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Kaiken – Aurelio Montes Jr. – eine Entdeckung

Aurelio Montes ist auf der Promo Tour für sein Weingut Kaiken aus Argentinien und ich traf Ihn zu einem Lunch auf Einladung von Wine & Partners in Zürich.

Argentinien, als Weinland, ist bei uns keine Unbekannte. Vor allem dank der Malbec Traube, die ursprünglich aus dem französischen Cahors stammt. Für mich persönlich waren die meisten bisherigen Argentinischen Weine zu sehr auf den Amerikanischen Markt ausgerichtet und daher zu Barrique (amerikanische Eiche) betont. Von daher war ich gespannt mit einem Weinmacher aus Argentinien meine Vermutungen zu diskutieren.

Kaiken-Aurellio-MontesDas Treffen mit Aurelio war sehr intensive, wir kamen sofort in eine Diskussion über Klima-Ähnlichkeiten zwischen Mendoza (*Zonda Wind) und den Bündner Herrschaften (Föhn). Seine Bezug zu der Schweiz und seine Beweggründe als Sohn des grössten chilenischen Weinproduzten in Argentinien ein Weingut zu bewirtschaften. Er erklärte mir auch die verschiedenen Mentalitäten zwischen dem eher Schweiz/Deutsch geprägten Chile und dem eher Südeuropäischen geprägten Argentinien.

2002 gingen Aurelios Montes Senior nach Argentinien und pachteten Weinland. 2008 kauften sie das Weingut im Gebiet Vistalba, Mendoza und Aurelio Jr. siedelte ganz nach Argentinien. Kaiken produziert ca. 2 Mio. Flaschen Wein auf über 100 Hektar Land und ist damit ca. das 17. grösste Weingut in Argentinien. Der Name Kaiken kommt von der patagonischen Wild Gans. Kaiken produzieret hauptsächlich Rotwein in Mendoza und ganz wenig Weisswein mit Trauben aus Salta, welches ca. 1’200 KM (ca. 15 Autostunden) von Mendoza entfernt ist. Dies zeigt etwas die Grössenverhältnisse in Argentinien, dass ungefähr die Fläche von Europa hat.

Aurelios Weinphilosophie ist eine simple; er macht keine Weine für die USA oder sonst einen speziellen Absatzmarkt, sondern macht Wein für Argentinien. Da er in 65 Länder expandiert, kann er sich das auch nicht leisten. Ich war also auf die ‚echten’ Argentinischen Weine sehr gespannt.

Alle vier Weine habe mich mehr als positiv überrascht. Die sind sehr gut ausbalanciert und treffen über durchschnittlich ihr angestrebtes Segment:

Kaiken-WeineWeissswein: Kaiken Terroir Series Torrontes 2013, Salta Argentinien

In der Nase ist es eine Mischung aus Muskateller und Sauvignon Blanc, exotisch Mix aus Litschi, Limetten und Papaya. Im Gaumen sehr Frisch mit einer guten Balance zwischen Säure und ganz leichter Restsüsse. Sehr guter Trinkfluss.

Rotwein: Kaiken Terroir Series Corte Malbec, Bonarda, Petit Verdot 2012, Mendoza Argentinien

In der Nase die typischen dunklen Beeren vom Malbec. Im Gaumen fällt die gute Balance und gut eingebunden Tanninen auf. Ein unkompliziertes Malbec Cuveé würzig und nicht zu schwer.

Rotwein: Kaiken Malbec Ultra 2011, Mendoza Argentinien

In der Nase dunkle Beeren, Mokka, leichte florale Note. Sehr vielschichtig. Im Gaumen fällt wieder die gute Balance auf. Sehr Kräftig aber nicht zuviel Holz. Sehr elegant mit langem Abgang.

Rotwein: Kaiken Cabernet Sauvignon Ultra 2011, Mendoza Argentinien

Ein Cabernet mit grossem Charakter. In der Nase dunkle Beeren und Sauerkirschen. Leichter Kräuter und Mokka auch sehr vielschichtig. Ein richtiger Schnüffelwein. Im Gaumen sehr gut ausbalanciert. Kräftig und voll und doch schön sanft. Sehr langer Abgang. Mein bester Cabernet in der Preisklasse.

