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Penfolds Max’s Shiraz Cabernet 2014, zu Ehren Max Schubert

Das Weingut Penfolds ehrt die australischen Kellermeister-Legende mit dem

Penfolds Max’s Shiraz Cabernet 2014

Max Schubert der Vater des wohl berühmteste Weins Austalien «Grange», hat den Weinbau in seinem Land geprägt wie kein andere. Er war 27 Jahre Chef-Kellermeister bei Penfolds und währe am 9. Februar 100 Jahre alt geworden. Max Schubert war ein Autodidakt und Penfolds ehrt mit dem Max’s Shiraz Cabernet 2014 sein Schaffen.

Max Schuberts Leben
Max Schubert hat sich bei Penfolds als Lierferjungen angefangen und sich zum Chef-Kellermeister hochgearbeitet. Schubert hat nie ein Studium der Önologie abgeschlossen, er war ein Mann der Praxis, der sich durch Beobachtung und eigene Erfahrungen das Weinmachen beigebracht hat. Der Erfinder des «Grange» und der«Bin» Weine war ein Wegbereiter des weltweiten Erfolges des Australien Weins.

Penfolds Max's Shiraz Cabernet 2014Penfolds Max’s Shiraz Cabernet 2014

Im Glas klares Rubinrot mit violetten Reflexen.

In der Nase nach riefen Roten Beeren und Eucalyptus

Im Gaumen zupackend, voll, weiche Tannine, etwas Carmel.

Fazit: Toller Wein, angenehm nicht überholzt aber noch etwas jung.

16.5 Punkte

CHF 29.90

Bezugsquelle: Rutishauser Barossa Weinkellerei

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Der Einfluss des Barriques auf den Wein

Barriques-Einfluss

DIVO, der Weinclub, hat anlässlich seines 80. Geburtstag zu einer speziellen Degustation eingeladen:

Der Einfluss des Barriques auf den Wein

Zusammen mit Familie De Mour, vertreten durch den Jean-Michel Garcion, Önologe und CEOBarriques-Einfluss der Weingüter Château Haut Breton Larigaudière, La Croizille, Tour Baladoz und Tayet, degustierten wir mehr als 40 Fassmuster von mehreren identischen typischen Bordeau Weinsorten wie, Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Petit Verdot. Alle Weine stammen aus den obigen Weingüter aus dem Bordeaux (Margaux und Saint-Emilion).

Beispiel Chateau Tour Balodoz – Lot 4B – Merlot aus 8 verschidenen Barriques, verschiedene Hersteller Boussuet, Franis, Nadalie, Marc Kennel, Vicard, Caduss, Marchive,  aus Frankreich und Quintessence aus den USA. Die Barriques hatten auch veschiedene Toastings.

Barrriques

Das am häu­figs­ten ver­wen­dete Gefäss zur Rei­fung des Weins im Bordeaux ist das Barriques. Ein Barriques im Bordeaux fast 225 Liter. Seine wich­tigste Eigen­schaft ist, dass der Wein in ihm atmen kann. Die Sau­er­stoff­zu­fuhr beschleu­nigt die Poly­me­ri­sa­tion. Dadurch wird der Wein wei­cher, har­mo­ni­scher, komplexer.

Im Wein entsteht dadurch je nach der verwendeten Holzart und der Intensität des Toasting (Die verschieden Toastings  von wenig Toasting ML, über hautsächlich mittel Toasting MT bis mittel Toasting plus MT+) (Fasseinbrand) ein typischer Geschmackston nach Karamell, Kaffee und Toastbrot; der Wein wird dabei sensorisch wesentlich verändert.

Degustation

Jean-Michel Garcion hat uns anhand seiner Eindrücke erklärt wir er den Wein nach den Barriques Proben cuvcetiert um schlussendlich den fertigen Bordeaux Wein zu erhalten. Wir haben zuerst zusammen mit Ihm je 2-4 Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Petit Verdot Fassmuster degustiert und durften dann die restlichen Fassmuster degustieren.

Am Schluss haben wir dann die fertigen Brodeaux Weine von Château Haut Breton Larigaudière, La Croizille, Tour Baladoz und Tayet, zum Teil auch mit Jahrgangs Vertikalen degustiert.

Fazit

Die Idee, Bordeaux Wein, in die Bestandteile zerlegt, zu degustieren war sehr interessant und hoch komplex. Die Zeit war leider zu kurz um so ein komplexes Thema zu erfassen. Der Unterschied von Französischen zu USA Barriques war für mich am Grössten Mir persönlich haben von den Fassproben die des Petit Verdot am besten gefallen und von den degustieren Weinen der  Château Haut Breton 2010 in der Magnum Flasche (1.5 Lt.)

