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Spargelwein – Blinddegustation mit Foodparing

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Pinot Noir, Kanton Zürich, 2014 eine Bestandesaufnahme

Pinot noir Kanton Zürich 2014

Die Idee war, möglichst viele Zürcher Pinot Noir Weine des Jahrgang 2014 in einer Blinddegustation zu verkosten, zu vergleichen und zu bewerten. Ich habe alle Winzer, welche Pinot Noir (Blauburgunder, Spätburgunder etc) produzieren und dies auf der Webseite der ZürcherWeine.ch gelistet haben angeschrieben und diese um eine Flasche gebeten. Das Resultat waren 23 Weine, welche uns Blindverkoster dann doch sehr gefordert haben.

Das Weinjahr 2014

Das Weinjahr 2014 wird den Produzenten vor allem wegen der Kirschessig Fliege in Erinnerung bleiben. Diese kleinen “Viecher” hielten die Winzer tüchtig auf trab. Ein ausführlicher Bericht über das Winzerjahr hat Andres Wirth, Strickhof Rebbaukommissariat verfasst und kann hier nachgelesen werden.

Viele Winzer hatten bis zur Anfrage ihre Pinot noir Barrique Wein noch nicht abgefüllt, so dass das Resultat nur einen unrepräsentativen Überblick erlaubt.

Das Resultat

D.Nr. Weingut / Wein Ort Preis Bezugsquelle Punkte
1 Rebverein Wartberg Pläsier 2014 Federweisser Neftenbach CHF 13.00 Bezugsquelle n.K
2 2014, STAATSSCHREIBER BLAUBURGUNDER ZÜRICH Zürich CHF 14.50 Bezugsquelle 14
3 Rutishauser Pinot Noir Zürich 2014 Scherzingen CHF 14.30 Bezugsquelle 14.5
4 Keller Weinbau Pinot Noir Emotion 2014 Stammheim CHF 16.50 Bezugsquelle 14.5
5 Weingut Wiesendanger Pinot Noir Spätlese 2014 Ossingen CHF 13.00 Bezugsquelle 14.5
6 Schwarzenbach, Blauburgunder 2014 Meilen CHF 18.00 Bezugsquelle 14.5
7 Winzerei zur Metztg Pinot R 2014 Benken CHF 29.50 Bezugsquelle 16
8 Höckelstein Blauburgunder 2014 Rapperswil SG CHF 18.00 Bezugsquelle 14.5
9 Glesti Weinbau Pinot Noir Auslese 2014 Oberstammheim CHF 16.50 Bezugsquelle 15
10 Weingemeinschaft Rafzerfeld Pinot Noir 2014 Rafzerfeld CHF 15.00  Bezugsquelle  14.5
11 Schipf Pinot noir Auslese 2014 Herrliberg CHF 17.00 Bezugsquelle 14.5
12 Erich Meier Pinot Noir 2014 Uetikon am See CHF 20.00  Bezugsquelle 14.5
13 Nadine Saxer Nobler Blauer 2014 Neftenbach CHF 18.00  Bezugsquelle 14.5
14 Turmgut Pinot Noir 2014 Erlenbach CHF 16.00  Bezugsquelle 14.5
15 Chateau Luft Eichenfass 2014 Meilen CHF 16.00 Bezugsquelle 14.5
16 Weingut zum Frohhof /Thalgut 2014 Neftenbach CHF 13.50 Bezugsquelle 14.5
17 Schipf Pinot noir Spätlese 2014 Herrliberg CHF 21.00 Bezugsquelle 14.5
18 Weingut Diederik Pinot noir Barique 2014 Küsnacht CHF 24.60 Bezugsquelle 16.5
19 Weingut zum Frohhof /Dominus 2014 Neftenbach CHF 25.00 Bezugsquelle 15
20 Bechtel Weine Pinot Noir 2014 Eglisau CHF 26.00 Bezugsquelle 15
21 Weingut Wiesendanger Pinot Noir Barique 2014 Ossingen CHF 20.00 Bezugsquelle 16
22 Volg Winterthur Rychenberg Barrique 2014 Winterthur CHF 22.50 Bezugsquelle 15
23 Weingut Rütihof Pinot Noir Barrique 2014 Stäfa CHF 24.00 Bezugsquelle 15.5

Mein Fazit

Pinot noir gehört zu meinen Lieblingsweinen, natürlich und speziell auch die Erzeugnisse aus dem Kanton Zürich! Bei der Blindverkostung ist mir aufgefallen, das viele Weine mit leichter Restsüsse arbeiten, was mir persönlich nicht so gefällt. Pinot noir und Barrique gefällt dagegen sehr, wenn es dezent eingesetzt wird. Was sich auch in den Bewertungen widerspiegelte.

