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Klaus Reben Info: Blüten – Drosophila suzukii im Rebbau Empfehlungen 2016

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Pinot R(h)ein – Vertikale 2006-2013 – grosses Pinot Kino!

Pinot R(h)ein, ein Projekt von 4 engagierten Weingüter aus dem Bündner Rheintal. Genauer gesagt sind das Weingut Hansruedi Adank, St. Luzi, Fläsch Hanspeter Lampert, Weingut Heidelberg, Maienfeld, Ueli und Jürg Liesch, Weingut Treib, Malans und das Weingut Cicero, Zizers mit Uwe Schneider (das Weingut Cicero ist bis zum Jahrgang 2014 Teil des Projekt). Das erklärte Ziel ist das Terroir des Jungen Rhein mit einem ausserordentliches Cuvée aus den besten Pinot Noir Barriques in R(h)einkultur zu einem Wein pro Jahr zur vereinen.

Pinot R(h)ein - Die Winzer

Die Idee und die Geschichte

Am Anfang standen befreundete Winzer und ihre gemeinsam geteilte Leidenschaft für Beruf, Terroir und ihre Weine. Und es verband sie die Faszination für die Tiefgründigkeit und Finesse des Pinot Noirs.

Gemeinsam degustierten sie, diskutierten sie und brachten sich auf neue Ideen. Und irgendwann stand die Frage im Raum: Wie wäre wohl ein Wein, der aus den besten ihrer Pinots zu einem reinen und langlebigen Wein assembliert würde?

Die Regeln

Die Grundlage des Pinot R(h)eins bildet je ein Ausnahme-Barrique aus jedem Weingut. Die Winzerfreunde setzen sich selbst strenge Richtlinien:

  • Der Ertrag liegt bei nur 3.5 dl pro Quadratmeter und orientiert sich dabei an den besten Weinen aus dem Burgund.
  • Die Assemblage wird für 12 Monate in ein- oder zweijährigen Barriques gelagert.
  • Die Barriques enthalten ausser dem notwendigen Schwefel nichts als Pinot Noir.
  • Das Resultat ist Vielfalt und Vielschichtigkeit. Eine langlebige Assemblage, die vielleicht besser ist, ganz bestimmt aber anders als alle ihre Einzelteile.

Pinot R(h)ein - Pinot Noir

 

Das Resultat

Am Montag den 6.6.2016 luden die 4 Winzer zu einer Vertikalen der Jahrgänge 2006 – 2013 ein. Die Winzer erklärten die klimatischen Bedingungen der jeweiligen Jahrgänge, was sich klar im Wein widerspiegelt:

2006, der Ewige

Der erste gemeinsame Jahrgang. Der Wein ist noch voll da, trotz der 10 Jahre.

Das Jahr: kalter Winter, wechselhafter Frühling, trockener Juni und Juli, regnerischer August, schöner Herbst.

Degustationsnotizen: Reife bis überreife Beeren, ausgewogene Holzaromen. Weicher und harmonisch im Gaumen, schön gereiften Gerbstoffen. Trotz tiefer Säure sehr erfrischend.

2007, der Schlichte

Das Jahr: sehr frühe Blüte, wechselhafte und lange Vegetationszeit mit idealer Aromabildung.

Degustationsnotizen:  Rote Beeren, etwas Cassis mit leichter würzige Noten von Nelken und Minze. Immer noch sehr frisch und ansprechend. Ausgewogenes, noch leicht kerniges Tannin. Langer, voller Abgang. Schlicht und schön.

2008, the body

Das Jahr: milder Winter, trockener Frühling, goldener Oktober, lange Reifephase.

Degustationsnotizen: Schwarze Kirschen würzigen Aromen. Spannend im Gaumen mit schönen, frischen, kernigen Gerbstoffen. Die lange Reifephase erkennt man an der komplexen Struktur im Gaumen. Für mich der im Moment am schönsten zu drinkende Pinot R(h)ein. Grosse Pinot Kino!