Prost Pascal Burckhardt

Danke an Divo und Jean-Michel Garcion für diese einmalige Gelegenheit Bordeaux in den Einzelteile zu degustieren.

 

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Hotel de Londres, Brig – ‘täglich grüsst das Murmeltier’

Hotel de Londers

Das Hotel de Londers in Brig hat mich zu einer Weindegustation von Vins de Chevaliers und Varnoier  eingeladen. 

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Das Hotel 

Das Motto des Boutique Hotel  ‘Zuhause bei Freunden’ wird wortwörtlich umgesetzt. Der Wohlfühlfaktor ist sehr hoch. Das Hotel de Londres wurde 1884 erbaut und von 2013 bis 2015 renoviert. Die Einrichtung ist ein Mischung aus grafischen Elementen aus dem Wallis und London Design, modern und warm. Das Team von Atelier Zürich (Razzia etc) hat meinen Geschmack getroffen. Die Zimmer sind schlicht mit schönen Details gestaltet. Das ganze Haus hat ein sehr warmes Farbkonzept. Ein Stilelement ist das Murmeltier, dieses entdeckt man überall im Hotel de Londres.

Das Konzept von Bed & Breakfast mit Snacks aus der Region in der Wohnstuba mit Honesty Bar, mit regionalen Weinen im Offenausschank trifft den urbanen, ungezwungen Lifestyl. Als Gast fühlt man sich von Daniela Noti und ihr Team herzlich Willkommen.. Das Frühstück ist sehr reichhaltig mit Produkten aus dem Wallis.

Die Weindegustation mit Essen

Die Weindegustation mit den 2 Winzern war sehr interessant, beide sind im Wallis zuhause,  keltern die selben Trauben sind aber vom Weinstil sehr unterschiedlich. Andy Varnoier baut seine Weine modern aus, die Weine haben zum Teil restsüsse und sind sehr Rund. Die Weine von Vins des Chevaliers sind eher traditionell ausgebaut, aber mit hoher Präzision. Schlussendlich ist dies eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Hotel-de-londres-degustaion

Varonier – der Moderne

Andy Varonier war mit Mutter anwesend und hat seinen modernen Weinstil gut propagiert.  Der moderne Weinstil
ist nichts für Puristen und eine Geschmacksache – unbedingt probieren!

Ich hatte folgende Weine im Glas:

  • Fendant Gold AOC – CHF 17.50 – modern mit etwas restsüsse – 16 Punkte
  • Johannisberg Gold AOC – CHF 18.50 – modern rund – 16 Punke
  • Chardonnay Gold AOC – CHF 23.00 – voll im Gaumen – 17 Punkte
  • Petite Arvine Gold AOC – CHF 23.00 – sehr rund – 16 Punkte
  • Pinot Noir Bronze AOC – CHF 16.50 – ehrlicher einstiger Pinot – 16 Punkte
  • Pinot Noir Gold AOC – CHF 24.50 – so muss ein Pinot sein – 17 Punkte

Vins des Chevaliers – präzise Tradition

Der Verkaufsleiter hat uns die Weine erklärt und uns auch das Sherpa Wein Projekt vorgestellt. Die Weine sind auf den Punkt ausgebaut.

Ich hatte folgende Weine im Glas:

  • Fendat – CHF 14.00 – so stelle ich mir einen guten Fendant vor – 17 Punkte
  • Johnnaisberg – CHF 17.00 – würzig und knackig – 16.5 Punkte
  • Chevalier Blanc / Assemblage – CHF 28.00 – schön ausbalanciert – 16.5 Punkte
  • Grand Cru Pinot Noir de Salquenene – CHF 25.50 – wärme und tiefe – 17 Punkte
  • Pinot Noir Reserve – CHF 27.00 – grosses Kino – 17.5 Punkte
  • Sherpa Rouge – CHF 22.00 – runde Sache – 16 Punkte

Nach der Degustation wurde ein Essen serviert. Zur Vorspeise eine Kürbissuppe und zum Hauptgang  Walliser Cholera mit Nüsslisalat. Der Dessert mit Maronikuchen und Linzertorte rundete das Essen ab.

Fazit 

Das Hotel de Londres ist ein Hotel, wo man gerne verweilt und wo sich gut als Ausgangspunkt für Walliser Aktivitäten eignet. In 30 Minuten ist man im Skigebit Bellalp . Die Weindegustation mit Essen sind ab Januar monatlich geplant. Ein guter Fluchtpunkt um aus den Alltag auszubrechen.

