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Der Einfluss des Barriques auf den Wein

Barriques-Einfluss

DIVO, der Weinclub, hat anlässlich seines 80. Geburtstag zu einer speziellen Degustation eingeladen:

Der Einfluss des Barriques auf den Wein

Zusammen mit Familie De Mour, vertreten durch den Jean-Michel Garcion, Önologe und CEOBarriques-Einfluss der Weingüter Château Haut Breton Larigaudière, La Croizille, Tour Baladoz und Tayet, degustierten wir mehr als 40 Fassmuster von mehreren identischen typischen Bordeau Weinsorten wie, Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Petit Verdot. Alle Weine stammen aus den obigen Weingüter aus dem Bordeaux (Margaux und Saint-Emilion).

Beispiel Chateau Tour Balodoz – Lot 4B – Merlot aus 8 verschidenen Barriques, verschiedene Hersteller Boussuet, Franis, Nadalie, Marc Kennel, Vicard, Caduss, Marchive,  aus Frankreich und Quintessence aus den USA. Die Barriques hatten auch veschiedene Toastings.

Barrriques

Das am häu­figs­ten ver­wen­dete Gefäss zur Rei­fung des Weins im Bordeaux ist das Barriques. Ein Barriques im Bordeaux fast 225 Liter. Seine wich­tigste Eigen­schaft ist, dass der Wein in ihm atmen kann. Die Sau­er­stoff­zu­fuhr beschleu­nigt die Poly­me­ri­sa­tion. Dadurch wird der Wein wei­cher, har­mo­ni­scher, komplexer.

Im Wein entsteht dadurch je nach der verwendeten Holzart und der Intensität des Toasting (Die verschieden Toastings  von wenig Toasting ML, über hautsächlich mittel Toasting MT bis mittel Toasting plus MT+) (Fasseinbrand) ein typischer Geschmackston nach Karamell, Kaffee und Toastbrot; der Wein wird dabei sensorisch wesentlich verändert.

Degustation

Jean-Michel Garcion hat uns anhand seiner Eindrücke erklärt wir er den Wein nach den Barriques Proben cuvcetiert um schlussendlich den fertigen Bordeaux Wein zu erhalten. Wir haben zuerst zusammen mit Ihm je 2-4 Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Petit Verdot Fassmuster degustiert und durften dann die restlichen Fassmuster degustieren.

Am Schluss haben wir dann die fertigen Brodeaux Weine von Château Haut Breton Larigaudière, La Croizille, Tour Baladoz und Tayet, zum Teil auch mit Jahrgangs Vertikalen degustiert.

Fazit

Die Idee, Bordeaux Wein, in die Bestandteile zerlegt, zu degustieren war sehr interessant und hoch komplex. Die Zeit war leider zu kurz um so ein komplexes Thema zu erfassen. Der Unterschied von Französischen zu USA Barriques war für mich am Grössten Mir persönlich haben von den Fassproben die des Petit Verdot am besten gefallen und von den degustieren Weinen der  Château Haut Breton 2010 in der Magnum Flasche (1.5 Lt.)

Prost Pascal Burckhardt

Danke an Divo und Jean-Michel Garcion für diese einmalige Gelegenheit Bordeaux in den Einzelteile zu degustieren.

 

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Château de Fieuzal 2008 cru classé Pessac-Léognan ac, Bordeaux

chateau fieuzal 2008

Bordeaux ist das grösste zusammenhängende Weinbaugebiet der Welt und auch ein bekanntes Synonym für teuere bis sehr teuere Weine. Bordeaux ist aber nicht gleich Bordeaux. Es gibt wohl keine Weingegend die so viele verschiede Weinarten produziert wie das Bordeaux. Ich machte ein Selbstversuch und bestellte ein Bordeaux cur classé für unter CHF 50: Château de Fieuzal 2008 cru classé Pessac-Léognan ac, Bordeaux. Taugt er als Festtagswein?

