DO TORO, Spanien – Die moderne Genossenschaft: Bodegas Covitoro

Auf meiner Toro Reise (Bericht) im letzten Frühling besuchte ich auch die Genossenschaft Bodegas Covitoro.

Bodegas Covitoro wurde 1974 auf initiative einer Gruppe von Rebbauern in der Gegend um Toro gegründet. Die Bodegas begann ihre Tätigkeit mit der Ernte von 1978 und war einer der Vorläufer der Herkunftsbezeichnung DO Toro. Die DO Toro  wurde dann im Jahre 1987 gegründet.

Bodegas Covitoro ist stolz darauf, einen wichtigen Teil der ältesten Weinberge der Herkunftsbezeichnung DO Toro zu besitzen.

Bodegas Covitoro produziert Wein aus mehr als 900 Hektar Rebfläche, die alle innerhalb der Toro Herkunftsbezeichnung sind. Die Hauptsorte ist natürlich die Tinta del Toro

Der Weinberg verteilt sich in den Städten Toro, Villabuena del Puente, El Pego, Villavendimio, Tagarabuena, San Román, Peleagonzalo und Villafranca.

Die durchschnittliche jährliche Produktion beträgt 3,5 Millionen kg Trauben.

Die Bogegas ist technisch auf dem neusten Stand. Das Paradebeispiel für einen modernen DO Toro ist der Barbian 2014 mit einem Verkaufspreis von unter 8 € und 91 Punkten im Guide Penin (Bestes Preis/Punkte Verhältnis). Der Wein ist in der Schweiz nicht erhältlich.

Bodega Matus

Die Bodegas Covitoro keltert auch noch diverse Weine von anderen Weingütern, so die in der Schweiz bekannte Matsu Weine von Vintea unter der Leitung von Raul Acha (erhältlich bei Gauch – Cave des Rochers, Düdingen  www.cavegauch.ch)

Matsu el Picaro Toro DO 2016: (der Junge)

2-3 Monate im Holzfass, mit starker Frucht nach Johannisbeeren und Brombeeren. Sehr harmonisch im Gaumen, lang im Abgang. CHF 14.90, gutes Preis/Genuss Verhältnis.

Matsue el Recio Toro DO 2015 (der Mann)

14 Monate im Barique, Noten von Schokolade und Johannisbeeren, Vanille vom Barique. Voller Körper mit mineralischen Noten. CHF 22.50, eleganter Wein.

Matsue l Viejo DO 2014 (der Reife)

16 Monate in neuen Bariques, Rote Kirschen mit einer vielschichtigen würzigen Note. Im Gauen sehr komplex und voll. Langer Abgang. CHF 51.00, ein Weinerlebnis.

Interview mit Alfonso Garcés

General Manager of the Cooperative Winery

F: Alfonso, wie bist du zum Weingeschäft gekommen?

A: Wein habe ich für mich schon lange entdeckt und seit 10 Jahren ist es meine Leidenschaft. Ich mag auch die Verbindung zu den verschieden Menschen im Weingeschäft. Es ist auch ein Geschäft das viele mögen im Gegensatz zu Versicherungen.

F: Was ist der Unterschied zwischen der Bodegas Covitoro zu den andern Bodegas?

A: Wir sind grösser, wir haben den Anspruch top Qualität zu einem guten Preis zu machen. Wir haben die technische Möglichkeit alles optimal zu kontrollieren um eine hohe Qualität zu garantieren.

F: Was ist die Zukunft des DO Toro?

A: Meine Meinung ist das wir 2 Wege gehen, auf der einen Seite die traditionelle Weine und auf der anderen Seite kommerzielle Weine, so wie dass die Kunden möchten. Wir sind in der Lage beide Arten von Wein zu machen, so wie das der Markt auch verlangt. Der traditionelle Wein ist zu einem Essen ideal und der kommerzielle ist einfach zu trinken in einer Bar oder einem Club.  Mit den eher kommerziellen Weinen haben wir die Möglichkeit zu in andern Regionen und Märkten zu wachsen, was hier nicht möglich ist.

F: Was für einen Traum hättest du gerne für das DO Toro?

A: Mein Traum währe die Mentalität der Menschen zu ändern. Vor 25 Jahre hatte das DO Toro einen Ruf als Wein mit zu viel Alkohol, zu stark mit zu aggressiven Tanninen. Nun ist die Zeit da, wo wir elegante Weine mit schön eingebundenen Alkohol und Tanninen machen, aber es wird noch zu wenig wahrgenommen. Wir müssen noch an unserer Reputation arbeiten, für eine kleine Weingegend mit guten Weinen.

Prost

Pascal Burckhardt

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