Nächste Weindegustation mit Essen ist am 22. Januar 2017 mit Caves du Paradis & Cave du Verseau 

Prost Pascal Burckhardt

PS: Brig ist in rund 2 Stunden von Zürich, mit dem Zug, erreichbar.

Adresse:

Hotel de Londres
Bahnhofstrasse 17
3900 Brig T +41 27 530 10 77
www.hotel-delondres.ch

 

 

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Château de Fieuzal 2008 cru classé Pessac-Léognan ac, Bordeaux

chateau fieuzal 2008

Bordeaux ist das grösste zusammenhängende Weinbaugebiet der Welt und auch ein bekanntes Synonym für teuere bis sehr teuere Weine. Bordeaux ist aber nicht gleich Bordeaux. Es gibt wohl keine Weingegend die so viele verschiede Weinarten produziert wie das Bordeaux. Ich machte ein Selbstversuch und bestellte ein Bordeaux cur classé für unter CHF 50: Château de Fieuzal 2008 cru classé Pessac-Léognan ac, Bordeaux. Taugt er als Festtagswein?

Die meisten Weine aus dem Bordeaux bestehen aus Cuvee, also aus mehr als einer Traubensorte. Die Haupt Traubensorten sind für Rotweine: Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc und Petit Verdot. Auf die Weissweine und die Süssweine (Sauterns) welche auch sehr gut, berühmt und zum Teil auch sehr teuer sind möchte ich hier nicht eingehen, würde den Rahmen meines Selbstversuch sprengen.

Château de Fieuzal 2008 besteht aus folgenden Traubensorten:

60% Cabernet Sauvignon
30% Merlot
05% Cabernet Franc
05% Petit Verdot

und ist so ein guter Vertreter, was ein ‘typischer’ Bordeaux aus macht. In der Betreibung steht folgendes:

Die Trauben der über 30 Jahre alten Reben werden von Hand gelesen und streng selektioniert. Die Vergärung findet in temperaturkontrollierten Edelstahltanks statt. Anschliessend reift der Jungwein während 16 bis 24 Monaten in bis zu 50% neuen französischen Barriqus.

Der Wein ist von seiner Machart eher auf  Langlebigkeit getrimmt. So wird seine Genuss ‘jetzt bis 2030’ angegeben. Hier versteckt sich auch ein Problem im Bordeaux. Soll man den Wein zum sofort trinken machen oder einen langlebigen Wein, der aber die ersten 10/15  Jahre ungeniessbar ist. Château de Fieuzal 2008 ist für mich momentan in einer zwischen Phase. Ich habe Ihn schon mal im 2013 probiert und da war er Fruchtphase und war schon sehr zugänglich und machte schon unheimlich spass. Er wirkt jetzt nicht so zugänglich; die Tannine sind im Vordergrund und das Holz ist noch zu dominant.  Dies wird sich aber ändern. Die Tannine werde weicher und das Holz wird in den Hintergrund rücken.

Ein weiter wichtiger Punkt ist auch die Lage und die Klassifizierung des Weinguts im Bordeaux.  Es gibt verschiede Lagen und auch verschiede Klassifizierung die auch etwas über das Renommee und Weinart aussagen und so ein grossen Einfluss auf den Preis haben. Über Fieuzal steht:

Die Rebberge von 18 ha Fläche befinden sich auf einer der höchsten Erhebungen des Médocs, dort, wo die Kiesbänke tiefgründig und wasserdurchlässig sind. Die Reben weisen ein Durchschnittsalter von 22 Jahren auf. Jean-Marc Landureau, der Besitzer von Château d’Escurac hat mit sehr viel Aufwand den Weinkeller modernisiert.

Fazit: Ein schöner Bordeaux und ein super Festtagswein. Ich würde ihn noch etwas im Keller liegen lassen, für die Ungeduldigen empfehle ich ihn unbedingt mindestens 2 Stunde vorher, zu dekantieren. Passt zu einem deftigen Festtagsschmaus.

Ein gutes Preis/Lust Verhältnis

Nase: Röstaromen, Johannisbeeren.
Gaumen: leichte Restsüsse, sehr breit, leicht maskulin, langer Abgang.

Preis CHF 42

17 Punkte

Bezugsquelle: Jeggliweine.ch

Prost Pascal

Der Wein wurde von Jeggliwein gestiftet.

