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Zypern Weine; Blinddegustation am 16. Juni 2011

Weinheiten erweitert seinen Horizont um eine Insel, diesmal möchten wir ein paar Weine von Zypern degustieren, natürlich blind.

Wir werden neben Weisswein, Rotwein auch Süsswein probieren um so einen kleinen Überblick zu bekommen.

Wein Informationen zu Zypern:

Zypern ist eine der ältesten Weinquellen der Welt; nur schon aus historisch-kulturellen Gründen ist die dritt grösste Insel des Mittelmeeres eine Entdeckung wert. Zudem: eine der grössten zusammenhängenden Regionen, die reblausfrei ist, die Reben sind nicht aufgepfropft, sondern wurzeln mit ihren Originalwurzeln im kargen (Kalk- und Lava-)Boden. – Auf  Zypern (seit tausenden Jahren kulturell mit Europa verbunden, seit 2004 EU-Mitglied) finden sich die höchsten Rebberge Europas (nicht im Wallis): sie erstrecken sich bis auf 1‘500 m ü.M. – Die Bedingungen auf diesen Höhen sind hart (Schnee im Winter, auch im Sommer hohe Tag-/Nacht-Temperaturabsenkungen), so gibt es eine natürliche Ertragsbeschränkung: Zypern produziert auf der gleichen Rebfläche wie die Schweiz nur etwa 1/3 Traubengut im Vgl. zur CH. – Spannende, uralte einheimische, autochthone Rebsorten wie u.a. die weisse Xynisteri und die rote Maratheftiko werden angebaut. – Hier findet sich auch eine ökologisch vielfältige Reblandschaft, wie sie nicht mehr oft vorkommt. Handlese ist gefragt. Weiter ist das Klima so hervorragend, dass kaum Chemie eingesetzt werden muss (nur 2-3 Mal pro Jahr wird in den Reben gespritzt; im Keller wird sehr zurückhaltend Schwefel eingesetzt, die Weine haben Schwefelwerte unter den EU-Limiten für Bio-Weine). – Zwar weit auf südlichen Breitengraden, aber hoch in den Bergen werden entdeckungswerte Weine gekeltert, die wie so oft im Süden recht hohe Alkoholwerte aufweisen, die aber – gerade wegen der Höhenlage der Rebberge – nie schwerfällige Gewächse sind, sondern eine elegante Struktur aufweisen und sehr bekömmlich sind. Zudem sind die Weissweine frisch, fruchtig und haben eine gute Säurestruktur. – Es gibt neue Geschmacksrichtungen zu entdecken, eigenständige, naturnah produzierte Weine abseits des weltweit standardisierten (Techno-) Weinmeeres.

Bei Interesse für eine Teilnahme  unter Kontakt bis am 13. Juni anmelden. (Datum wurde verschoben, da der Weinreferent seine Termine ändern musste)

Gruss Pascal Burckhardt


 

 

 

 

 

 
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Resultat: Blinddegustation Bündner Herrschaft Pinot Noir

buendner-herrschaft-pinot-noir

Platz & Bild:Wein: Preis: SfrBewertung
20er
Bezugsquelle:
1Martha und Daniel Gantenbein Pinot Noir 2007 55.00
17.50Kontingent beim Produzent
2Pinot – Barrique 2009, Walenstadtner24.0017bosshartweine.ch
3Georg Fromm Pinot Noir Barrique 200736.0017weingut-fromm.ch
4Christian und Ursula Marugg Pinot Noir Barrique 2007
26.0016marugg-weinbau.ch
5"Der Mattmann" Pinot Noir 200742.0015.5globus.ch
6Walenstadtner "Hier & Jetzt" 200917.2015.5bosshartweine.ch
7Hansruedi Adank 2008 Fläscher Pinot Noir Barrique37.5015.5moevenpick-wein.com

Bündner Herrschaft, Pinot Barrique
so lautete die vielversprechende Einladung zur März – Weinheiten Degustation. Wer Pinot Weine liebt sollte also voll auf seine Kosten kommen. So war es dann auch, vieleicht sogar noch etwas mehr…. Die degustierten Weine offenbahrten sich nämlich als sehr unterschiedliche Charaktere, alle auf sehr hohem, einige auf absolutem Topniveau. Ich für meinen Teil freue mich, ob der immer besseren Qualitäten dieser Rheintaler Weltklasse Weine. Das Burgund muss sich in jeder Beziehung warm anziehen! Trotz mittlerweile stolzer Preise sind diese Schweizer Pinot’s jeden Franken wert.
Eine sehr schöne Überraschung war der kleine “Pirat” zu Beginn der Degu, der Walenstadtner “Hier & Jetzt” 2009. Ein im Tank ohne Holz ausgebauter jugendlicher Wein, mit verschwenderischer Nase. Ein Blumenstrauss von angenehmen Gerüchen die zum sofortigen Genuss ohne Reue einladen.

Ausserdem waren auch noch folgende Weine für die Degustation vorgesehen:
– “Pilgrim” Pinot Barrique, Familie Möhr Niggli
– “Eichholz” Pinot Barrique, Irene Grünenfelder
– Pinot Noir Barrique, Annatina Pelizzatti
Leider haben die Drei auf unsere schriftliche Anfrage hin, bei ihnen Weine für die Degustation kaufen zu können nicht reagiert……

Nichts desto trotz, hatten wir mit dem schönen “Walenstadtner” Pinot Noir Barrique, dem spannenden sich noch etwas zierenden “Pinot Noir Barrique” von Christian und Ursula Marugg, dem etwas sehr üppigen ” Der Mattmann”, dem finessenreichen “Malanser” Aristokraten von Georg Fromm, dem so vielversprechenden “Fläscher” Pinot Noir von Rezia und Hansruedi Adank und zu guter letzt, dem mittlerweile weltweit gesuchten “Gantenbein“, einen sehr schönen und wie ich meine, auch repräsentativen Querschnitt der “besten Herrschäftler” Vertreter am Start.