 

Während der Verkostung der Weine hat mir Aurelio etwas über die Weinberge, die hohe Lage und auch über sein Verständnis von Qualität erzählt; Wenn die Trauben nicht den Qualität Ansprüchen genügen, werden Sie weiterverkauft. Er benutzt nur Französische Eiche damit die Weine nicht zu karamellisiert wirken. Was mich ja bei vielen anderen Argentinische Weinen so stört. Auch werden nicht 100% der Trauben im Barrique ausgebaut, so sind die Weine so gut ausbalanciert.

Der Cabernet hat mich ja am meisten Überrascht und fragte Aurelio nach dem Geheimnis. Die Trauben werden, zum Teil, im Pergola Stil erzogen, so sind sie vom *Zonda Wind geschützt. Die Cabernet Traube hat im Gegensatz zu Malbec eine dünnere Haut. Es sind alte Reben die durch ihr hohes Alter sich selber regulieren und so die hohe Qualität ergeben.

Man merkt sofort das der Cabernet ihm sehr am Herzen liegt. Generell spürt man seine grosse Leidenschaft für Wein.

Vielen Danke an Aurelio für die kurzweiligen anderthalb Stunden. Er konnte mich von guten Argentinischen Weinen überzeugen die auch einen fairen Preis haben.

Online zu beziehen zwischen ca. CHF 12 bis CHF 24 und bis ende 2014 in Aktion bei Schubi Weine

Weiter Bezugsquellen über den Schweizer Importeur: BATAILLARD AG

Dank auch an Brigitte Riener von Wine & Partners.

Prost und viel Spass beim entdecken Pascal Burckhardt

 

 

 

 

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Bordeaux 2008 plus / minus Sfr. 20.-

Wir wollten raus finden ob es um die SFr 20.- Bordeaux mit einem guten bis sehr guten PGV gibt und so habe wir bei Denner, Globus und Coop 2008 Bordeaux eingekauft. Ein 2006 hat sich unabsichtlich eingeschlichen was wohl meiner Eitelkeit ohne Lesebrille einzukaufen zuzuschreiben ist. Mövenpick hatte den 2008 erst im Onlineangebot und nicht im Geschäft.

So sind 8 Bordeaux zwischen SFr 9.90 und SFr 24.00 angetreten und wurden von uns blind degustiert.

Mein kurz Fazit: Die Weine waren OK aber nicht wirklich Hochgenuss. Überraschend war der Château Pey La Tour für unter SFr10.-. Für wirklichen Bordeaux Genuss lieber ein paar Franken mehr ausgeben und beim Denner Grand Crus 2008 wie der Château Citran Sfr. 16.90, Château Chasse-Spleen Sfr. 26.90, Château Phélan Ségur Sfr. 28.90 oder Châ teau Talbot Sfr. 39.90 kaufen.

Pascal Burckhardt


(M = Merlot, CS = Cabernet Sauvignon, CF = Cabernet Franc, PV = Pedit Verdot)

Platz & Bild:Wein: Preis: SfrBewertung
20er
Bezugsquelle:
1Cateau Citran 2008, Haut-Médoc ( M, CS)16.90

16.5Denner
2Château Pierrail Rouge 2008, Bordeaux supérieur ( M, CS)18.8016Globus
3Château Cambon la Pelouse Cru Bourgeois Supérieur Haut-Médoc AOC 2006 (M,CS,CF)23.6015.5Coop
4Chateau Pey La Tour, Bordeaux (M, CS, CF, PV)9.9015Coop
5Château Haut Montil, Saint-Emilion Grand Cru AOC (M, CF)14.9515
Denner
6CHÂTEAU DU ROCHER ST-EMILION GRAND CRU AOC (M, CS, CF)18.9014.5Denner
7St-Emilion AOC Grand Cru Château Franc Grace-Dieu 2008 (M,CF,CS)2414.5Coop
8Château Martinon 2008, Entre-deux-mers, Bordeaux (CS, M, CF, Malbec)15.9014Globus

Kommentar

St-Emilion AOC Grand Cru Château Franc Grace-Dieu 2008:
Eine potentielle Überraschung, welche dazu gewinnt, im Voraus entkorkt zu werden. Mit diesem Wein beweisen die Massenhändler, dass sie noch gelegentlich eine glückliche Hand haben, um Weine auszuwählen, welche
preisbewussten, anspruchslosen Weinkonsumenten gefallen.

