, , , , ,

Penfolds Max’s Shiraz Cabernet 2014, zu Ehren Max Schubert

Das Weingut Penfolds ehrt die australischen Kellermeister-Legende mit dem

Penfolds Max’s Shiraz Cabernet 2014

Max Schubert der Vater des wohl berühmteste Weins Austalien «Grange», hat den Weinbau in seinem Land geprägt wie kein andere. Er war 27 Jahre Chef-Kellermeister bei Penfolds und währe am 9. Februar 100 Jahre alt geworden. Max Schubert war ein Autodidakt und Penfolds ehrt mit dem Max’s Shiraz Cabernet 2014 sein Schaffen.

Max Schuberts Leben
Max Schubert hat sich bei Penfolds als Lierferjungen angefangen und sich zum Chef-Kellermeister hochgearbeitet. Schubert hat nie ein Studium der Önologie abgeschlossen, er war ein Mann der Praxis, der sich durch Beobachtung und eigene Erfahrungen das Weinmachen beigebracht hat. Der Erfinder des «Grange» und der«Bin» Weine war ein Wegbereiter des weltweiten Erfolges des Australien Weins.

Penfolds Max's Shiraz Cabernet 2014Penfolds Max’s Shiraz Cabernet 2014

Im Glas klares Rubinrot mit violetten Reflexen.

In der Nase nach riefen Roten Beeren und Eucalyptus

Im Gaumen zupackend, voll, weiche Tannine, etwas Carmel.

Fazit: Toller Wein, angenehm nicht überholzt aber noch etwas jung.

16.5 Punkte

CHF 29.90

Bezugsquelle: Rutishauser Barossa Weinkellerei

, , , , , , , ,

Turbulente Weine der Familie Candrian, Mas Cantrio, DOQ Priorat, Razzmatazz

razzmatazz = turbulent

Im Frühling vor einem Jahr war ich mit meiner Familie in den Ferien in Barcelona. Barcelona ist eine pulsierende Stadt mit einem regen Nachtleben. Der Musikclub Razzmatazz ist eine Institution in Barclona, auch für Live Musik. Meine Töchter und ich hatten ein tolles Live Konzert von Dub Fx im Razzmatazz erlebt. Anscheinend hat das Razzmatazz nicht nur bei mir einen bleibend Eindruck hinterlassen, denn  vor einem Monat bin ich wieder auf Razzmatazz gestossen, diesmal in Zusammenhang mit Wein und Schweizern. Das Projekt Mas Cantrio, DOQ Priorat, der Gebrüder Aron, Martin und ihrem Vater Hans hat mich sehr begeistert.

Ein Film des RTR (mit deutschem Untertitel) zeigt das ganze Projekt sehr schön:

 

Im Jahr 2005 wagte sich die Familie Candrian aus Sagogn nach Spanien, um Ihren eigenen Wein zu produzieren.

Eigentlich begann alles schon viel früher. Im Jahr 2000 besuchte Martin Candrian zum ersten Mal die Weinregion Priorat und war auf Anhieb begeistert von den uralten Rebstöcken auf den schwarzen Schiefersteinböden. Es war Liebe auf den ersten Blick. In den folgenden Jahren bereiste Martin mehrmals das Priorat. Er war immer wieder von Neuem fasziniert und konnte gute neue Freunde aus der lokalen Weinszene gewinnen.
Auf einer seiner Weinreisen in das Priorat nahm Martin seinen Bruder Aron und Vater Hannes mit, die auf Anhieb fasziniert waren von der Region, den Leuten und ihren ausgezeichneten Weinen. So beschlossen sie, sich ihren eigenen Weinberg zu suchen. Dies war jedoch nicht einfach und die mittlerweile boomende Weinregion Priorat hat dies noch erschwert.
Im Jahre 2005 hat es dann geklappt und sie haben ein 7 Hektar grosses Grundstück, in Spanien Finca genannt, mit 3 Hektaren Reben gefunden. Nun sah dies alles nicht so paradiesisch aus wie man sich das so vorstellt, eine harte Zeit stand vor den Candrians, die Weinreben waren nicht alle nach ihren Vorstellungen gepflanzt. So haben sie 2/3 des Rebbergs rausgerissen und neu bepflanzt. Das Haus wurde renoviert und so manches weitere wurde auf dem Grundstück bearbeitet und optimiert.