PS: Parker hat ihm 92 Punkte (ca. 17,5) gegeben

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Weine aus Rumänien, Blinddegustation

weinheiten-runänien-weine

Bild:Wein: Preis: SfrBewertung
20er
Bezugsquelle:
1(Pirat) Pinot blanc 2013, Weingut Diederik18.2015Weingut Diederik, Küsnacht
2Lacerta Cuvée X, LacertA Winery 201122.0013.5delicium.ch/
3Sahateni, Red Artisan, Merlot/Fet. Neagra/Cab. Sauvignon, 201214.4016delicium.ch/
4Lacerta Fetaesaca Neagra, LacertA Winery, 201322.0015delicium.ch/
5Anima Syrah Dealu Mare, , Domeniila Sahateni, 201122.8015delicium.ch/
6Lacerta Cuvée IX28.9017delicium.ch/
7Anima Grand Resereve, Domeniila Sahateni, 201132.2016delicium.ch/

Rumänen, dass bei uns unbekannte Weinland.

Nach einer längeren Pause habe ich mal wieder eine Blinddegustation organsiert. Mit Rumänien habe ich ein bei uns weitgehend unbekanntes Weinland ausgewählt.

Mit 12 Degustanten/innen, vom Önologe, über Weinakakdemiker bis zum normalen Weinliebhaber hatten wir ein gutes Spektrum zusammen.

Rumänien hat zwar eine Weingeschichte von über 6000 Jahren und gehört zu ältesten Weinbauländern in Europa. Aber kaum jemand kennt in der Schweiz die Weine.

So sind wir vorteilsfrei in die Blinddegustation gestartet. Wir haben mit einem Pirat, Pinot blanc, Weingut Diederik, Küsnacht, angefangen um etwas Verwirrung zu stiften. Der Wein passte gut zu den heissen Temperaturen. In der Nase nach Quitten und Birnen, eine angenehme Säure im Abgang. 15 Punkte.

Der erste richtig Rumäne das Cuvée X von Lacerta (Sauvigon blanc, Chardonnay, Pinot Gris, Riesling) hat aus meiner Sicht einen Fehler; in der Nase nach verbrennten Alkohol, im Gaumen merke man das Barrique. 13 Punkte. Wohl ein guter Ansatz mit intentionalen Rebsorten auf sich aufmerksam zu machen, eine autochthone Rebsorte hätte wohl mehr interessiert. So konnten wir uns leider kein Bild über die Weißweine in Rumänien machen.

Weiter ginge es mit den Rotweinen. Red Artisan ein Cuvée von Merlot, Fetetesca Neagra und Cabernet Sauvigon In der Nase Rotfruchtig (Sauerkirschen), etwas grün im Gaumen aber ein sehr guter Wein und mit CHF 14.40 und 16 Punkten, klar der Preis/Genuss Sieger

Lacerta Feteasca Nagra der einzige reinsortige autochthone Vertreter aus Rumänen. Die sehr florale Nase, war zwar ungewohnt, hat mir aber sehr gefallen. Im Gaumen einem Pinot noir nicht unähnlich. Ungewohnte Säure. 15 Punkte.

Anima Sysra Dealu Mare, eine sehr rauchige Nase, was eine ‚Heavy-Toasting’ des Barrique hinweist. Im Gaumen leicht bitte Gerbstoffe. 15 Punkte.

Der Punktesieger Sacerta Cuvée IX, das rote Cuvée aus Cabernet Sauvignon , Merlot, Feteasca Negra, Shiraz, aus dem Hause LacertA hat fast alle überzeugt. Einem Bordeaux sehr ähnlich. Dicht, Beerennase, schöne Gerbstoffe, schöne Länge, ein eleganter Wein. 17 Punkte.

Anima Grand Reserve, ein Cuvée aus Cabernet Sauvignon , Merlot, Feteasca Negra, Syrah. Würzte Nase nach Nelken und dunklen Früchten, im Gaumen auch sehr Harmonisch, nicht ganz so Komplex wie der Secerta. 16 Punkte.

Das Fazit zu den Rotweinen fällt positive aus. Die Punkte sind sehr nahe. Die Preisspanne ist von CHF 14.40 bis CHF 32.20 weit mehr auseinander.

Vielen Dank an Patricia und Didi Michel vom Weingut Diederik für die Gastfreundschaft und auch vielen Dank an Simon Lüthi von www.delicium.ch für die Weine.

Prost Pascal Burckhardt

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Kaiken – Aurelio Montes Jr. – eine Entdeckung

Aurelio Montes ist auf der Promo Tour für sein Weingut Kaiken aus Argentinien und ich traf Ihn zu einem Lunch auf Einladung von Wine & Partners in Zürich.