Also nichts wie los, suchen, finden, probieren, schwärmen und kaufen!

Viel Spass
Beat Schwengeler

Degustationsnotizen Jean Francois Guyard:

Wie Gott in Frankreich? So glücklich wie Gott in Frankreich kann man auch in einer winzigen Ecke der Schweiz… Nämlich in der Bündner Herrschaft. Dies bewies uns Weinheiten am 17. März 2011 mit einer beschränkten, dafür besonders spannenden Auswahl Bündner Weine. Kein Schnickschnack, keine Alibiübung, sondern einfach ganz tolle Weine, welchen es gelang ein vielseitiges Publikum zu überzeugen. Und zwar nach dem Motto: Mein Lieblingserzeugnis der Verkostung ist nicht unbedingt Deiner aber wir teilen schliesslich die gleiche Freude.

Der erste Wein war, um so zu sagen, eine Piratflasche, da das Weingut sich an angrenzender Nähe der Bündner Herrschaft befindet. Der Blauburgunder Walenstadtner 2009 vom in Berschis, in der Nähe von Sargans, angesiedelte Weingut Bosshart und Grimm gefiel auf den ersten Wein dank seiner Bekömmlichkeit, seinen frischen und delikaten Aromen reifer Heidelbeeren und Johannisbeeren sowie seinem relativ ausgewogenen, beerigen und erfrischenden Gaumen. Ein toller, unkomplizierter Wein für jeden Tag. 16/20.

Der zweite Wein, der Pinot Noir Barrique Walenstadtner 2009, stammte vom gleichen Gebiet, was eigentlich durch die sehr ähnliche Aromatik sowie eine vergleichbare Säure hätte auffallen sollen. Die Farbe des PN Barrique überzeugte dennoch etwas mehr, während sich das ausgewogene Bouquet in einem moderat eleganten, dafür kräftigeren Register ausdrückte. Vollmundiger Gaumen, in dem die verschiedenen Komponenten (Holz, Säure, Frucht) sehr schön eingebaut wirken. Toller Abgang im vivace Stil und mit vielen Blaubeeren. 16.5/20.

Der Fläscher Pinot Noir Barrique 2007 von Christian und Ursula Marugg erwies sich trotz der guten Schlussbewertung (16.5/20) als etwas Rätselhaftes und ich kann sehr gut verstehen, dass gewisse Teilnehmer der Verkostung ihn schätzten. Wenn das Weingut seit Generationen durch die Familie Marugg geführt wird, zeichnet der junge Jürg, Mitglied der Gruppe „Junge Schweiz – Neue Winzer“, seit 2004 für die Weine. Zunächst fällt der Fläscher Pinot Noir Barrique 2007 durch seine spannenden Toastbrotnoten, welche sich hinter einer Menge Wildbeeren verstecken. Die Nase erweist sich im aktuellen Stand nicht nur als ziemlich undurchdringlich und etwas ungestüm, sondern auch als komplex. Nicht zuletzt öffnet sie die Tore zu einem harmonischen, breiten und vollmundigen Gaumen, in welchem enorm viel Frucht den Verkoster nicht gleichgültig hinterlässt. Die Tannine wirken wie feinziseliert, die Säure ist frisch und übernimmt eine grazile Rolle in der Zusammenstellung des Weins, das Holz ist gut eingebunden. Der Abgang dauert an und scheint verführen zu wollen. Dennoch fehlt ein gewisser Wow-Effekt im aktuellen Stadium. Stattdessen fallen eine gewisse Adstringenz und (auf die Dauer) alkoholische Noten im Bouquet auf. Ein Wein, welcher ein grosses Interesse erwecken dürfte.

Die Weine vom genauso grossartigen wie erfolgreichen Mitglied der Mémoire du Vin Suisse besitzen in ihren jungen Jahren eine unverwechselbare Säure. Sie zu erkennen, erweist sich also als eine einfache Übung. Doch dürfte der noch sehr junge Pinot Noir Churer Rheintal „DER Mattmann“ 2007 von Thomas Mattmann einige Leute in Verwirrung bringen. Wenn der Jahrgang nicht gerade als einfach gilt, stimmt alles in diesem Wein. Besonders komplexes Bouquet mit Fleischnoten, Tabak, Rotbeeren in Fülle und Menge, etwas Schwefel, Unterwald, usw. Der Gaumen fliesst wie ein ruhiger Fluss an einem sonnigen Tag: Kräftig, perfekt ausgewogen, wiederum ein unwahrscheinliches Beerenspektrum, druckvolle (ja sogar ziemlich gnadenlose) Tannine,… Und nicht zuletzt imponiert dieser Wein mit der Zeit. Leider ausverkauft aber eine klare Empfehlung für jüngere Jahrgänge. 17/20.

Ich muss es zugeben: Ich bin ein überzeugter Verfechter der Weine von Georg Fromm. Die kompromisslose Art, mit welcher das Mitglied von der MDVS und von Vinotiv seine Weine vinifiziert, erinnert zweifelsohne an die besten Burgunder Winzer. Darum werden sie von Michel Bettane so gelobt, darum werden sie aber in der Schweiz immer wieder missverstanden. Der Malanser Pinot Noir Barrique 2007 gehört eindeutig zum Besten, was für Pinot Noir in der Eidgenossenschaft erzeugt werden. Eine brachiale Kraft und zugleich eine umwerfende Finesse, enorm viel Kultur und nicht weniger Zivilisation; die Buben, welche immer wieder mit ihren Muskeln spielen müssen, werden gnadenlos ins Abseits weggeschwemmt; ob die Aromen nach der Methode der amerikanischen Verkostungsschule oder nach der britischen spielt schliesslich nur eine nebensächliche Rolle, welche die Zusammenstellung des Weins keinerlei beeinflussen kann. Ob mit (einem Hauch) Lakritze, Schwarzbeeren, Johannisbeeren, Rotbeeren, oder was auch immer, beeindruckt das tiefsinnige, komplexe Bouquet durch sein Versprechen für eine hervorragende Zukunft. Im nichts steht ihm der Gaumen nach. Es ist, als ob eine Hülle verführerischer Frische den athletischen, äusserst ausgewogenen und delikaten Körper des Weins umfangen würde. Nicht zuletzt fasziniert die Mehrschichtigkeit des Weins, denn er entwickelt sich wie ein schmackhafter Kuchen: Die Grundlage besitzt eine deliziöse Süsse, während die oberen Schichten enorm viel Frucht besitzen. Unbedingt kaufen! 17.5/20.

