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Spargelwein – Blinddegustation mit Foodparing

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Ai Galli DOC Lison-Pramaggiore

Michele Saracino importiert die Weine der Schwiegermutter der Familie Ai Galli in die Schweiz. Ich habe mit Ihm 10 Fragen dazu gestellt. Die DOC Lison-Pramaggiore ist in der Schweiz nicht gross bekannt für Wein. Ai Galli macht 32 verschiede Weine, von einfacher bis hochstender Qualität, und sollten mal probiert werden.

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1. Wie sind Sie dazu gekommen Ai Galli Wein in die Schweiz zu Importieren?

Meine Schwiegermutter heisst zum Nachnamen “Galli”, somit wird schnell klar wieso ich dazugekommen bin. Famlienbedingt habe ich immer mehr die Nähe zur Weine “Ai Galli” gefunden und konnte mich von Zeit zu Zeit von der Region und der Rebberge faszinieren lassen.

2. Können Sie mir was über die Geschichte von Ai Galli sagen?

Der landwirtschaftliche Betrieb Ai Galli stammt ungefähr aus den 70er Jahren und verfügt über zirka 50 Hektaren, welches vollkommen mit Weinbergen angebaut ist und sich im DOC Anbaugebiet Lison-Pramaggiore befindet. Das Unternehmen ist mit Liebe und Leidenschaft geleitet, immer mit Rücksicht auf die jahrhundertelangen bäuerlichen Traditionen und die von der Natur auferlegten Gesetze und Rhythmen.

Die Organisations- und Herstellungsprinzipien des Betriebs sind auf folgende Ziele gerichtet: Die Reduktion der Ergiebigkeit pro Hektar, die Steigerung der Dichte der schon angebauten Weinberge und das Anlegen neuer Weinberge mit einer höheren Stockanzahl pro Hektar. Die Kontrolle des Vinifikationsprozesses und die folgende Aufbewahrung der gewonnenen Weine verwenden die modernsten Technologien, welche die Önologie zur Verfügung hat.

Das Ergebnis ist die Herstellung einer reichen Auswahl an Weinen, die immer mehr von Weinkennern geschätzt werden. Die vom Unternehmen gewonnene Anerkennungen der letzten Jahren sind eigentlich keine Ziele, sondern eher Bestätigungen, dass der begonnenen Weg richtig ist. Der Betrieb folgt deswegen dieser Richtung weiter.

Das Unternehmen ist stark auf lokaler Ebene eingewurzelt, das heißt in Venetien, Friaul-Julisch Venetien, Trentino-Südtirol und in Norditalien allgemein. Durch seine aktuelle Geschäftsorganisation ist es aber schon auf den wichtigsten europäischen Märkten anwesend.

3. Können Sie mir was über die Weinregion sagen, was macht sie besonders.

Das Land, auf dem die Rebbergen wachsen, bewährt sich besonders durch die so genannte ” caranto ” , einem Ton- und fluvialer – eiszeitlichen Ursprungs. Das führt zu einzigartigen Eigenschaften der Trauben. Auf dem Grundstück wurde eine sorgfältige Zonierung durchgeführt. Jahr für Jahr durch klonalen Selektion und Neubepflanzung , wurden die besten Reben für die Transplantation und die Vermehrung ausgewählt , um die typisch und die besten Trauben für qualitativ hochwertige Weine zu erhalten. Es gibt immer noch Pflanzen von mehr als fünfzig Jahren die es ermöglichen, die Weine die typischen Eigenschaften unserer Terroirs zu sschenken.

4. Was sind typische Weissweintrauben von Ai Galli und was macht sie so Typisch?

Typische Weissweintrauben sind: Lison (ex Tocai) und.