2009, der Harmonische

Das Jahr: sehr warm, frühe Ernte, sehr gesundes Traubengut.

Degustationsnotizen: Spannende, komplexe Nase mit leichten Reifenoten (Schnüffel-Nase). Reife Früchte, leicht an Konfitüre erinnernd. Breiter, runder Auftakt. Sehr dichte, warme, weiche Struktur. Sehr füllig und langanhaltend mit einer weichen Säure. Könnte auch ein Pinot aus einer wärmer Gegend sein. Man merkt ganz klar die Sonne im Wein.

2010, der Schlanke

Das Jahr: drei extreme winterliche Kältewellen, Warten auf den Föhn, späte und lang andauernde Ernte.

Degustationsnotizen: Frische Erdbeeren und florale Noten. Im Gaumen voller Subtilitäten und Finessen. Konzentriert, dicht, mit der richtigen Prise Würzigkeit ausgestattet. Er kommt schlank aber elegant daher. Sehr schöner Pinot

2011, der Siegerwein am Grand Prix du Vin Suisse

Das Jahr: lange Schönwetterperiode im Herbst, sehr gute Traubenqualität.

Degustationsnotizen: Himbeeren, Vanille, kalter Rauch, Minze. Ausgewogener Gaumen, gute Frucht, feines Tannin, kräftige süsse Struktur, langer frischer Abgang.

2012, der Offene

Das Jahr: durchzogenes Wetter im Herbst, kurze Föhnphase vor der Ernte, reifes Traubengut.

Degustationsnotizen: Feine, offene Nase mit reifen Früchten, etwas Kirsche und Erdbeeren.  Würzigkeit, feingliedriges Tannin, geschmeidig, rund. Gut eingebaute Säure, viel Frische, angenehmer Abgang.

2013, der Dunkle

Das Jahr: oft wechselhaft, kleiner Ertrag durch Verrieselung ausgezeichnete Qualität, was sich mit einer ganz dunkle Farbe im Glas widerspiegelt.

Degustationsnotizen: Johannisbeeren, Erdbeeren, und Kräuter. Ausgewogener, fein konzentrierter und eleganter Gaumen. Dichte, Langer Abgang.

Mein Fazit

Nach der Degustation der 8 Jahrgänge kann ich sagen, dass die Idee der 4 Weingüter sehr gut umgesetzt ist. Die Idee wird gelebt und man spürt die Leidenschaft der Winzer und Pinot R(h)ein ist kein reines Marketing Gebilde, sondern sie zeigen auf einem sehr hohen Niveau was Pinot Noir sein kann. Jeder Jahrgang war anders, das Spiel der verschiedenen Aromen macht sie so spannend. Die Qualität der Weine ist hoch und es macht spass die Weine zu trinken.

Die Weine kann man für CHF 52 (2013) resp. CHF 57 (2010, 2009, 2008, 2007 oder 2006) einzeln oder die ersten 6 Jahrgänge zusammen (2006 – 2011) für CHF 350 direkt bei Pinot R(h)ein kaufen.

Prost Pascal

Danke an die Winzer Hansrudi, Hanspeter, Ueli, Jürg, Uwe für die schönen Weine und Dominic und Benno von Herzog & Vonbach für die Einladung und die Organisation

 

 

 

Klaus Reben Info: Dünger, Kräuselmilben und andere Milben, Echter und Falscher Mehltau, Kirschessigfliege

Moon Privileg

Liebe Winzerinnen, liebe Winzer, liebe Interessierte

Die Reben zeigen an verschiedenen Orten kein ausgeglichenes Bild. Während an einigen Orten bereits das 8. Blatt sichtbar wird, zeigen andere Reben knapp

2 – Blätter. Einerseits haben die Frosttage enorme Depressionen hinterlassen. An vielen Orten beginnen nun die Nebenaugen auszutreiben. Diese sind im Stadium wesentlich zurückgestuft. Auch die Kälte der Pfingsttage hat vermutlich mehr Depression hinterlassen, als das Thermometer erhoffen liess. Hier sind vermutlich beim 3. und 4. Auge Spuren von Störungen sichtbar. Ich hoffe fest, dass sich diese Spuren in den nächsten Tagen auswachsen werden.