Die erste Ernte: 2009 
Mit den neu gepflanzten Reben und den bestehenden 25 Jahre alten Garnacha-Rebstöcken konnte die Familie Candrian dann 2009 ihre erste Ernte einfahren. Die Reben hatten einen sonnenverwöhnten Sommer hinter sich und lieferten eine ausgezeichnete Traubenqualität.
„Authentisch, einzigartig und naturbelassen soll unser Wein sein.“ sagt Martin Candrian. „In unserem Wein sollen die Mineralität der Schiefersteinböden, die Rebsorte und das Jahr optimal zum Ausdruck kommen!“
Wie benennt man seine ersten Wein? Nach 10 anstrengenden, chaotischen und turbulenten Jahren wurde er danach benannt: razzmatazz (Bedeutung: turbulent).

Die folgenden Jahrgänge
Nach dem erfolgreichen Jahrgang 2009, wussten die Bündner einmal mehr was ihr Weg ist. Doch ist es so, dass auch im Priorat jedes Jahr neue Bedingungen herrschen bezüglich Vegetationsverlauf und des Traubenzustandes und der Qualität. Diese Jahresunterschiede und die Jahrgangstypizitäten sollen dann zusammen mit ihren Vorstellungen jedes Jahr die Stilistik ihres razzmatazz prägen. Nach ein paar razzmatazz-Ernten waren auch Erfahrungen gesammelt und so auch die Möglichkeit, ihren Wein nach ihren Idealvorstellungen zu kreieren. Das heisst, im Wein sollen reife Fruchtaromen dominieren, Eleganz und Finesse, begleitet von den typischen mineralischen Noten, die den Wein zusätzlich frischer wirken lassen. Die Eichenholznoten sollen sauber und gut integriert sein, ohne aufdringlich zu wirken. Das Tannin reif und von seidiger Textur. Trotzdem sind die Jahrgangsunterschiede deutlich zu erkennen und machen den razzmatazz so jedes Jahr zu einem spannenden Unikat.            

Hier meine Eindrücke von den dem Razzmatazz 2012 und 2013:

Razzmatazz 2012, Mas Cantiro, DOQ Priorat

Produkion: 7533 75cl Flaschen, 120 Doppel Magnum, 10 15 Liter Nebukadneza

Cuveé: 50% Garnacha, 30% Carinena, 20% Syrah

Im Glas: kräftiges Rubinrot

In der Nase: Reife Kirschen, dunklen Waldbeeren und leichte würzige florale und mineralischen Noten. Sehr vielschichtig.razzmatazz-mas-cantrio-2012-2013

Im Gaumen: frisch, zupackend, stoffig. Tannine gut eingebunden, angenehme Säure. Langer Abgang.

Fazit: Ein Wein der Spass macht zum einem kräftigen Essen oder Hartkäse. Ein Wein zum karafieren

Punkte: 17 Punkte

Razzmatazz 2013, Mas Cantiro, DOQ Priorat

Produkion: 6691 75cl Flaschen, 120 Doppel Magnum, 10 15 Liter Nebukadneza

Cuveé: 50% Garnacha, 25% Carinena, 25% Syrah

Im Glas: kräftiges Rubinrot

In der Nase:  Kirschen, dunklen Waldbeeren und leichte würzige florale und mineralischen Noten. Sehr vielschichtig.

Im Gaumen: frisch, zupackend, stoffig. Tannine gut eingebunden, angenehme Säure. Langer Abgang.

Fazit: Noch etwas jung, Ein Wein der Spass machen wird. Unbedingt karafieren oder noch ein Jahr im Keller lagern.

Punkte: 16.5 Punkte

Bezugsquelle direkt bei  Mas Cantrio

Preis CHF 35

Hinweis: Jedes Jahr präsentiert die Familie Candrian ihre Weine  allen Interessierten, so auch dieses Jahr, am Samtag, 28. Mai, von 13 bis 20 Uhr in Sagogn

Prost Pascal

 

, , , , , , , , , , ,

Hotel de Londres, Brig – ‘täglich grüsst das Murmeltier’

Hotel de Londers

Das Hotel de Londers in Brig hat mich zu einer Weindegustation von Vins de Chevaliers und Varnoier  eingeladen. 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Das Hotel 

Das Motto des Boutique Hotel  ‘Zuhause bei Freunden’ wird wortwörtlich umgesetzt. Der Wohlfühlfaktor ist sehr hoch. Das Hotel de Londres wurde 1884 erbaut und von 2013 bis 2015 renoviert. Die Einrichtung ist ein Mischung aus grafischen Elementen aus dem Wallis und London Design, modern und warm. Das Team von Atelier Zürich (Razzia etc) hat meinen Geschmack getroffen. Die Zimmer sind schlicht mit schönen Details gestaltet. Das ganze Haus hat ein sehr warmes Farbkonzept. Ein Stilelement ist das Murmeltier, dieses entdeckt man überall im Hotel de Londres.

