: Haldemanns Weine sind preiswert!
haldemann.vini@bluewin.ch
Tel. +41 (0)91 743 05 53

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Weindegustation mit Kulinarische Begleitung – Mon 5. Dez 19:00 @ KunstKantine

Liebe Wein-Geniesserinnen, liebe Wein-Geniesser

Am Montag, 5. Dezember organisiert Fred Schaerling (ein Freund von Weinheiten) zusammen mit dem Winzer Gabriel Dussex (Cave du Chatillon, Wallis) eine Wein-Degustation bei “Fred” in der KunstKantine (Lessingstrasse 13, 8002 Zurich).

La Cave du Chatillon wurde 1997 gegründet, Gabriel Dussex stieg 2002 ein. Dieses Jahr hat er sich selbstständig gemacht und die Cave übernommen.

Fred ist begeistert von Gabriels Arbeit, von seiner Einstellung und seinem Geschmack für Wein und gutes Essen. Daraus entstand die Idee, zusammen etwas zu machen und diesen Anlass mit Euch zu teilen.

Gabriel wird uns folgende 9 ausgewählte Weine (4 weisse, 4 rote und 1 Süsswein) vorstellen und kommentieren, und Fred wird sich ,um die mit den Weinen, abgestimmte kulinarische Begleitung kümmern:

* Petite Arvine
* Humagne Blanche
* Païen (Heida, Savagnin)
* Marsanne (Hermitage)
* Syrah
* Cornalin 
* Merlot 
* 3 Suisses Rouge (assemblage) 
* Fendant doux

Die Weine werden von Gabriel offeriert.

Für die sonstige Umkosten verlangen wir einen Beitrag von 40 CHF pro Person. Wir freuen uns auf eure Anmeldung per Email bis am 30. November. Plätze sind beschränkt, also beeilt euch, first-come-first-served. 

Dieser Abend zeigt in die neue Richtung von Weinheiten; Wein im Kontext mit Essen zu entdecken. Wir hatten schon mal einen genussvollen Abend mit Fred und den Genfer Weinen.

Prost,  Pascal Burckhardt

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Barbaresco, Rotwein, Italien – die letzte Blinddegustation – 24.11.11

Seit 2003 organisieren Beat und ich Blinddegustationen mit jeweils 6 – 9 Weinen.

Anfangs waren es 12, seit vier Jahren noch besser “verträgliche” 6 Degustationen pro Jahr. Teilgenommen hatten jeweils zwischen 6 – 18 (!) Blinddegustanten/innen. Die Weine wurden nach einer 20er Skala bewertet und die Resultate teils heftig diskutiert, nur selten waren sich alle einig. Die Resultate wurden anschliesend auf Weinheiten veröffentlicht.

Wir hatten viele schöne Abende mit unseren Weinen und den vielen interessanten Teilnehmern. Nun ist aber die Zeit für etwas Neues gekommen. Wir möchten in Zukunft unsere Weine mehr im Kontext mit Essen erkunden, oder auch alte Degustationen mit anderen Jahrgängen nachdegustieren. Dies alles ohne Druck, einfach nach Lust und Laune. Daher wird die Barbarecso Blinddegustation die lezte nach herkömmlichem Muster sein. Wir bleiben natürlich dem Wein treu, aber in einer neuen Form!

Gruss und Dank
Pascal Burckhardt und Beat Schwengeler

Barbaresco Info

Der Barbaresco bezeichnet einen trockenen Rotwein aus Norditalien, der aus der Region Langhe im Piemont, genauer aus dem Gebiet um die Ortschaften Barbaresco (Piemont),Treiso und Neive, kommt. Da er, ebenso wie der Barolo ebenfalls zu 100 Prozent sortenrein aus der Nebbiolorebe hergestellt wird, wird er oft als “der kleine Bruder” des Barolo bezeichnet. Im Unterschied zum Barolo liegen die Hügel des Barbaresco etwas niedriger und haben eine andere Bodenbeschaffenheit, sodass der Wein weniger wuchtig und dafür samtiger wird. Er wird jedoch im Vergleich zum Barolo sehr unterschätzt. 1966 wurde er alsDOC klassifiziert, am 3. Oktober 1980 wurde er als DOCG anerkannt [1] . Der Barbaresco wird auch “Wein der Königin” genannt.