Château Cambon la Pelouse Cru Bourgeois Supérieur Haut-Médoc AOC 2008:
Im aktuellen, verschlossenen Zustand eine Enttäuschung aufgrund der fehlenden Komplexität. Noch vier bis fünf Jahre warten oder dekantieren.

CHÂTEAU DU ROCHER ST-EMILION GRAND CRU AOC:
Bisher nie davon gehört. Relativ delikates Bouquet, in dem sich Schokoladennoten mit der Zeit entwickeln. Schöner, süffiger Stoff, gut vinifiziert. Etwas Würze. Nicht uninteressant.

Château Haut Montil, Saint-Emilion Grand Cru AOC:
Im Verlauf des Abends mussten die Erwartungen immer wieder nach unten korrigiert werden. Dieser Wein beweist, dass nicht alles glänzt, was Bordeaux heisst.

Château Pierrail Rouge 2008, Bordeaux supérieur: Ein bekannter Name (in der Kategorie der Bordeaux U30) für einen bekömmlichen Wein. Feinde herber Weine, bitte vermeinden Sie ihn! Nicht
grün geerntet aber vermutlich aus Kostengründen nicht entrappt. Guter Stoff, ausgewogen, süffig, zeigt sich aber eher im Finale.

Château Martinon 2008, Entre-deux-mers, Bordeaux: Nichts für Etikettentrinkeraber gerade deswegen nicht uninteressant. Insbesondere fallen die Tabaknoten und die leichte Lakritze auf. Unbedingt im Voraus öffnen.

Chateau Pey La Tour, Bordeaux: Eine Bewertung, welche eigentlich meine Enttäuschung verbirgt. Oft
von diesem Wein gehört, welcher dem Portfolio von Dourthe zugehört. Der Big Negociant möchte diesen Wein hieven. Es bleibt noch sehr sehr viel zu korrigieren. Wer sich aber daran erinnern, was Hosanna (von Moueix)
im früheren Leben war, kann dann auf sonnige Tage hoffen. Besser im Gaumen als im Bouquet, wobei dieses nicht verschlossen ist.

Château Citran 2008, Haut-Médoc: Endlich hat Château Citran nichts mehr auf dem Chateau Citran zu
suchen. Die billig verparkerisierten Weine der Jahrgänge 2001 bis 2005 sind also vorbei. Jung zeigt Citran die typischen, extrem grünen Noten der grossen Jahrgänge. Also unbedingt warten. 10 Jahre werden nicht zu viel sein. Ansonsten ein toller Saft.

Kommentar von Jean Francois Guyard (vinifera-mundi.ch)

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Malbec Wein aus der Ostschweiz von den Engel

Ich bin Malbec Fan und entdecke auch gerne Neues. So habe ich mich schon lange gefragt ob es in der Schweiz überhaupt Malbec angepflanzt und gekeltert wird. Von Georg Fromm aus Malans wusste ich das er als Test mal ein paar Stöcke Malbec angepflanzt hat, der aber nicht als reiner Malbec gekeltert wird. Im Wallis gibt es auch ein paar Malbec Cuvees, aber aus der Ostschweiz?

Auf dem Münsterhof in Zürich, habe ich den Weinstand der Familie Engel aus Elgg endeckt, als ich an dem Züri-Mobil Anlass im letzen Herbst war. Die Familie Engel macht neben Pinot Noir, Riesling x Sylvaner und Strohwein auch reinen Malbec.