Argentinien, als Weinland, ist bei uns keine Unbekannte. Vor allem dank der Malbec Traube, die ursprünglich aus dem französischen Cahors stammt. Für mich persönlich waren die meisten bisherigen Argentinischen Weine zu sehr auf den Amerikanischen Markt ausgerichtet und daher zu Barrique (amerikanische Eiche) betont. Von daher war ich gespannt mit einem Weinmacher aus Argentinien meine Vermutungen zu diskutieren.

Kaiken-Aurellio-MontesDas Treffen mit Aurelio war sehr intensive, wir kamen sofort in eine Diskussion über Klima-Ähnlichkeiten zwischen Mendoza (*Zonda Wind) und den Bündner Herrschaften (Föhn). Seine Bezug zu der Schweiz und seine Beweggründe als Sohn des grössten chilenischen Weinproduzten in Argentinien ein Weingut zu bewirtschaften. Er erklärte mir auch die verschiedenen Mentalitäten zwischen dem eher Schweiz/Deutsch geprägten Chile und dem eher Südeuropäischen geprägten Argentinien.

2002 gingen Aurelios Montes Senior nach Argentinien und pachteten Weinland. 2008 kauften sie das Weingut im Gebiet Vistalba, Mendoza und Aurelio Jr. siedelte ganz nach Argentinien. Kaiken produziert ca. 2 Mio. Flaschen Wein auf über 100 Hektar Land und ist damit ca. das 17. grösste Weingut in Argentinien. Der Name Kaiken kommt von der patagonischen Wild Gans. Kaiken produzieret hauptsächlich Rotwein in Mendoza und ganz wenig Weisswein mit Trauben aus Salta, welches ca. 1’200 KM (ca. 15 Autostunden) von Mendoza entfernt ist. Dies zeigt etwas die Grössenverhältnisse in Argentinien, dass ungefähr die Fläche von Europa hat.

Aurelios Weinphilosophie ist eine simple; er macht keine Weine für die USA oder sonst einen speziellen Absatzmarkt, sondern macht Wein für Argentinien. Da er in 65 Länder expandiert, kann er sich das auch nicht leisten. Ich war also auf die ‚echten’ Argentinischen Weine sehr gespannt.

Alle vier Weine habe mich mehr als positiv überrascht. Die sind sehr gut ausbalanciert und treffen über durchschnittlich ihr angestrebtes Segment:

Kaiken-WeineWeissswein: Kaiken Terroir Series Torrontes 2013, Salta Argentinien

In der Nase ist es eine Mischung aus Muskateller und Sauvignon Blanc, exotisch Mix aus Litschi, Limetten und Papaya. Im Gaumen sehr Frisch mit einer guten Balance zwischen Säure und ganz leichter Restsüsse. Sehr guter Trinkfluss.

Rotwein: Kaiken Terroir Series Corte Malbec, Bonarda, Petit Verdot 2012, Mendoza Argentinien

In der Nase die typischen dunklen Beeren vom Malbec. Im Gaumen fällt die gute Balance und gut eingebunden Tanninen auf. Ein unkompliziertes Malbec Cuveé würzig und nicht zu schwer.

Rotwein: Kaiken Malbec Ultra 2011, Mendoza Argentinien

In der Nase dunkle Beeren, Mokka, leichte florale Note. Sehr vielschichtig. Im Gaumen fällt wieder die gute Balance auf. Sehr Kräftig aber nicht zuviel Holz. Sehr elegant mit langem Abgang.

Rotwein: Kaiken Cabernet Sauvignon Ultra 2011, Mendoza Argentinien

Ein Cabernet mit grossem Charakter. In der Nase dunkle Beeren und Sauerkirschen. Leichter Kräuter und Mokka auch sehr vielschichtig. Ein richtiger Schnüffelwein. Im Gaumen sehr gut ausbalanciert. Kräftig und voll und doch schön sanft. Sehr langer Abgang. Mein bester Cabernet in der Preisklasse.

 

Während der Verkostung der Weine hat mir Aurelio etwas über die Weinberge, die hohe Lage und auch über sein Verständnis von Qualität erzählt; Wenn die Trauben nicht den Qualität Ansprüchen genügen, werden Sie weiterverkauft. Er benutzt nur Französische Eiche damit die Weine nicht zu karamellisiert wirken. Was mich ja bei vielen anderen Argentinische Weinen so stört. Auch werden nicht 100% der Trauben im Barrique ausgebaut, so sind die Weine so gut ausbalanciert.