Die DOCG-Bestimmungen für den Barbaresco sehen eine Mindestausbauzeit von 2 Jahren im Fass vor (für Barolo 3 Jahre); es handelt sich somit um einen “Riserva”. Analog zum Barolo tobt auch hier der Kampf zwischen den Verfechtern der althergebrachten Methoden, den so genannten Traditionalisten, und den Modernisten, wobei letztere einen prominenten Fürsprecher haben. Gemeint ist die Galionsfigur des Piemont, Angelo Gaja (auch „Angelo Nazionale“ genannt), der sich weltweit einen hervorragenden Ruf mit traditionellen Weinen gemacht hat, seine letzten Jahrgänge jedoch als IGT-Weine klassifizierte. Für diese Weine verwendete er neben den einheimischen Nebbiolo und Barbera auch die französischen Rebsorten Cabernet Sauvignon und Merlot, und der Preis für diese Experimente ist überdurchschnittlich.

Die Preise für Barbaresco beginnen bei etwa Sfr. 18.00. Eine Besonderheit unter den Winzern in und um Barbaresco: die sog. “Produttori”, ein lockerer Verbund von Winzern in B., die ihren Wein genossenschaftlich vermarkten, jedoch die einzelnen Winzer noch namentlich nennen.

Kurzbeschreibung:

  • Aussehen: Granat- bis Rubinrot

  • Geschmack: fülliger, samtiger Rotwein mit viel Alkohol (ab etwa 13 Volumenprozent, meist mehr)

Quelle: Wikipedia

Bitte bis am 22.11.11 anmelden

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Resultat: Blinddegustation Zypern

Die Zypern Wein Blindegustation war eine Entdeckung. Den Anfang machten zwei Weissweine der autochthonen Traubensorte “Xynisteri”, welche Aromen von Blumen, Zitrusfrüchten und Steinobst in unsere Nasen zauberte. Mich hat ihre Frische und Knackigkeit sehr positiv überrascht. Die Rotweine, welche zum Teil mit der autochthonen Sorte ”Maratheftiko” gemacht wurden, hatten Noten von frischen Kräutern, präsenten Tanninen, gepaart mit langem Abgang. 

Die grösste Überraschung war der Dessertwein Commandaria St. Nicholas 2000 (Assemblage aus Xynisteri und Mavro ) ein echter Burner, für Dessertwein Liebhaber. Die Legende besagt Jesus hätte den Wein zum Abendmahl mit seinen Freunden getrunken.

Wenn dem so ist, hat er etwas von Wein verstanden! Das Preis/Genuss Verhältnis ist Top. Den Wein muss man probiert haben.

Prost Pascal Burckhardt

  

Bild:Wein: Preis: SfrBewertung
20er
Bezugsquelle:
1Weisswein: Petritis 200817.50
15.50Paphos Wein
2Weisswein: Zambartas Xynisteri 201020.0016Paphos Wein
3Rotwein: Vlassides cabernet 200723.0017Paphos Wein
4Rotwein: Vlassides Shiraz 2008
22.0016Paphos Wein
5Rotwein: Tsiakkas Vamvakada Maratheftiko 200530.0017Paphos Wein
6Rotwein: Aes Ambelis Omiros Maratheftiko 200738.5016Paphos Wein
7Rotwein: Aes Ambelis Omiros Syrah 200622.0016Paphos Wein
8Rotwein:Zambartas Shiraz-Lefkada 200834.0016Paphos Wein
9Süsswein: Commandaria St. Nicholas 200030.0018.50Paphos Wein
 

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Resultat: Blinddegustation Syrah Frankreich vs. Schweiz

Die sanften Riesen

Syrah (auch Shiraz) wird fast auf der ganzen Welt angebaut und meist mit anderen Rotweinsorten verschnitten (Cuvee). Zum Beispiel im Bandol, Chateauneuf du Pape, Gigondas (Südfrankreich), mit Mourvedre, Grenache, Cinsault, plus diversen anderen Rebsorten. In Zypern (siehe Zypern Degu) mit der autochthonen Rebsorte Marathefiko.