In den Berichten von Vinifera-Mundi wurden die Erzeugnisse von Hansruedi Adank schon vorgestellt. Dementsprechend war es eine richtige Freude, einen Wein des Fläscher Winzerehepaars, Hansruedi und Rezia Adank, im Rahmen des Anlasses verkosten zu dürfen. Weder Mitglied der Schatzkammer des Schweizer Weins noch von Vinotiv konzentriert sich das Paar auf Naturtreue Weine, welche die Eigenschaften des Weinberg, aber auch des Gebiets ideal widerspiegeln. Somit drucken sich die Erzeugnisse des Weinguts eine herrlich authentische, sibyllinische Sprache, wie es die Propheten machten.
Der Fläscher Pinot Noir Barrique 2008 ist ein ganz grosser Wein. Zunächst ruft die erste, erstaunliche Nase nach einem gebratenen „Label rouge“ Poulet, auf welchem die Sauce laufend gegossen worden wäre. Später strömen komplexe Aromen von Veilchen, Rotbeeren, Holz, Holzsüsse, die Mineralik fehlt selbstverständlich nicht. Riechen, riechen und wieder riechen! Der Gaumen erweist sich als besonders samtig und spricht für das Können eines grossartigen Winzers, der Abgang vervollständigt die Verführung. Ein Pinot Noir, welcher sich von der häufig exzessiven Üppigkeit klar abgrenzt und, welcher gerade aus diesem Grund einem Publikum ausgewählter Hedonisten gefallen dürfte. Unbedingt kaufen und noch ein paar Jahre warten! 17/20.

Beim letzten Wein waren sich die Verkostungsteilnehmer nicht ganz sicher, was sie denken dürfen. Der Wein braucht sehr viel Luft und würde sich am liebsten in typischen Burgunder Gläser fühlen. Dennoch stört das Bouquet mit etwas vegetabilen Aromen. Ansonsten ein ganz toller Wein. Nur bedauerlich ist die Anzahl Konsumenten, welche ihn für seine Etikette statt für den Inhalt der Flasche kaufen. Denn dieser Wein ist ein Pinot Noir 2007 von Gantenbein. Eine gute, verdiente Bewertung, 17/20, aber keine Einkaufsempfehlung.

Kommentar von Jean Francois Guyard (vinifera-mundi.ch)

 
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Trentino: TrentoDOC, Teroldego & Grappa

Anlässlich der “Trentino Wine Tour 2011″ wurden Beat und ich zum Presse – Lunch ins Restaurant Metropol in Zürich eingeladen. Schon vor einem Jahr hatten wir das Vergnügen im Grand Hotel Dolder die spannenden Weinerzeugnisse dieser italienischen Region zu degustieren. Die Einlandung nahmen wir deshalb sehr gerne an!

Trentino

Trentino

Zum Apero und zur Vorspeisse kredenzte der Sommelier Nicola Mattana von Bunovini 3 herrliche, aber sehr unterschiedliche TrentoDOC.  Unter TrentoDOC versteht man den nach traditionellem Flaschengärungsverfahren hergestellten Trentiner Schaumwein. Giulio Ferrari arbeitete ab 1906 im Trentino als erster nach dieser Methode. Auch heute steht das Haus Ferrari mengen – aber auch renomméemässig an erster Stelle der Trentiner Sekthersteller. Mittlerweile ist jedoch die Sektherstellung zu einem tragenden Pfeiler der Weinwirtschaft geworden. Chardonnay, Pinot Blanc und Pinot Noir dienen als Grundwein zur Sektherstellung. Strenge Vorschriften und Kontrollen stellen die Einhaltung der hohen Qualitätsstandarts sicher. Geregelt sind ausser der Zulassung der erwähnten drei Rebsorten, die minimale Lagerzeit (24 Monate, wovon 18 auf der Hefe in der Flasche).

Zum Hauptgang wurden 3 Teroldego Rotweine degustiert. Die autochthone rote Trentiner Rebsorte Teroldego ist neben der Rebsorte Marzemino die Hauptrotweinsorte und  wird erstmals im 15. Jh. urkundlich erwähnt. Eine genetische Verwandtschaft besteht zu Lagrein und dem Marzemino. Das Hauptanbaugebiet liegt in der Piana Rotaliana (auch Campo Rotaliano). Die Weine haben, entgegen dem Trend, einen nicht zu hohen Alkoholgehalt, sind aber doch sehr ausdrucksstark. Mir haben sie sehr gemundet.

Zum Dessert wurden noch 3 Grappa gereicht, welche ich mehr mit meiner Nase erforschte und bei zweien eine angenehme Würznote endeckte (Pili Giovanni Diest Trentino Grappa Gewürztraminer und G. Bertoganolli Dist. Trentino Grappa Koralis) , welche ich auf den Gewürztramminer Trester zurück führe.

Fazit: Das Trentino kann mit seinen wundervollen Weinen ein Essen in Perfektion begleiten.

Gruss Pascal Burckhardt

PS: Das Essen (Kartoffelgnocchi mit  Jakobsmuscheln, Kalbsfilet mit Gemüse-Bouquet und Capaccino Panna Cotta mit Schokoladne-Trüffel-Eis) war auf einem den Weinen ebenbürtigen Niveau.