Die meisten Weine aus dem Bordeaux bestehen aus Cuvee, also aus mehr als einer Traubensorte. Die Haupt Traubensorten sind für Rotweine: Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc und Petit Verdot. Auf die Weissweine und die Süssweine (Sauterns) welche auch sehr gut, berühmt und zum Teil auch sehr teuer sind möchte ich hier nicht eingehen, würde den Rahmen meines Selbstversuch sprengen.

Château de Fieuzal 2008 besteht aus folgenden Traubensorten:

60% Cabernet Sauvignon
30% Merlot
05% Cabernet Franc
05% Petit Verdot

und ist so ein guter Vertreter, was ein ‘typischer’ Bordeaux aus macht. In der Betreibung steht folgendes:

Die Trauben der über 30 Jahre alten Reben werden von Hand gelesen und streng selektioniert. Die Vergärung findet in temperaturkontrollierten Edelstahltanks statt. Anschliessend reift der Jungwein während 16 bis 24 Monaten in bis zu 50% neuen französischen Barriqus.

Der Wein ist von seiner Machart eher auf  Langlebigkeit getrimmt. So wird seine Genuss ‘jetzt bis 2030’ angegeben. Hier versteckt sich auch ein Problem im Bordeaux. Soll man den Wein zum sofort trinken machen oder einen langlebigen Wein, der aber die ersten 10/15  Jahre ungeniessbar ist. Château de Fieuzal 2008 ist für mich momentan in einer zwischen Phase. Ich habe Ihn schon mal im 2013 probiert und da war er Fruchtphase und war schon sehr zugänglich und machte schon unheimlich spass. Er wirkt jetzt nicht so zugänglich; die Tannine sind im Vordergrund und das Holz ist noch zu dominant.  Dies wird sich aber ändern. Die Tannine werde weicher und das Holz wird in den Hintergrund rücken.

Ein weiter wichtiger Punkt ist auch die Lage und die Klassifizierung des Weinguts im Bordeaux.  Es gibt verschiede Lagen und auch verschiede Klassifizierung die auch etwas über das Renommee und Weinart aussagen und so ein grossen Einfluss auf den Preis haben. Über Fieuzal steht:

Die Rebberge von 18 ha Fläche befinden sich auf einer der höchsten Erhebungen des Médocs, dort, wo die Kiesbänke tiefgründig und wasserdurchlässig sind. Die Reben weisen ein Durchschnittsalter von 22 Jahren auf. Jean-Marc Landureau, der Besitzer von Château d’Escurac hat mit sehr viel Aufwand den Weinkeller modernisiert.

Fazit: Ein schöner Bordeaux und ein super Festtagswein. Ich würde ihn noch etwas im Keller liegen lassen, für die Ungeduldigen empfehle ich ihn unbedingt mindestens 2 Stunde vorher, zu dekantieren. Passt zu einem deftigen Festtagsschmaus.

Ein gutes Preis/Lust Verhältnis

Nase: Röstaromen, Johannisbeeren.
Gaumen: leichte Restsüsse, sehr breit, leicht maskulin, langer Abgang.

Preis CHF 42

17 Punkte

Bezugsquelle: Jeggliweine.ch

Prost Pascal

Der Wein wurde von Jeggliwein gestiftet.

PS: Parker hat ihm 92 Punkte (ca. 17,5) gegeben

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Daily Grape: Gary Vaynerchuk neustes Kind

Gary Vaynerchuk hat es endlich zu Folge 1.000 der Wine Library TV gebracht! Es ist eine erstaunliche Fahrt seit jenem Tag im Februar 2006 mit Gäste, überraschend (und manchmal schreckliche) Weine, sowie eine Menge von Jets (nur was die Amis verstehen) zu sprechen.  Heute liegt der Schwerpunkt ein riesiges Dankeschön an alle, die diesesVayniacs Gemeinschaft … und eine große Ankündigung: Daily Grape heisst sein neustes Projekt welches als iPhone App gibt und uns mehr Gary bringen wird und Gary mit einem neuen bezahl Newsletter ein neues Kapitel im Internet Wein Marketing aufgeschlagen wird.