Die Syrah “Cuveeliste” liese sich so um den ganzen Erdball weiterführen. Der Grund, wieso Syrah oft in Cuvees ausgebaut wird, liegt in dessen hohen Tanningehalt, der die Weine zwar haltbar, aber eindimensionell werden lässt. Durch gute Assemblagen werden zum Teil sehr schöne und komplexe Weine komponiert.

Syrah wird daher eher selten reinsortig vinifiziert. Das Rhonethal gilt als das Mutterland der Syrah Traube. Wir haben desshalb, aus dem französischen und dem Schweizer Teil, je 3 Weine degustiert. Grobfazit: Am reinsortigen Syrah scheiden sich die Weingeister. Diese Weine sind in der Fruchtphase sehr “fruchtig” (Wir hatten einen relativ jungen Wein in der Runde, dessen Tannine noch etwas aggressiv waren). Den einen gefällt gerade dies. Wenn sich dann die Tannine abbauen (nach 3-4 Jahre), wirken die Weine wiederum fast zu “lieblich”. Obwohl kräftig gebaut (durch die Tannine), kommen solche Weine für ein Teil der Degustanten, etwas langweilig daher. Daher mein Titel: Die sanften Riesen.

Pascal Burckhardt

Das Resultat:

Platz & Bild:Wein: Preis: SfrBewertung
20er
Bezugsquelle:
1Cornas AOC Coteaux Tardieu-Laurent 2007  67.00
17.50Mövenpick Weine
2Crozes-Hermitage AOC « Les Fées Brunes » Domaine J.-L. Colombo 2007 75cl  25.0017Coop
3Syrah Les Serpentines 2009 Valais AOC
Gérald Besse
33.0017Brancaia, Zürich
4Valais AOC  Maître de Chais «Syrah »  Provins 2007 75cl      
25.9016Coop
5Crozes Hermitage AOC Alain Graillot 2008    28.5016Mövenpick Weine
6Syrah Valais AOC « L'Odalisque » 2007 Thierry Constantin    36.0015.5Mövenpick Weine
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Blinddegustation: Syrah, Rotwein, Frankreich vs. Schweiz

Syrah ist eine nicht sehr ertragreiche, aber hochwertige rote Rebsorte, die ursprünglich vor allem im Rhônetal in Frankreich kultiviert wurde, heute aber auch in der Schweiz heimisch ist (vorwiegend im Wallis).  In der neuen Welt wird die Rebsorte vor allem in Australien, Kalifornien, Südafrika, Chile, Argentinien und Neuseeland angebaut.

In Europa wird die Sorte, neben Frankreich und der Schweiz, auch in Italien (Sizilen und Toscana), Spanien (Priorat, Monsant) und Portugal kultiviert.

Weinheiten wird am 19. Mai 2011 die Weine aus der Schweiz den ‘Originalen’  aus Frankreich gegenüberstellen. Wir werden die Weine blind degustieren und bewerten. Anmeldung für diesen Event bitte bis am 18. Mai via Kontaktformular.

Hier ein paar Infos zu Syrah Weintraube und Weine:

Herkunft

Aufgrund von DNA-Analysen der University of California in Davis aus dem Jahr 1998 konnte eindeutig nachgewiesen werden, dass Syrah eineKreuzung der alten französischen Sorten Dureza und Mondeuse Blanche ist und daher mit höchster Wahrscheinlichkeit aus dem Tal der Rhône stamm

Charakteristik

Syrah-Weine haben meist ein kräftiges Johannisbeer-Aroma. Die Rebe liefert bei normaler Maischegärung einen dunkelfarbigen Wein mit hohem Tanningehalt. Insgesamt sind die Syrah- Weine sehr alkohol- und säurereich. Gerade diese Mischung aus hohem Säureanteil und festem Gerbstoffgehalt macht den Geschmack der Syrah- Weine aus.