Dünger

Die letzte Gabe von Stickstoff sollte jetzt ausgebracht sein. Wer das noch machen muss, soll beachten, dass keine Körner in den Reben hängen bleiben. Diese hinterlassen Verbrennungen, vor allem bei feuchten Rebblättern.

Kräuselmilben und andere Milben

Eine Kontrolle der Triebe auf Verrenkungen und Wuchsdepressionen ist weiter noch zu machen. Die kalten Nächte und auch Tage haben ideale Voraussetzungen für die Viecher geschaffen.

Echter und Falscher Mehltau

klausinfo-2 klausinfo-1

Auch bei der Situation bei der Bekämpfung des Falschen Mehltaues zeigen sich grosse regionale Unterschiede. Während am Hallwilersee noch kaum von einer Infektion gesprochen werden kann sind am Zürichsee die ersten Infektionen bereits beendet. (Grüne Linien) Mit weiteren, sogar starken Infektionen wird übers Wochenende gerechnet. Die prophylaktische Behandlung mit Mitteln gegen den Falschen Mehltau ist jetzt unbedingt aufrecht zu halten. Nach starken Regengüssen müsste die Behandlung allenfalls wieder ersetzt werden. Dies vor allem bei der Anwendung von Folpet/Phaltan.

Der Echte Mehltau ist im Moment wohl noch kein Problem. Dazu fehlt die Wärme. Schwefel wird sehr schnell von Regen wieder abgewaschen. Systemische Mittel brauchen wir dann sicher bei anderen, wärmeren klimatischen Bedingungen. Um die Blüte herum aber sind Behandlungen beider Mehltaue sehr wichtig.

 

Kirschessigfliege

Fangzahlen zeigen, dass sich eine grosse Population dieser Viecher aufbaut. Fangzahlen können hier aufgerufen werden:

http://www.drosophilasuzukii.agroscope.ch

 

Bereits ist das neue Merkblatt der Agroscope für die Strategie 2016 im Rebbau erschienen. Ich habe es im Anhang angefügt.

 

Moon privileg

Moon Privileg

In betroffenen Anlagen sind in diesem Jahr erneut Verwachsungen zu sehen. Ob es sich um Nachwirkungen der Anwendung von Moon privileg handelt oder ob es um eine Viruserkrankung handelt wird von der Agroscope labortechnisch im Moment abgeklärt. Die besagten Schäden sind sonst bekannt für starke Viruskrankheiten im Rebbau. Hexenbesen. Dabei wachsen aus einer Knospe mehrere Triebe gleichzeitig. Der Triebstiel wird unterhalb breit, manchmal bis 4 cm.

 

 

Agrometeo.ch

Agrometeo bringt den Rebbauern wertvolle Informationen über die Infektion in den meisten Gegenden.

Dazu einige Bemerkungen:

Regionale Unterschiede können nicht berücksichtigt werden. Wie gut Prognosemodelle von Stäfa auch für Meilen gelten können ist Erfahrungssache.

Prognosen (im Modell oben grau) können mehrmals täglich wechseln. Sie sind abhängig von Niederschlagsmengen und Temperaturschwankungen. Darum muss in den meisten Fällen mehrmals agrometeo.ch angetippt werden, wenn der nächste Spritztermin geplant wird und gerade Feiertage anstehen.

 

Klaus Schilling

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Welchen Saft trinke ich zu meinem Essen

Fabian Spiquel, Romana Echensperger, Peter Van Nahmen

Saft statt Wein, zum Essen geht sehr gut! Es muss ja nicht immer Mineralwasser sein, wenn man keinen Wein zum Essen trinkt.