Die einheimische Rebe, die am besten unser Gebiet darstellt, ist die Lison DOCG (ex Tocai). Diese Sorte hat eine sehr alte Geschichte hat sich in unserer Gegend aus der Zeit der Republik Venedig, so gewachsen, so dass auch heute “der Wein der Dogen” genannt wird. sowohl in Bezug auf seit 2010 hat es sich in diesem Wein die Denomination von kontrollierter und garantierter Herkunft erkannt, die die maximale Höhe der Bedeutung der Produktqualität Sicht ist (dies das Unternehmen erfordert eine sehr strenge Spezifikation der Produktion zu haben, zu halten, Erträge pro Hektar, sowohl auf der Ebene der organoleptischen Eigenschaften, die der Wein haben muss). Unsere Weinberge DOCG Lison sind innerhalb der älteste der Produktion des Lison-Pramaggiore Gebiet, und das gibt uns die Möglichkeit, eine noch wichtigere Wein, Lison “Classico” DOCG zu realisieren. Der Begriff “Classic” ist reserviert nur für Weine aus Trauben ausschließlich Lison von der historischen Gegend angebaut (sehr kleine Fläche, die nur ein paar Gemeinden); Des Weiteren die Ausbeute pro Hektar weiter verringert werden muss (der Ertrag pro Hektar in unserem Fall etwa 85-90 dz). Das Ziel des Unternehmens ist viel Wert auf diese Rebe zu geben, versuchen, einen Wein zu produzieren, die am besten in der Lage, die einzigartigen Eigenschaften eines Gebiets mit Eleganz und Komplexität auszudrücken. Die typischen Merkmale dieses Weines sind sowohl das Parfüm, sowohl das Mandelgeschmack. Es ist ein Wein, der sich nicht eignet für lange Alterung, weil es seine charakteristische Eleganz verlieren würde. Unser Classico DOCG Lison folgt einem klassischen weißen Weinbereitung. Die Trauben werden in der Regel nur mit der Hand auf die erste Hälfte des Monats September geerntet worden sind; Gärung erfolgt in Edelstahltanks bei kontrollierter Temperatur, nach dem ein kleiner Teil des Weins in Eichenfässern Französisch für einen Zeitraum von etwa acht Monate übertragen wird. Dies ermöglicht es uns, einen Wein mit guter Struktur und aromatische Komplexität zu erzeugen.

Ein weiterer besonderer Weißwein unserer Produktion ist der Verduzzo. Wir sprechen von einer Rebe in der Region Friaul-Julisch Venetien, aber auch seit Jahrhunderten in unserer Weinbauzone weit verbreitet. Die Besonderheit dieser Sorte ist die Tatsache, dass zur Verwirklichung der verschiedenen Arten von Produkten geeignet ist, von der Firma Jahrgang Wein bis zum süßen Wein. Diese letzte Kategorie, nämlich Verduzzo Passito DOC Lison-Pramaggiore, ist eines der High-End-Produkte des Unternehmens.

5. Was sind typische Rotwein  von Ai Galli und was macht sie so Typisch?

Typische Rotweine sind: Refosco und Raboso

Für Rotweine werden in unseren Produktionsbereichen immer die berühmtesten internationalen Sorten kultiviert, wie Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon, Merlot, Pinot Noir, Malbec. Neben diesen gibt es auch die einheimischen roten Rebsorten: Refosco und Raboso.

Letztere ausschließlich in funkelnde Version produziert. Die Besonderheit des Refosco ist die Geburt eines Wein mit einem charakteristischen intensiven roten Farbe zu geben, fast “undurchdringlich” zu sehen, die mit einem starken Aroma kombiniert aber zugleich elegant. Sein außergewöhnlicher Name ist aufgrund der Tatsache, dass diese Vielfalt der peduncle hat (das Element, das die Cluster mit dem Zweig der Pflanze bindet) von rötlicher Farbe. Unter allen Sorten von roten Trauben oben aufgeführten sind 3 diejenigen, auf denen wir einen Großteil der Produktion von Rotweinen Niveau stützen: Cabernet Franc / Cabernet, Merlot, Refosco. Von diesen drei Produkte sind verschiedene Versionen gemacht, aus dem Jahrgang Wein und einfach strukturierter und komplexer Wein zu trinken, die eine Reifung länger oder kürzer in einem Holzfass unterzogen wurde.

6. Wie werden die Weine im Keller verarbeitet?

Das Weingut begrüßt jedes Jahr mehr als 10.000 Hektoliter Wein, mehr oder weniger gleichmäßig zwischen Rot- und Weißweine aufgeteilt. Durch den Einsatz von Ressourcen und den modernsten Weinbereitungsverfahren , wird eine hoher Produktionsstandard gewährleistet. Die Behälter für die Lagerung und Verarbeitung von Weine sind zum größten Teil in Edelstahl unter kontrollierten Temperaturen gesteuert. Viel Wert wird auch auf die Kontrolle der Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Raum gegeben, wo die Weine in Holzfässern liegen.

