Category Archives: Weisswein

Weindegustation mit Kulinarische Begleitung – Mon 5. Dez 19:00 @ KunstKantine

Liebe Wein-Geniesserinnen, liebe Wein-Geniesser

Am Montag, 5. Dezember organisiert Fred Schaerling (ein Freund von Weinheiten) zusammen mit dem Winzer Gabriel Dussex (Cave du Chatillon, Wallis) eine Wein-Degustation bei “Fred” in der KunstKantine (Lessingstrasse 13, 8002 Zurich).

La Cave du Chatillon wurde 1997 gegründet, Gabriel Dussex stieg 2002 ein. Dieses Jahr hat er sich selbstständig gemacht und die Cave übernommen.

Fred ist begeistert von Gabriels Arbeit, von seiner Einstellung und seinem Geschmack für Wein und gutes Essen. Daraus entstand die Idee, zusammen etwas zu machen und diesen Anlass mit Euch zu teilen.

Gabriel wird uns folgende 9 ausgewählte Weine (4 weisse, 4 rote und 1 Süsswein) vorstellen und kommentieren, und Fred wird sich ,um die mit den Weinen, abgestimmte kulinarische Begleitung kümmern:

* Petite Arvine
* Humagne Blanche
* Païen (Heida, Savagnin)
* Marsanne (Hermitage)
* Syrah
* Cornalin 
* Merlot 
* 3 Suisses Rouge (assemblage) 
* Fendant doux

Die Weine werden von Gabriel offeriert.

Für die sonstige Umkosten verlangen wir einen Beitrag von 40 CHF pro Person. Wir freuen uns auf eure Anmeldung per Email bis am 30. November. Plätze sind beschränkt, also beeilt euch, first-come-first-served. 

Dieser Abend zeigt in die neue Richtung von Weinheiten; Wein im Kontext mit Essen zu entdecken. Wir hatten schon mal einen genussvollen Abend mit Fred und den Genfer Weinen.

Prost,  Pascal Burckhardt

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Resultat: Blinddegustation Chablis

Als ich auf der Suche nach Chablis Weinen durch die Weingeschäfte streifte, viel mir auf, dass dieser Typ Wein offensichtlich ganz schön aus der Mode gekommen ist. Meistens werden Erzeugnisse nur eines Weingutes mit je einem Chablis AOC und

einem Chablis Premier Cru angeboten. Gezwungenermassen beschränkten wir uns auf diese zwei Qualitätsstufen. Die Preisspanne lag zwischen Sfr.11.- und Sfr.32.-. Grand Cru’s kosten so um die Sfr. 50.- aufwärts.

Mein Kurzfazit: Die degustierten Chablis sind nur für Liebhaber traditioneller Weissweine zu empfehlen. Das Preis/Genuss Verhältnis ist leider eher ungünstig. Der Wein von Denner ist nicht schlechter als die zum Teil massiv teureren Konkurrenten, somit die günstigen Sfr.11,25 mehr als wert!.

Prost Pascal Burckhardt

 

Bild:Wein: Preis: SfrBewertung
20er
Bezugsquelle:
1Chablis Premier Cru 2008 Domaine Vrignaud31.50
16Mövenpick Wein, Schweiz
2Chablis Premier Cru 2009 Samuel Billaud26.8015Brancia, Zürich
3Chablis AOC 2010 Domiane Marguerite Charillon11.2516Denner, Schweiz
4Chablis AOC 2008 'Le Classique' Pascal Bouchard19.9014.5Kummer Weine, Zürich
5Chablis AOC 2009 'Terroir de Courigis' Patrick Piuze22.9013.5Globus, Schweiz
6Chablis Premiere Cru 2008 'Les Vaillon' Domaine Long-Depaquit29.8017Coop, Schweiz

 

 

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Chablis, Weisswein, Frankreich – Blinddegustation vom 15. September 2011

Chablis ist keine Weintraube wie viele meinen, sondern eine Gemeinde des französischenn Departement Yonne. Es ist das nördlichste Weinbaugebiet des Burgunds, in dem fast ausschliesslich Chardonnay angebaut wird.

 

Der erste Chardonnay den ich trank, war ein fruchtiger Chablis, trocken und mit einer erfrischenden Säure. Ich war sehr angetan.

Nicht zu vergleichen mit den überholzten, fetten Übersee Chardonnay welche uns in den 90er Jahren überflutetet haben und den Ruf Chardonnay eher in “Verruf” brachten.