Prost Pascal Burckhardt

PS: Vielen Dank an die Winzer, welche uns die Weinflachen zur Verfügung gestellt haben

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Pinot R(h)ein – Vertikale 2006-2013 – grosses Pinot Kino!

Pinot R(h)ein, ein Projekt von 4 engagierten Weingüter aus dem Bündner Rheintal. Genauer gesagt sind das Weingut Hansruedi Adank, St. Luzi, Fläsch Hanspeter Lampert, Weingut Heidelberg, Maienfeld, Ueli und Jürg Liesch, Weingut Treib, Malans und das Weingut Cicero, Zizers mit Uwe Schneider (das Weingut Cicero ist bis zum Jahrgang 2014 Teil des Projekt). Das erklärte Ziel ist das Terroir des Jungen Rhein mit einem ausserordentliches Cuvée aus den besten Pinot Noir Barriques in R(h)einkultur zu einem Wein pro Jahr zur vereinen.

Pinot R(h)ein - Die Winzer

Die Idee und die Geschichte

Am Anfang standen befreundete Winzer und ihre gemeinsam geteilte Leidenschaft für Beruf, Terroir und ihre Weine. Und es verband sie die Faszination für die Tiefgründigkeit und Finesse des Pinot Noirs.

Gemeinsam degustierten sie, diskutierten sie und brachten sich auf neue Ideen. Und irgendwann stand die Frage im Raum: Wie wäre wohl ein Wein, der aus den besten ihrer Pinots zu einem reinen und langlebigen Wein assembliert würde?

Die Regeln

Die Grundlage des Pinot R(h)eins bildet je ein Ausnahme-Barrique aus jedem Weingut. Die Winzerfreunde setzen sich selbst strenge Richtlinien:

  • Der Ertrag liegt bei nur 3.5 dl pro Quadratmeter und orientiert sich dabei an den besten Weinen aus dem Burgund.
  • Die Assemblage wird für 12 Monate in ein- oder zweijährigen Barriques gelagert.
  • Die Barriques enthalten ausser dem notwendigen Schwefel nichts als Pinot Noir.
  • Das Resultat ist Vielfalt und Vielschichtigkeit. Eine langlebige Assemblage, die vielleicht besser ist, ganz bestimmt aber anders als alle ihre Einzelteile.

Pinot R(h)ein - Pinot Noir

 

Das Resultat

Am Montag den 6.6.2016 luden die 4 Winzer zu einer Vertikalen der Jahrgänge 2006 – 2013 ein. Die Winzer erklärten die klimatischen Bedingungen der jeweiligen Jahrgänge, was sich klar im Wein widerspiegelt:

2006, der Ewige

Der erste gemeinsame Jahrgang. Der Wein ist noch voll da, trotz der 10 Jahre.

Das Jahr: kalter Winter, wechselhafter Frühling, trockener Juni und Juli, regnerischer August, schöner Herbst.

Degustationsnotizen: Reife bis überreife Beeren, ausgewogene Holzaromen. Weicher und harmonisch im Gaumen, schön gereiften Gerbstoffen. Trotz tiefer Säure sehr erfrischend.

2007, der Schlichte

Das Jahr: sehr frühe Blüte, wechselhafte und lange Vegetationszeit mit idealer Aromabildung.

Degustationsnotizen:  Rote Beeren, etwas Cassis mit leichter würzige Noten von Nelken und Minze. Immer noch sehr frisch und ansprechend. Ausgewogenes, noch leicht kerniges Tannin. Langer, voller Abgang. Schlicht und schön.

2008, the body

Das Jahr: milder Winter, trockener Frühling, goldener Oktober, lange Reifephase.

Degustationsnotizen: Schwarze Kirschen würzigen Aromen. Spannend im Gaumen mit schönen, frischen, kernigen Gerbstoffen. Die lange Reifephase erkennt man an der komplexen Struktur im Gaumen. Für mich der im Moment am schönsten zu drinkende Pinot R(h)ein. Grosse Pinot Kino!

2009, der Harmonische

Das Jahr: sehr warm, frühe Ernte, sehr gesundes Traubengut.