7. Wieviel verschiedene Weine macht Ai Galli?

32 Weine

8. Wie gross ist die Rebbau Fläche und wie ist sie aufgeteilt in Rot/Weiss/Rose/Proseco?

Das Unternehmen produziert 32 Produkte, unterteilt in vier Kategorien: Weißweine , rot stille Weine, Perl- und Schaumweine. Die Sektherstellung und Abfüllung der Schaumweine wird an ein anderes Unternehmen beauftragt.

Die Weinbergen sind in etwa 60 Hektar verteilt, verteilt gleichmäßig in roten Trauben und weißen Trauben. Was den Prosecco betrifft, so umfasst die Herstellung Land 5 Hektar, während für die Rosé die Größe weiter reduziert ist.

9. Zum Wein gibts ja meist was zu Essen, was sind typische Gerichte der Region für Wein trinkt man dazu?

Es gibt viele lokale Gerichte, die gut mit unseren Weinen passen. Zum Beispiel Polenta, Wildschweine zu Cabernet, oder Entenbrust mit Balsamico-Essig. Spezielle Gerichte passend zu Rotweine sind allgemein Fleisch aus der Region, wie Kaninchen nach Venetianischer Art. Für die Paarung mit Weißwein , eignen sich hochwertige Fische aus der Region. In diesem Fall sind die typischen Gerichte Sardinen mit “Pappardelle”, Aal-Eintopf mit Polenta, Fischsuppe . Neben Fleisch und Fisch, bietet die Umgebung viele andere Spezialitäten wie Käse und Gemüse der Saison.

10. Wo kann man die Weine degustieren?

Die Weine können bei mir an der Grütstrasse 12 in 8957 Spreitenbach degustiert werden, jedoch gegen Voranmeldung und ab ein gewisse Anzahl Personen. Ich verfüge leider “noch nicht” über einen Lokal. Quartalsweise organisiere ich Weindegustationen, die nächste befindet sich bereits in Planung und sollte im Mai/Juni stattfinden.

Vielen Dank für das Interview

Die Weine kann man bei AptWeine, Spreitenbach Bestellen und Kaufen.

Prost Pascal Burckhardt

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Familie Illy eröffnet ihren goldenen Keller – Podere Le Ripi

Podere le Ripi

Am 20. Februar eröffneten Francesco und Ernesto Illy ihren Weinkeller auf Podere le Ripi in Montalcino. Das Vater-Sohn-Projekt – Francesco ist Winzer, sein Sohn Architekt – reifte ganze 13 Jahre bis zur Vollendung. Entstanden ist ein natürliches Bauwerk ohne Stahlträger oder Chemikalien und damit der erste bewusst biodynamisch gehaltene Weinkeller der Toskana.

Der Traum von Francesco Illy, Gründer und Inhaber von Amici Caffè (weltweit: illycaffè) in Cham, war es, einen Keller zu bauen, wo man oben die geernteten Trauben hineingibt und unten der Wein in Flaschen herauskommt – alles biodynamisch natürlich. Nach 13 Jahren ist das Projekt nun ausgegoren und im neuen Weinkeller von Podere le Ripi wurde bereits die Ernte von 2015 vergärt. «In der Biodynamik arbeitet man mit dem Leben, im konventionellen Anbau mit dem Tod», sagt Francesco Illy. «Deshalb wollten wir einen natürlichen Lebensraum für den Wein sowie für dessen kleinen Helfern, den Mikroorganismen, schaffen.»

Die Funktion diktiert die Form

Der Keller windet sich wie ein Schneckenhaus in die Erde – alles im Goldenen Schnitt. Der gesamte Vinifizierungs-Prozess findet natürlich und entlang den Formen des Kellers statt. Neben Beton, welcher oft mit Chemikalien angereichert wird, verzichtete der Architekt Ernesto Illy auch auf Stahlträger oder Pumpen, die den Wein von einer Kammer in die nächste schaufeln: «Wir empfinden diesen Prozess als sehr gewaltsam und sind überzeugt davon, dass es sich positiv in den Aromen ausdrückt, wenn wir das Rohprodukt sanft behandeln.» Dazu nutzt der junge Architekt die Schwerkraft.