Wein Nr.Wein:Bezugsquelle:Preis:Notize:
TrentoDOC
1Cesarini Sforza Spumanti TrentoDOC 2006noch kein Weinhändler in der SchweizSfr. 16.00 - 21.0080% Chardonnay, 20% Pinot Noir - 48 Monate auf der Hefe - Feine Hefe Note - 17 PBU Punkte
2Methius Riserva 2005 Trentodoc noch kein Weinhändler in der SchweizSfr. 22.00 - 27.0060% Chardonnay, 40% Pinot Noir - 60 Monate auf der Hefe - Chardonnay mit Hefe Note - 18 PBU Punkte
3Ferrair Fi.lli Llunelli Perle Rose 2005 TrentoDOCGastrovin Sfr.68.0080% Chardonnay, 20% Pinot Noir - 60 Monate auf der Hefe - Feine Hefe Note, rund und elegant - 17.5 PBU Punkte
Teroldego 100%
4Endrizii Az. Vin. Teroldego rotalino D.O.C Superiore 2008Rutishauser AGSfr. 24.80Nase: reife Bananen - 16.5 PBU Punkte
5Donati Marco Az. Agr. Teroldego rotalianao D.O.C Sangue die Drago 2008noch kein Weinhändler in der SchweizSfr. 22.00 - 27.00Nase: reife Bananen - rund 17 PBU Punkte
6Villa Corniole Az. Vin. Teroldego rotaliano D.O.C. 7 Pergole 2004noch kein Weinhändler in der SchweizSfr. 22.00 - 27.00Reife Früchte, komplex, hervorrangender Wein, 18.5 PBU Punkte

 
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Bericht von Dia Del Vino 2011, Teil 2: Alte Reben – neue Weine

Der 2. Teil der geführten Degustation von  David Schwarwälde, widmete sich ausschliesslich dem Hauptgrund meines Besuches beim ”Spanischen Weintag 2011″ im Kongresshaus. Dessen Motto war: ‘Alte Reben – neue Weine’, Spanische Rotweine ohne Tempranillo abseits der gängigen Weinbaugebiete Rioja, Ribera del Duero.

So wurden Weine aus: D.O. Caltayud, D.O. Monsant, D.O.Yecla, D.O. CA. Priorat, D.O. Cigales, D.O. Toro, V.T. Castilla Y León, D.O. Bierzo und zum Abschluss ein weisser Süsswein aus dem D.O.Navarra vorgestellt. Es wurden lediglich 2 “Tempranillo” Weine vorgestellt, welche aber nicht im typischen Rioja Stil ausgebaut wurden.

Mein Fazit: In Spanien gibt es Topweine jenseits der bei uns bekannten Gebiete Rioja und Ribera del Duero, leider zum Teil nicht ganz günstig. Ich habe für mich neue Weine, Traubensorten und Weingebiete endeckt die Lust auf mehr machen. Fragt doch euren Weinhändler mal nach spanischen Alternativen zum althergebrachten ?

Wein Nr.Wein:Bezugsquelle:Preis:Notize:
1Baltasar 'Esencia' superior in Holzkistli San Alejandro, Calatayud DO 2005Nauer WeineSfr. 65.00Dichter, eleganter Wein - 100% Garnacha - 17.5 PBU Punkte
2Les Sorts
Vinyes Velles 2005, Montsant DO
Rieger WeineSfr. 24.30Volles Aroma - Garnacha, Cariñena, Cabernet Sauvignon, Syrah - 18 PBU Punkte, Super PGV
3Viña al Lado de la Casa, Yecla
Bodega Castaño, Yecla
2006
BouchervilleSfr. 26.50Monastrell, Cabernet Sauvignon, Syrah, Tintorera (Alicante Bouschet)- 17.50 PBU Punkte
4Cims de Porrera Clàssic Caranyana 2006, DOC
Cooperativa de Porrera
Baur Au Lac WeinSfr. 76.00Cariñena vieja, Ein Wein zum Essen - 18 PBU Punkte
5La Legua Capricho DO Cigales 2006Alexander WeineSfr. 49.50100% Tempranillo, Kirsche, dunkle Beeren, Tabak
- 17.50 PBU Punkte
6Frontaura Reserva D.O. Toro 2005 Bodega del Palacio de los Frontaura y VictoriWeinhandel GeiselbrechtSfr. 62.00100% Tinta de Toro (Tempranillo), Röstaromen - 17.50 PBU Punkte (für mich etwas overoakt)
7Cumal 2006 Domino Dostares S.L, Castilla Y LeónVinosur WeinimportSfr. 37.50Prieto Picudo, 17 PBU Punkte
8Ucedo 2005, Bodeas Y Vinedos Gancedo, D.O Bierzo
Pamis Vins, SarlSfr. 52.20Mencía 100% - Voller und komplexer Wein, 18.50 PBU Punkte
9Altos de Losada 2007, Bierzo DOGerstl WeinselektionSfr. 39.00100% Mencia, floralen Noten - 18 PBU Punkte
10Mengoba Mencía de Espanillo 2007
Bodegas y Viñedos Mengoba, D.O Bierzo
Weiss zum ErlenachSfr. 28.00100% Mencia, leicht mineralisch und komplex - 18 PBU Punkte. Gutes PGV
11Montecristo 'vino dulce natural' 11.5 % vol (Weiss, Süsswein), D.O. NavarraHaecky Drink & WeinSfr. 21.90Frisch, fruchtig, vorwiegend nach Citrusfrüchte - 16 PBU Punkte

Gruss Pascal Burckhardt

 
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Bündner Herrschaft: Das Burgund der Schweiz

Nur drei Prozent der gesamten Schweizer Rebfläche liegen im Bündner Rheintal. Die haben es aber in sich; die Bündner Herrschaft zählt zu den wärmsten Weinregionen in der deutschsprachigen Schweiz. Rund 300 Winzer pflegen hier mit viel Liebe ca. 20 verschiedene Weinsorten.

Die Haupt Rotweinsorte welche angepflanzt wird ist Pinot Noir, aus welcher auch die Burgunder Weine gemacht werden. Ein Weinfreund hat mir eine Liste einer Burgunder Blindegustation gezeigt; unter den Besten 5 Burgunder waren 2 bekannte Weine aus der Bündner Herrschaft.