Das Konzept von Bed & Breakfast mit Snacks aus der Region in der Wohnstuba mit Honesty Bar, mit regionalen Weinen im Offenausschank trifft den urbanen, ungezwungen Lifestyl. Als Gast fühlt man sich von Daniela Noti und ihr Team herzlich Willkommen.. Das Frühstück ist sehr reichhaltig mit Produkten aus dem Wallis.

Die Weindegustation mit Essen

Die Weindegustation mit den 2 Winzern war sehr interessant, beide sind im Wallis zuhause,  keltern die selben Trauben sind aber vom Weinstil sehr unterschiedlich. Andy Varnoier baut seine Weine modern aus, die Weine haben zum Teil restsüsse und sind sehr Rund. Die Weine von Vins des Chevaliers sind eher traditionell ausgebaut, aber mit hoher Präzision. Schlussendlich ist dies eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Hotel-de-londres-degustaion

Varonier – der Moderne

Andy Varonier war mit Mutter anwesend und hat seinen modernen Weinstil gut propagiert.  Der moderne Weinstil
ist nichts für Puristen und eine Geschmacksache – unbedingt probieren!

Ich hatte folgende Weine im Glas:

  • Fendant Gold AOC – CHF 17.50 – modern mit etwas restsüsse – 16 Punkte
  • Johannisberg Gold AOC – CHF 18.50 – modern rund – 16 Punke
  • Chardonnay Gold AOC – CHF 23.00 – voll im Gaumen – 17 Punkte
  • Petite Arvine Gold AOC – CHF 23.00 – sehr rund – 16 Punkte
  • Pinot Noir Bronze AOC – CHF 16.50 – ehrlicher einstiger Pinot – 16 Punkte
  • Pinot Noir Gold AOC – CHF 24.50 – so muss ein Pinot sein – 17 Punkte

Vins des Chevaliers – präzise Tradition

Der Verkaufsleiter hat uns die Weine erklärt und uns auch das Sherpa Wein Projekt vorgestellt. Die Weine sind auf den Punkt ausgebaut.

Ich hatte folgende Weine im Glas:

  • Fendat – CHF 14.00 – so stelle ich mir einen guten Fendant vor – 17 Punkte
  • Johnnaisberg – CHF 17.00 – würzig und knackig – 16.5 Punkte
  • Chevalier Blanc / Assemblage – CHF 28.00 – schön ausbalanciert – 16.5 Punkte
  • Grand Cru Pinot Noir de Salquenene – CHF 25.50 – wärme und tiefe – 17 Punkte
  • Pinot Noir Reserve – CHF 27.00 – grosses Kino – 17.5 Punkte
  • Sherpa Rouge – CHF 22.00 – runde Sache – 16 Punkte

Nach der Degustation wurde ein Essen serviert. Zur Vorspeise eine Kürbissuppe und zum Hauptgang  Walliser Cholera mit Nüsslisalat. Der Dessert mit Maronikuchen und Linzertorte rundete das Essen ab.

Fazit 

Das Hotel de Londres ist ein Hotel, wo man gerne verweilt und wo sich gut als Ausgangspunkt für Walliser Aktivitäten eignet. In 30 Minuten ist man im Skigebit Bellalp . Die Weindegustation mit Essen sind ab Januar monatlich geplant. Ein guter Fluchtpunkt um aus den Alltag auszubrechen.

Nächste Weindegustation mit Essen ist am 22. Januar 2017 mit Caves du Paradis & Cave du Verseau 

Prost Pascal Burckhardt

PS: Brig ist in rund 2 Stunden von Zürich, mit dem Zug, erreichbar.