 

Ich freue mich auf die Blinddegustaton vom 15.9.11 / 20:00 im Weinkeller Stüssihofstatt 11. 8001 Zürich (Anmeldung bis 13.9.11, Platzzahl beschränkt) auf fruchtige, trockene Chardonnay’s mit einer erfrischenden Säure.

Gruss Pascal Burckhardt

 

Mehr Infos zu Chablis:

http://de.wikipedia.org/wiki/Chablis

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Resultat: Blinddegustation Petite Arvine

Das grosse Interesse für Schweizer Weisswein hat sich auch an der Anzahl der vielen Anmeldungen wieder gespiegelt. Petite Arvine gehört wohl nicht nur zu meinem Lieblings Weissweinen. Wir waren alle gespannt auf die Weine welche uns das “Fletschhorn” ausgesucht hatte. Ich habe noch ein Wein vom Coop mit eingebaut.

Für viele Degustanten/innen waren die Weine zu warm, wir hatten sie auf 13 Grad gekühlt, was wohl eher die obere Temparaturgrenze darstellt. Das Spektrum der Weine war breit und interessant. Die einen waren auf der frisch – knackigen, die anderen mehr auf salzig – fetten Seite. Die Durchschnittsbewertung zeigt sich sehr ausgeglichen, spiegelt jedoch in keiner Weise die Polarität der Eindrücke und Meinungen der Degustierendenen wieder. Am Beispiel von 2 Weinen möchte ich das kurz erläutern: Der Cave Saint Mathieu 2008 von Jean-Louis Mathieu wurde mit 13.5/20 bis 19/20 Punkte bewertet und der Petite Arvine Bibacchus 2010 mit 14/20 bis 18.5/20 Punkten bewertet. Mit persönlich haben beide auf ihre Art sehr gefallen und waren meine Favoriten.

Fazit: Eine sehr interessante Rebsorte, die spannende, vielfältige Weine auf hohem Niveau verspricht. Die Preisspanne ist angesichts der durchweg guten Qulitäten erstaunlich.

Prost Pascal Burckhardt

Bild:Wein: Preis: SfrBewertung
20er
Bezugsquelle:
1Petite Arvine Chamoson 2009 Simon Maye&Fils 39.00
16Simone Maye & Fils
2Petite Arvine Les Bernunes Sierre 2009 Nicolas Zufferey36.0016Fletschhorn
3Petite Arvine de Leytron 2009 Gilbert Devayes29.5016Fletschhorn
4Petite Arvine Cave Saint Mathieu 2008 Jean-Louis Mathieu
31.0016.5Mathieu Vins
5Petite Arvine de Chamoson 2009 Jacques Rémondeulaz & Fils 29.5016
Cave La Bacholle
6Petite Arvine Savièse Octoglaive 2009 Stéphane Reynard & Dani Varone26.0016.5Domaine Cornulus
7Valais AOC Petite Arvine Bibacchus 201014.9016.5Coop
 

Bericht von Jean Francois Guyard.

Wenn es sich darum handeln würde, die beste und zugleich spannendste Rebsorte der Schweiz auszuwählen, könnte die Wahl ausschliesslich auf eine einheimische Spezialität fallen. Obwohl die Weine, welche aus Syrah, Pinot Noir oder Merlot gewonnen werden, auch grossartig sein können, besitzen die Weine aus den Traubensorten Petite Arvine, Amigne, Completer, Humagne oder Cornalin genauso viel Charakter und Eigenständigkeit wie die Eidgenossen selbst. Nicht zuletzt darf hervorgehoben werden, dass ein unbestreitbarer Vorteil der wirtschaftlichen Globalisierung darin besteht, dass ein nicht zu unterschätzender Teil der Bevölkerung der dadurch betroffenen Länder ein wachsendes Interesse für exklusive Produkte zeigt. Es betrifft die verschiedenen Salzarten genauso wie den Wein, die Rinderrassen genauso wie die Rebsorten. In diesem Kontext darf die Schweiz stolz darauf sein, nicht zwangsläufig dem westlichen Nachbarland nachzueifern, sondern sich vor allem auf Winzer zu verlassen, welche den Ausdruckreichtum unserer einheimischen Rebsorten voll und ganz zur Geltung bringen.