Degustationsnotizen: Spannende, komplexe Nase mit leichten Reifenoten (Schnüffel-Nase). Reife Früchte, leicht an Konfitüre erinnernd. Breiter, runder Auftakt. Sehr dichte, warme, weiche Struktur. Sehr füllig und langanhaltend mit einer weichen Säure. Könnte auch ein Pinot aus einer wärmer Gegend sein. Man merkt ganz klar die Sonne im Wein.

2010, der Schlanke

Das Jahr: drei extreme winterliche Kältewellen, Warten auf den Föhn, späte und lang andauernde Ernte.

Degustationsnotizen: Frische Erdbeeren und florale Noten. Im Gaumen voller Subtilitäten und Finessen. Konzentriert, dicht, mit der richtigen Prise Würzigkeit ausgestattet. Er kommt schlank aber elegant daher. Sehr schöner Pinot

2011, der Siegerwein am Grand Prix du Vin Suisse

Das Jahr: lange Schönwetterperiode im Herbst, sehr gute Traubenqualität.

Degustationsnotizen: Himbeeren, Vanille, kalter Rauch, Minze. Ausgewogener Gaumen, gute Frucht, feines Tannin, kräftige süsse Struktur, langer frischer Abgang.

2012, der Offene

Das Jahr: durchzogenes Wetter im Herbst, kurze Föhnphase vor der Ernte, reifes Traubengut.

Degustationsnotizen: Feine, offene Nase mit reifen Früchten, etwas Kirsche und Erdbeeren.  Würzigkeit, feingliedriges Tannin, geschmeidig, rund. Gut eingebaute Säure, viel Frische, angenehmer Abgang.

2013, der Dunkle

Das Jahr: oft wechselhaft, kleiner Ertrag durch Verrieselung ausgezeichnete Qualität, was sich mit einer ganz dunkle Farbe im Glas widerspiegelt.

Degustationsnotizen: Johannisbeeren, Erdbeeren, und Kräuter. Ausgewogener, fein konzentrierter und eleganter Gaumen. Dichte, Langer Abgang.

Mein Fazit

Nach der Degustation der 8 Jahrgänge kann ich sagen, dass die Idee der 4 Weingüter sehr gut umgesetzt ist. Die Idee wird gelebt und man spürt die Leidenschaft der Winzer und Pinot R(h)ein ist kein reines Marketing Gebilde, sondern sie zeigen auf einem sehr hohen Niveau was Pinot Noir sein kann. Jeder Jahrgang war anders, das Spiel der verschiedenen Aromen macht sie so spannend. Die Qualität der Weine ist hoch und es macht spass die Weine zu trinken.

Die Weine kann man für CHF 52 (2013) resp. CHF 57 (2010, 2009, 2008, 2007 oder 2006) einzeln oder die ersten 6 Jahrgänge zusammen (2006 – 2011) für CHF 350 direkt bei Pinot R(h)ein kaufen.

Prost Pascal

Danke an die Winzer Hansrudi, Hanspeter, Ueli, Jürg, Uwe für die schönen Weine und Dominic und Benno von Herzog & Vonbach für die Einladung und die Organisation

 

 

 

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Wein aus Albanien

Albanien ist für uns Schweizer nicht das erste, zweite oder dritte Land, welches uns zum Thema Wein, in den Sinn kommt, dabei hat Albanien auch eine lange Weinbau Geschichte. Herr Memedi importiert und  vertreibt Wein aus Albanien. Ich habe Ihm 10 Frage über das Thema Wein in Albanien gestellt.

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  1. Wie sind Sie dazu gekommen Albanischen Wein in die Schweiz zu Importieren?

Wein ist schon länger eine Leidenschaft von mir. In Albanien haben wir gute Freundschaften, unter anderem auch aus Berat, die Stadt, aus welcher unsere Weine herkommen. Berat nennt man auch die Stadt der 1000 Fenster.
Vor etwa zwei Jahren besuchten meine Eltern dort ihre Freunde. Sie hatten die Möglichkeit bei der Winzer Familie çobo die Kellerei zu besichtigen und eine Degustation zu geniessen. Während einem Gespräch hatten der eine Winzer und mein Vater die Idee. Ich sollte den Wein in die Schweiz importieren und hier unsere albanischen Weinkünste vorstellen und bekannt machen. Den Wein kannte ich selber bereits, also wurde ich rasch von der Idee überzeugt. Es gab mehrere Gespräche, welche über ein Jahr lang dauerten. Danach war es eine Sache der Organisation. Und so geschah es, wir haben uns schlussendlich entschlossen Ende 2015 den Wein zu importieren und hier eine unbekannte Nische abzudecken.