Nur wie kommen Ostschweizer zu Malbec? Dies fragte ich Rudolf Engel:

Wir haben seit Jahren engen Kontakt zu Freunden, die über Jahre in Argentinien (Mendoza) beruflich tätig waren und uns immer wieder mit vorzüglichen Malbec-Gewächsen aus dieser Region “beglückt” haben. Auf einer Ferienreise in Chile und Argentinien haben wir verschiedene Rebberge und Kellereien besichtigt und uns dabei vertieft mit Malbec auseinandergesetzt.

Nach unserer vorzeitigen Pensionierung konnten wir als Freizeit-Weinbauern einen zusätzlichen Rebberg in Oberneunforn erwerben.

Wir haben uns vor 8 Jahren entschieden, 8 Aren mit Malbec-Reben zu bestocken.

Die ersten 5 Jahre war die geerntete Malbec Menge zu klein zum Vinifizieren (wir überlassen das einem Lohnkelterer, der den Wein herkömmlich keltert) und haben deshalb den Traubenmost zum Malbec-Grappa brennen lassen. Seit 2007 haben wir unseren Malbec in der Weinflasche. Dieser Jahrgang wurde im Stahltank ausgebaut und direkt abgefüllt, der Jahrgang 2008 wurde nach dem Ausbau im Stahltank etwa 2 Monate in einem etwa 4jährigen Barrique gelagert.

Malbec ist in unserer Region ein eher exotisches Gewächs, aber als Beitrag zur Sortenvielfalt füllt er eine kleine Nische. Dank wärmeren

Sommer- und Herbstmonaten gedeihen auch eher anspruchsvolle Rebsorten gut und erfreuen LiebhaberInnen mit Weinen wie wir sie sonst nur aus dem Ausland kennen. Regnerische Herbstwochen fördern die Fäulnis der feuchtigkeitsanfälligen Malbec-Trauben. In den letzten Jahren und insbesondere im laufenden Jahr bereiten uns unsere Malbec-Reben jedenfalls viel Freude.

Motiviert vom guten gedeihen der Malbec-Reben haben wir vor 3 Jahren einen weiteren Rebberg in Oberneunforn mit 25 Aren Merlot bestockt. Noch ist offen, ob wir im laufenden Jahr die erste Ernte einbringen können, die Menge gross genug ist um Wein zu keltern.

Wir haben die 2 Weine gegen einen argentischen Malbec welche im Stahltank ausgebaut wurde blind degustiert. Der argentische Wein ist klar taninireicher und nicht zu vergleichen.

Beide Weine kann ich aber sehr Empfehlen und sind eine guter Begleiter zum einen deftigen Essen.


Neunforner Malbec 2007
Beschreibung

Ernte: 2007
Region: Unteres Thurtal
Farbe: Tiefes purpur, violett
Nase: Rote und schwarze Früchte in der kräftigen Nase, reife Zwetschgen, Gewürzbrot
Gaumen: Dicht, weicher Auftakt, fruchtige Würze, Pflaumen, dunkle Kirschen Angenehm langes Finale.
Trinkreife: Junger Wein, trinkreif ab Weihnachten 2008, lagerfähig 3 bis-5 Jahre
Temperatur: 14-18 Grad
Ideal zu: Braten- oder Wildgerichte, Roast-Beef, Käse, reifer Brie, Gruyere
Einzelpreis Fr. 12.50

Neunforner Malbec 2008 (Barrique)

Beschreibung

Region: Unteres Thurtal
Farbe: kräftiges rot-violett.
Nase: Dunkle Kirschen, sehr schöne Malbec-Nase.
Gaumen: sehr dicht, weich, gedörrte Zwetschgen, Aromen von dunkler Schokolade.
Trinkreife: Junger Wein, trinkreif, lagerfähig 4 bis-5 Jahre
Temperatur: 14-18 Grad
Ideal zu: dunklem Fleisch, Käse, Parmesan,Gruyere.

Einzelpreis Fr. 12.50

Mehr Informationen und Weinshop http://www.engel-wein.ch

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Cahors, Capital of Malbec / Video Tasting @ Youtube

Heute auf Youtube gefunden und da wir ja Malbec und Cahors Fan sind, machen wir etwas Werbung.