In diesem Sinne gehört die Petite Arvine eindeutig zu den Schweizer Spezialitäten. Im Rahmen ihrer monatlichen Verkostungen setzten sich die Mitglieder von Weinheiten dafür ein, eine Degustation einer Selektion dieser Rebsorte durchzuführen. Sieben ausgewählte Erzeugnisse wurden durch 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verkostet und bewertet. Die Ergebnisse gaben Anlass zu vielen angeregten Diskussionen. Die sieben Weine wurden alle mit zwischen 16 und 16.53/20 bewertet. Die Meinungen/Bewertungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren aber so breit gestreut, das es bei der Durchschnittsbewertung keinen überlegenen Sieger gegeben hat.

Petite Arvine Chamoson 2009 Simon Maye&Fils

Das Weingut, dessen Syrah 2001 November 2007 durch die berühmte Grand Jury Européen ausgezeichnet wurde, gehört zu den Walliser Klassikern.

Die klare, sehr hellgelbe Petite Arvine de Chamoson enthüllt zunächst eine zurückhaltende Nase, welche sehr viel Luft verlangt. Gewisse Teilnehmer der Verkostung befanden einen leichten Stinker, welcher allerdings mit der Zeit durch ausgewogene, salzige aber auch relativ kräftige Aromen von Rhabarber, Äpfeln und Zitrus ersetzt wird. Ein Teilnehmer findet sogar Noten weisser Rosen. Im dichten, ja sogar öligen und extraktreichen Gaumen gefällt die typische Salzigkeit, welche sich mit der Restsüsse ausgleicht. Der Abgang zeigt sich lang und fruchtig. Die alkoholische Note wird sich mit der Zeit schön einbinden und der Wein dürfte sehr schön altern können. Aktuell spielt dieser Wein mehr mit seinen Muskeln als mit der vorhersehbaren Finesse. Noch mindestens fünf Jahre warten. 17/20.

Petite Arvine Les Bernunes Sierre 2009 Nicolas Zufferey

Es dominieren delikate und kompakte Aromen von Ananas und Zitrus. Was allerdings dadurch gestört wird, dass die Nase sehr viel Zeit beansprucht, bevor sie ihre Harmonie findet. Zwischenstadien von animalischen Noten bis zu Kräutern und Pfeffer. Also im Voraus dekantieren oder warten. Im harmonischen, körperreichen, leicht prickelnden Gaumen gleichen sich die Restsüsse, die (bereits in der Nase merkbare) Salzigkeit und die Säure sehr schön aus und verleihen dem Wein sogar eine gewisse exotische Note. Frische Fruchtnoten ergänzen das Bild. 17/20.

Petite Arvine de Leytron 2009 Gilbert Devayes

Gilbert Devayes gehört zu dieser Kategorie besonders begabten Winzern, welche zu noch mehr Erfolg in der Deutschschweiz gelangen dürften, als es schon der Fall ist. Seine Petite Arvine de Leytron (eines der besten Terroirs der Weinbauregion Wallis) 2009 braucht sehr viel Luft und/oder Zeit, um zunächst ihren animalischen Charakter zu bezwingen (ein Teilnehmer findet ihn nach Gummi riechend), um dann Rhabarber, Mirabellenkompott, Zitrus, Subtilität und Komplexität zu offenbaren.

Der Gaumen zeigt sich mineralisch, salzig, leicht bitter und bietet schöne pfeffrige Noten. Der Abgang wirkt mittellang. 17/20

Petite Arvine Cave Saint Mathieu 2008 Jean-Louis Mathieu

Bei diesem Wein gingen die Meinungen stark auseinander. Die einen fanden ihn grossartig, die anderen konnten nichts damit anfangen. Zitronengelbe Farbe. Das mineralische und relativ subtile Bouquet bietet nicht nur Graphit, sondern auch Ananas, Mirabellen, Rhabarber und ein Hauch feuchtes Gras. Vielleicht sogar Limetten. Eine Teilnehmerin findet Noten von Veilchen und von Maiglöckchen. Im Gaumen fällt eine geniale Säure zunächst auf, welche darauf hindeutet, dass der Wein schön altern könnte. Honig, Petrol, eine grüne Note bilden seine aromatische Palette. Im Weiteren scheint die Salzigkeit den Körper umzuhüllen. Langer Abgang. Leider wirkt dieser Wein nach einer Weile eher Belanglos, ohne sich von der grossen Masse abheben zu können. 15/20

Petite Arvine de Chamoson 2009, Cave La Bacholle, Jacques Rémondeulaz & Fils

Der Winzer hat eindeutig die Grenze des Machbaren aus seinen Reben herausholen wollen. Auch wenn dieses Resultat (glücklicherweise) nicht überreif geworden ist, so darf gefragt werden, ob es das Ergebnis eines glücklichen Zufalls war. Dennoch bereitet dieser Wein viel Spass.