Die Kräfte und Gezeiten der Natur

Natürlich reift der Wein in Holzfässern und Klimaanlagen sucht man in den Gewölben des Kellers vergebens. Sogar die Tage werden auf eine der natürlichsten und ältesten Arten überhaupt gemessen – mittels Sonnenkalender. Das Licht fällt pünktlich jeden Tag um 12.13 Uhr auf den Boden im Zentrum der Cantina Aurea, des goldenen Kellers. Eine etwa 13 Meter lange Linie, auf der alle Tage eingetragen sind, dient als Anzeige.

750‘000 Ziegelsteine für die Biodynamik

Wo andere Weingüter mit den Kosten und teuren Namen protzen, beeindruckt Podere le Ripi mit anderen Zahlen. Ganze 10 Jahre dauert es, bis Vater und Sohn die perfekten Baupläne ausgearbeitet hatten. Die beiden genossen es, ihrer Fantasien freien Lauf zu lassen. Sie verworfen Ideen und ersannen neue bis zu dem Zeitpunkt, wo alles passte. Von da an ging es an den Bau. Dieser dauerte 4 Jahre, insgesamt wurden 750‘000 Ziegelsteine einer nach dem anderen mit Mörtel von Hand angelegt.

Biodynamik/Bio Weine

Seit 2011 zu 100% chemiefreie Weine. Offiziell betitelt werden dürfen diese jedoch erst ab den Zertifizierungen: Seit 2014 ist Podere le Ripi als biologischer und seit 2015 als biodynamischer Hersteller zertifiziert.

Podere le Ripi, Lupi e Sirene 2010Podere le Ripi, Lupi e Sirene 2010

Anlässlich der Eröffnung degustierte ich den Podere le Ripi, Lupi e Sirene 2010

Im Glas: Dunkles Rubinrot

In der Nase: Dunkle Kirschen und Brombeer mit eine Gewürznote. Am Anfang etwas verhalten, dann sehr Kraftvoll.

Im Gaumen: Tolle Frucht, kraftvoll, dichte Tannine, Langer Abgang.

Fazit: Ein Top Brunello di Monatlcino. Der sicher noch Jahre Spass macht, er ist jetzt am Anfang seiner Genussreife. Der Wein mindesten 1 Stunde vor Genuss karaffieren. Auch wenn der Wein vom Jahrgang noch nicht Bio ist,  gehört er für mich zu den Top Weinen von Italien. Dies hat auch seinen Preis.

Ich bewerte den Wein mit 18.5  Punkte

Bezugsquelle: www.amici.ch zu CHF 99

Prost Pascal

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Trebbiano “Vigna di Capestrano” DOC

 

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Trübe Weine (nicht filtriert) ) sind seit dem Naturwein Trend wieder in. Zurück zur Natur, was ja Wein sein sollte. In den letzten Jahren musste der Wein klar sein, damit der ‘Kenner’ sah, dass sauber im Weinkeller gearbeitet wurde und nichts zu verstecken hat. Die Zeiten sind vorbei und ein trüber Wein eine Frage der Stilistik. Ein guter Grund so einen trüben Wein mal zu verkosten.

Das Opfer meiner Begierde ist der 2009 Trebbiano “Vigna di Capestrano” DOC, aus den Abruzzen (also aus ca. der Mitte von Italien), einer Gegend mit eher deftiger Küche (Suppen, Eintöpfe etc.) und die Heimat der roten und auch eher deftigen Rotwein Traube Montepulciano.

Ich war gespannt was mich erwartet; es war eine Überraschung im sehr positiven Sinn: Die Farbe durch das trübe, was eher an einen ‘Suure Most’ oder weissern ‘Suuser’ erinnert, hat mich anfänglich etwas irritiert, dass sind wir uns nicht mehr gewohnt.  Auch ist der Wein kein Blender der sofort zeigt was er nicht hat 😉 , ganz im Gegenteil, eher ein Wein der innere Werte. In der Nase eher zurückhaltend und sehr mineralische Noten, wie man es von reifen und teueren Rieslingen her kennt, dezente mit Zitrus Aromatik. Im Gaumen kommt die Frucht und das Volumen voll zur Geltung wie man es von grossen Rieslingen her kennt und nicht in einem Wein aus den Abruzzen vermutet.