Daily Grape:

In dieser ersten Episode der Daily Grape, ist Gary Vaynerchuk vor Ort auf dem SXSW in dem Flaggschiff  Store:  Whole Foods Show in Texas. Zusätzlich erklärt er das Konzept von Daily Grappe und degustiert er zwei wertorientierte Bordeauxvon der Kritik gefeierten Jahrgang 2009 .

Wir sind gespamnt wie sich das entwickelt.

Gruss Pascal Burckhardt

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Bordeaux 2008 plus / minus Sfr. 20.-

Wir wollten raus finden ob es um die SFr 20.- Bordeaux mit einem guten bis sehr guten PGV gibt und so habe wir bei Denner, Globus und Coop 2008 Bordeaux eingekauft. Ein 2006 hat sich unabsichtlich eingeschlichen was wohl meiner Eitelkeit ohne Lesebrille einzukaufen zuzuschreiben ist. Mövenpick hatte den 2008 erst im Onlineangebot und nicht im Geschäft.

So sind 8 Bordeaux zwischen SFr 9.90 und SFr 24.00 angetreten und wurden von uns blind degustiert.

Mein kurz Fazit: Die Weine waren OK aber nicht wirklich Hochgenuss. Überraschend war der Château Pey La Tour für unter SFr10.-. Für wirklichen Bordeaux Genuss lieber ein paar Franken mehr ausgeben und beim Denner Grand Crus 2008 wie der Château Citran Sfr. 16.90, Château Chasse-Spleen Sfr. 26.90, Château Phélan Ségur Sfr. 28.90 oder Châ teau Talbot Sfr. 39.90 kaufen.

Pascal Burckhardt


(M = Merlot, CS = Cabernet Sauvignon, CF = Cabernet Franc, PV = Pedit Verdot)

Platz & Bild:Wein: Preis: SfrBewertung
20er
Bezugsquelle:
1Cateau Citran 2008, Haut-Médoc ( M, CS)16.90

16.5Denner
2Château Pierrail Rouge 2008, Bordeaux supérieur ( M, CS)18.8016Globus
3Château Cambon la Pelouse Cru Bourgeois Supérieur Haut-Médoc AOC 2006 (M,CS,CF)23.6015.5Coop
4Chateau Pey La Tour, Bordeaux (M, CS, CF, PV)9.9015Coop
5Château Haut Montil, Saint-Emilion Grand Cru AOC (M, CF)14.9515
Denner
6CHÂTEAU DU ROCHER ST-EMILION GRAND CRU AOC (M, CS, CF)18.9014.5Denner
7St-Emilion AOC Grand Cru Château Franc Grace-Dieu 2008 (M,CF,CS)2414.5Coop
8Château Martinon 2008, Entre-deux-mers, Bordeaux (CS, M, CF, Malbec)15.9014Globus

Kommentar

St-Emilion AOC Grand Cru Château Franc Grace-Dieu 2008:
Eine potentielle Überraschung, welche dazu gewinnt, im Voraus entkorkt zu werden. Mit diesem Wein beweisen die Massenhändler, dass sie noch gelegentlich eine glückliche Hand haben, um Weine auszuwählen, welche
preisbewussten, anspruchslosen Weinkonsumenten gefallen.

Château Cambon la Pelouse Cru Bourgeois Supérieur Haut-Médoc AOC 2008:
Im aktuellen, verschlossenen Zustand eine Enttäuschung aufgrund der fehlenden Komplexität. Noch vier bis fünf Jahre warten oder dekantieren.

CHÂTEAU DU ROCHER ST-EMILION GRAND CRU AOC:
Bisher nie davon gehört. Relativ delikates Bouquet, in dem sich Schokoladennoten mit der Zeit entwickeln. Schöner, süffiger Stoff, gut vinifiziert. Etwas Würze. Nicht uninteressant.

Château Haut Montil, Saint-Emilion Grand Cru AOC:
Im Verlauf des Abends mussten die Erwartungen immer wieder nach unten korrigiert werden. Dieser Wein beweist, dass nicht alles glänzt, was Bordeaux heisst.