Adresse:

Hotel de Londres
Bahnhofstrasse 17
3900 Brig T +41 27 530 10 77
www.hotel-delondres.ch

 

 

, , , , , , , , , , ,

Weine aus Rumänien, Blinddegustation

weinheiten-runänien-weine

Bild:Wein: Preis: SfrBewertung
20er
Bezugsquelle:
1(Pirat) Pinot blanc 2013, Weingut Diederik18.2015Weingut Diederik, Küsnacht
2Lacerta Cuvée X, LacertA Winery 201122.0013.5delicium.ch/
3Sahateni, Red Artisan, Merlot/Fet. Neagra/Cab. Sauvignon, 201214.4016delicium.ch/
4Lacerta Fetaesaca Neagra, LacertA Winery, 201322.0015delicium.ch/
5Anima Syrah Dealu Mare, , Domeniila Sahateni, 201122.8015delicium.ch/
6Lacerta Cuvée IX28.9017delicium.ch/
7Anima Grand Resereve, Domeniila Sahateni, 201132.2016delicium.ch/

Rumänen, dass bei uns unbekannte Weinland.

Nach einer längeren Pause habe ich mal wieder eine Blinddegustation organsiert. Mit Rumänien habe ich ein bei uns weitgehend unbekanntes Weinland ausgewählt.

Mit 12 Degustanten/innen, vom Önologe, über Weinakakdemiker bis zum normalen Weinliebhaber hatten wir ein gutes Spektrum zusammen.

Rumänien hat zwar eine Weingeschichte von über 6000 Jahren und gehört zu ältesten Weinbauländern in Europa. Aber kaum jemand kennt in der Schweiz die Weine.

So sind wir vorteilsfrei in die Blinddegustation gestartet. Wir haben mit einem Pirat, Pinot blanc, Weingut Diederik, Küsnacht, angefangen um etwas Verwirrung zu stiften. Der Wein passte gut zu den heissen Temperaturen. In der Nase nach Quitten und Birnen, eine angenehme Säure im Abgang. 15 Punkte.

Der erste richtig Rumäne das Cuvée X von Lacerta (Sauvigon blanc, Chardonnay, Pinot Gris, Riesling) hat aus meiner Sicht einen Fehler; in der Nase nach verbrennten Alkohol, im Gaumen merke man das Barrique. 13 Punkte. Wohl ein guter Ansatz mit intentionalen Rebsorten auf sich aufmerksam zu machen, eine autochthone Rebsorte hätte wohl mehr interessiert. So konnten wir uns leider kein Bild über die Weißweine in Rumänien machen.

Weiter ginge es mit den Rotweinen. Red Artisan ein Cuvée von Merlot, Fetetesca Neagra und Cabernet Sauvigon In der Nase Rotfruchtig (Sauerkirschen), etwas grün im Gaumen aber ein sehr guter Wein und mit CHF 14.40 und 16 Punkten, klar der Preis/Genuss Sieger

Lacerta Feteasca Nagra der einzige reinsortige autochthone Vertreter aus Rumänen. Die sehr florale Nase, war zwar ungewohnt, hat mir aber sehr gefallen. Im Gaumen einem Pinot noir nicht unähnlich. Ungewohnte Säure. 15 Punkte.

Anima Sysra Dealu Mare, eine sehr rauchige Nase, was eine ‚Heavy-Toasting’ des Barrique hinweist. Im Gaumen leicht bitte Gerbstoffe. 15 Punkte.

Der Punktesieger Sacerta Cuvée IX, das rote Cuvée aus Cabernet Sauvignon , Merlot, Feteasca Negra, Shiraz, aus dem Hause LacertA hat fast alle überzeugt. Einem Bordeaux sehr ähnlich. Dicht, Beerennase, schöne Gerbstoffe, schöne Länge, ein eleganter Wein. 17 Punkte.

Anima Grand Reserve, ein Cuvée aus Cabernet Sauvignon , Merlot, Feteasca Negra, Syrah. Würzte Nase nach Nelken und dunklen Früchten, im Gaumen auch sehr Harmonisch, nicht ganz so Komplex wie der Secerta. 16 Punkte.

Das Fazit zu den Rotweinen fällt positive aus. Die Punkte sind sehr nahe. Die Preisspanne ist von CHF 14.40 bis CHF 32.20 weit mehr auseinander.

Vielen Dank an Patricia und Didi Michel vom Weingut Diederik für die Gastfreundschaft und auch vielen Dank an Simon Lüthi von www.delicium.ch für die Weine.