Saft und Food Paring mit Van Nahmen

Die Privatkelterei Van Nahmen lud zu einem Dinner mit ihren edlen Obstsäften ein. Der Küchenchef Fabian Spiquel des Restaurant Maison Manesse, Zürich hat zu den Säften eine innovative Menüfolge kreiert.

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Fabian Spiquel, Romana-Echensperger, Peter Van Nahmen

 

Getränkebegleitung und Menü:

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Privatkelteier Van Nahmen aus dem Rheinland gibt es seit 1917 und wird in 4. Generation von Peter von Namen und seiner Frau geführt. Die Van Nahmen haben seit 1994 für den erhalt Streuobstwiesen eingesetzt um den Saft, der alten Apfelsorten die von Hoschstammbäumen stammen, zu kultivieren. Der Einsatz hat sich gelohnt, den bis heute sind es mehr als 85 verschieden Sorten. Neben Apfelsaft keltern Van Nahmen diverse andere Säfte und Fucht Secco.

Romana Eichensperger, Master of Wine hat für Von Nahmen eine Gourmet Speiseempfehlung zum Thema ‘Welchen Saft trinke ich zu meinem Essen’ (Saft & Food Pairing) erstellt, welche fast allen Speisen die richtigen Säfte empfiehlt.

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pressedinner-Van-Nahmen-AroniaMein persönliches Highlight war der Aronia Saft zu Büffel. Aronia gehört ja zu den neuen Superfrüchten, wegen hohen Anteil an Polyphenolen, die ein hohes antioxidatives Potenzial besitzen. Der Aronia Direktsaft hat ein dichtes Gerbstoffgerüst und ist damit der ideale Begleiter zu einem käftigen Fleischgericht.

Prost Pascal

Die Säfte von Van Nahmen sind in der Schweiz
Scala Vini-Scala Gusti, Hauptstrasse 65,CH-3706 Leidigen,www.s-fabrik.ch ,
in Zürich bei Käsers Schloss,im Viadukt,CH-8005 Zürich, kaesers-schloss.ch
und in Stäfa bei Pastiamo Comestibles, Bahnohofstrasse 1, CH-8712 Stäfa, pastiamo.ch erhältlich.

 

 

 

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Bobal, Caprasia, Bodegas Vegalfaro 2013

Dia del vino, bobal

Bobal ‘Ein Aschenputtel mausert sich zum Star’, unter diesem Motto startete am Montag 22. Februar 2016, anlässlich der ‘Dia Del Vino’ in Zürich, ein Bobal Seminar mit David Schwarzwälder.

Ich muss gestehen, ich hatte bis dato noch nie bewusst eine Bobal Wein im Glas. Das ist eigentlich verwunderlich, bei der Tatsache das Bobal die 3. meist angebaute Rotweinsorte Spaniens ist. David Schwarzwälder hat uns elegant durch das Bobal Weinen, DOP Utiel-Requena Seminar geführt.

Das DOP Utiel-Requena liegt im Hochland von Valencia. 2015 wurden im Gebiet 190 Mio Kg gelesen, abgefüllt dann etwa 30 Mio Flaschen, 35. 000 ha sind als DOP-Gebiet deklariert. Das meiste wird als Fasswein verkauft. Die Märkte sind Frankreich, China, Russland, dann natürlich auch andere europäische Märkte, die Rosado und Glühweinbasisweine kaufen. Beim Literpreis für lose Ware hängt das natürlich stark von der Qualität ab. Will man Fassware mit DOP Appellation beispielsweise oder Rosado-Freilaufmost, dann geht der Literpreis auch mal bis auf 1,20 €uro hoch. Billige Bobal Rotwein fangen schon bei 65 Cents/Liter an, je nach Jahr und Güte.