Sein Bouquet duftet nach Honig, Pollenblüten, Äpfel und Birnen, frischen Früchten und wirkt relativ exotisch, wobei es zugleich sehr viel für die Zukunft verspricht. Dennoch sollte nicht zu lange gewartet werden, das Risiko einer oxydativen Entwicklung besteht. Im ausgewogenen, kompakten, dennoch alkoholischen, aber auch relativ frischen Gaumen lassen sich die Salzigkeit (ähnelt Meersalz), die Säure und eine nicht zu unterschätzende Süsse klar erkennen. Ein Teilnehmer findet den Gaumen flach vorne und kurz hinten. Eine unerwartete und untypische Petite Arvine, welche im Abgang Eindrücke von „Alcool à brûler“ oder von Whisky hinterlässt. 16/20

Petite Arvine Savièse Octoglaive 2009 Domaine Cornulus

Mit diesem Wein bezeugen Stéphane Reynard & Dani Varone ein Mal mehr ihr beneidenswertes Können. Es stimmt allerdings auch, dass die Weinreihe Octoglaive für ihre ausserordenliche Rasse berühmt ist. Eine umwerfende Komplexität offenbart sich in der Nase. Etwas mineralisch, etwas verhalten und elegant, etwas Süsse, Lakritzewurzel, weisser Pfeffer, Kiwi, ja sogar Artischocken. Im tiefen, frischen und ausgewogenen Gaumen fällt die geringe Kohlensäure auf, welche darauf hindeutet, dass der Wein viel zu jung ist. Unbedingt warten! Grossartige Süsse, ein straffer Wein mit einer tollen Mineralität und einer guten Säure. Das Finale zeigt enorm viel Kultur. Kaufen! 17/20.

Petite Arvine Bibacchus 2010, Les Celliers de Sion (Varone & Bonvin)

Dieser Wein bildete die Falle der Verkostung und teilte die Meinungen auf spannender Art. Am Ende der Verkostung fragten sich die Erfahrenen Verkoster, wie sie es geschafft hatten, den Wein so hoch zu bewerten… Verhaltenes Bouquet mit etwas Süsse und einem exotischen Charakter. Feuchtes Gras und Blüten ergänzen das Bild. Im ausgewogenen, nach Aprikosen schmeckenden, fleischigen Gaumen fällt die Kohlensäure auf. Der mineralische Körper zeigt sich dicht und ziemlich kompromisslos. Eine geniale Säure begleitet das Ganze und spielt mit der Süsse wunderschön zusammen. Ein Teilnehmer bezeichnet diesen Wein als künstlich ausgebaut. 18/20.

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Resultat: Blinddegustation Zypern

Die Zypern Wein Blindegustation war eine Entdeckung. Den Anfang machten zwei Weissweine der autochthonen Traubensorte “Xynisteri”, welche Aromen von Blumen, Zitrusfrüchten und Steinobst in unsere Nasen zauberte. Mich hat ihre Frische und Knackigkeit sehr positiv überrascht. Die Rotweine, welche zum Teil mit der autochthonen Sorte ”Maratheftiko” gemacht wurden, hatten Noten von frischen Kräutern, präsenten Tanninen, gepaart mit langem Abgang. 

Die grösste Überraschung war der Dessertwein Commandaria St. Nicholas 2000 (Assemblage aus Xynisteri und Mavro ) ein echter Burner, für Dessertwein Liebhaber. Die Legende besagt Jesus hätte den Wein zum Abendmahl mit seinen Freunden getrunken.

Wenn dem so ist, hat er etwas von Wein verstanden! Das Preis/Genuss Verhältnis ist Top. Den Wein muss man probiert haben.