Prost Pascal Burckhardt

, , , , , , , ,

Weindegustation mit Kulinarische Begleitung – Mon 5. Dez 19:00 @ KunstKantine

Liebe Wein-Geniesserinnen, liebe Wein-Geniesser

Am Montag, 5. Dezember organisiert Fred Schaerling (ein Freund von Weinheiten) zusammen mit dem Winzer Gabriel Dussex (Cave du Chatillon, Wallis) eine Wein-Degustation bei “Fred” in der KunstKantine (Lessingstrasse 13, 8002 Zurich).

La Cave du Chatillon wurde 1997 gegründet, Gabriel Dussex stieg 2002 ein. Dieses Jahr hat er sich selbstständig gemacht und die Cave übernommen.

Fred ist begeistert von Gabriels Arbeit, von seiner Einstellung und seinem Geschmack für Wein und gutes Essen. Daraus entstand die Idee, zusammen etwas zu machen und diesen Anlass mit Euch zu teilen.

Gabriel wird uns folgende 9 ausgewählte Weine (4 weisse, 4 rote und 1 Süsswein) vorstellen und kommentieren, und Fred wird sich ,um die mit den Weinen, abgestimmte kulinarische Begleitung kümmern:

* Petite Arvine
* Humagne Blanche
* Païen (Heida, Savagnin)
* Marsanne (Hermitage)
* Syrah
* Cornalin 
* Merlot 
* 3 Suisses Rouge (assemblage) 
* Fendant doux

Die Weine werden von Gabriel offeriert.
Für die sonstige Umkosten verlangen wir einen Beitrag von 40 CHF pro Person. Wir freuen uns auf eure Anmeldung per Email bis am 30. November. Plätze sind beschränkt, also beeilt euch, first-come-first-served. 

Dieser Abend zeigt in die neue Richtung von Weinheiten; Wein im Kontext mit Essen zu entdecken. Wir hatten schon mal einen genussvollen Abend mit Fred und den Genfer Weinen.

Prost,  Pascal Burckhardt

, , , , , ,

Resultat: Blinddegustation Syrah Frankreich vs. Schweiz

Die sanften Riesen

Syrah (auch Shiraz) wird fast auf der ganzen Welt angebaut und meist mit anderen Rotweinsorten verschnitten (Cuvee). Zum Beispiel im Bandol, Chateauneuf du Pape, Gigondas (Südfrankreich), mit Mourvedre, Grenache, Cinsault, plus diversen anderen Rebsorten. In Zypern (siehe Zypern Degu) mit der autochthonen Rebsorte Marathefiko. Die Syrah “Cuveeliste” liese sich so um den ganzen Erdball weiterführen. Der Grund, wieso Syrah oft in Cuvees ausgebaut wird, liegt in dessen hohen Tanningehalt, der die Weine zwar haltbar, aber eindimensionell werden lässt. Durch gute Assemblagen werden zum Teil sehr schöne und komplexe Weine komponiert.

Syrah wird daher eher selten reinsortig vinifiziert. Das Rhonethal gilt als das Mutterland der Syrah Traube. Wir haben desshalb, aus dem französischen und dem Schweizer Teil, je 3 Weine degustiert. Grobfazit: Am reinsortigen Syrah scheiden sich die Weingeister. Diese Weine sind in der Fruchtphase sehr “fruchtig” (Wir hatten einen relativ jungen Wein in der Runde, dessen Tannine noch etwas aggressiv waren). Den einen gefällt gerade dies. Wenn sich dann die Tannine abbauen (nach 3-4 Jahre), wirken die Weine wiederum fast zu “lieblich”. Obwohl kräftig gebaut (durch die Tannine), kommen solche Weine für ein Teil der Degustanten, etwas langweilig daher. Daher mein Titel: Die sanften Riesen.

Pascal Burckhardt

Das Resultat:

Platz & Bild:Wein: Preis: SfrBewertung
20er
Bezugsquelle:
1Cornas AOC Coteaux Tardieu-Laurent 2007  67.00
17.50Mövenpick Weine
2Crozes-Hermitage AOC « Les Fées Brunes » Domaine J.-L. Colombo 2007 75cl  25.0017Coop
3Syrah Les Serpentines 2009 Valais AOC
Gérald Besse
33.0017Brancaia, Zürich
4Valais AOC  Maître de Chais «Syrah »  Provins 2007 75cl      
25.9016Coop
5Crozes Hermitage AOC Alain Graillot 2008    28.5016Mövenpick Weine
6Syrah Valais AOC « L'Odalisque » 2007 Thierry Constantin    36.0015.5Mövenpick Weine
, , , , , , , ,