Das milde Klima, der Föhn und die kalkreichen Böden behagen den Rebstöcken ausgezeichnet. Die Trauben – allen voran der typische Pinot Noir – gedeihen hier prächtig. Und die Winzer wissen mit den Gaben der Natur umzugehen. Dank naturnaher Bewirtschaftung und klein gehaltenen Erträgen werden erstklassige Trauben geerntet. Denn nur aus besten Grundlagen entstehen wunderbare Weine.

Ich freue mich auf die bevorstehende Bündner Herrschaft Blindegustation (Rotwein, Pinot Noir) vom Do. 17. März. 2011. Bei Interesse für eine Teilnahme  unter Kontakt bis am 13. März anmelden.

Gruss Pascal Burckhardt

 
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Bordeaux 2008 plus / minus Sfr. 20.-

Wir wollten raus finden ob es um die SFr 20.- Bordeaux mit einem guten bis sehr guten PGV gibt und so habe wir bei Denner, Globus und Coop 2008 Bordeaux eingekauft. Ein 2006 hat sich unabsichtlich eingeschlichen was wohl meiner Eitelkeit ohne Lesebrille einzukaufen zuzuschreiben ist. Mövenpick hatte den 2008 erst im Onlineangebot und nicht im Geschäft.

So sind 8 Bordeaux zwischen SFr 9.90 und SFr 24.00 angetreten und wurden von uns blind degustiert.

Mein kurz Fazit: Die Weine waren OK aber nicht wirklich Hochgenuss. Überraschend war der Château Pey La Tour für unter SFr10.-. Für wirklichen Bordeaux Genuss lieber ein paar Franken mehr ausgeben und beim Denner Grand Crus 2008 wie der Château Citran Sfr. 16.90, Château Chasse-Spleen Sfr. 26.90, Château Phélan Ségur Sfr. 28.90 oder Châ teau Talbot Sfr. 39.90 kaufen.

Pascal Burckhardt


(M = Merlot, CS = Cabernet Sauvignon, CF = Cabernet Franc, PV = Pedit Verdot)

Platz & Bild:Wein: Preis: SfrBewertung
20er
Bezugsquelle:
1Cateau Citran 2008, Haut-Médoc ( M, CS)16.90

16.5Denner
2Château Pierrail Rouge 2008, Bordeaux supérieur ( M, CS)18.8016Globus
3Château Cambon la Pelouse Cru Bourgeois Supérieur Haut-Médoc AOC 2006 (M,CS,CF)23.6015.5Coop
4Chateau Pey La Tour, Bordeaux (M, CS, CF, PV)9.9015Coop
5Château Haut Montil, Saint-Emilion Grand Cru AOC (M, CF)14.9515
Denner
6CHÂTEAU DU ROCHER ST-EMILION GRAND CRU AOC (M, CS, CF)18.9014.5Denner
7St-Emilion AOC Grand Cru Château Franc Grace-Dieu 2008 (M,CF,CS)2414.5Coop
8Château Martinon 2008, Entre-deux-mers, Bordeaux (CS, M, CF, Malbec)15.9014Globus

Kommentar

St-Emilion AOC Grand Cru Château Franc Grace-Dieu 2008:
Eine potentielle Überraschung, welche dazu gewinnt, im Voraus entkorkt zu werden. Mit diesem Wein beweisen die Massenhändler, dass sie noch gelegentlich eine glückliche Hand haben, um Weine auszuwählen, welche
preisbewussten, anspruchslosen Weinkonsumenten gefallen.

Château Cambon la Pelouse Cru Bourgeois Supérieur Haut-Médoc AOC 2008:
Im aktuellen, verschlossenen Zustand eine Enttäuschung aufgrund der fehlenden Komplexität. Noch vier bis fünf Jahre warten oder dekantieren.

CHÂTEAU DU ROCHER ST-EMILION GRAND CRU AOC:
Bisher nie davon gehört. Relativ delikates Bouquet, in dem sich Schokoladennoten mit der Zeit entwickeln. Schöner, süffiger Stoff, gut vinifiziert. Etwas Würze. Nicht uninteressant.

Château Haut Montil, Saint-Emilion Grand Cru AOC:
Im Verlauf des Abends mussten die Erwartungen immer wieder nach unten korrigiert werden. Dieser Wein beweist, dass nicht alles glänzt, was Bordeaux heisst.

Château Pierrail Rouge 2008, Bordeaux supérieur: Ein bekannter Name (in der Kategorie der Bordeaux U30) für einen bekömmlichen Wein. Feinde herber Weine, bitte vermeinden Sie ihn! Nicht
grün geerntet aber vermutlich aus Kostengründen nicht entrappt. Guter Stoff, ausgewogen, süffig, zeigt sich aber eher im Finale.

Château Martinon 2008, Entre-deux-mers, Bordeaux: Nichts für Etikettentrinkeraber gerade deswegen nicht uninteressant. Insbesondere fallen die Tabaknoten und die leichte Lakritze auf. Unbedingt im Voraus öffnen.

Chateau Pey La Tour, Bordeaux: Eine Bewertung, welche eigentlich meine Enttäuschung verbirgt. Oft
von diesem Wein gehört, welcher dem Portfolio von Dourthe zugehört. Der Big Negociant möchte diesen Wein hieven. Es bleibt noch sehr sehr viel zu korrigieren. Wer sich aber daran erinnern, was Hosanna (von Moueix)
im früheren Leben war, kann dann auf sonnige Tage hoffen. Besser im Gaumen als im Bouquet, wobei dieses nicht verschlossen ist.

Château Citran 2008, Haut-Médoc: Endlich hat Château Citran nichts mehr auf dem Chateau Citran zu
suchen. Die billig verparkerisierten Weine der Jahrgänge 2001 bis 2005 sind also vorbei. Jung zeigt Citran die typischen, extrem grünen Noten der grossen Jahrgänge. Also unbedingt warten. 10 Jahre werden nicht zu viel sein. Ansonsten ein toller Saft.