Château Pierrail Rouge 2008, Bordeaux supérieur: Ein bekannter Name (in der Kategorie der Bordeaux U30) für einen bekömmlichen Wein. Feinde herber Weine, bitte vermeinden Sie ihn! Nicht
grün geerntet aber vermutlich aus Kostengründen nicht entrappt. Guter Stoff, ausgewogen, süffig, zeigt sich aber eher im Finale.

Château Martinon 2008, Entre-deux-mers, Bordeaux: Nichts für Etikettentrinkeraber gerade deswegen nicht uninteressant. Insbesondere fallen die Tabaknoten und die leichte Lakritze auf. Unbedingt im Voraus öffnen.

Chateau Pey La Tour, Bordeaux: Eine Bewertung, welche eigentlich meine Enttäuschung verbirgt. Oft
von diesem Wein gehört, welcher dem Portfolio von Dourthe zugehört. Der Big Negociant möchte diesen Wein hieven. Es bleibt noch sehr sehr viel zu korrigieren. Wer sich aber daran erinnern, was Hosanna (von Moueix)
im früheren Leben war, kann dann auf sonnige Tage hoffen. Besser im Gaumen als im Bouquet, wobei dieses nicht verschlossen ist.

Château Citran 2008, Haut-Médoc: Endlich hat Château Citran nichts mehr auf dem Chateau Citran zu
suchen. Die billig verparkerisierten Weine der Jahrgänge 2001 bis 2005 sind also vorbei. Jung zeigt Citran die typischen, extrem grünen Noten der grossen Jahrgänge. Also unbedingt warten. 10 Jahre werden nicht zu viel sein. Ansonsten ein toller Saft.

Kommentar von Jean Francois Guyard (vinifera-mundi.ch)

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Bordeaux 2008, der letzte bezahlbare Grand Crus Jahrgang?

Am letzten Dienstag lud die “Union des Grands Crus de Bordeaux” ins Kongresshaus um den Jahrgang 2008 zu degustieren.

Ich war sehr gespannt auf den 2008 Jahrgang und wollte mir ein (Geschmacks-)Bild machen. Bevor nächstes Jahr der angeblich beste je produzierte Bordeaux präsentiert wird. Die Preise des 2009 Jahrgangs bewegen sich dank Spekulanten, die auf “Weinliebhaber” warten die jeden noch so absurden Preis für einen Wein bezahlen, in absurden Regionen. Ein 2009 Chateau Angelus kostet dreimal mehr als der 2008 (ist der Wein auch 3x besser, könnte man sich fragen?).In Anbetracht dieser Entwicklung wird der 2008-er der letzte bezahlbare Bordeaux bis zur nächsten Krise sein. Die Subskription des Jahrgangs 2008 ging mit der Finanzkrise einher und daher waren die Preise in einem verhältigsmässig günstigen Rahmen.

Bordeaux das grösste Weinanbaugebiet

Bordeaux das grösste zusammenhängene Weinanbaugebiet der Welt, mit über 4000 Weingüter ist sehr vielfältig. Beinahe alle Rotweine sind Cuvees (Weine aus verschiedenen Rebsorten). Der Hauptgurnd wieso im Bordeaux fast ausschliesslich Cuvees gibt, hat einen logischen Grund; die verschiedenen Rebsorten (Hautprebsorten sind Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Franc, Nebensorten sind Petit Verdot und Malbec) die angebaut werden haben verschiedene Erntezeitpunkt (Reifegrade). Die Trauben werden nacheinander reif und die Winzer haben weniger weniger Stress beim lesen und mehr Möglichkeiten bei der Assemblage. Auch wenn dies wenig romantisch tönt, werden aus diesem logischen Grund oft sehr komplexe Weine produziert:

Union des Grands Crus de Bordeaux

Seit 1973 haben sich 132 Chateaux aus den Anbaugebieten Medoc, Graves, Pessac-Léognan, Sauterns, Barsac, Saint-Emilion und Pomerol zu der Union des Grand Crus de Bordeaux zusammen getant um gemeinsam mehr Marketingstärke zu demonstrieren. Was ihnen auch gut gelungen ist.