Noch sind hochwertige Rotweine, die nur aus der Bobal gekeltert werden, eine Seltenheit. Wer jedoch glaubt, dass es dem Anbaugebiet an interessanten Flaschenweinerzeugern mangelt, liegt falsch. Gerade Utiel-Requena hat in den vergangenen 15 Jahren einen starken Zuwachs an neuen Betrieben zu verzeichnen. In der Regel setzen die neuen Erzeuger auf Cuvées mit Tempranillo, Cabernet Sauvignon oder der klassischen Garnacha. 

Wir konnten 13 Bobal Wein, von verschieden Winzer degustieren, ein Bobal Cava und 12 Rotweine. Persönlich haben mir welche mit 100% Bobal am besten gefallen. Die prägnante Säure und  moderaten Alkaholgehalte von 12.5% im Schnitt, mit einem mittleren Taningerüst bringt, dank Ertrags Regulierung sehr spannende Weine hervor. Sehr intensive dunkle Farbe. Die Zähne und die Lippen zeugen nach dem Genuss davon. In der Nase reifen Kirchen und Beeren mit einer würzigen Note.

BobCaprasia, Bodegas Vegalfaro 2013al, Caprasia, Bodegas Vegalfaro  2013

Der Caprasia, Bodegas Vegalfaro, 2013 war mein Favorit.  Die Bodegas Vegalfaro liegt im innere der Provinz Valencia hält die wichtigsten Weinberge dieser Weinregion. Aufgrund der Vielfalt der Böden, ihre unterschiedlichen Ausrichtungen und seine Höhe über dem Meeresspiegel zwischen 600 und 900 Meter, findet die Bobal Rebe hier ihren idealen Lebensraum; Lehm-Kalkboden mit Kies gemischt mit sandiger Lehm Boden.

Kaltmazeration vor der Gärung bei niedriger Temperatur. Biologischer Säureabbau im Fass nach 14 Monaten in einem leicht geröstet (MT) Barrique (Französisch-ungarisch-rumänisch). Danach teilweise für 5 Monate 150 Liter Amphoren (um die Tannine zu schleifen, wurde mir gesagt)

  • Im Glas; Intensive kirschrote Farbe
  • In der Nase riecht er nach reifen Früchten (Kirche und rote Beeren), mit weichen Röstnoten (Schokolade).
  • Am Gaumen ist er frisch, mit süßen Tanninen, gute Säure. Guter Trinkfluss.
  • Fazit: Ein Wein der Freunde macht. Ein super Preis/Genuss Verhältnis bei einem Preis von CHF 11.80

Ich habe ihn mit 17 Punkte bewertet.

Zu kaufen bei TopCC

4 weiter Bobal Weine, welche mir gefallen haben:

  • Bobal Finca Casa La Borracha, Bodegas Hispano+Suizas, 2013, CHF 25.80, zu kaufen bei Obrist SA
  • Adnos, Covinas, Coop.V. 2012, CHF ??.??, irgendwann bei Boucherville AG, Zürich
  • Artemayour Finca La Beata, Domino De La Vega, SL, 2012, CHF 29.50, zu kaufen bei Villanueva Weinimport, Zürich
  • Nodus Tinto de Autor, Bodegas Nodus, 2012, CHF 19.50, zu kaufen bei Canapee, Zürich

Prost Pascal Burckhardt

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Château de Fieuzal 2008 cru classé Pessac-Léognan ac, Bordeaux

chateau fieuzal 2008

Bordeaux ist das grösste zusammenhängende Weinbaugebiet der Welt und auch ein bekanntes Synonym für teuere bis sehr teuere Weine. Bordeaux ist aber nicht gleich Bordeaux. Es gibt wohl keine Weingegend die so viele verschiede Weinarten produziert wie das Bordeaux. Ich machte ein Selbstversuch und bestellte ein Bordeaux cur classé für unter CHF 50: Château de Fieuzal 2008 cru classé Pessac-Léognan ac, Bordeaux. Taugt er als Festtagswein?