Kommentar von Jean Francois Guyard (vinifera-mundi.ch)

 
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Weintipp: Rotwein, Spanien, Monsant: Cal Siscon 2008

Cal Sicon 2008

Das Jahr ist weintechnisch gut gestartet: Mövenpick hat einen meinen Lieblingsrotweinen und Gewinner der Monsant Blindegustation von Weinheiten zu einem Preis von Sfr. 17.- im Angebot. Für Liebhaber von kraftvollen Rotweinen mit einem super PGV, unbedingte Kaufempfehlung, 18/20 PBU Punkte:

Mövenpick beschreibt den Wein wie folgt:

Eine echte Trouvaille aus der renommierten Kellerei Capçanes

Tintiges Purpur mit violettem Schimmer. Vielschichtiges Fruchtbpuquet mit dezenten Kaffeenoten; Pfllaumen in allen Facetten und Blaubeerengelee, typische Montsant-Mineralik dahinter. Dichte Textur im brombeerigen Gaumen, gute Balance zwischen likörartiger Grenachesüsse und gut stützender Cabernet-Struktur, viel blaue und schwarze Frucht auch in der samtigen Mitte, begleitet von Lebkuchen und Mocca, zunehmend auch Korinthen, fülliger Gaumenfluss bis ins sanft ausklingende Finale.

Celler Cooperatiu Capcanes
Der Celler – ursprünglich eine aus der Not der 30er-Jahre entstandene Kooperative von fünf Winzerfamilien – geniesst heute in der Tat weltweit den Ruf als einer der Spitzenproduzenten Spaniens. Zurückzuführen ist das darauf, dass alle Winzer – gleichzeitig auch Gesellschafter – bereit sind, auch 100% Qualität zu liefern. Die nötigen Voraussetzungen für einwandfreies Traubengut sind gegeben, denn als Eingesessene verfügen sie selbst ü ber die absolut besten Reblagen der schmucken DO Montsant. Für Jancis Robinson ein wahres Schnäppchen («At such a low price, you can taste the same sort of earthy minerality as is evident)
Weitere Informationen finden Sie unter:  http://www.cellercapcanes.com/

 
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Bordeaux 2008, der letzte bezahlbare Grand Crus Jahrgang?

Am letzten Dienstag lud die “Union des Grands Crus de Bordeaux” ins Kongresshaus um den Jahrgang 2008 zu degustieren.

Ich war sehr gespannt auf den 2008 Jahrgang und wollte mir ein (Geschmacks-)Bild machen. Bevor nächstes Jahr der angeblich beste je produzierte Bordeaux präsentiert wird. Die Preise des 2009 Jahrgangs bewegen sich dank Spekulanten, die auf “Weinliebhaber” warten die jeden noch so absurden Preis für einen Wein bezahlen, in absurden Regionen. Ein 2009 Chateau Angelus kostet dreimal mehr als der 2008 (ist der Wein auch 3x besser, könnte man sich fragen?).In Anbetracht dieser Entwicklung wird der 2008-er der letzte bezahlbare Bordeaux bis zur nächsten Krise sein. Die Subskription des Jahrgangs 2008 ging mit der Finanzkrise einher und daher waren die Preise in einem verhältigsmässig günstigen Rahmen.

Bordeaux das grösste Weinanbaugebiet

Bordeaux das grösste zusammenhängene Weinanbaugebiet der Welt, mit über 4000 Weingüter ist sehr vielfältig. Beinahe alle Rotweine sind Cuvees (Weine aus verschiedenen Rebsorten). Der Hauptgurnd wieso im Bordeaux fast ausschliesslich Cuvees gibt, hat einen logischen Grund; die verschiedenen Rebsorten (Hautprebsorten sind Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Franc, Nebensorten sind Petit Verdot und Malbec) die angebaut werden haben verschiedene Erntezeitpunkt (Reifegrade). Die Trauben werden nacheinander reif und die Winzer haben weniger weniger Stress beim lesen und mehr Möglichkeiten bei der Assemblage. Auch wenn dies wenig romantisch tönt, werden aus diesem logischen Grund oft sehr komplexe Weine produziert:

Union des Grands Crus de Bordeaux

Seit 1973 haben sich 132 Chateaux aus den Anbaugebieten Medoc, Graves, Pessac-Léognan, Sauterns, Barsac, Saint-Emilion und Pomerol zu der Union des Grand Crus de Bordeaux zusammen getant um gemeinsam mehr Marketingstärke zu demonstrieren. Was ihnen auch gut gelungen ist.

Union-des-Grands-Crus-de-Bordeaux-2008

In Zürich haben nicht alle 132 Chateaux ihre Weine präsentiert. Eine eine repräsentative Anzahl hat es trotzdem ins Kongresshaus geschafft. Viele Weinhändler, Someliers, Journalisten und Bordeaux Freaks wurden eingeladen. Weisse Bordeaux, süsse Bordeaux (Sauterns & Barsac) und nätürlich die roten Bordeaux Weine waren vertreten.

Wie erkennt man das Potentiel eines Bordeaux

Generell gilt früher für die Crans Grus, dass die Weine nach ca. 15. Jahre erst ihr Potential zeigen und somit das Trinkfenster erst dann aufgeht. So fragte ich mich wie erkennt das ein Laie wie ich? Wie erkennt das ein Weinprofi? Ich ging auf Spurensuche:

Leider fand ich keine plausible und für mich logische Antworten, ich fand aber meist sehr gute Bordeaux Weine die zum Teil noch ihr Tannin etwas einbinden müssen (ahha, das könnte es sein?), viel Frucht in der Nase (ahha, noch in der Fruchtphase), zum Teil etwas alkaholisch waren (oder dass?) oder noch etwas grün (meisst wenn Cabarnet Franc im Spiel war).