Union-des-Grands-Crus-de-Bordeaux-2008

In Zürich haben nicht alle 132 Chateaux ihre Weine präsentiert. Eine eine repräsentative Anzahl hat es trotzdem ins Kongresshaus geschafft. Viele Weinhändler, Someliers, Journalisten und Bordeaux Freaks wurden eingeladen. Weisse Bordeaux, süsse Bordeaux (Sauterns & Barsac) und nätürlich die roten Bordeaux Weine waren vertreten.

Wie erkennt man das Potentiel eines Bordeaux

Generell gilt früher für die Crans Grus, dass die Weine nach ca. 15. Jahre erst ihr Potential zeigen und somit das Trinkfenster erst dann aufgeht. So fragte ich mich wie erkennt das ein Laie wie ich? Wie erkennt das ein Weinprofi? Ich ging auf Spurensuche:

Leider fand ich keine plausible und für mich logische Antworten, ich fand aber meist sehr gute Bordeaux Weine die zum Teil noch ihr Tannin etwas einbinden müssen (ahha, das könnte es sein?), viel Frucht in der Nase (ahha, noch in der Fruchtphase), zum Teil etwas alkaholisch waren (oder dass?) oder noch etwas grün (meisst wenn Cabarnet Franc im Spiel war).

Bewertung Bordeaux 2008

       
Crus De Pessac-Leognan PBU Punkte Nase Gaumen
       
Château Bouscaut 16.5 / 20 Reife dunkle Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
Château Pape Clément 17.5 /20 Dunkle Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
Château Smith Haut Lafitte 17 / 20 Dunkle Beeren, verhalten sehr harmonisch, leichte Tannine
       
Crus De Saint Emilion PBU Punkte Nase Gaumen
       
Château Figeac 18.5 / 20 Reife dunkle Beeren sehr harmonisch, leichte Tannine
Château Larmande 16.5 / 20 leicht nach Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
       
Crus De Pomerol PBU Punkte Nase Gaumen
       
Château La Pointe 16.5 / 20 etwas verhalten, rote Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
Château Petit Village 16 /20 etwas verhalten, rote Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
       
Crus De Moulis-en-Medoc PBU Punkte Nase Gaumen
       
Château Chasse-Spleen 16.5 / 20 leicht ‘Grün’ rote Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
       
Crus De Margeaux PBU Punkte Nase Gaumen
       
Château Brane-Cantenac 16.5 / 20 leicht verhalten, rote Beeren sehr harmonisch, leichte Tannine
Château du Tertre 17 / 20 Reife dunkle Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
Château Monbrison 16.5 / 20 leicht verhalten, rote Beeren sehr harmonisch, leichte Tannine
Château Rauzan-Ségla 18 / 20 leicht alkholisch, r.Beeren sehr harmonisch, leichte Tannine
       
Crus De Saint-Julien PBU Punkte Nase Gaumen
       
Château Beychevelle 17.5 /20 leicht alkholisch, r.Beeren sehr harmonisch, leichte Tannine
Château Langoa Barton 16.5 / 20 leicht verhalten, rote Beeren sehr harmonisch, leichte Tannine
Château Léoville Barton 15.5 /20 sehr verhalten sehr harmonisch
Château Léoville Poyferré 17.5 /20 leicht alkholisch, r.Beeren sehr harmonisch
Château Talbot 19 / 20 sehr komplex nach Beerren sehr harmonisch
       
Crus De Pauillac PBU Punkte Nase Gaumen
       
Château Clerc-Milon 18 / 20 leicht verhalten, rote Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
Château d’Armailhac 17.5 /20 leicht verhalten, rote Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
Château Grand-Puy-Ducasse 17 / 20 leicht alkholisch, r.Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
Château Lynch-Bages 18 / 20 Reife dunkle Beeren schon sehr ausbalanciert
Château Pichon-Longueville 18.5 / 20 sehr komplex nach Beerren schon sehr ausbalanciert
Château Pontet-Canet 17 / 20 leicht alkholisch, r.Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
       