Gruss und Spass
Pascal Burckhardt

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Cahors, Rotwein, Frankreich, Blinddegustation – Januar 2010


Platz & Bild:Wein: Preis: SfrBewertung
20er
Bezugsquelle:
1Cahors AOC, Clos Triguedina 200125.50
17La Bastide, Zürich
2Cahors AOC Château de Mercuès 200414.5016.5Coop
3Cahors AOC Château Haut Monplaisir 2001, Pur Plaisir28.0016.5Divo.ch
4Cahors AOC, Moulin Lagrezette 200416.4016Kummer Weine, Zürich
5Cahors AOC, CHATEAU LA CAMINADE 200517.5016La Cave d'à Côte
6Cahors AOC Chateau Lagrezette 200427.6016Kummer Weine, Zürich
    

Als bekennender Fan, von Weinen aus Frankreichs Süd-Westen, vor allem der Gewächse aus Cahors, habe ich mich sehr auf diese Degu gefreut. Wir konnten eine schöne Auswahl von Weinen, die in der Deutschschweiz erhältlich sind, zusammentragen. Jahrgangsmässig war die Auswahl mangels einer breiteren Verfügbarkeit leider uneinheitlich. Das fällt aber im Gegensatz zu anderen Anbaugebieten nicht besonders ins Gewicht. Die von uns degustierten Cahors Weine  wurden alle modern vinifiziert, der 2005 kann schon mit Vergnügen getrunken werden (nach alter Schule bereitete Cahors brauchen da etwas länger…..). Die Haltbarkeit wird auch bei diesen modern ausgebauten Weinen nicht leiden. Gute Aussichten also! Zu richtig guter, schwerer französischer Fleischküche gibt es nichts besseres als eine oder zwei Flaschen Cahors, egal ob 5 oder 20 Jahre alt.

Soweit ich mich erinnern kann wurden bis jetzt bei keiner “Weinheitendegu” alle Weine so einheitlich als hochstehend klassifiziert. Trotzdem, jeder Wein hat eigenen, starken Charakter. Die beiden “Lagrezette” Weine und der “Triguedina” sind mehr auf der traditionellen, die anderen Drei eher auf der moderneren Seite. Zu gewissen Kontroversen gab der “Pur Plaisir” Anlass. Der anfänglich eines Korkenfehlers Bezichtigte, ist eine Konzentratsbombe und ein eindrückliches Beispiel an Potenzial, welches die “Malbec” Traube, in ihrer angestammten Heimat zu entwickeln imstande ist.

Aus Marketinggründen wird in letzter Zeit vermehrt, anstatt der Appelatiosbezeichnung “Cahors”, die Traubensorte “Malbec” auf die Etiketten gedruckt, was eine etwas fragwürdige Reminiszenz an die “Süsstrunke” aus Argentinien ist. Trotzdem bin ich überzeugt, dass der Appelation “Cahors” wieder goldene Zeiten bevorstehen. Wer die “Madiran” Weine von Alain Brumont liebt, könnte da noch die oder andere freudige Überraschung erleben…….

PS:

Wir konnten von einer sehr sympatischen Weinhändlerin, die in der Ostschweiz erfolglos den “Chateau Triguedina” 2000 an den Mann bez. die Frau bringen wollte, ein paar Flaschen erstehen. Interessenten dürfen sich gerne melden!

Frohes entdecken!

Beat Schwengeler

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Cahors, Rotweine – Frankreich, Blinddegustation vom 15. Januar 2010

Cahors fast gleich: Malbec

Das neue Jahr beginnt schon mit der ersten Datums Änderung! Wir müssen die „Cahors“ Degustation auf den 15. Januar verschieben.

Auch wenn die meisten Cahors Weine nicht aus 100% Malbec sind (Meist eine Assemblage mit  Tannat und Merlot) ist die Cahors die Heimat der Malbec Traube.