Blinddegustation: Syrah, Rotwein, Frankreich vs. Schweiz

Syrah ist eine nicht sehr ertragreiche, aber hochwertige rote Rebsorte, die ursprünglich vor allem im Rhônetal in Frankreich kultiviert wurde, heute aber auch in der Schweiz heimisch ist (vorwiegend im Wallis).  In der neuen Welt wird die Rebsorte vor allem in Australien, Kalifornien, Südafrika, Chile, Argentinien und Neuseeland angebaut. In Europa wird die Sorte, neben Frankreich und der Schweiz, auch in Italien (Sizilen und Toscana), Spanien (Priorat, Monsant) und Portugal kultiviert.

Weinheiten wird am 19. Mai 2011 die Weine aus der Schweiz den ‘Originalen’  aus Frankreich gegenüberstellen. Wir werden die Weine blind degustieren und bewerten. Anmeldung für diesen Event bitte bis am 18. Mai via Kontaktformular.

Hier ein paar Infos zu Syrah Weintraube und Weine:

Herkunft

Aufgrund von DNA-Analysen der University of California in Davis aus dem Jahr 1998 konnte eindeutig nachgewiesen werden, dass Syrah eineKreuzung der alten französischen Sorten Dureza und Mondeuse Blanche ist und daher mit höchster Wahrscheinlichkeit aus dem Tal der Rhône stamm

Charakteristik

Syrah-Weine haben meist ein kräftiges Johannisbeer-Aroma. Die Rebe liefert bei normaler Maischegärung einen dunkelfarbigen Wein mit hohem Tanningehalt. Insgesamt sind die Syrah- Weine sehr alkohol- und säurereich. Gerade diese Mischung aus hohem Säureanteil und festem Gerbstoffgehalt macht den Geschmack der Syrah- Weine aus.

 

 


, , , , , , , , , , , ,

Esprit de Genève 2007, Rotwein, Blinddegustation

Im 2004 haben 14 Genfer Winzer das Weinprojekt ‘Esprit de Genève’ in Angriff genommen. Das Ziel ist Genfer Terroir Weine modern umgesetzt, auch in der Deutschschweiz bekannt zu machen.

Der Charta Hauptpunkt ist der Stil der Weine (50% Gamay und 20% Gamaret oder Garanoir und max. 20% andere Traubensorten, ein  Alkoholgehalt von mindestens 12.5% , tiefe Farbe, gute Struktur und Dichte)esprit-de-geneve-degu

15 Weininteressierte haben 10 der insgesammt 15 Weine des Jahrgangs 2007 blind degustiert. Ein Grossteil der Teilnehmer/innen haben zum ersten mal an einer Degustation teilgenommen und haben streng nach der 20er Bewertungsskala bewertet. Auch hatten wir das erste mal ein individuelles Degustation Tabelle Diagramm zu erstellen, welches auch im Büchlein der ‘Esprit de Genève’ Weine beiliegt. Die Weine werden anhand ihrer Frische, Struktur , Frucht und Röstaromen optisch im Diagramm positioniert. Die Resultate waren sehr unterschiedlich, die Erläuterungen zu den unterschiedlichen Wahrnehmungen zum Teil sehr interessant anzuhören.

Mein persönliches Fazit: Ich fand die Weine sehr spannend und erstaunlich uneinheitlich, obwohl fast alle bis zu 80% aus der gleichen Traubensorten gemacht wurden.

Eine grosse Bandbreite von eher frischen, fruchtigen Weinen bis zu sehr gut strukturierten, von Gerbstoff betonten Weinen. Sicher sehr gute Botschafter für Wein aus dem Kanton Genf, die uns Deutschschweizeren Lust auf mehr machen. Leider findet man die Weine fast nicht bei Deutschschweizer Händlern. Desshalb war es uns nicht  möglich, sämtliche Weinpreise herauszukriegen. Das Verkaufsnetz  in der Deutschschweiz muss noch stark verbessert werden.

Zum Essen wurde ein Merlot und der Noir Desir 2007, beide von Yves Batardon, Domaine de la Mermière kredenzt,  vor allem der Merlot stiess auf grosse Begeisterung.

Bei Yves Batrodon bedanken wir uns herzlich für die uns zur Verfügung gestellten 10 Degustation-Weine.