Der Wein hat einen sehr langen Abgang und passt gut zu deftigen Essen. Ein Top Wein für Liebhaber von reifen Weinen. Mir ist nun auch klar, wieso der Wein  3 bicchieri im Gambo Rosso erhalten hat. Kaufempfehlung. 17.5 PBU Punkte.  Zu kaufen bei Jegglin Weine

Liebe Grüsse & Prost
Pascal Burckhardt

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Wein Anlässe im Februar

Edle Tropfen aus dem Veneto

Nutzen Sie die Gelegenheit Ihre Fragen den anwesenden 26 Top-Winzern direkt vor Ort zu stellen. Montag 13. Februar 2012. Kongresshaus, Zürich

Organsiert von  U.Vi.Ve. – Unione Consorzi Vini Veneti Doc und Vinum: Anmeldung 

Dia del Vino (Weine aus Spanien)

Die Importeure der Weine aus Spanien zeigen ihre Weine am 20. Februar 2012 im Kongresshaus, Zürich. Organsiert von der Spanischen Botschaft in Bern: Anmeldung

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Resultat: Blinddegustation, Barbaresco, Rotwein, Italien

 

 

Bild:Wein: Preis: SfrBewertung
20er
Bezugsquelle:
1Barbaresco DOCG – Riserva Moccagetta 200546.00
16Vergani, Zürich
2Barbaresco DOCG – „Micca“ Dante Rivetti 200524.5015.5InVinoVita, Stäfa
3Barbaresco DOCG – Ronchi 200622.5016.5Direktbezug beim Winzer
4Barbaresco DOCG – Marcarini 200538.0016.5FlaschenPost
5Barbaresco DOCG – Santo Stefano 200749.5017.5FlaschenPost
6Barbaresco DOCG – „Gaia Principe „ R. Sarotto M.O. 200532.3016.50FlaschenPost

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Barbaresco, Rotwein, Italien – die letzte Blinddegustation – 24.11.11

Seit 2003 organisieren Beat und ich Blinddegustationen mit jeweils 6 – 9 Weinen. Anfangs waren es 12, seit vier Jahren noch besser “verträgliche” 6 Degustationen pro Jahr. Teilgenommen hatten jeweils zwischen 6 – 18 (!) Blinddegustanten/innen. Die Weine wurden nach einer 20er Skala bewertet und die Resultate teils heftig diskutiert, nur selten waren sich alle einig. Die Resultate wurden anschliesend auf Weinheiten veröffentlicht.

Wir hatten viele schöne Abende mit unseren Weinen und den vielen interessanten Teilnehmern. Nun ist aber die Zeit für etwas Neues gekommen. Wir möchten in Zukunft unsere Weine mehr im Kontext mit Essen erkunden, oder auch alte Degustationen mit anderen Jahrgängen nachdegustieren. Dies alles ohne Druck, einfach nach Lust und Laune. Daher wird die Barbarecso Blinddegustation die lezte nach herkömmlichem Muster sein. Wir bleiben natürlich dem Wein treu, aber in einer neuen Form!

Gruss und Dank
Pascal Burckhardt und Beat Schwengeler

Barbaresco Info

Der Barbaresco bezeichnet einen trockenen Rotwein aus Norditalien, der aus der Region Langhe im Piemont, genauer aus dem Gebiet um die Ortschaften Barbaresco (Piemont),Treiso und Neive, kommt. Da er, ebenso wie der Barolo ebenfalls zu 100 Prozent sortenrein aus der Nebbiolorebe hergestellt wird, wird er oft als “der kleine Bruder” des Barolo bezeichnet. Im Unterschied zum Barolo liegen die Hügel des Barbaresco etwas niedriger und haben eine andere Bodenbeschaffenheit, sodass der Wein weniger wuchtig und dafür samtiger wird. Er wird jedoch im Vergleich zum Barolo sehr unterschätzt. 1966 wurde er alsDOC klassifiziert, am 3. Oktober 1980 wurde er als DOCG anerkannt [1] . Der Barbaresco wird auch “Wein der Königin” genannt.

Die DOCG-Bestimmungen für den Barbaresco sehen eine Mindestausbauzeit von 2 Jahren im Fass vor (für Barolo 3 Jahre); es handelt sich somit um einen “Riserva”. Analog zum Barolo tobt auch hier der Kampf zwischen den Verfechtern der althergebrachten Methoden, den so genannten Traditionalisten, und den Modernisten, wobei letztere einen prominenten Fürsprecher haben. Gemeint ist die Galionsfigur des Piemont, Angelo Gaja (auch „Angelo Nazionale“ genannt), der sich weltweit einen hervorragenden Ruf mit traditionellen Weinen gemacht hat, seine letzten Jahrgänge jedoch als IGT-Weine klassifizierte. Für diese Weine verwendete er neben den einheimischen Nebbiolo und Barbera auch die französischen Rebsorten Cabernet Sauvignon und Merlot, und der Preis für diese Experimente ist überdurchschnittlich.