Die meisten Weine aus dem Bordeaux bestehen aus Cuvee, also aus mehr als einer Traubensorte. Die Haupt Traubensorten sind für Rotweine: Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc und Petit Verdot. Auf die Weissweine und die Süssweine (Sauterns) welche auch sehr gut, berühmt und zum Teil auch sehr teuer sind möchte ich hier nicht eingehen, würde den Rahmen meines Selbstversuch sprengen.

Château de Fieuzal 2008 besteht aus folgenden Traubensorten:

60% Cabernet Sauvignon
30% Merlot
05% Cabernet Franc
05% Petit Verdot

und ist so ein guter Vertreter, was ein ‘typischer’ Bordeaux aus macht. In der Betreibung steht folgendes:

Die Trauben der über 30 Jahre alten Reben werden von Hand gelesen und streng selektioniert. Die Vergärung findet in temperaturkontrollierten Edelstahltanks statt. Anschliessend reift der Jungwein während 16 bis 24 Monaten in bis zu 50% neuen französischen Barriqus.

Der Wein ist von seiner Machart eher auf  Langlebigkeit getrimmt. So wird seine Genuss ‘jetzt bis 2030’ angegeben. Hier versteckt sich auch ein Problem im Bordeaux. Soll man den Wein zum sofort trinken machen oder einen langlebigen Wein, der aber die ersten 10/15  Jahre ungeniessbar ist. Château de Fieuzal 2008 ist für mich momentan in einer zwischen Phase. Ich habe Ihn schon mal im 2013 probiert und da war er Fruchtphase und war schon sehr zugänglich und machte schon unheimlich spass. Er wirkt jetzt nicht so zugänglich; die Tannine sind im Vordergrund und das Holz ist noch zu dominant.  Dies wird sich aber ändern. Die Tannine werde weicher und das Holz wird in den Hintergrund rücken.

Ein weiter wichtiger Punkt ist auch die Lage und die Klassifizierung des Weinguts im Bordeaux.  Es gibt verschiede Lagen und auch verschiede Klassifizierung die auch etwas über das Renommee und Weinart aussagen und so ein grossen Einfluss auf den Preis haben. Über Fieuzal steht:

Die Rebberge von 18 ha Fläche befinden sich auf einer der höchsten Erhebungen des Médocs, dort, wo die Kiesbänke tiefgründig und wasserdurchlässig sind. Die Reben weisen ein Durchschnittsalter von 22 Jahren auf. Jean-Marc Landureau, der Besitzer von Château d’Escurac hat mit sehr viel Aufwand den Weinkeller modernisiert.

Fazit: Ein schöner Bordeaux und ein super Festtagswein. Ich würde ihn noch etwas im Keller liegen lassen, für die Ungeduldigen empfehle ich ihn unbedingt mindestens 2 Stunde vorher, zu dekantieren. Passt zu einem deftigen Festtagsschmaus.

Ein gutes Preis/Lust Verhältnis

Nase: Röstaromen, Johannisbeeren.
Gaumen: leichte Restsüsse, sehr breit, leicht maskulin, langer Abgang.

Preis CHF 42

17 Punkte

Bezugsquelle: Jeggliweine.ch

Prost Pascal

Der Wein wurde von Jeggliwein gestiftet.

PS: Parker hat ihm 92 Punkte (ca. 17,5) gegeben

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Weintipp: 4 Kilos (mehr, nicht weniger ;-) 2011, Bodega 4 Kilos vinicola S.L., Mallorca

4 Kilo weniger auf der Waage hätte ich gern, aber hier geht es um 4 Kilos Wein. Ja das ist ein Name eines Weins aus Mallorca. Nicht irgend ein Wein aus Mallorca, sondern fast schon DER WEIN von Mallorca. Der Name stammt von der ursprünglichen Investition in die Bodega die umgerechnet in die alte Währung, 4 Millionen (=Kilo) Pesetas betrug.