Crus Saint-Estèphe PBU Punkte Nase Gaumen
       
Château de Pez 16.5 / 20 leicht alkholisch, r.Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
Château Lafon-rochet 17.5 /20 Reife dunkle Beeren Tannine noch nicht ganz eingebunden
Château Ormes de Pez 18.5 / 20 Reife dunkle Beeren schon sehr ausbalanciert
Château Phélan Ségur 18 / 20 Reife dunkle Beeren sehr harmonisch, leichte verhalten

Pascal Burckhardt

     
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1 DL Cheval Blanc 1947 für Sfr. 4’950.-

Cheval Blanc 1947 ImperialGestern wurde bei der Chrisite’s Weinauktion in Genf ein Rekordpreis erzielt. Die Impérial-Flasche (6 Liter). Weltweit sind in diesem Format nur noch zwei Flaschen bekannt.  des Grand Cru Bordeaux Cheval Blanc des Jahrgangs 1947 (100 Parker Punkte) kam für knapp 297’000 Sfr. unter den Hammer. Die höchste Summe, die je für eine einzelne Weinflasche gezahlt wurde.

Dies macht ein DL Preis von Sfr. 4’950.-

1er cru classé A, St. Emilion:

Chateau Cheval Blanc ist ein kräftiger Wein, der aber zugleich von fein-aromatischer und eleganter Struktur ist. Die würzigen Noten, die vom Ausbau in erstklassigen Eichenholzfässern stammen, harmonieren ausgezeichnet mit den imposanten Fruchtaromen. Sehr reife Nase mit likörartigen Edelkirschnuancen. Intensiver, opulenter Abgang. Ein Wein, den man sich hinlegen sollte, denn wahre Größe braucht Zeit! (und Geld)

Robert M. Parker , Jr.:

“Chateau Cheval Blanc ist ein St. Emilion von majestätischer Gelassenheit, der niemals protzig, niemals extrem ist – vielmehr befinden sich all seine Komponenten (Frucht, Fett, seidige Textur, samtige Tannine, schier endloser Abgang, prächtige Aromen) stets in vollkommener Ausgewogenheit.”

Prost Pascal Burckhardt

PS: der ‘Jahrhunderjahrgang’  Cheval Blanc 2009 (98-100 ParkerPunkte) im gleichen Format Imperial (6 Liter) ist fast ein Schnäppen mit Sfr. 13’129.00 oder 3 DL des 1947′. Eine Wertanlage für die Enkelkinder

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Jahrtausendwein: Bordeaux 2009

Der Jahrgang 2009 wird von Weinspezialisten aus aller Welt als der wahrscheinlich beste aller Zeiten bewertet. Entsprechend gross ist die Nachfrage. Nach Jahren der Krise herrscht in Westfrankreich wieder Glodgräberstimmung wie die Reportage aus St. Emillion zeigt.

Wieviel Jahrtausendweine wird es noch geben? Ich habe das Gefühl das jeder Jahrgang ein noch besserer ist:

10vor10 vom 04.11.2010

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Leoville Barton Vertikale Blinddegustation

Leoville Barton im kleinen Kreis

Letzten Freitag trafen sich drei Weinverrückte in Zürich  um mehrere Jahrgänge des umstrittenen Weingutes Leoville Barton aus der Appellation Saint-Julien zu verkosten.