Der Cabernet hat mich ja am meisten Überrascht und fragte Aurelio nach dem Geheimnis. Die Trauben werden, zum Teil, im Pergola Stil erzogen, so sind sie vom *Zonda Wind geschützt. Die Cabernet Traube hat im Gegensatz zu Malbec eine dünnere Haut. Es sind alte Reben die durch ihr hohes Alter sich selber regulieren und so die hohe Qualität ergeben.

Man merkt sofort das der Cabernet ihm sehr am Herzen liegt. Generell spürt man seine grosse Leidenschaft für Wein.

Vielen Danke an Aurelio für die kurzweiligen anderthalb Stunden. Er konnte mich von guten Argentinischen Weinen überzeugen die auch einen fairen Preis haben.

Online zu beziehen zwischen ca. CHF 12 bis CHF 24 und bis ende 2014 in Aktion bei Schubi Weine

Weiter Bezugsquellen über den Schweizer Importeur: BATAILLARD AG

Dank auch an Brigitte Riener von Wine & Partners.

Prost und viel Spass beim entdecken Pascal Burckhardt

 

 

 

 

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Weintipp: Münzenrieder Petit Cuvee Barrique 2006/7

Gestern war Beat zu Besuch.Ein Pinot Noir Fan, wie ich. Ein guter Grund eine  Magnum Münzenrieder Petit Cuvee Barrique 2006  zum Hackbraten zu trinken. Wir haben die Flasche zu viert genossen, leider war sie zu schnell leer. Ein Österreicher welcher von der schweizer Nase ‘Edi The Nose’ Edi Graf cuvetiert wurde. Der Wein ist eine Wucht!

Super Preis / Lust Verhältnis

Münzenrieder Petit Cuvee Barrique 2006, 55% Pinot Noir / 37% Blaufränkisch / 8% Cabernet Sauvignon) eine spannende Mischung.

Nase: Dunkle Beeren, leichte Kaffeenote und würzige Kräuternote. 

Gaumen:  Sehr weiche und elegante Struktur, feines Fruchtspiel mit leichter kühlen Frische. Im Abgang harmonisch, rund und schön breit.

Das alles ab einen unglaublichen Aktionspreis ab Sfr. 13.50 für die 0.75l Flasche. 17.5 PBU-Punkte Kaufempfehlung

Zu kaufen bei InVinoVita, Stäfa

Prost Pascal Burckhardt

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Bericht von Dia Del Vino 2011, Teil 2: Alte Reben – neue Weine

Der 2. Teil der geführten Degustation von  David Schwarwälde, widmete sich ausschliesslich dem Hauptgrund meines Besuches beim “Spanischen Weintag 2011” im Kongresshaus. Dessen Motto war: ‘Alte Reben – neue Weine’, Spanische Rotweine ohne Tempranillo abseits der gängigen Weinbaugebiete Rioja, Ribera del Duero.

So wurden Weine aus: D.O. Caltayud, D.O. Monsant, D.O.Yecla, D.O. CA. Priorat, D.O. Cigales, D.O. Toro, V.T. Castilla Y León, D.O. Bierzo und zum Abschluss ein weisser Süsswein aus dem D.O.Navarra vorgestellt. Es wurden lediglich 2 “Tempranillo” Weine vorgestellt, welche aber nicht im typischen Rioja Stil ausgebaut wurden.

Mein Fazit: In Spanien gibt es Topweine jenseits der bei uns bekannten Gebiete Rioja und Ribera del Duero, leider zum Teil nicht ganz günstig. Ich habe für mich neue Weine, Traubensorten und Weingebiete endeckt die Lust auf mehr machen. Fragt doch euren Weinhändler mal nach spanischen Alternativen zum althergebrachten ?