Prost Pascal Burckhardt

  

Bild:Wein: Preis: SfrBewertung
20er
Bezugsquelle:
1Weisswein: Petritis 200817.50
15.50Paphos Wein
2Weisswein: Zambartas Xynisteri 201020.0016Paphos Wein
3Rotwein: Vlassides cabernet 200723.0017Paphos Wein
4Rotwein: Vlassides Shiraz 2008
22.0016Paphos Wein
5Rotwein: Tsiakkas Vamvakada Maratheftiko 200530.0017Paphos Wein
6Rotwein: Aes Ambelis Omiros Maratheftiko 200738.5016Paphos Wein
7Rotwein: Aes Ambelis Omiros Syrah 200622.0016Paphos Wein
8Rotwein:Zambartas Shiraz-Lefkada 200834.0016Paphos Wein
9Süsswein: Commandaria St. Nicholas 200030.0018.50Paphos Wein
 

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Petite Arvine, Weisswein, Schweiz, Blinddegustation vom 7. Juli 2011

Am 7. Juli 2011 findet unsere Petite Arvine Blinddegustation statt, mit einer Selection des Sommeliers Charlie Neumüller (Sommelier des Jahre 2009), vom Hotel – Fletschhorn, Saas Fee

Ich freue mich auf die Blinddegustation, die Petite Arvine Weine gehören zu meinen absoluten Lieblings Schweizer Weissweinen.

Bitte bis am 5. Juli über das Kontaktformular anmelden.

Gruss Pascal Burckhardt

Informationen zu Petite Arvine

Herkunft

Die Petite Arvine ist eine sehr alte autochtone Rebsorte. Ampelographen konnten auch mittels Genanalysen keine Verwandtschaft zu anderen Rebsorten feststellen. Die Herkunft ist unbekannt. Der aus dem Lateinischen abgeleitete Name bezieht sich möglicherweise darauf, dass die Rebe über das savoyische Arvetal ins Wallis gelangte. Ob die Römer die Rebe ins Wallis brachten ist eine Vermutung. Ebenso ist die Meinung, die Petite Arvine sei vom Wallis ins Aostatal gebracht worden eine Vermutung.

Die mit ihr nicht verwandete Sorte Grande Arvine wurde aufgegeben. Deshalb wird of die Kurzform «Arvine» verwendet.

Verbreitung

Petite Arvine wird im Wallis und im angrenzenden Aostatal in Italien angebaut. Im 19. Jahrhundert wurde die Rebsorte vor allem in der Region von Martigny und Fully angebaut. Kleinere Bestände gab es aber im ganzen Kanton. Als heikle Sorte musste sie robusteren Sorten wie der Chasselas weichen. In den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts wurde sie gerademal auf 14 Hektaren gepflegt. Erst mit der Überproduktion an Fendant in den Jahren 1982 und 1983 haben sich Winzer auf die Alte Sorte besonnen. Gleichzeitig begannen sich vom Massenwein gesättigte Weinliebhaber für Spezialitäten zu interessieren. Heute beträgt die mit Petite Arvine bestockte Fläche im Wallis bei 150 Hektaren.

Eigenschaften

Die Petite Arvine ist einen Mimose unter den Rebsorten. Sie wächst nur auf allerbesten sonnigen und windgeschützten Terrassen-Lagen. Diese dürfen aber nicht allzu trocken sein. Sie bevorzug magere Böden und reagiert sehr sensibel auf Herbizide. Die Rebsorte treibt früh aus, reift aber fast als letzte innerhalb des Rebsortensortiments des Wallis, 20 bis 30 Tage nach dem Chasselas. Ihr Vegetationszyklus ist sehr lang. Die walzenförmigen Trauben tragen kleine, runde Beeren mit dünner grünlich-gelber Haut. Meist erbringt die Petite Arvine ein Mostgewicht von 95 bis 110 Grad Öchsle. Ihr feines, schmelzendes und delikates Beerenfleisch verleiht dem Wein eine unnachahmliche Typizität.

Weintyp

Die im Wallis heimische Petite Arvine ist eine rare und kostbare Perle. Aus ihren Trauben werden seit dem Jahr 1602 begehrte Spezialitäten gekeltert. Die Petite Arvine ergibt trockene, hellgelbe und überaus feine Weine. Sie duften nach Glyzinienblüten und Honig, rosa Grapefruit, Limone und Ananas. Vollreif geerntet erinnert der Duft an Rhabarber. Im Gaumen wirken die Weine lebhaft, gar rassig mit leicht salzigem Nachgeschmack.