 

  1. Können Sie mir was über die Geschichte des Weinbau in Albanien sagen?

Der Weinbau in Albanien kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Die Region des Heutigen Albaniens dürfte eines der wenigen Rückzugsgebiete der Rebe während der Eiszeit gewesen sein. Schon in vorrömischer Zeit und vor der griechischen Kolonialisierung wurde hier Wein gekeltert: Die Illyrer Produzirten währen der Etrukisch-Illyrischen Vitikultur bereits im 8. Jahrhundert v.Chr. Wein unabhängig von den Nachbarvölkern. Die ältesten gefundenen Samen in der Region sind 4000 bis 6000 Jahre alt. Diverse historische Abbildungen darunter solche aus dem 2. Jahrhundert v.Chr. und das Mosaik im Baptisterium von Butrint aus dem 6. Jahrhundert zeugen von der Gesellschaftlichen Bedeutung des Weins. Der Wein wurde primär im Inland konsumiert.

Unter der Herrschaft der Osmanen erlebte der Weinbau einen Niedergang, konnte sich aber zumindest in einigen christlich dominierten Gebieten halten. Nach der Unabhängigkeit gewann der Weinbau rasch an Verbreitung.

Als aber 1945 in Albanien eine kommunistische Regierung etabliert oder Übernahm der Staat die Weinberge. Viele Familientraditionen hörten auf zu existieren, Privatunternehmen wurden unter dem neuen Regime verboten. Glücklicherweise ist aber diese wertvolle Tradition durch die Erzählungen und Erinnerungen von älteren Mitgliedern am Leben erhalten blieb. Viele Weinberge wurden zerstört oder verlassen. Erst allmählich begann Ende der 1990er Jahre einzelne Bauern wieder mit dem professionellen Weinanbau, so dass heute im Inland wieder einheimische Weine erhältlich sind. Um den hohen Bederf der Rebstöcken decken zu können, wurden aber vor allem aus dem nahen Ausland importierte Sorten angebaut wie Merlot, Cabernet und Pinot Noir

 

  1. Können Sie mir was über die Weinregionen sagen, gibt es mehrere und wenn ja, was unterscheidet Sie?

Albanien hat spezifische Regionen von Weinbauten, die sich durch folgende Faktoren unterscheiden:

  1. Höhe über dem Meeresspiegel
  2. geografischer Raum
  3. Höhenlage und Position der Erde
  4. Entfernung zum Meer sowie die Meeresluftströmungen

Diese Abhängigkeit der Faktoren hat verschiedene Regionen mit unterschiedlichen Sorten, Reife, Säure, Aromen, Farben und pH-Werte für Most und Wein geschaffen. Folglich gibt es unabhängig von den technologischen Prozessen Wein mit unterschiedlichen Merkmalen.

Unter Berücksichtigung der Höhe über dem Meeresspiegel gibt es zwei Regionen. Das Becken des Shkodersees von 9 bis 250 m über dem Meeresspiegel und See von Pogradec von 700 bis 900 m über dem Meeresspiegel.

Weinregionen AlbanienJe nach geographischer Lage, Entfernung vom Meer, usw. kann in diese Regionen zugeordnet werden:

  1. Südost-Regionen, Leskovik, Korca, Devoll. Diese sind frische Regionen mit verspäteter Vegetation und Reife. Eine gute Region für Sorten wie die Serine und Debine.
  2. Südliche Regionen, Saranda, Gjirokastra, Permet, Tepelena, sind tiefe Zonen mit früher Vegetation und Reife.
  3. Region von Vlora, Fier, Lushnja und Berat. Diese habe eine moderate und leichte Wirkung durch das Meer mit durchschnittlicher Vegetation und Reife sowie einem hohen Anteil an Zucker und Farbintensität.
  4. Region von Durres, Kavaje, Tirana. Auch diese Region hat eine Wirkung durch das Meer, aber im Gegensatz zu den höheren Bereichen hat sie eine höhere Feuchtigkeit als Folge von zahlreichem Niederschlag.
  5. Bergregionen wie Mat, Diber, Mirdita und das Drini Tal. Diese Regionen haben keine Einwirkung durch das Meer und sind sehr frische Lagen. Hier werden in erster Linie lokale Trauben angebaut.
  1. Was sind typische Weissweintrauben aus Albanien und was macht sie so Typisch?