 

 


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Zypern Weine; Blinddegustation am 16. Juni 2011

Weinheiten erweitert seinen Horizont um eine Insel, diesmal möchten wir ein paar Weine von Zypern degustieren, natürlich blind.

Wir werden neben Weisswein, Rotwein auch Süsswein probieren um so einen kleinen Überblick zu bekommen.

Wein Informationen zu Zypern:

Zypern ist eine der ältesten Weinquellen der Welt; nur schon aus historisch-kulturellen Gründen ist die dritt grösste Insel des Mittelmeeres eine Entdeckung wert. Zudem: eine der grössten zusammenhängenden Regionen, die reblausfrei ist, die Reben sind nicht aufgepfropft, sondern wurzeln mit ihren Originalwurzeln im kargen (Kalk- und Lava-)Boden. – Auf  Zypern (seit tausenden Jahren kulturell mit Europa verbunden, seit 2004 EU-Mitglied) finden sich die höchsten Rebberge Europas (nicht im Wallis): sie erstrecken sich bis auf 1‘500 m ü.M. – Die Bedingungen auf diesen Höhen sind hart (Schnee im Winter, auch im Sommer hohe Tag-/Nacht-Temperaturabsenkungen), so gibt es eine natürliche Ertragsbeschränkung: Zypern produziert auf der gleichen Rebfläche wie die Schweiz nur etwa 1/3 Traubengut im Vgl. zur CH. – Spannende, uralte einheimische, autochthone Rebsorten wie u.a. die weisse Xynisteri und die rote Maratheftiko werden angebaut. – Hier findet sich auch eine ökologisch vielfältige Reblandschaft, wie sie nicht mehr oft vorkommt.

Handlese ist gefragt. Weiter ist das Klima so hervorragend, dass kaum Chemie eingesetzt werden muss (nur 2-3 Mal pro Jahr wird in den Reben gespritzt; im Keller wird sehr zurückhaltend Schwefel eingesetzt, die Weine haben Schwefelwerte unter den EU-Limiten für Bio-Weine). – Zwar weit auf südlichen Breitengraden, aber hoch in den Bergen werden entdeckungswerte Weine gekeltert, die wie so oft im Süden recht hohe Alkoholwerte aufweisen, die aber – gerade wegen der Höhenlage der Rebberge – nie schwerfällige Gewächse sind, sondern eine elegante Struktur aufweisen und sehr bekömmlich sind. Zudem sind die Weissweine frisch, fruchtig und haben eine gute Säurestruktur. – Es gibt neue Geschmacksrichtungen zu entdecken, eigenständige, naturnah produzierte Weine abseits des weltweit standardisierten (Techno-) Weinmeeres.

Bei Interesse für eine Teilnahme  unter Kontakt bis am 13. Juni anmelden. (Datum wurde verschoben, da der Weinreferent seine Termine ändern musste)

Gruss Pascal Burckhardt


 

 

 

 

 

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Resultat: Blinddegustation Bündner Herrschaft Pinot Noir

buendner-herrschaft-pinot-noir

Platz & Bild:Wein: Preis: SfrBewertung
20er
Bezugsquelle:
1Martha und Daniel Gantenbein Pinot Noir 2007 55.00
17.50Kontingent beim Produzent
2Pinot – Barrique 2009, Walenstadtner24.0017bosshartweine.ch
3Georg Fromm Pinot Noir Barrique 200736.0017weingut-fromm.ch
4Christian und Ursula Marugg Pinot Noir Barrique 2007
26.0016marugg-weinbau.ch
5"Der Mattmann" Pinot Noir 200742.0015.5globus.ch
6Walenstadtner "Hier & Jetzt" 200917.2015.5bosshartweine.ch
7Hansruedi Adank 2008 Fläscher Pinot Noir Barrique37.5015.5moevenpick-wein.com