Die Preise für Barbaresco beginnen bei etwa Sfr. 18.00. Eine Besonderheit unter den Winzern in und um Barbaresco: die sog. “Produttori”, ein lockerer Verbund von Winzern in B., die ihren Wein genossenschaftlich vermarkten, jedoch die einzelnen Winzer noch namentlich nennen.

Kurzbeschreibung:

  • Aussehen: Granat- bis Rubinrot

  • Geschmack: fülliger, samtiger Rotwein mit viel Alkohol (ab etwa 13 Volumenprozent, meist mehr)

Quelle: Wikipedia

Bitte bis am 22.11.11 anmelden

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Trentino: TrentoDOC, Teroldego & Grappa

Anlässlich der “Trentino Wine Tour 2011” wurden Beat und ich zum Presse – Lunch ins Restaurant Metropol in Zürich eingeladen. Schon vor einem Jahr hatten wir das Vergnügen im Grand Hotel Dolder die spannenden Weinerzeugnisse dieser italienischen Region zu degustieren. Die Einlandung nahmen wir deshalb sehr gerne an!

Trentino

Trentino

Zum Apero und zur Vorspeisse kredenzte der Sommelier Nicola Mattana von Bunovini 3 herrliche, aber sehr unterschiedliche TrentoDOC.  Unter TrentoDOC versteht man den nach traditionellem Flaschengärungsverfahren hergestellten Trentiner Schaumwein. Giulio Ferrari arbeitete ab 1906 im Trentino als erster nach dieser Methode. Auch heute steht das Haus Ferrari mengen – aber auch renomméemässig an erster Stelle der Trentiner Sekthersteller. Mittlerweile ist jedoch die Sektherstellung zu einem tragenden Pfeiler der Weinwirtschaft geworden. Chardonnay, Pinot Blanc und Pinot Noir dienen als Grundwein zur Sektherstellung. Strenge Vorschriften und Kontrollen stellen die Einhaltung der hohen Qualitätsstandarts sicher. Geregelt sind ausser der Zulassung der erwähnten drei Rebsorten, die minimale Lagerzeit (24 Monate, wovon 18 auf der Hefe in der Flasche).

Zum Hauptgang wurden 3 Teroldego Rotweine degustiert. Die autochthone rote Trentiner Rebsorte Teroldego ist neben der Rebsorte Marzemino die Hauptrotweinsorte und  wird erstmals im 15. Jh. urkundlich erwähnt. Eine genetische Verwandtschaft besteht zu Lagrein und dem Marzemino. Das Hauptanbaugebiet liegt in der Piana Rotaliana (auch Campo Rotaliano). Die Weine haben, entgegen dem Trend, einen nicht zu hohen Alkoholgehalt, sind aber doch sehr ausdrucksstark. Mir haben sie sehr gemundet.

Zum Dessert wurden noch 3 Grappa gereicht, welche ich mehr mit meiner Nase erforschte und bei zweien eine angenehme Würznote endeckte (Pili Giovanni Diest Trentino Grappa Gewürztraminer und G. Bertoganolli Dist. Trentino Grappa Koralis) , welche ich auf den Gewürztramminer Trester zurück führe.

Fazit: Das Trentino kann mit seinen wundervollen Weinen ein Essen in Perfektion begleiten.

Gruss Pascal Burckhardt

PS: Das Essen (Kartoffelgnocchi mit  Jakobsmuscheln, Kalbsfilet mit Gemüse-Bouquet und Capaccino Panna Cotta mit Schokoladne-Trüffel-Eis) war auf einem den Weinen ebenbürtigen Niveau.