Wein Nr.Wein:Bezugsquelle:Preis:Notize:
1Baltasar 'Esencia' superior in Holzkistli San Alejandro, Calatayud DO 2005Nauer WeineSfr. 65.00Dichter, eleganter Wein - 100% Garnacha - 17.5 PBU Punkte
2Les Sorts
Vinyes Velles 2005, Montsant DO
Rieger WeineSfr. 24.30Volles Aroma - Garnacha, Cariñena, Cabernet Sauvignon, Syrah - 18 PBU Punkte, Super PGV
3Viña al Lado de la Casa, Yecla
Bodega Castaño, Yecla
2006
BouchervilleSfr. 26.50Monastrell, Cabernet Sauvignon, Syrah, Tintorera (Alicante Bouschet)- 17.50 PBU Punkte
4Cims de Porrera Clàssic Caranyana 2006, DOC
Cooperativa de Porrera
Baur Au Lac WeinSfr. 76.00Cariñena vieja, Ein Wein zum Essen - 18 PBU Punkte
5La Legua Capricho DO Cigales 2006Alexander WeineSfr. 49.50100% Tempranillo, Kirsche, dunkle Beeren, Tabak
- 17.50 PBU Punkte
6Frontaura Reserva D.O. Toro 2005 Bodega del Palacio de los Frontaura y VictoriWeinhandel GeiselbrechtSfr. 62.00100% Tinta de Toro (Tempranillo), Röstaromen - 17.50 PBU Punkte (für mich etwas overoakt)
7Cumal 2006 Domino Dostares S.L, Castilla Y LeónVinosur WeinimportSfr. 37.50Prieto Picudo, 17 PBU Punkte
8Ucedo 2005, Bodeas Y Vinedos Gancedo, D.O Bierzo
Pamis Vins, SarlSfr. 52.20Mencía 100% - Voller und komplexer Wein, 18.50 PBU Punkte
9Altos de Losada 2007, Bierzo DOGerstl WeinselektionSfr. 39.00100% Mencia, floralen Noten - 18 PBU Punkte
10Mengoba Mencía de Espanillo 2007
Bodegas y Viñedos Mengoba, D.O Bierzo
Weiss zum ErlenachSfr. 28.00100% Mencia, leicht mineralisch und komplex - 18 PBU Punkte. Gutes PGV
11Montecristo 'vino dulce natural' 11.5 % vol (Weiss, Süsswein), D.O. NavarraHaecky Drink & WeinSfr. 21.90Frisch, fruchtig, vorwiegend nach Citrusfrüchte - 16 PBU Punkte

Gruss Pascal Burckhardt

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Bordeaux 2008 plus / minus Sfr. 20.-

Wir wollten raus finden ob es um die SFr 20.- Bordeaux mit einem guten bis sehr guten PGV gibt und so habe wir bei Denner, Globus und Coop 2008 Bordeaux eingekauft. Ein 2006 hat sich unabsichtlich eingeschlichen was wohl meiner Eitelkeit ohne Lesebrille einzukaufen zuzuschreiben ist. Mövenpick hatte den 2008 erst im Onlineangebot und nicht im Geschäft.

So sind 8 Bordeaux zwischen SFr 9.90 und SFr 24.00 angetreten und wurden von uns blind degustiert.

Mein kurz Fazit: Die Weine waren OK aber nicht wirklich Hochgenuss. Überraschend war der Château Pey La Tour für unter SFr10.-. Für wirklichen Bordeaux Genuss lieber ein paar Franken mehr ausgeben und beim Denner Grand Crus 2008 wie der Château Citran Sfr. 16.90, Château Chasse-Spleen Sfr. 26.90, Château Phélan Ségur Sfr. 28.90 oder Châ teau Talbot Sfr. 39.90 kaufen.

Pascal Burckhardt


(M = Merlot, CS = Cabernet Sauvignon, CF = Cabernet Franc, PV = Pedit Verdot)

Platz & Bild:Wein: Preis: SfrBewertung
20er
Bezugsquelle:
1Cateau Citran 2008, Haut-Médoc ( M, CS)16.90

16.5Denner
2Château Pierrail Rouge 2008, Bordeaux supérieur ( M, CS)18.8016Globus
3Château Cambon la Pelouse Cru Bourgeois Supérieur Haut-Médoc AOC 2006 (M,CS,CF)23.6015.5Coop
4Chateau Pey La Tour, Bordeaux (M, CS, CF, PV)9.9015Coop
5Château Haut Montil, Saint-Emilion Grand Cru AOC (M, CF)14.9515
Denner
6CHÂTEAU DU ROCHER ST-EMILION GRAND CRU AOC (M, CS, CF)18.9014.5Denner
7St-Emilion AOC Grand Cru Château Franc Grace-Dieu 2008 (M,CF,CS)2414.5Coop
8Château Martinon 2008, Entre-deux-mers, Bordeaux (CS, M, CF, Malbec)15.9014Globus

Kommentar

St-Emilion AOC Grand Cru Château Franc Grace-Dieu 2008:
Eine potentielle Überraschung, welche dazu gewinnt, im Voraus entkorkt zu werden. Mit diesem Wein beweisen die Massenhändler, dass sie noch gelegentlich eine glückliche Hand haben, um Weine auszuwählen, welche
preisbewussten, anspruchslosen Weinkonsumenten gefallen.