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Die Appellation Saint-Julien grenzt im Norden an das prestigereiche Pauillac und ist bekannt für ihre finessenreichen Rotweine. Einer der Leader dieser Appellation ist das Weingut Leoville Barton. Dieser Wein wird von vielen Kritikern als Premier Cru zum Schnäppchenpreis bezeichnet. Nun, um das Ganze zu relativieren – in Bordeaux meint man mit Schnäppchen etwas anderes – kostet der Leoville Barton doch meist um die 60 bis 120 CHF im Handel. Würde die attestierte Qualität zutreffen, wäre der Leoville Barton dann für Premier Cru–Verhältnisse ein absolutes Schnäppchen. Im Zuge der Subskription 08 äusserten sich aber mehrere Weinliebhaber und Weinfreaks im deutschsprachigen Weinforum talk-about-wine kritisch zu diesem Gut und schliesslich kam es zu einem heftigen Wortgefecht zwischen mir und einem sehr erfahrenen Weinliebhaber aus Deutschland. Also war diese kleine Vertikale nicht nur dem Genuss verschrieben, sondern auch eine persönliche Mission mit dem Fazit: er hatte leider Recht!
Ich kenne den Leoville Barton aus mehreren Jahrgängen, doch hatte ich nie die Chance sieben Jahrgänge nebeneinander zu trinken.
Folgende Jahrgänge wurden blind verkostet:

1993: Rote Beeren und Kräuter. Mittlere Komplexität dafür aber in schönster Reife und ein unkomplizierter Genuss. Für das eher schwache Jahr eine kleine Sensation. Auf meiner persönlichen Punkteskala stolze 89 Punkte. Für mich in Anbetracht der Jahrgangserwartungen ein Premier Cru.

1996
: Dunkle und rote Beeren mit einer anfänglich sehr komplexen Nase. Feine rauchige Aromen vermischten sich mit kleinen Teernuancen. Im Gaumen seidig mit Rückhalt, Struktur und einem langem, leicht herben Finish. Die Duftintensität nahm im Laufe des Abends leicht ab und verwies auf einer langen Zukunft. Momentan 91 Punkte mit Potential nach oben! Definitiv Grand Cru, doch sicher nie auf Premier Niveau.

1997
: Krautige und eher grüne Nase (Paprika, grüner Pfeffer) mit einem Hauch rotbeeriger Frucht. Ein rustikaler Wein mit ebenso rustikalem und herbem Abgang ohne jegliche Erotik, dafür aber mit Charakter.
1999: Verhaltene leicht rauchige Nase. Scheint in einer schwierigen Phase zu sein. Im Gaumen ist er leicht süsslich mit einer cremigen Textur. Aber wieder vermisse ich die Frucht. 89 Punkte. Kann vielleicht zulegen.

2001
: Rote und dunkle Beeren. Gelleartige Frucht mit feinen Kräutern und viel Druck! Endlich ein richtig Guter dachte ich. Auch im Gaumen war dieser Wein feiner und schokoladiger. Der Abgang war lang und harmonisch. Premier Cru und für mich 92 Punkte mit viel Potential nach oben. Die Zeit wird zeigen wie viel…

2002
: Pflaumen, Preiselbeeren und Cassis. Wieder schwebte ein schokoladiger Film über die Frucht. Leider war dieser Wein leicht brandig und wirkte irgendwie unfertig. Auch im Abgang machten sich scharfe und grobkörnige Tannine bemerkbar. Mir gefiel er aber sehr gut und ich war mir sicher, dass dies ein Pirat sein müsste. Ich würde behaupten Grand Cru und 91 Punkte. Wird bestimmt anders aber nicht viel besser.

2004
: Gekochte feine Kirschfrucht mit feinen Anklängen von Cassis. Im Gaumen eher opulent und süss im Vergleich. Der Abgang noch schroff aber feiner als beim 2002er. Eigentlich wäre das genau mein Geschmack, würde dieser Wein nicht so harmlos und irgendwie uninteressant wirken. Man merkt es hat sich was am Barton-Geschmack geändert. Wieder Grand Cru und momentan 90 Punkte mit viel Potential nach oben.

Mein Eindruck ist, dass dieser Wein einerseits extrem langlebig und sehr gut strukturiert, andererseits aber auch fruchtarm und irgendwie rustikal ist. Der persönliche Favorit im jetzigen Stadium ist der 2001er, der durchaus grosses Potential hat und auch in der Runde am meisten Zuspruch bekam. Mir persönlich fehlten aber der letzte Kick, der Charme und die Erotik. Das müsste ein inoffizieller Premier doch zeigen können?