Wein Nr.Wein:Bezugsquelle:Preis:Notize:
TrentoDOC
1Cesarini Sforza Spumanti TrentoDOC 2006noch kein Weinhändler in der SchweizSfr. 16.00 - 21.0080% Chardonnay, 20% Pinot Noir - 48 Monate auf der Hefe - Feine Hefe Note - 17 PBU Punkte
2Methius Riserva 2005 Trentodoc noch kein Weinhändler in der SchweizSfr. 22.00 - 27.0060% Chardonnay, 40% Pinot Noir - 60 Monate auf der Hefe - Chardonnay mit Hefe Note - 18 PBU Punkte
3Ferrair Fi.lli Llunelli Perle Rose 2005 TrentoDOCGastrovin Sfr.68.0080% Chardonnay, 20% Pinot Noir - 60 Monate auf der Hefe - Feine Hefe Note, rund und elegant - 17.5 PBU Punkte
Teroldego 100%
4Endrizii Az. Vin. Teroldego rotalino D.O.C Superiore 2008Rutishauser AGSfr. 24.80Nase: reife Bananen - 16.5 PBU Punkte
5Donati Marco Az. Agr. Teroldego rotalianao D.O.C Sangue die Drago 2008noch kein Weinhändler in der SchweizSfr. 22.00 - 27.00Nase: reife Bananen - rund 17 PBU Punkte
6Villa Corniole Az. Vin. Teroldego rotaliano D.O.C. 7 Pergole 2004noch kein Weinhändler in der SchweizSfr. 22.00 - 27.00Reife Früchte, komplex, hervorrangender Wein, 18.5 PBU Punkte

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TRENTINO WINE ON TOUR 2011 IN ZÜRICH

Eine Reise durch die faszinierende Weinvielfalt des Trentino am 7. März im Metropol, Zürich

EHRENGAST: RUBEN LARENTIS, ÖNOLOGE DES JAHRES 2011/ GAMBERO ROSSO

Insgesamt stehen 58 ausgewählte Weine und Grappas von 33 Genossenschaften, Weingütern und Brennereien aus Trentino jeweils in den beiden Städten zur Verkostung an. Der Schwerpunkt liegt auf den autochthonen Rebsorten Teroldego Rotaliano D.O.C. und Trentino D.O.C. Marzemino sowie den erstklassigen Vertretern des berühmten Schaumweins TRENTODOC Metodo Classico und des TRENTINO GRAPPA .Parallel zur freien Verkostung von 14 – 19 Uhr bietet der Journalist Dr. Jens Priewe sowie Dipl. Ing. agr. ETH Hans Bättig, Wein Consultant, in kommentierten Verkostungen Einblicke in die faszinierende Wein vielfalt des Trentino. Ehrengast auf der TRENTINO WINE on tour 2011 in Zürich ist Ruben Larentis. Der Trentiner wurde vom Gambero Rosso mit dem begehrten Titel „Önologe des Jahres 2011“ ausgezeichnet. Die Trentiner Weingärten erstrecken sich auf 10.000 Hektar, die auf Höhen bis 800 Metern ü.M. liegen. Mehr als 70% der Weine sind DOC-Weine. Nationalen wie auch internationalen Ruhm besitzt der Spumante TRENTO DOC, der nach der klassischen Flaschengärungsmethode hergestellt wird und mehr als 35% der italienischen Schaumwein-Produktion ausmacht.

Programm:

14 – 19 Uhr           Freie Verkostung für das Fachpublikum

Ab 16 Uhr              Auch für private Weinliebhaber

15 – 16 Uhr           TRENTODOC Blanc de Blancs: Chardonnay in seiner schönsten Form! Mit Dr. Jens Priewe

17 – 18 Uhr           Original Trentino: Marzemino, Teroldego und Trentino Grappa

– so schmeckt Trentino! 

Mit Dip. Ing. agr. ETH Hans Bättig, Wein-Consultant

19 – 20 Uhr          Afterwork: Wine tasting Trentino mit TRENTODOC Metodo Classico, Café/ Bar im Metropol

Die Veranstaltung wird von Trentino Marketing S.p.A. – Area Produzioni Trentine ausgerichtet.

Kommentar:

Ich war vor einem Jahr an der Veranstaltung und ich war überrascht wie eigen die Weine sind. Eine wirkliche Endeckung von eigenständigen Terroir Weine (autochthonen Rebsorten Teroldego Rotaliano D.O.C. und Trentino D.O.C. Marzemino) . Leider gibt es noch zu wenige Weinhändler die  sich getrauen die Weine ihren Kunden schmackhaft zu machen. Ich hoffe das ändert sich in Zukunft.

Also hingehen und endecken!