4,Kilos,2011,Mallorca,Spain-400x400

Die  beiden Macher  von 4 Kilos sind keine Unbekannten;  Kultwinzer Francesc Grimalt, der mit dem Spitzenwein Anima Negra (AN und AN2) schon anfangs der 90er Jahre Mallorca auf den Radar der Weinwelt zurückbrachte. und Sergio Caballero Filmemacher und Organisator von Sònar in Barcelona, einem der bekanntesten Elektronik-Musik-Festivals Europas. Gemeinsam haben sie im August 2006 die Bodega 4 Kilos gegründetes. Das Unternehmen hat mit seinen unkonventionellen Methoden auf Anhieb mit sensationellem Weinen Erfolg und somit auf die Liste der anspruchsvollen Weinliebhaber und Sommeliers gebracht.

Die Voraussetzung waren für mich schon mal gut, auf der einen Seite die Weine von Mallorca die ich seit Jahren wegen ihrer Würzigkeit liebe und als als Liebhaber von eletronischer Musik das Sonar Festival ein ‘Must’ ist.

Ich probierte den 4 Kilos 2011, Bodega 4 Kilos vinicola S.L., Mallorca; Wow, was für ein Wein; die Farbe wie Schattenmorlellen (dunkles Kirschrot). In der Nase besitzt  er ein kraftvolles Aroma nach reifem Obst, mit Röstnoten und Mokka. Nach längerem Schnüffeln kommet eine eicht ätherische Note dazu. Am Gaumen ist er kraftvoll, würzig, mit schön eingebunden Tannine. Der Wein ist haupsächlich aus der sonst eher einfachen Traube Callet 85% gemacht und hat eine unererhörte Präsenz mit grosser Eleganz.

Der Wein ist für Liebhaber von Mittelmeerweine (Südliche Cote du Rhone, Bandol und Priorat) und gehört für mich zu den ganz Grossen Weinen Spaniens. Passt auch zu der Küche der Region und ist ein perfekter Begleiter zu schwarzen Schokolade (>70% Schokolade), wo die meisten Rotweine nicht mithalten könnnen.

Kaufempfehlung. 18  PBU Punkte.

Zu kaufen bei Jeggli Weine

Liebe Grüsse & Prost
Pascal Burckhardt

BIG BORDEAUX – POMEROL & SAUTERNES – Anlass von Vinum

bordeaux

Das Programm

14.00 -17.00 Uhr Freie Verkostung für Fachpublikum
17.00 – 20.00 Uhr Freie Verkostung für Weinliebhaber & Publikum

14.30 – 15.15 Uhr Workshop 1 Pomerol
Pomerol – das Burgund des Bordeaux . Hier ist der Einfluss des Terroirs besonders gross. Sie verkosten legendäre Spitzenweine und schulen ihren Gaumen.

16.00 – 16.45 Uhr Workshop 2 Sauterne
Sauternes/Barsac – die Bordeaux- Oase der edelsüssen Weine. Eine Genuss-Reise zu den einmaligen Kreszenzen der grössten Sauternes Güter.

17.00 – 17.45 Uhr Workshop 3 Rolf Bichsels Special Guests
Eleganz, Harmonie, Bekömmlichkeit sind das Salz des Lebens. Wir illustrieren Theorie mit Gaumenpraxis.


Location

Kongresshaus Zürich
Gotthardstrasse 5
8002 Zürich
www.kongresshaus.ch

Anmeldung & Informationen
Wir bitten um ihre Anmeldung inkl. Begleitperson (Anzahl Personen angeben) bis am Montag den 9. Juni 2014.

Kosten
Frei für VINUM-Abonnenten oder mit Voranmeldung
Tageskasse: CHF 10 pro Person

(Beschränkte Platzzahl! «First come, first served!». Obwohl die Anmeldung für die Masterclass-Seminare obligatorisch ist, garantiert sie keinen fest reservierten Platz.)

Anmeldung