Bündner Herrschaft, Pinot Barrique
so lautete die vielversprechende Einladung zur März – Weinheiten Degustation. Wer Pinot Weine liebt sollte also voll auf seine Kosten kommen. So war es dann auch, vieleicht sogar noch etwas mehr…. Die degustierten Weine offenbahrten sich nämlich als sehr unterschiedliche Charaktere, alle auf sehr hohem, einige auf absolutem Topniveau. Ich für meinen Teil freue mich, ob der immer besseren Qualitäten dieser Rheintaler Weltklasse Weine. Das Burgund muss sich in jeder Beziehung warm anziehen! Trotz mittlerweile stolzer Preise sind diese Schweizer Pinot’s jeden Franken wert.
Eine sehr schöne Überraschung war der kleine “Pirat” zu Beginn der Degu, der Walenstadtner “Hier & Jetzt” 2009. Ein im Tank ohne Holz ausgebauter jugendlicher Wein, mit verschwenderischer Nase. Ein Blumenstrauss von angenehmen Gerüchen die zum sofortigen Genuss ohne Reue einladen.

Ausserdem waren auch noch folgende Weine für die Degustation vorgesehen:
– “Pilgrim” Pinot Barrique, Familie Möhr Niggli
– “Eichholz” Pinot Barrique, Irene Grünenfelder
– Pinot Noir Barrique, Annatina Pelizzatti
Leider haben die Drei auf unsere schriftliche Anfrage hin, bei ihnen Weine für die Degustation kaufen

zu können nicht reagiert……

Nichts desto trotz, hatten wir mit dem schönen “Walenstadtner” Pinot Noir Barrique, dem spannenden sich noch etwas zierenden “Pinot Noir Barrique” von Christian und Ursula Marugg, dem etwas sehr üppigen ” Der Mattmann”, dem finessenreichen “Malanser” Aristokraten von Georg Fromm, dem so vielversprechenden “Fläscher” Pinot Noir von Rezia und Hansruedi Adank und zu guter letzt, dem mittlerweile weltweit gesuchten “Gantenbein“, einen sehr schönen und wie ich meine, auch repräsentativen Querschnitt der “besten Herrschäftler” Vertreter am Start.

Also nichts wie los, suchen, finden, probieren, schwärmen und kaufen!

Viel Spass
Beat Schwengeler

Degustationsnotizen Jean Francois Guyard:

Wie Gott in Frankreich? So glücklich wie Gott in Frankreich kann man auch in einer winzigen Ecke der Schweiz… Nämlich in der Bündner Herrschaft. Dies bewies uns Weinheiten am 17. März 2011 mit einer beschränkten, dafür besonders spannenden Auswahl Bündner Weine. Kein Schnickschnack, keine Alibiübung, sondern einfach ganz tolle Weine, welchen es gelang ein vielseitiges Publikum zu überzeugen. Und zwar nach dem Motto: Mein Lieblingserzeugnis der Verkostung ist nicht unbedingt Deiner aber wir teilen schliesslich die gleiche Freude.

Der erste Wein war, um so zu sagen, eine Piratflasche, da das Weingut sich an angrenzender Nähe der Bündner Herrschaft befindet. Der Blauburgunder Walenstadtner 2009 vom in Berschis, in der Nähe von Sargans, angesiedelte Weingut Bosshart und Grimm gefiel auf den ersten Wein dank seiner Bekömmlichkeit, seinen frischen und delikaten Aromen reifer Heidelbeeren und Johannisbeeren sowie seinem relativ ausgewogenen, beerigen und erfrischenden Gaumen. Ein toller, unkomplizierter Wein für jeden Tag. 16/20.