Der Malbec ist eine alte französische rote Rebsorte. Früher wurde er in 30 Départements angebaut, weshalb fast 400 Namen für ihn im Gebrauch waren. So heißt die Sorte auch Auxerrois (im Gebiet Cahors), Côt (Haut-Pays und Loire), Malbeck oder Pressac (Bordeaux). Geschätzt werden die fast lilaschwarzen Malbec-Weine für ihre fruchtige Würze, die oft typische Pflaumen- und Tabaknoten aufweist. Anklänge an Blaubeeren, Lorbeer, Wacholder, Gewürze, Kirschen und Bitterschokolade sind ebenso möglich.

Eine im Jahr 2007 veröffentlichte Studie belegt, dass die Rebsorten-Gruppe Baroque, Manseng Noir und Tannat genetisch sehr eng miteinander verwandt sind.Es besteht zudem eine auffallende Ähnlichkeit dieser Gruppe zum Malbec, und die Sorte Claverie steht genetisch ebenfalls in enger Verwandtschaft zu dieser Gruppe.Geschichte 

Der Ampelograph Pierre Galet vermutet den Ursprung der Sorte im Gebiet der ehemaligen französischen Provinz Quercy und bezeichnet die Rebsorte somit folgerichtig Côt. Im 16. Jahrhundert habe François I. die Sorte aus dem Cahors importiert und in Thomery, an den Hängen der Seine sowie im Weinbaugebiet Champagne anbauen lassen. Untermauert wird diese These durch Beschreibungen von Salomon im Jahr 1921, 300-jährige Rebstöcke von Malbec und Cabernet Sauvignon gefunden zu haben.

Im Bereich des Weinbaugebiets Bordeaux trägt die Rebsorte häufig Synonymnamen von Personen, die sich um die örtliche Verbreitung verdient gemacht haben. Der Mediziner de Lutkens legte in der Ortschaft Camblanes im 18. Jahrhundert einen Weinberg mit dem Côt. Lokal wurde die Sorte Lutkens oder Luckens benannt. Wenig später legte Herr Malbeck Rebflächen in Sainte-Eulalie an. Malbeck verbreitete die Sorte weitflächig und prägte damit den Namen im Bordelais und später international. In Saint-Émilion ist die Rebsorte unter dem Namen Pressac bekannt.

Anbaugebiete

Weltweit verfügt der Malbec heute über 34.000 Hektar Anbaufläche. Davon entfallen 71,5 % auf Argentinien und 19,5 % auf Frankreich (6.291 Hektar Stand 2007 , 3 % stellt Chile, 2 % die USA.

Frankreich

Französisches Hauptanbaugebiet des Malbec ist heute wieder seine Heimatregion Cahors, wo aus ihm früher der berühmte Vin noir gekeltert wurde. Heute muss er dort mindestens 70 % in den Cuvées stellen. Die ungemein farbintensive Reinversion ist oft etwas eckig und karg und entwickelt erst nach langer Reifezeit Feinheit. Deshalb wird häufig Merlot oder seltener Tannat als Verschnittpartner hinzugefügt. Traditionell ausgebauter Cahors verträgt eine Reifezeit von zehn Jahren im Keller. Außer im Cahors findet die Rebsorte noch Eingang in den Appellationen Bergerac, Buzet, Côtes de Duras, Côtes-du-Frontonnais, Côtes du Marmandais, Montravel und Pécharmant sowie im Côtes du Brulhois, einem Wein mit dem Status eines Vin Delimité de Qualité Supérieur.

Weil der Malbec nicht nur anfällig für eine Vielzahl von Krankheiten ist, sondern auch vor allem für Frost, fiel er Mitte des 20. Jahrhunderts vor allem im Bordeauxgebiet durch die damaligen schweren Frosteinbrüche großflächig aus. In den Cuvées des Bordeaux war er hauptverantwortlich für die Farbe und den Tanningehalt. Im früheren Schwerpunktverbreitungsgebiet Bordeaux wurde er vom Merlot verdrängt und wird dort nur noch von wenigen Traditionsbetrieben für die Mischweine gepflegt. Heute gibt es noch nennenswerte Anpflanzungen in den Herkunftsbezeichnungen Côtes de Bourg, Blaye und auf dem Gebiet des Entre deux mers

Im Weinbaugebiet Languedoc ist der Malbec in den Appellationen Cabardès und Malepère zugelassen.