Typische Weisswein Sorten, die weit verbreitet sind und sich auch in der Önologie bewähren.

„Shesh i Bardhe“. Diese Traube reift im September vor allem in niederen Gebieten von Norden bis Süden Albaniens. Man vermutet, dass die Herkunft aus einem Bergdorf Shesh, 15km von der Hauptstadt Tirana entfernt, stammt.

Es entsteht ein Wein mit strohgelber Farbe und grünlichen Nuance, dies ist abhängig von der Reife der Traube. Er weist eine mittelhohe Säure und durchschnittliche Tannine auf.

„Puls i Bardhe“, der weisse Puls. Diese Traube ist im Vorgebirge weit verbreitet, auch bekannt als Sorte von Berat. Diese Traube hat einen überdurchschnittlichen Säurewert. Sie produziert einen zarten Wein mit strohgelbem Farbstich und grünen Reflexen. Der Puls hat eine gute Struktur und langanhaltenden Geschmack. Auch gewinnt man daraus einen schaumigen Wein (Champagner) mit hoher Qualität.

„Cerruja“. Weit verbreitet Sorte in den Bergen sowie nord- und nordöstliche Teile Albaniens. Hat einen hohen Anteil an Zucker und reift Ende September. Der erhaltene Wein ist Tannine haltig.

„Debine e Bardhe“. Charakteristisch für die Gegend von Devoll, Leskovik, Permet und Tepelena. Die Traube reift in den ersten Wochen des Monats September. Man gewinnt eine elegante und fruchtige Wein-Mischung mit exotischem Aroma, letzteres jedoch nur wenn reifere Trauben verwendet werden.

„Serine e Bardhe“. Diese Sorte ist in den Teilen von Korça und Pogradec verbreitet.

  1. Was sind typische Rotwein  aus Albanien und was macht sie so Typisch?

wein-albanien-rotwein“Shesh i Zi“, das schwarze Feld. Diese Traube ist ebenfalls eine Sorte mit Herkunft aus dem Dorf Shesh. Sie reift Mitte September bis Mitte Oktober, dies hängt vom angebauten Ort und dem Jahr ab. In den niedrigeren und mittleren Gebieten ist sie die weitest verbreitete, schwarze Traube. Sie ist eine Sorte, die eine hohe Ausbeute aufweist. Um qualitativ hochwertigen Wein zu erhalten, ist es notwendig, eine durchschnittliche Ernte von nicht mehr als 120 hl/ha zu verwenden. Der Wein erhält eine rubinrote Farbe überdurchschnittlicher Intensität mit starken Tanninen und einen relativ hohen Anteil an Alkohol.

„Kallmet“. Hat seinen Ursprung aus dem Kallmet in Lezha. Aktuell wird er in Lezha und Shkoder angebaut. Der Wein hat eine nicht allzu starke Farbe, dafür ist er sehr elegant, wobei es keine Sorte ist, die lange altern kann.

„Vlosh“. Es wird vermutet, dass der Ursprung aus dem Vlosh das mittelalbanische Fier stammt, obwohl man ihn in der Lagune von Narta traditionell anbaute. Während des Kommunismus wurde bei der Auswahl einer Kopie des Vlosh ein neuer Klon kreiert, welcher einen hohen Alkoholgehalt aufweist sowie viele Phenole enthält. Aktuell gibt es davon nur zwei Hektare Weinberg in ganz Albanien.

„Serine e Zeze“ ist eine verbreitete Sorte in den selben Gebieten wie die „Serine e Bardh“ sowie auch in Berat. Man erhält einen nicht stark gefärbten Wein sowie eine durchschnittliche Struktur.

„Debin e Zeze“. Auch diese Sorte ist gleich verbreitet wie die „Debine e Bardhe“. Sie reift Ende September. Erhält eine starke weinrote bis schwarze Farbe.

 

Rotweine Kallmet, Serina, Shesh i zi (bei uns erhältlich) und Vlosh (in Zukunft bei uns).

  1. wein-albanien-weinkeller-cobeWie werden die Weine im Keller verarbeitet?

Der Prozess der Weingewinnung in der Kantine ist unterschiedlich und hängt stark von der Art der Traube ab.