Bewertung Bordeaux 2008

       
Crus De Pessac-Leognan PBU Punkte Nase Gaumen
       
Château Bouscaut 16.5 / 20 Reife dunkle Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
Château Pape Clément 17.5 /20 Dunkle Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
Château Smith Haut Lafitte 17 / 20 Dunkle Beeren, verhalten sehr harmonisch, leichte Tannine
       
Crus De Saint Emilion PBU Punkte Nase Gaumen
       
Château Figeac 18.5 / 20 Reife dunkle Beeren sehr harmonisch, leichte Tannine
Château Larmande 16.5 / 20 leicht nach Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
       
Crus De Pomerol PBU Punkte Nase Gaumen
       
Château La Pointe 16.5 / 20 etwas verhalten, rote Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
Château Petit Village 16 /20 etwas verhalten, rote Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
       
Crus De Moulis-en-Medoc PBU Punkte Nase Gaumen
       
Château Chasse-Spleen 16.5 / 20 leicht ‘Grün’ rote Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
       
Crus De Margeaux PBU Punkte Nase Gaumen
       
Château Brane-Cantenac 16.5 / 20 leicht verhalten, rote Beeren sehr harmonisch, leichte Tannine
Château du Tertre 17 / 20 Reife dunkle Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
Château Monbrison 16.5 / 20 leicht verhalten, rote Beeren sehr harmonisch, leichte Tannine
Château Rauzan-Ségla 18 / 20 leicht alkholisch, r.Beeren sehr harmonisch, leichte Tannine
       
Crus De Saint-Julien PBU Punkte Nase Gaumen
       
Château Beychevelle 17.5 /20 leicht alkholisch, r.Beeren sehr harmonisch, leichte Tannine
Château Langoa Barton 16.5 / 20 leicht verhalten, rote Beeren sehr harmonisch, leichte Tannine
Château Léoville Barton 15.5 /20 sehr verhalten sehr harmonisch
Château Léoville Poyferré 17.5 /20 leicht alkholisch, r.Beeren sehr harmonisch
Château Talbot 19 / 20 sehr komplex nach Beerren sehr harmonisch
       
Crus De Pauillac PBU Punkte Nase Gaumen
       
Château Clerc-Milon 18 / 20 leicht verhalten, rote Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
Château d’Armailhac 17.5 /20 leicht verhalten, rote Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
Château Grand-Puy-Ducasse 17 / 20 leicht alkholisch, r.Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
Château Lynch-Bages 18 / 20 Reife dunkle Beeren schon sehr ausbalanciert
Château Pichon-Longueville 18.5 / 20 sehr komplex nach Beerren schon sehr ausbalanciert
Château Pontet-Canet 17 / 20 leicht alkholisch, r.Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
       
Crus Saint-Estèphe PBU Punkte Nase Gaumen
       
Château de Pez 16.5 / 20 leicht alkholisch, r.Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
Château Lafon-rochet 17.5 /20 Reife dunkle Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
Château Ormes de Pez 18.5 / 20 Reife dunkle Beeren schon sehr ausbalanciert
Château Phélan Ségur 18 / 20 Reife dunkle Beeren sehr harmonisch, leichte verhalten

Pascal Burckhardt

     
 
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Resultat Blinddegustation: Plavac Mali, Rotwein Kroatien

Der Weinschiffeffekt……

Nachdem Pascal und ich uns an die Vorbereitung der Kroatien-Weindegustation machten, waren wir – wie schon im vorgängigen Artikel unschwer zu erlesen – bester Dinge. Doch es kommt bekanntlicherweise immer anders…

Doch der Reihe nach: Nachdem die von uns auf dem “Schiff” bestellten Weine wie abgemacht eingetroffen waren, bezw. abgeholt wurden, konnten die Einladungen zur Degustation versandt werden. Die Anmeldungen waren wie üblich bei “exotischen” Degustationen, eher dürftig. Sehr oft zu Unrecht (siehe Mallorca Degustation!). Es blieb bei einigen wenigen Degustatoren (zwei abgemeldeten Kranken) und sieben Flaschen Wein. Alle mit einer diebischen Freude jenen gegenüber, die es wieder einmal verpasst hatten etwas Schönes und Neues zu entdecken.
Von der Weinschiffprobe wussten wir, dass es sich um kräftige Weine handelt. Dem nachträglich schon fast als Entschuldigung zu interpretierenden Tipp des Händlers, es handle sich um “Essensweine”, haben wir versucht mit viel kräftigem Käse entgegenzusteuern. Wie üblich wurde von einem der Degustationsteilnehmer eine Reihenfolge getroffen, die der zu erwartenden Güte der Weine Rechnung trägt.

Plavac Mali Resultat Blindegustatione Rotwein Kroatien

Plavac Antunovic 2007, CHF 14.90, übereinstimmend sehr einfach aber noch ok. In der Nase sehr verhalten im Gaumen flach und kurz.  
Dubkovic & Barbic 2718, (Sonnenstunden im Jahr!) CHF 19.90, parfümierte Nase, Lavendel, nasser Bast, im Gaumen ausgewogen mit mittlerem Abgang.  
Postup Antunovic 2006, CHF 26.90, ausgeprägt dunkle Beeren, intensiv. Im Gaumen wässriger Fluss, wenig Struktur. 
Dingac Kiridzija 2006, CHF 39.90, verhaltene Nase, Bananen. Im Gaumen herb, flach. 
Postup Mare Mrgudic 2006, CHF 44.50, starke Gewü rznoten, intensiv, wiederum nasser Bast. Leicht bitterer Abgang. 
Zlatan Plavac “Barique” 2007, CHF 36.90, parfümiert, süss, weich, verschliesst sich nach einer Weile. Im Gaumen schöner Fluss, angenehm. 
Dubkovic & Barbic “Mevid” 2007, CHF 69.90, Anfäglicher Fehlton der sich aber verflüchtigt, ein Cocktail von verschiedenen Eindrücken die leider nicht so richtig zusammengehen. Im Gaumen besser, schöner Körper mit Potential für mehr…(?).

