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Château de Fieuzal 2008 cru classé Pessac-Léognan ac, Bordeaux

chateau fieuzal 2008

Bordeaux ist das grösste zusammenhängende Weinbaugebiet der Welt und auch ein bekanntes Synonym für teuere bis sehr teuere Weine. Bordeaux ist aber nicht gleich Bordeaux. Es gibt wohl keine Weingegend die so viele verschiede Weinarten produziert wie das Bordeaux. Ich machte ein Selbstversuch und bestellte ein Bordeaux cur classé für unter CHF 50: Château de Fieuzal 2008 cru classé Pessac-Léognan ac, Bordeaux. Taugt er als Festtagswein?

Die meisten Weine aus dem Bordeaux bestehen aus Cuvee, also aus mehr als einer Traubensorte. Die Haupt Traubensorten sind für Rotweine: Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc und Petit Verdot. Auf die Weissweine und die Süssweine (Sauterns) welche auch sehr gut, berühmt und zum Teil auch sehr teuer sind möchte ich hier nicht eingehen, würde den Rahmen meines Selbstversuch sprengen.

Château de Fieuzal 2008 besteht aus folgenden Traubensorten:

60% Cabernet Sauvignon
30% Merlot
05% Cabernet Franc
05% Petit Verdot

und ist so ein guter Vertreter, was ein ‘typischer’ Bordeaux aus macht. In der Betreibung steht folgendes:

Die Trauben der über 30 Jahre alten Reben werden von Hand gelesen und streng selektioniert. Die Vergärung findet in temperaturkontrollierten Edelstahltanks statt. Anschliessend reift der Jungwein während 16 bis 24 Monaten in bis zu 50% neuen französischen Barriqus.

Der Wein ist von seiner Machart eher auf  Langlebigkeit getrimmt. So wird seine Genuss ‘jetzt bis 2030’ angegeben. Hier versteckt sich auch ein Problem im Bordeaux. Soll man den Wein zum sofort trinken machen oder einen langlebigen Wein, der aber die ersten 10/15  Jahre ungeniessbar ist. Château de Fieuzal 2008 ist für mich momentan in einer zwischen Phase. Ich habe Ihn schon mal im 2013 probiert und da war er Fruchtphase und war schon sehr zugänglich und machte schon unheimlich spass. Er wirkt jetzt nicht so zugänglich; die Tannine sind im Vordergrund und das Holz ist noch zu dominant.  Dies wird sich aber ändern. Die Tannine werde weicher und das Holz wird in den Hintergrund rücken.

Ein weiter wichtiger Punkt ist auch die Lage und die Klassifizierung des Weinguts im Bordeaux.  Es gibt verschiede Lagen und auch verschiede Klassifizierung die auch etwas über das Renommee und Weinart aussagen und so ein grossen Einfluss auf den Preis haben. Über Fieuzal steht:

Die Rebberge von 18 ha Fläche befinden sich auf einer der höchsten Erhebungen des Médocs, dort, wo die Kiesbänke tiefgründig und wasserdurchlässig sind. Die Reben weisen ein Durchschnittsalter von 22 Jahren auf. Jean-Marc Landureau, der Besitzer von Château d’Escurac hat mit sehr viel Aufwand den Weinkeller modernisiert.

Fazit: Ein schöner Bordeaux und ein super Festtagswein. Ich würde ihn noch etwas im Keller liegen lassen, für die Ungeduldigen empfehle ich ihn unbedingt mindestens 2 Stunde vorher, zu dekantieren. Passt zu einem deftigen Festtagsschmaus.

Ein gutes Preis/Lust Verhältnis

Nase: Röstaromen, Johannisbeeren.
Gaumen: leichte Restsüsse, sehr breit, leicht maskulin, langer Abgang.

Preis CHF 42

17 Punkte

Bezugsquelle: Jeggliweine.ch

Prost Pascal

Der Wein wurde von Jeggliwein gestiftet.

PS: Parker hat ihm 92 Punkte (ca. 17,5) gegeben

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