Gruss Pascal Burckhardt


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Bericht von der Expovina (Weinschiff) Zürich 2010

Dieses Jahr gab es für uns vor allem einen Grund die 57. Exopvina zu besuchen; die unmittelbar  bevorstehende “Weinheiten” Blinddegustation kroatischer ” Plavac Mali ” Weine.

Josip Blazevic / Maja Wildi

Josip Blazevic / Maja Wildi von Vallis Aurea

Also gingen Beat und ich direkt an den Stand 207 der Weinhandlung Vallis Aurea Schaffhausen, Frau Maja Wildi und Herrn Josip Blazevic führten uns freundlich und kompetent in die kroatische Wein-Kultur ein. Kroatien hat alle 5 Klimazonen im Land vereint, daraus ergeben sich auch sehr unterschiedliche Weine. Die Rotweintraube “Plavac Mali” wird hauptsächlich in der Region Dalmatien  angebaut. Wir probierten alle Qualitätsstufen vom einfachen Tischwein bis zum sehr komplexen Top Wein (mehr in der Blinddegustation vom 11.11.10). Die Weissweine welche in Slawonien und in Istrien angebaut werden ( Trauben:  Grasevian, Malvazija und Sauvingon Blanc), überzeugten und haben mich sehr an österreichische Weissweine  erinnert. Ich denke wir werden uns  2011 die Weissweine Kroatiens einmal näher unter die Lupe nehmen. Alle haben ein sehr gutes Preis/Genuss/Verhältnis (PGV) und sind hier noch völlig unbekannt, zu unrecht, wie ich meine.

Mein nächstes Ziel war der Divo Stand: Wo ich 2008 Chateuneuf-du-Papa, La Barroche Terroir, Ch & J Barrot (16 PB Punkte); 2007 Vacqueryras Vielles Vignes, Domaine la Monardiere (18 PB Punkte); 2008 Coudoule de Beaucastel (17 PB Punkte, mit Sfr. 20.80 ein super PGV), Don Tommaso 2006, Chianti Classico, Fattoria le Corti (17,5 PB Punkte), Cotinone 2005, San Severo di Puglia (16 PB Punkte). Wie ich erfahren konnte wird es bei Divo auch nach dem tragischen Tod von Herrn von Ritter weitergehen und es werden neue und spannende Weine einem gestraften Programm Platz machen.

Ein kurze Abstecher zu Boucherville wo mir der 2008 Saar Riesling von Van Volxem (schön knackig, 17 PBU Punkte) sehr gut gefallen hat.

Ein Halt bei Franz Huber; 2007 Malbec Reserva Tapiz (17.5 PBU Punkte)

Bei Bindella wollte ich mal den Malbec von Masi; Passo Doble 2008, Masi Tupunga

to (14PBU Punkte, eher ernüchternd) probieren, wo mir der 20

08 Torcicoda, Salento igt – Tomaresca (17.5 PBU Punkte und mit 19.00 ein super PGV) empfohlen wurde, daneben auch kurz anderen Weine von Masi probiert: Campofiorin, Rosso del Veronese 2007 ig (15 PBU Punkte), Brolo die Campofiorin, Rosso del Veronese igt (15,5 PBU Punkte) und Costasera, Amarone della Valpolicella classico doc (18 PBU Punkte).

Am Schluss noch zu Lusa Weine um die positive Entwicklung in Portugal zu überprüfen. Die Weine werden immerbesser hier eine kleine Auswahl: 2008 Estação, DOC Douro (14,5 PBU Punkte), 2007 Vale da Raposa Touriga Nacional (15.5 Punkte), 2008 Quinta da Gaivosa (18 PBU Punkte), 2006 Ortigão Grande Escolha, Reg. Beiras (17 PBU Punkte), 2006 Tinta Boa, DOC Lisboa (15.5 Punkte) und den 2006 Casaboa Touriga Nacional, Regional Lisboa (17,5 PBU Punkte). Im 2011 werden wir uns bei “Weinheiten” wieder dem Weinland Portugal mit seinen 317 autochthonen Rotweinsorten  widmen.

Leider war die Zeit zu kurz, so konnte ich nicht alle meine Lieblings – Weinhändler besuchen.  Mein Tipp für das Weinschiff, möglichst früh gehen, ab 17 Uhr wird es zu voll. Die Exopvina geht noch bis zum 18.11.2010 und ein Besuch lohnt sich.

Pascal Burckhardt