Der zweite Wein, der Pinot Noir Barrique Walenstadtner 2009, stammte vom gleichen Gebiet, was eigentlich durch die sehr ähnliche Aromatik sowie eine vergleichbare Säure hätte auffallen sollen. Die Farbe des PN Barrique überzeugte dennoch etwas mehr, während sich das ausgewogene Bouquet in einem moderat eleganten, dafür kräftigeren Register ausdrückte. Vollmundiger Gaumen, in dem die verschiedenen Komponenten (Holz, Säure, Frucht) sehr schön eingebaut wirken. Toller Abgang im vivace Stil und mit vielen Blaubeeren. 16.5/20.

Der Fläscher Pinot Noir Barrique 2007 von Christian und Ursula Marugg erwies sich trotz der guten Schlussbewertung (16.5/20) als etwas Rätselhaftes und ich kann sehr gut verstehen, dass gewisse Teilnehmer der Verkostung ihn schätzten. Wenn das Weingut seit Generationen durch die Familie Marugg geführt wird, zeichnet der junge Jürg, Mitglied der Gruppe „Junge Schweiz – Neue Winzer“, seit 2004 für die Weine. Zunächst fällt der Fläscher Pinot Noir Barrique 2007 durch seine spannenden Toastbrotnoten, welche sich hinter einer Menge Wildbeeren verstecken. Die Nase erweist sich im aktuellen Stand nicht nur als ziemlich undurchdringlich und etwas ungestüm, sondern auch als komplex. Nicht zuletzt öffnet sie die Tore zu einem harmonischen, breiten und vollmundigen Gaumen, in welchem enorm viel Frucht den Verkoster nicht gleichgültig hinterlässt. Die Tannine wirken wie feinziseliert, die Säure ist frisch und übernimmt eine grazile Rolle in der Zusammenstellung des Weins, das Holz ist gut eingebunden. Der Abgang dauert an und scheint verführen zu wollen. Dennoch fehlt ein gewisser Wow-Effekt im aktuellen Stadium. Stattdessen fallen eine gewisse Adstringenz und (auf die Dauer) alkoholische Noten im Bouquet auf. Ein Wein, welcher ein grosses Interesse erwecken dürfte.

Die Weine vom genauso grossartigen wie erfolgreichen Mitglied der Mémoire du Vin Suisse besitzen in ihren jungen Jahren eine unverwechselbare Säure. Sie zu erkennen, erweist sich also als eine einfache Übung. Doch dürfte der noch sehr junge Pinot Noir Churer Rheintal „DER Mattmann“ 2007 von Thomas Mattmann einige Leute in Verwirrung bringen. Wenn der Jahrgang nicht gerade als einfach gilt, stimmt alles in diesem Wein. Besonders komplexes Bouquet mit Fleischnoten, Tabak, Rotbeeren in Fülle und Menge, etwas Schwefel, Unterwald, usw. Der Gaumen fliesst wie ein ruhiger Fluss an einem sonnigen Tag: Kräftig, perfekt ausgewogen, wiederum ein unwahrscheinliches Beerenspektrum, druckvolle (ja sogar ziemlich gnadenlose) Tannine,… Und nicht zuletzt imponiert dieser Wein mit der Zeit. Leider ausverkauft aber eine klare Empfehlung für jüngere Jahrgänge. 17/20.