Château Cambon la Pelouse Cru Bourgeois Supérieur Haut-Médoc AOC 2008:
Im aktuellen, verschlossenen Zustand eine Enttäuschung aufgrund der fehlenden Komplexität. Noch vier bis fünf Jahre warten oder dekantieren.

CHÂTEAU DU ROCHER ST-EMILION GRAND CRU AOC:
Bisher nie davon gehört. Relativ delikates Bouquet, in dem sich Schokoladennoten mit der Zeit entwickeln. Schöner, süffiger Stoff, gut vinifiziert. Etwas Würze. Nicht uninteressant.

Château Haut Montil, Saint-Emilion Grand Cru AOC:
Im Verlauf des Abends mussten die Erwartungen immer wieder nach unten korrigiert werden. Dieser Wein beweist, dass nicht alles glänzt, was Bordeaux heisst.

Château Pierrail Rouge 2008, Bordeaux supérieur: Ein bekannter Name (in der Kategorie der Bordeaux U30) für einen bekömmlichen Wein. Feinde herber Weine, bitte vermeinden Sie ihn! Nicht
grün geerntet aber vermutlich aus Kostengründen nicht entrappt. Guter Stoff, ausgewogen, süffig, zeigt sich aber eher im Finale.

Château Martinon 2008, Entre-deux-mers, Bordeaux: Nichts für Etikettentrinkeraber gerade deswegen nicht uninteressant. Insbesondere fallen die Tabaknoten und die leichte Lakritze auf. Unbedingt im Voraus öffnen.

Chateau Pey La Tour, Bordeaux: Eine Bewertung, welche eigentlich meine Enttäuschung verbirgt. Oft
von diesem Wein gehört, welcher dem Portfolio von Dourthe zugehört. Der Big Negociant möchte diesen Wein hieven. Es bleibt noch sehr sehr viel zu korrigieren. Wer sich aber daran erinnern, was Hosanna (von Moueix)
im früheren Leben war, kann dann auf sonnige Tage hoffen. Besser im Gaumen als im Bouquet, wobei dieses nicht verschlossen ist.

Château Citran 2008, Haut-Médoc: Endlich hat Château Citran nichts mehr auf dem Chateau Citran zu
suchen. Die billig verparkerisierten Weine der Jahrgänge 2001 bis 2005 sind also vorbei. Jung zeigt Citran die typischen, extrem grünen Noten der grossen Jahrgänge. Also unbedingt warten. 10 Jahre werden nicht zu viel sein. Ansonsten ein toller Saft.

Kommentar von Jean Francois Guyard (vinifera-mundi.ch)

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Weintipp: Rotwein, Spanien, Monsant: Cal Siscon 2008

Cal Sicon 2008

Das Jahr ist weintechnisch gut gestartet: Mövenpick hat einen meinen Lieblingsrotweinen und Gewinner der Monsant Blindegustation von Weinheiten zu einem Preis von Sfr. 17.- im Angebot. Für Liebhaber von kraftvollen Rotweinen mit einem super PGV, unbedingte Kaufempfehlung, 18/20 PBU Punkte:

Mövenpick beschreibt den Wein wie folgt:

Eine echte Trouvaille aus der renommierten Kellerei Capçanes

Tintiges Purpur mit violettem Schimmer. Vielschichtiges Fruchtbpuquet mit dezenten Kaffeenoten; Pfllaumen in allen Facetten und Blaubeerengelee, typische Montsant-Mineralik dahinter. Dichte Textur im brombeerigen Gaumen, gute Balance zwischen likörartiger Grenachesüsse und gut stützender Cabernet-Struktur, viel blaue und schwarze Frucht auch in der samtigen Mitte, begleitet von Lebkuchen und Mocca, zunehmend auch Korinthen, fülliger Gaumenfluss bis ins sanft ausklingende Finale.

Celler Cooperatiu Capcanes
Der Celler – ursprünglich eine aus der Not der 30er-Jahre entstandene Kooperative von fünf Winzerfamilien – geniesst heute in der Tat weltweit den Ruf als einer der Spitzenproduzenten Spaniens. Zurückzuführen ist das darauf, dass alle Winzer – gleichzeitig auch Gesellschafter – bereit sind, auch 100% Qualität zu liefern. Die nötigen Voraussetzungen für einwandfreies Traubengut sind gegeben, denn als Eingesessene verfügen sie selbst ü ber die absolut besten Reblagen der schmucken DO Montsant. Für Jancis Robinson ein wahres Schnäppchen («At such a low price, you can taste the same sort of earthy minerality as is evident)
Weitere Informationen finden Sie unter:  http://www.cellercapcanes.com/