Rotweine:

Die Traubenernte wird von Hand in 20 kg Kunststoffkisten gefüllt. Unmittelbar nach der Lese werden die Trauben von Maschinenhand gepresst, welche nicht die Kerne zerquetscht, sondern lediglich so verarbeitet, als würde man dies mit den Füssen tun. Zusätzlich teilt die Maschine die Trauben von Ästen oder ähnlichem ab. Nach der Traubenpresse geht es weiter durch die Edelstahltanks, welche mit einem Kühlsystem ausgestattet sind. Während der Gärung erreicht man maximale Temperaturen von 32 Grad.

Nach der Alkohol-Gärung erfolgt die Trennung des Marks von der Flüssigkeit, welche später mehrmals abgetropft wird. Der Rotwein verlässt den Keller nicht, um auf den Markt gebracht zu werden, wenn er nicht mindestens zwei Jahren dort verbracht hat.

Ein Teil des Rotweines altert in Eichenfässern während einem Zeitraum von einem Jahr.
Weissweine:

Nach der Ernte wird diese direkt in der Maschine gepresst. Danach wird das Mark vom Most getrennt. Der Most geht in den Edelstahltank, wo durch die Kühlung der Prozess des Abtropfens vom Abfall geschieht. Der weitere Schritt ist die Gärung bei Temperaturen von 14 bis 15 Grad. Dieser Vorgang dauert für die Gewinnung von Weisswein zwischen 25 bis 35 Tage, wobei es auf die verschiedenen Jahre ankommt. Die Weissweine, welche die çobo Familie produziert, sollten kühl konsumiert werden. In der Regel wird er neun Monate ab dem Zeitpunkt der Ernte in die Falschen abgefüllt. Sie bewahren ihre Frische für ca. zwei Jahre, sind aber auch im dritten Jahr noch geniessbar.

 

  1. Wieviel Winzer gibt es in Albanien?

Es sind rund 100 lizenzierte Weingüter. Hauptsächlich sind es Weingüter, welche nach 90 Jahren mit einer kleinen Kapazität gebaut wurden. Einige vererbte Kantinen aus der Zeit des Kommunismus haben eine relativ grosse Kapazität, die heute privatisiert sind.

  1. Wie gross ist die Rebbau Fläche

    Von maximal 20.000 Hektar bebauter Fläche zum Ende des Kommunismus anfangs der 1990er Jahre wurde 2006 höchstens 7000 bis 8000 Hektar noch genutzt; die Gesamtanbaufläche ist aber stark im Steigen. (Quelle Wikipedia)

  2. Was wird zum Wein gegessen?

wein-albanien-laubeIn Albanien haben sich viele regionale unterschiedliche Gerichte entwickelt Auch existieren verschiedene Varianten desselben Gerichts, die von Gegend zu Gegend, aber auch von Dorf zu Dorf variieren.

Als Beilagen oder Vorspeise, die gut zu Weisswein oder fruchtig leichtem Rotwein passt, gibt es:  

  • Tarator, eine Gurkensuppe.
  • Fladenbrot
  • Käsesorten aus Kuh-,Schafs- und Ziegenmilch
  • Ajvar und Pinxhur, ein so genannter Gemüsekaviar aus Paprika
  • Turshia, in Essig mit verschiedenen Gewürzen eingelegtes Gemüse

Hauptspeisen, die meistens passen zu Rotwein passen:

  • Sarma, gefüllte Weinblätter/Traubenblätter
  • Ferges Tirane, auch als Variante mit Fleisch und Leberstücken
  • Byrek
  • Fli, Gebäck aus Milch, Eiern, Sahne und Mehl
  • Peta, eine Art bedeckte Pizza (aus mehreren Schichten dünnem Teig)
  • Biftek/Pleskavica, Frikadellen (auch mit Käsefüllung)
  • Qofte, zu vergleichen mit cevapcici. Dies sind gegrillte Röllchen aus Hackfleisch und ein in Südosteuropa verbreitetes Fleischgericht.
  • Pilaf/Oriz, Fleisch auf Reis oder selbstgemachte Teigwaren im Ofen überbacken.
  • Kukurec, gegrillte Schafsdärme
  • Suxhuk-Gerichte (Wurst Gerichte)

Suppen und Eintöpfe:

  • Kartoffelsuppe mit Kalbfleisch
  • Fasul/Grosh/Pasul, Bohnensuppe mit Fleisch, traditionell in Römertöpfe
  • Jani, Zwibelbrühe mit gekochtem Fleisch
  • Fischsuppen

Süssspeisen:

  • Bakllava , ist ein Gebäck aus Blätterteig, gefüllt mit Walnüssen übergosse mit Zuckersirup. Es wird in verschiednen Formen geschnitten und gefaltet. Es ist einzigartig, da es in Albanien nie maschinell hergestellt wird.
  • Llokume, Süssigkeit aus Basis von Sirup mit gelierter Stärke und Zucker. Es ist weich und klebrig und passt in einem Happen im Mund.
  • Kadaif, sind feinde Teigfäden gefüllt mit Walnüssen und mit Zuckersirup zubereitet.
  • Sultjash, Reismilch
  • Trileqe, in Milch getränktem Süssgebäck mit Karamell übergossen
  • Sheqerpare, Zuckerteig zubereitet als kleine, feuchte Kekse

 

  1. Wo kann man die Weine degustieren?

Denn Wein kann man am 19.Mai in Ort der Veranstaltung: ISP Küchen AG, Worbstr. 140, 3073 Gümligen Degustieren ab 18.00.

nächste Termine Folgen. Oder nach Anfrage, via Webseite,  jederzeit Möglich

Vielen Dank für das Interview und die interessanten Antworten.

Prost Pascal Burckhardt

 

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Sauvignon blanc vom Zürichsee

Bei einer Diskussion über  Zürichsee Wein, meinte ein Wein Journalist ‘Man hat am Zürichsee, bei den Weissweinen, das Gefühl, dass die Winzer alle aus der gleichen Schule kommen, vieles schmeckt gleich und eher unspektakulär’. Da ich ja am Zürichsee wohne und ein paar Winzer und ihre Weine kenne, hatte ich eine andere Meinung und Bezog die Aussage, wohl mehr auf die Vermutung, dass der besagte Journalist die Aussage auf Riesling x Silvaner (Müller Thurgau) Weine bezog, welche zwar die meist angebaute Weißweintraube am Zürichsee ist aber sicher nicht die interessanteste.

Für mich sind die interessantesten Weisswein vom Zürichsee und mit langer Tradition: Räuschling und Freisamer, diese werde ich aber in einem späterem Bericht gesondert behandeln.

Längst haben aber auch internationale Weisswein Trauben, wie Chardonnay, (Rhein) Riesling, Pinot blanc, Pinot gris, Viognier und auch Sauvignon blanc im Zürichsee Einzug gehalten.

Einer der von Anfang an auf ein breite Weisswein Sortiment setzte war Erich Meier aus Uetikon:

Hier ein  Weisswein Tipp für internationale Weintraube von Zürichsee:

Sauvignon blanc 2014, Erich Meier

Sauvignon blanc - Erich MeierIm Glas: schöne klare strahlende Farbe

In der Nase: Ein breites Spektrum auf Holunder, Maracuja, Stachelbeeren, Grapefruit

Im Gaumen: Saftig und intensive, guter Schmelz, schöner Abgang

Fazit: Ein Wein zum lange schnüffeln, mit gutem Trinkfluss. Vom Typ mehr in Neuseeland als in der Steiermark (dazu fehlt etwas die Knackigkeit) aber definitive kein Langweiler.

Bewertung: 16 Punkte

Preis:  CHF 25.-

Bezugsquelle: Weine Online: Jegglin Weine  oder ab Hof

 

Prost Pascal Burckhardt

 

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Ai Galli DOC Lison-Pramaggiore

Michele Saracino importiert die Weine der Schwiegermutter der Familie Ai Galli in die Schweiz. Ich habe mit Ihm 10 Fragen dazu gestellt. Die DOC Lison-Pramaggiore ist in der Schweiz nicht gross bekannt für Wein. Ai Galli macht 32 verschiede Weine, von einfacher bis hochstender Qualität, und sollten mal probiert werden.

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1. Wie sind Sie dazu gekommen Ai Galli Wein in die Schweiz zu Importieren?

Meine Schwiegermutter heisst zum Nachnamen “Galli”, somit wird schnell klar wieso ich dazugekommen bin. Famlienbedingt habe ich immer mehr die Nähe zur Weine “Ai Galli” gefunden und konnte mich von Zeit zu Zeit von der Region und der Rebberge faszinieren lassen.

2. Können Sie mir was über die Geschichte von Ai Galli sagen?

Der landwirtschaftliche Betrieb Ai Galli stammt ungefähr aus den 70er Jahren und verfügt über zirka 50 Hektaren, welches vollkommen mit Weinbergen angebaut ist und sich im DOC Anbaugebiet Lison-Pramaggiore befindet. Das Unternehmen ist mit Liebe und Leidenschaft geleitet, immer mit Rücksicht auf die jahrhundertelangen bäuerlichen Traditionen und die von der Natur auferlegten Gesetze und Rhythmen.