Für den meist aufgerufenen Subskriptionspreis ist das ein grossartiger Wein. Doch den üblichen Handelspreis nach der Arrivage ist er nicht wert. Viele Europäer schwören auf den Barton und ich meine – Gott sei Dank – denn dann kaufen sie möglicherweise nicht die Weine, die ich mag. Obwohl er definitiv ein Charakterwein ist, gefallen mir andere Weine aus dem Bordelais besser. Es scheint mir, dass dieser Wein ein beständig hohes Niveau hat und doch bei gewissen Jahrgängen den Erwartungen nicht ganz entspricht. Auch mit seiner Aromatik habe ich so meine Probleme…

Aus Spass tranken wir noch den Langoa Barton aus den Jahrgängen 2002 und 2004 und waren positiv überrascht. Der Langoa wirkte zwar ein bisschen gröber in der Struktur, doch konnte er überzeugen und war insgesamt sehr schön und auch “dunkel” in der Aromatik, was meinem Geschmack besser entspricht. Er war in diesem Stadium fast auf Augenhöhe mit dem Leoville Barton.
Fakt ist, dass diese Probe in drei oder vier Jahren wiederholt werden muss!

Die eigentliche Sensation war aber ein Comte de Peney 1998 von Domaine de Balisiers. Für mich der Sieger dieser Probe! Wenn man auch den Kaufpreis mit einbezieht…

Er zeigte sich wie eine Mischung aus einem Pauillac und einem Pessac. Dunkle, rauchige und leicht dreckige Nase hatte er gehabt und gewann mich vom ersten Moment an. Im Gaumen war er fein und hocharomatisch mit einem langen Abgang. Nun wer hätte gedacht, dass ein Wein aus der Schweiz mich mehr überzeugt als die Bartons? Mit seinen 12 Volumenprozenten hat dieser Wein alle Anwesenden begeistert und den Gastgeber stolz gemacht. Denn es war ein von ihm gewählter Pirat.
An dieser Stelle sage ich 91 Punkte und vielen Dank!
Wer diesen Wein im Keller hat, sollte ihn aber bald austrinken. Lange wird er nicht mehr halten.

Mr. Tinte

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Bordeaux 2003, Rotweine, Frankreich

bordeaux2003

Platz & Bild-nummer: Wein: Notitz:
Preis: Sfr
Bewertung
20er
Bezugsquelle:
1 Chateau D’Aurilhax, Cru Bourgeois, Haut Medoc AOC 2003
28.00
17
Mövenpick
2 Chateau De Cardaillan, Graves, 2003
12.00
16.5
Coop
3 Château Tayet, Cuvée Prestige 2003
13.50
16.5
DIVO
4 Chateau Cambon La Pelouse 2003
23.00
16.5
Bindealla
5 Chateau Gran Village, Bordeux Superieur AOC 2003
11.00
16
Mövenpick
6 Chateau Maucaillou, Moullis, 2003
29.00
16
Coop
7 Chateau Bolaire, Bordeaux Superieur AOC 2003
19.80
15.5
Schwarzenbach, Zürich
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Lieblingsweine, Rotweine, Blinddegustation

Platz & Bild-nummer: Wein:
Notitz:
Preis: Sfr Bewertung
20er
Bezugsquelle:
1 Chateau Musar 1998 37.00 17.5 Mövenpick
2 Barolo Rinadli 1997 37.50 17.5 Rinaldi
3 Dona Maria 2005 45.00 17.5 Invino vita
4 Cos DE’stournel 1994 Preis 1997 35.00 16.5 Mövenpick
5 Domaine Mongeard-Mugneret Savigny-lès-Beaune 1er Cru “Les Narbantones 2002 30.00 16 wysswy
6 Chateau de Chause 2002 böckser € 8.50 deklassiert Chateau de Chause