Grossen Dank  vor allem aber an Fred, der uns die Weine organisiert hatte, dass wunderbare Essen und seine Gastfreundschaft.

Pascal Burckhardt

Esprit-de-geneve-diagramm

Esprit de Genève 2007

No.Name/Produzent/JahrgangBewertungPreis
1André Serex, Les Vallières
Elevé en foudre de chêne: 67% de Gamay. Elevé en fûts de chêne: 25% de Gamaret, 8% de Merlot
14.5SFr. 18.00
2Daniel Tremblet, Cave des Oulaines
50% de Gamay, 20% de Gamaret, 10% de Pinot Noir, 20% de Diolinoir
14SFr. 18.00
3Christian Guyot
Elevé en fûts de chêne: 50% de Gamay, 50% de Gamaret
13.5?
4Pierre et Jean Hutin, Domaine Les Hutins
40% de Gamay, 5% de Ganaroir. Elevé en fûts de chêne: 20% de Gamay, 25% de Gamaret, 10% de Merlot
13.5?
5Yves Batardon, Domaine de la Mermière 2007
60% de Gamay. Elevé en fûts de chêne: 25% de Gamaret, 5% de Garanoir, 10% de Galotta
13SFr. 19.00
6Nicolas Cadoux, Domaine des Graves
10% de Gamay. Elevé en fûts de chêne:40% de Gamay, 45% de Gamaret, 5% de Galotta
13SFr. 18.00
7Bernard Conne, Domaine des Charmes
50% de Gamay. Elevé en fûts de chêne:40% de Gamaret, 10% de Merlot
13SFr. 19.00
8Jacques et Christophe Dupraz, Domaine des Curiades
Elevé en fûts de chêne: 60% de Gamay, 40% de Gamaret
13SFr. 18.00
9Jacques et Claude Bocquet-Thonney, Cave de Sézenove
50% de Gamay, 10% de Garanoir. Elevé en fûts de chêne: 30% de Gamaret, 10% de Syrah
12SFr. 18.00
10Bernard Cruz, Domaine de Beauvent
Elevé en fûts de chêne: 50% de Gamay, 30% de Garanoir, 20% de Gamaret
Weinfehler:BrettonomycesSFr. 18.00
, , , , ,

Syrah / Shiraz, ‘alte’ vs. ‘neue’ Welt, Blinddegustation

Es wurden 11 Weine aus der alten und neuen Welt probiert, diskutiert und auch bewertet. Die alte Welt hat es schwer gegen die starken (für einige auch zu starken) wuchtigen Beerendüfte, aus der neuen Welt, in Nase und Mund anzukämpfen. Die Weine aus Frankreich brauchen auch noch ein paar Jahre im Keller bis sie es mit der neuen Welt aufnehmen kann:

Platz:
Wein: Bild: Notiz:
Preis:
Bewertung:
Bezugsquelle::
1
Spice Route, Flaghship Syrah (2000), Südafrika, schön struktierte Säure, harmonischer Beeren duft.
Sfr. 42.00
17/20
2
Shiraz Paringa (2001), Austrailen augewogene Beeren duft, harmonisch
Sfr. 17.50
16.5/20
3
Deakin Select Shiraz, Barrique (2000), Australien intensiver Pfeffer,
Sfr. 16.00
16.4/20
Gentner Weine, Zürich
4
Bendigo Shiraz, Water Wheel (2000), Australien Sterke Frucht mit guter Säure, langer Abgang
Sfr. 18.00
16.2/20
5
Yalumba Barosa Shirza(2000), Australien Starke Frucht, Beeren & Vanillie
Sfr. 17.80
15.1/20
6
Errazuriz, Max Reserva, Syrah (2000), Chile Beerengeschmack, Vanillie, süsslich
Sfr. 25.00
14.7/20
7
Des Monts de la Garde (2000), Frankreich Jung und Flach
Sfr. 12.80
14.7/20
8
Virginnie Syrah (2001), Frankreich Jung und Flach
Sfr. 9.00
14.2/20
Gentner Weine, Zürich
9
Crozes-Hermittage (2000) Frankreich Jung und Flach
Sfr. 15.30
14/20
10
Syrah (2000) Frankreich Robust, Herb
Sfr. 9.90
13.7/20
11
Saint Joseph (1999), Frankreich fehlerhaft, flaschengärung
Sfr. 18.45
keine Wertung