Ich muss es zugeben: Ich bin ein überzeugter Verfechter der Weine von Georg Fromm. Die kompromisslose Art, mit welcher das Mitglied von der MDVS und von Vinotiv seine Weine vinifiziert, erinnert zweifelsohne an die besten Burgunder Winzer. Darum werden sie von Michel Bettane so gelobt, darum werden sie aber in der Schweiz immer wieder missverstanden. Der Malanser Pinot Noir Barrique 2007 gehört eindeutig zum Besten, was für Pinot Noir in der Eidgenossenschaft erzeugt werden. Eine brachiale Kraft und zugleich eine umwerfende Finesse, enorm viel Kultur und nicht weniger Zivilisation; die Buben, welche immer wieder mit ihren Muskeln spielen müssen, werden gnadenlos ins Abseits weggeschwemmt; ob die Aromen nach der Methode der amerikanischen Verkostungsschule oder nach der britischen spielt schliesslich nur eine nebensächliche Rolle, welche die Zusammenstellung des Weins keinerlei beeinflussen kann. Ob mit (einem Hauch) Lakritze, Schwarzbeeren, Johannisbeeren, Rotbeeren, oder was auch immer, beeindruckt das tiefsinnige, komplexe Bouquet durch sein Versprechen für eine hervorragende Zukunft. Im nichts steht ihm der Gaumen nach. Es ist, als ob eine Hülle verführerischer Frische den athletischen, äusserst ausgewogenen und delikaten Körper des Weins umfangen würde. Nicht zuletzt fasziniert die Mehrschichtigkeit des Weins, denn er entwickelt sich wie ein schmackhafter Kuchen: Die Grundlage besitzt eine deliziöse Süsse, während die oberen Schichten enorm viel Frucht besitzen. Unbedingt kaufen! 17.5/20.

In den Berichten von Vinifera-Mundi wurden die Erzeugnisse von Hansruedi Adank schon vorgestellt. Dementsprechend war es eine richtige Freude, einen Wein des Fläscher Winzerehepaars, Hansruedi und Rezia Adank, im Rahmen des Anlasses verkosten zu dürfen. Weder Mitglied der Schatzkammer des Schweizer Weins noch von Vinotiv konzentriert sich das Paar auf Naturtreue Weine, welche die Eigenschaften des Weinberg, aber auch des Gebiets ideal widerspiegeln. Somit drucken sich die Erzeugnisse des Weinguts eine herrlich authentische, sibyllinische Sprache, wie es die Propheten machten.
Der Fläscher Pinot Noir Barrique 2008 ist ein ganz grosser Wein. Zunächst ruft die erste, erstaunliche Nase nach einem gebratenen „Label rouge“ Poulet, auf welchem die Sauce laufend gegossen worden wäre. Später strömen komplexe Aromen von Veilchen, Rotbeeren, Holz, Holzsüsse, die Mineralik fehlt selbstverständlich nicht. Riechen, riechen und wieder riechen! Der Gaumen erweist sich als besonders samtig und spricht für das Können eines grossartigen Winzers, der Abgang vervollständigt die Verführung. Ein Pinot Noir, welcher sich von der häufig exzessiven Üppigkeit klar abgrenzt und, welcher gerade aus diesem Grund einem Publikum ausgewählter Hedonisten gefallen dürfte. Unbedingt kaufen und noch ein paar Jahre warten! 17/20.

Beim letzten Wein waren sich die Verkostungsteilnehmer nicht ganz sicher, was sie denken dürfen. Der Wein braucht sehr viel Luft und würde sich am liebsten in typischen Burgunder Gläser fühlen. Dennoch stört das Bouquet mit etwas vegetabilen Aromen. Ansonsten ein ganz toller Wein. Nur bedauerlich ist die Anzahl Konsumenten, welche ihn für seine Etikette statt für den Inhalt der Flasche kaufen. Denn dieser Wein ist ein Pinot Noir 2007 von Gantenbein. Eine gute, verdiente Bewertung, 17/20, aber keine Einkaufsempfehlung.

Kommentar von Jean Francois Guyard (vinifera-mundi.ch)

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Trentino: TrentoDOC, Teroldego & Grappa

Anlässlich der “Trentino Wine Tour 2011″ wurden Beat und ich zum Presse – Lunch ins Restaurant Metropol in Zürich eingeladen. Schon vor einem Jahr hatten wir das Vergnügen im Grand Hotel Dolder die spannenden Weinerzeugnisse dieser italienischen Region zu degustieren. Die Einlandung nahmen wir deshalb sehr gerne an!