An der Loire wird ebenfalls noch eine kleine (und noch zurückgehende) Menge angebaut und mit Gamay und Cabernet Franc verschnitten.

Quelle: Wikipedia

Anmerkung: Wir werden uns bei der Blinddegustation vom 14. Januar ausschliesslich auf Weine aus der Cahors Region beschränken. Wer im Vorfeld schon mal einen Cahors probieren möchte, dem empfehlen wir:  Cahors AOC Château de Mercuès 2006 75cl, von Coop Sfr. 14.50 (Aktion zu Sfr. 11.50), mit Malbec, Merlot, Tannat kein reiner Malbec aber ein wunderbarer Begleiter zu einem Eintopf (z.B. Voressen) mit einem super Preis/Leistung Verhältnis. Tipp: eine Stunde vor dem Genuss dekantieren.

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Madiran/Cahors, Rotwein, Frankreich, Blinddegustation

madiran

Südwestfrankreich:

Eigentlich war die Degustation ein Duell der zwei bekannten Appellationen aus dem Südwesten Frankreichs. Madiran vs. Cahors, oder zweier Traubensorten, dem Tanat und der Malbec Traube. Madrian Weine sind hauptsächlich aus Tanat-Trauben, die Weine aus dem Cahors aus Malbec-Trauben gekeltert

Eine sehr intensive Degustation, was schon an der unvergleichlich tiefen Farbe der Weine zu erkennen war. Eindeutig etwas für Weinliebhaber, die kräftige Weine mit Charakter bevorzugen. Die Weine passen wunderbar zu deftigen Gerichten. Mit Freunden, z.B. zu ein Voressen oder Braten mit Kartoffelgratin. Ganz herrlich natürlich auch zu fetttriefenden Köstlichkeiten aus dem Anbaugebiet der Weine.

Drei Weine sind vom Weinpapst des Madiran, Alain Brumont gemacht worden (Bouscasse, Montus, Montus Cuvee Prestige). Sie gaben uns einen schönen Eindruck ü ber seine, wie fast immer, auf sehr hohem Niveau produzierten Weine.

Das Degustation war eine positives Erlebnis für preisbewusste Weingeniesser, was ja auch das Ziel unseres Weinclubs ist, Weine mit einem guten Preis/Genuss-Verhältnis neu zu entdecken.

So hat der Chateau Montus 2001 den grossen Bruder Chareau Montus Cuvee Prestige 1991 klar geschlagen, zwischen den beiden Brüdern liegen 10 Jahre Altersunterschied, der 1991 hat seinen Genusszenit leider schon überschritten. Wir haben nach der eigentlichen Degustation noch einem Cuvee Prestige 1996 probiert, auch dieser kam nicht ganz an die Harmonie des Montus 2001 heran.

Auf den zweiten Platz kam der günstigste Wein der Degustation, Chateau de Mercues aus dem Cahors.Ein Wein mit Charme und Potential.

So macht es Spass.

Pascal

Platz & Bild-nummer:Wein: Notitz:Preis: SfrBewertung
20er
Bezugsquelle:
1Chateau Montus, Madiran, 2002Leder, Vanille, harmonisch18.4517.5Pick Pay
2Château de Mercuès, Cahors, 2002Beeren, sehr dicht, pontenzial13.517Coop
3Madiran AC Château Bouscassé 2002Pfeffer, kräftig1716.25Coop
4Chateau Montus Cuvee Prestige, Madiran 1991Leder, etwas über dem Zenit45.516Felsenkeller
5Madiran Clos Fardet, Madiran 2000Lakritze, ausgeweogen2315.75Südhang, Zürich
6Château du Cèdre, Le Prestige Cahors 1996Holzig, flach16.6515.25Divo