Aus Petite Arvine werden aber auch ausgezeichnete Dessertweine, in der Art einer Trockenbeerenauslese, mit den Aromen von Zitronenfrüchten und Ananas gekeltert. Dieser Wein kann schon in seiner Jugend getrunken werden, besitzt aber auch ein gutes Alterungspotential.
In besonderen Jahren entwickeln die Trauben Edelfäule (Botrytis). Diese Süssweine duften leicht nach Pilzen und Safran. Süssweine aus edelfaulen Trauben, die in Barriques ausgebaut werden, gelangen mit dem Label «Nobilis» auf den Markt.

Quelle www.weinlandschweiz.ch

Interessanter Artikel des Tagesanzeiger zu Petit Arvine

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Zypern Weine; Blinddegustation am 16. Juni 2011

Weinheiten erweitert seinen Horizont um eine Insel, diesmal möchten wir ein paar Weine von Zypern degustieren, natürlich blind.

Wir werden neben Weisswein, Rotwein auch Süsswein probieren um so einen kleinen Überblick zu bekommen.

Wein Informationen zu Zypern:

Zypern ist eine der ältesten Weinquellen der Welt; nur schon aus historisch-kulturellen Gründen ist die dritt grösste Insel des Mittelmeeres eine Entdeckung wert. Zudem: eine der grössten zusammenhängenden Regionen, die reblausfrei ist, die Reben sind nicht aufgepfropft, sondern wurzeln mit ihren Originalwurzeln im kargen (Kalk- und Lava-)Boden. – Auf  Zypern (seit tausenden Jahren kulturell mit Europa verbunden, seit 2004 EU-Mitglied) finden sich die höchsten Rebberge Europas (nicht im Wallis): sie erstrecken sich bis auf 1‘500 m ü.M. – Die Bedingungen auf diesen Höhen sind hart (Schnee im Winter, auch im Sommer hohe Tag-/Nacht-Temperaturabsenkungen), so gibt es eine natürliche Ertragsbeschränkung: Zypern produziert auf der gleichen Rebfläche wie die Schweiz nur etwa 1/3 Traubengut im Vgl. zur CH. – Spannende, uralte einheimische, autochthone Rebsorten wie u.a. die weisse Xynisteri und die rote Maratheftiko werden angebaut. – Hier findet sich auch eine ökologisch vielfältige Reblandschaft, wie sie nicht mehr oft vorkommt.

Handlese ist gefragt. Weiter ist das Klima so hervorragend, dass kaum Chemie eingesetzt werden muss (nur 2-3 Mal pro Jahr wird in den Reben gespritzt; im Keller wird sehr zurückhaltend Schwefel eingesetzt, die Weine haben Schwefelwerte unter den EU-Limiten für Bio-Weine). – Zwar weit auf südlichen Breitengraden, aber hoch in den Bergen werden entdeckungswerte Weine gekeltert, die wie so oft im Süden recht hohe Alkoholwerte aufweisen, die aber – gerade wegen der Höhenlage der Rebberge – nie schwerfällige Gewächse sind, sondern eine elegante Struktur aufweisen und sehr bekömmlich sind. Zudem sind die Weissweine frisch, fruchtig und haben eine gute Säurestruktur. – Es gibt neue Geschmacksrichtungen zu entdecken, eigenständige, naturnah produzierte Weine abseits des weltweit standardisierten (Techno-) Weinmeeres.

Bei Interesse für eine Teilnahme  unter Kontakt bis am 13. Juni anmelden. (Datum wurde verschoben, da der Weinreferent seine Termine ändern musste)

Gruss Pascal Burckhardt


 

 

 

 

 

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Daily Grape: Gary Vaynerchuk neustes Kind

Gary Vaynerchuk hat es endlich zu Folge 1.000 der Wine Library TV gebracht! Es ist eine erstaunliche Fahrt seit jenem Tag im Februar 2006 mit Gäste, überraschend (und manchmal schreckliche) Weine, sowie eine Menge von Jets (nur was die Amis verstehen) zu sprechen.  Heute liegt der Schwerpunkt ein riesiges Dankeschön an alle, die diesesVayniacs Gemeinschaft … und eine große Ankündigung: Daily Grape heisst sein neustes Projekt welches als iPhone App gibt und uns mehr Gary bringen wird und Gary mit einem neuen bezahl Newsletter ein neues Kapitel im Internet Wein Marketing aufgeschlagen wird.