Trentino

Trentino

Zum Apero und zur Vorspeisse kredenzte der Sommelier Nicola Mattana von Bunovini 3 herrliche, aber sehr unterschiedliche TrentoDOC.  Unter TrentoDOC versteht man den nach traditionellem Flaschengärungsverfahren hergestellten Trentiner Schaumwein. Giulio Ferrari arbeitete ab 1906 im Trentino als erster nach dieser Methode. Auch heute steht das Haus Ferrari mengen – aber auch renomméemässig an erster Stelle der Trentiner Sekthersteller.

Mittlerweile ist jedoch die Sektherstellung zu einem tragenden Pfeiler der Weinwirtschaft geworden. Chardonnay, Pinot Blanc und Pinot Noir dienen als Grundwein zur Sektherstellung. Strenge Vorschriften und Kontrollen stellen die Einhaltung der hohen Qualitätsstandarts sicher. Geregelt sind ausser der Zulassung der erwähnten drei Rebsorten, die minimale Lagerzeit (24 Monate, wovon 18 auf der Hefe in der Flasche).

Zum Hauptgang wurden 3 Teroldego Rotweine degustiert. Die autochthone rote Trentiner Rebsorte Teroldego ist neben der Rebsorte Marzemino die Hauptrotweinsorte und  wird erstmals im 15. Jh. urkundlich erwähnt. Eine genetische Verwandtschaft besteht zu Lagrein und dem Marzemino. Das Hauptanbaugebiet liegt in der Piana Rotaliana (auch Campo Rotaliano). Die Weine haben, entgegen dem Trend, einen nicht zu hohen Alkoholgehalt, sind aber doch sehr ausdrucksstark. Mir haben sie sehr gemundet.

Zum Dessert wurden noch 3 Grappa gereicht, welche ich mehr mit meiner Nase erforschte und bei zweien eine angenehme Würznote endeckte (Pili Giovanni Diest Trentino Grappa Gewürztraminer und G. Bertoganolli Dist. Trentino Grappa Koralis) , welche ich auf den Gewürztramminer Trester zurück führe.

Fazit: Das Trentino kann mit seinen wundervollen Weinen ein Essen in Perfektion begleiten.

Gruss Pascal Burckhardt

PS: Das Essen (Kartoffelgnocchi mit  Jakobsmuscheln, Kalbsfilet mit Gemüse-Bouquet und Capaccino Panna Cotta mit Schokoladne-Trüffel-Eis) war auf einem den Weinen ebenbürtigen Niveau.

Wein Nr.Wein:Bezugsquelle:Preis:Notize:
TrentoDOC
1Cesarini Sforza Spumanti TrentoDOC 2006noch kein Weinhändler in der SchweizSfr. 16.00 - 21.0080% Chardonnay, 20% Pinot Noir - 48 Monate auf der Hefe - Feine Hefe Note - 17 PBU Punkte
2Methius Riserva 2005 Trentodoc noch kein Weinhändler in der SchweizSfr. 22.00 - 27.0060% Chardonnay, 40% Pinot Noir - 60 Monate auf der Hefe - Chardonnay mit Hefe Note - 18 PBU Punkte
3Ferrair Fi.lli Llunelli Perle Rose 2005 TrentoDOCGastrovin Sfr.68.0080% Chardonnay, 20% Pinot Noir - 60 Monate auf der Hefe - Feine Hefe Note, rund und elegant - 17.5 PBU Punkte
Teroldego 100%
4Endrizii Az. Vin. Teroldego rotalino D.O.C Superiore 2008Rutishauser AGSfr. 24.80Nase: reife Bananen - 16.5 PBU Punkte
5Donati Marco Az. Agr. Teroldego rotalianao D.O.C Sangue die Drago 2008noch kein Weinhändler in der SchweizSfr. 22.00 - 27.00Nase: reife Bananen - rund 17 PBU Punkte
6Villa Corniole Az. Vin. Teroldego rotaliano D.O.C. 7 Pergole 2004noch kein Weinhändler in der SchweizSfr. 22.00 - 27.00Reife Früchte, komplex, hervorrangender Wein, 18.5 PBU Punkte

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