Fazit: Insgesamt enttäuschende Degustation in Anbetracht unserer hohen Erwartungen. Alle Weine sind in Ordnung und für jemanden, der sehr alkoholastige Weine liebt, möglicherweise eine Offenbarung. Von den degustierten Weinen fand ich persönlich den Zlatan Plavac Barrique 2007 gut und dem Preis halbwegs angemessen. Nur eben, auch hier, zum Preis von CHF 36.90 kommen mir dann doch noch ein paar andere schöne Weine in den Sinn.

Beim Dubkovic & Barbic 2718 und Dubkovic & Barbic “Mevid” 2007, ist übrigens der neue Schweizer „Master of Wine“ Ivan Barbic mit involviert. Beide Weine sind noch nicht in der Schweiz erhältlich.

Beat Schwengeler

Platz & Bild:Wein: Preis: SfrBewertung
20er
Bezugsquelle:
1Dubkovic&Barbic Mevid 200769.90
17Vallis-Aurea.ch
2ZLATAN PLAVAC BARRIQUE 200739.9016.5 Vallis-Aurea.ch
3Dubkovic&Barbic 2718 200919.9015.5Vallis-Aurea.ch
4Postup Antunovic 200626.9015.5Vallis-Aurea.ch
5POSTUP MARE MRGUDIĆ 200644.5015.5Vallis-Aurea.ch
6Plavac Antunovic 200714.9014.5Vallis-Aurea.ch
7Dingac KIRIDZIJA 2006 39.9014.5Vallis-Aurea.ch

PS: Der Weinschiff Effekt bedeutet, dass Weine welche auf dem Weinschiff gekauft wurden, sich zuhause plötzlich ganz anders präsentieren können .

 
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Bericht von der Expovina (Weinschiff) Zürich 2010

Dieses Jahr gab es für uns vor allem einen Grund die 57. Exopvina zu besuchen; die unmittelbar  bevorstehende “Weinheiten” Blinddegustation kroatischer ” Plavac Mali ” Weine.

Josip Blazevic / Maja Wildi

Josip Blazevic / Maja Wildi von Vallis Aurea

Also gingen Beat und ich direkt an den Stand 207 der Weinhandlung Vallis Aurea Schaffhausen, Frau Maja Wildi und Herrn Josip Blazevic führten uns freundlich und kompetent in die kroatische Wein-Kultur ein. Kroatien hat alle 5 Klimazonen im Land vereint, daraus ergeben sich auch sehr unterschiedliche Weine. Die Rotweintraube “Plavac Mali” wird hauptsächlich in der Region Dalmatien  angebaut. Wir probierten alle Qualitätsstufen vom einfachen Tischwein bis zum sehr komplexen Top Wein (mehr in der Blinddegustation vom 11.11.10). Die Weissweine welche in Slawonien und in Istrien angebaut werden ( Trauben:  Grasevian, Malvazija und Sauvingon Blanc), überzeugten und haben mich sehr an österreichische Weissweine  erinnert. Ich denke wir werden uns  2011 die Weissweine Kroatiens einmal näher unter die Lupe nehmen. Alle haben ein sehr gutes Preis/Genuss/Verhältnis (PGV) und sind hier noch völlig unbekannt, zu unrecht, wie ich meine.

Mein nächstes Ziel war der Divo Stand: Wo ich 2008 Chateuneuf-du-Papa, La Barroche Terroir, Ch & J Barrot (16 PB Punkte); 2007 Vacqueryras Vielles Vignes, Domaine la Monardiere (18 PB Punkte); 2008 Coudoule de Beaucastel (17 PB Punkte, mit Sfr. 20.80 ein super PGV), Don Tommaso 2006, Chianti Classico, Fattoria le Corti (17,5 PB Punkte), Cotinone 2005, San Severo di Puglia (16 PB Punkte). Wie ich erfahren konnte wird es bei Divo auch nach dem tragischen Tod von Herrn von Ritter weitergehen und es werden neue und spannende Weine einem gestraften Programm Platz machen.

Ein kurze Abstecher zu Boucherville wo mir der 2008 Saar Riesling von Van Volxem (schön knackig, 17 PBU Punkte) sehr gut gefallen hat.

Ein Halt bei Franz Huber; 2007 Malbec Reserva Tapiz (17.5 PBU Punkte)

Bei Bindella wollte ich mal den Malbec von Masi; Passo Doble 2008, Masi Tupunga

to (14PBU Punkte, eher ernüchternd) probieren, wo mir der 20

08 Torcicoda, Salento igt – Tomaresca (17.5 PBU Punkte und mit 19.00 ein super PGV) empfohlen wurde, daneben auch kurz anderen Weine von Masi probiert: Campofiorin, Rosso del Veronese 2007 ig (15 PBU Punkte), Brolo die Campofiorin, Rosso del Veronese igt (15,5 PBU Punkte) und Costasera, Amarone della Valpolicella classico doc (18 PBU Punkte).

Am Schluss noch zu Lusa Weine um die positive Entwicklung in Portugal zu überprüfen. Die Weine werden immerbesser hier eine kleine Auswahl: 2008 Estação, DOC Douro (14,5 PBU Punkte), 2007 Vale da Raposa Touriga Nacional (15.5 Punkte), 2008 Quinta da Gaivosa (18 PBU Punkte), 2006 Ortigão Grande Escolha, Reg. Beiras (17 PBU Punkte), 2006 Tinta Boa, DOC Lisboa (15.5 Punkte) und den 2006 Casaboa Touriga Nacional, Regional Lisboa (17,5 PBU Punkte). Im 2011 werden wir uns bei “Weinheiten” wieder dem Weinland Portugal mit seinen 317 autochthonen Rotweinsorten  widmen.

Leider war die Zeit zu kurz, so konnte ich nicht alle meine Lieblings – Weinhändler besuchen.  Mein Tipp für das Weinschiff, möglichst früh gehen, ab 17 Uhr wird es zu voll. Die Exopvina geht noch bis zum 18.11.2010 und ein Besuch lohnt sich.

Pascal Burckhardt

 
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