Daily Grape:

In dieser ersten Episode der Daily Grape, ist Gary Vaynerchuk vor Ort auf dem SXSW in dem Flaggschiff  Store:  Whole Foods Show in Texas. Zusätzlich erklärt er das Konzept von Daily Grappe und degustiert er zwei wertorientierte Bordeauxvon der Kritik gefeierten Jahrgang 2009 .

Wir sind gespamnt wie sich das entwickelt.

Gruss Pascal Burckhardt

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Trentino: TrentoDOC, Teroldego & Grappa

Anlässlich der “Trentino Wine Tour 2011″ wurden Beat und ich zum Presse – Lunch ins Restaurant Metropol in Zürich eingeladen. Schon vor einem Jahr hatten wir das Vergnügen im Grand Hotel Dolder die spannenden Weinerzeugnisse dieser italienischen Region zu degustieren. Die Einlandung nahmen wir deshalb sehr gerne an!

Trentino

Trentino

Zum Apero und zur Vorspeisse kredenzte der Sommelier Nicola Mattana von Bunovini 3 herrliche, aber sehr unterschiedliche TrentoDOC.  Unter TrentoDOC versteht man den nach traditionellem Flaschengärungsverfahren hergestellten Trentiner Schaumwein. Giulio Ferrari arbeitete ab 1906 im Trentino als erster nach dieser Methode. Auch heute steht das Haus Ferrari mengen – aber auch renomméemässig an erster Stelle der Trentiner Sekthersteller.

Mittlerweile ist jedoch die Sektherstellung zu einem tragenden Pfeiler der Weinwirtschaft geworden. Chardonnay, Pinot Blanc und Pinot Noir dienen als Grundwein zur Sektherstellung. Strenge Vorschriften und Kontrollen stellen die Einhaltung der hohen Qualitätsstandarts sicher. Geregelt sind ausser der Zulassung der erwähnten drei Rebsorten, die minimale Lagerzeit (24 Monate, wovon 18 auf der Hefe in der Flasche).

Zum Hauptgang wurden 3 Teroldego Rotweine degustiert. Die autochthone rote Trentiner Rebsorte Teroldego ist neben der Rebsorte Marzemino die Hauptrotweinsorte und  wird erstmals im 15. Jh. urkundlich erwähnt. Eine genetische Verwandtschaft besteht zu Lagrein und dem Marzemino. Das Hauptanbaugebiet liegt in der Piana Rotaliana (auch Campo Rotaliano). Die Weine haben, entgegen dem Trend, einen nicht zu hohen Alkoholgehalt, sind aber doch sehr ausdrucksstark. Mir haben sie sehr gemundet.

Zum Dessert wurden noch 3 Grappa gereicht, welche ich mehr mit meiner Nase erforschte und bei zweien eine angenehme Würznote endeckte (Pili Giovanni Diest Trentino Grappa Gewürztraminer und G. Bertoganolli Dist. Trentino Grappa Koralis) , welche ich auf den Gewürztramminer Trester zurück führe.

Fazit: Das Trentino kann mit seinen wundervollen Weinen ein Essen in Perfektion begleiten.

Gruss Pascal Burckhardt

PS: Das Essen (Kartoffelgnocchi mit  Jakobsmuscheln, Kalbsfilet mit Gemüse-Bouquet und Capaccino Panna Cotta mit Schokoladne-Trüffel-Eis) war auf einem den Weinen ebenbürtigen Niveau.

Wein Nr.Wein:Bezugsquelle:Preis:Notize:
TrentoDOC
1Cesarini Sforza Spumanti TrentoDOC 2006noch kein Weinhändler in der SchweizSfr. 16.00 - 21.0080% Chardonnay, 20% Pinot Noir - 48 Monate auf der Hefe - Feine Hefe Note - 17 PBU Punkte
2Methius Riserva 2005 Trentodoc noch kein Weinhändler in der SchweizSfr. 22.00 - 27.0060% Chardonnay, 40% Pinot Noir - 60 Monate auf der Hefe - Chardonnay mit Hefe Note - 18 PBU Punkte
3Ferrair Fi.lli Llunelli Perle Rose 2005 TrentoDOCGastrovin Sfr.68.0080% Chardonnay, 20% Pinot Noir - 60 Monate auf der Hefe - Feine Hefe Note, rund und elegant - 17.5 PBU Punkte
Teroldego 100%
4Endrizii Az. Vin. Teroldego rotalino D.O.C Superiore 2008Rutishauser AGSfr. 24.80Nase: reife Bananen - 16.5 PBU Punkte
5Donati Marco Az. Agr. Teroldego rotalianao D.O.C Sangue die Drago 2008noch kein Weinhändler in der SchweizSfr. 22.00 - 27.00Nase: reife Bananen - rund 17 PBU Punkte
6Villa Corniole Az. Vin. Teroldego rotaliano D.O.C. 7 Pergole 2004noch kein Weinhändler in der SchweizSfr. 22.00 - 27.00Reife Früchte, komplex, hervorrangender Wein, 18.5 PBU Punkte

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Bericht von Dia Del Vino 2011, Teil 1: Weisswein Verdejo

Der Spanische Weintag 2011 im Kongresshaus, Zürich starte für mich mit einer von David Schwarwälder geführten Degustaion von 12 Verdejo Weine von der D.O. Rueda mit unter dem Motto ‘Verdejo-Weine in Ihren verschiednen Stilen”

Früher wurden stark oxidierte sherryartige Weine aus Verdejo hergestellt. Die neue Geschichtsschreibung beginnt in den 1970er Jahren , als der bekannte Weinerzeuger Marqués de Riscal (aus der Rioja) ein Gebiet für den Anbau von Weißweinen mit hohen Qualitätsanforderungen suchte.

Geschichte der Verdejo:

Die Önologen von Riscal wurden in Rueda durch den französischen Professor Émile Peynaud auf die Rebsorte Verdejo aufmerksam und erkannten das gewaltige Potential dieser Traube bei modernem Weinanbau. Durch neue Techniken wie dem schnellen Transport der Trauben zum Keller sowie dem Pressen der Trauben unter einem Schutzgaspolster konnte die überragende Frische des Mosts konserviert werden. Die Traube ist extrem sauerstoffempfindlich, also wird sie wegen der Kälte nachts gelesen, wenn hohe Qualitäten erreicht werden müssen. Verdejo sollte meist jung getrunken werden; Top-Qualitäten haben ein gutes Gerüst zum Reifen und entwickeln nach einigen Jahren in der Flasche einen nussig-cremigen Charakter.

Wein Nr.Wein:Bezugsquelle:Preis:Notize:
Die Versierten Techniker
1"Palacio de Bornos" Verdejo Rueda DO 2010Obrist SASfr. 10.85Gutes PGV - 14.5 PBU Punkte
2Verdejo Martivilli 2010 Vinothek SüdSfr. 13.50OK, etwas kurz - 14 PBU Punkte
3Protos 2010 D.O.RuedaGustomoindial GmbhSfr. 12.00Sehr süffig - 14.5 PBU Punkte
4Rueda DO
Trascampanas Verdejo
GerstelSfr. 14.00Modern gemacht - 14.5 PBU Punkte
5Ermita VeracruzCasa Del VinoSfr. 17.50Frischer Wein - 15 PBU Punkte
6Hermandos Lurton 2010Mavina S.A.Sfr. n.B.Schön im Gaumen - 15.5 PBU Punkte
Die Terroir Künstler
7Oro De Castillia 2010Cava HipaniaSfr. 13.00etwas zu Kurz - 14 PBU Punkte
8Villa Narcisa 2010Zweifel WeineSfr. 15.50etwas zu Kurz - 14 PBU Punkte
9Martin Sancho 2009Fusters's Wy-BudeSfr. 12.50Schon etwas Petrolig - 14.5 PBU Punkte
10Cuatro Rayas Viñedos Centenarios 2010Vinothek SanteSfr. 13.50Schöne Fenchelnase - 16 PBU Punkte. Super PGV
11Verdejo Clavidor, Rueda, DO 2009Cantina Del MulinoSfr. 12.00Schon etwas Petrolig - 14.5 PBU Punkte
12

"Montesol" Verdejo DO Penin 2010Jeggli WeineSfr. 13.80Knackig und Firsch - 15 PBU Punkte

Bemerkung:

Eine sehr intressante Degustation. Die Weine sind nicht so komplex wie Riesling. Angenehme Säure und voll im Mund. Sie sollten auch eher Jung genossen werden. Bei den 2 2009 hat man schon eine leichte ‘Petrol’ Note bemerkt. Super Weine für den Sommer. Meist sehr knackig und frisch: Pfirsich und zum Teil eine Fenche Note in der Nase.

Alle Weine haben ein gutes PGV. Der Sommer kann also kommen.

Gruss Pascal Burckhardt

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