Die Organisations- und Herstellungsprinzipien des Betriebs sind auf folgende Ziele gerichtet: Die Reduktion der Ergiebigkeit pro Hektar, die Steigerung der Dichte der schon angebauten Weinberge und das Anlegen neuer Weinberge mit einer höheren Stockanzahl pro Hektar. Die Kontrolle des Vinifikationsprozesses und die folgende Aufbewahrung der gewonnenen Weine verwenden die modernsten Technologien, welche die Önologie zur Verfügung hat.

Das Ergebnis ist die Herstellung einer reichen Auswahl an Weinen, die immer mehr von Weinkennern geschätzt werden. Die vom Unternehmen gewonnene Anerkennungen der letzten Jahren sind eigentlich keine Ziele, sondern eher Bestätigungen, dass der begonnenen Weg richtig ist. Der Betrieb folgt deswegen dieser Richtung weiter.

Das Unternehmen ist stark auf lokaler Ebene eingewurzelt, das heißt in Venetien, Friaul-Julisch Venetien, Trentino-Südtirol und in Norditalien allgemein. Durch seine aktuelle Geschäftsorganisation ist es aber schon auf den wichtigsten europäischen Märkten anwesend.

3. Können Sie mir was über die Weinregion sagen, was macht sie besonders.

Das Land, auf dem die Rebbergen wachsen, bewährt sich besonders durch die so genannte ” caranto ” , einem Ton- und fluvialer – eiszeitlichen Ursprungs. Das führt zu einzigartigen Eigenschaften der Trauben. Auf dem Grundstück wurde eine sorgfältige Zonierung durchgeführt. Jahr für Jahr durch klonalen Selektion und Neubepflanzung , wurden die besten Reben für die Transplantation und die Vermehrung ausgewählt , um die typisch und die besten Trauben für qualitativ hochwertige Weine zu erhalten. Es gibt immer noch Pflanzen von mehr als fünfzig Jahren die es ermöglichen, die Weine die typischen Eigenschaften unserer Terroirs zu sschenken.

4. Was sind typische Weissweintrauben von Ai Galli und was macht sie so Typisch?

Typische Weissweintrauben sind: Lison (ex Tocai) und.

Die einheimische Rebe, die am besten unser Gebiet darstellt, ist die Lison DOCG (ex Tocai). Diese Sorte hat eine sehr alte Geschichte hat sich in unserer Gegend aus der Zeit der Republik Venedig, so gewachsen, so dass auch heute “der Wein der Dogen” genannt wird. sowohl in Bezug auf seit 2010 hat es sich in diesem Wein die Denomination von kontrollierter und garantierter Herkunft erkannt, die die maximale Höhe der Bedeutung der Produktqualität Sicht ist (dies das Unternehmen erfordert eine sehr strenge Spezifikation der Produktion zu haben, zu halten, Erträge pro Hektar, sowohl auf der Ebene der organoleptischen Eigenschaften, die der Wein haben muss). Unsere Weinberge DOCG Lison sind innerhalb der älteste der Produktion des Lison-Pramaggiore Gebiet, und das gibt uns die Möglichkeit, eine noch wichtigere Wein, Lison “Classico” DOCG zu realisieren. Der Begriff “Classic” ist reserviert nur für Weine aus Trauben ausschließlich Lison von der historischen Gegend angebaut (sehr kleine Fläche, die nur ein paar Gemeinden); Des Weiteren die Ausbeute pro Hektar weiter verringert werden muss (der Ertrag pro Hektar in unserem Fall etwa 85-90 dz). Das Ziel des Unternehmens ist viel Wert auf diese Rebe zu geben, versuchen, einen Wein zu produzieren, die am besten in der Lage, die einzigartigen Eigenschaften eines Gebiets mit Eleganz und Komplexität auszudrücken. Die typischen Merkmale dieses Weines sind sowohl das Parfüm, sowohl das Mandelgeschmack. Es ist ein Wein, der sich nicht eignet für lange Alterung, weil es seine charakteristische Eleganz verlieren würde. Unser Classico DOCG Lison folgt einem klassischen weißen Weinbereitung. Die Trauben werden in der Regel nur mit der Hand auf die erste Hälfte des Monats September geerntet worden sind; Gärung erfolgt in Edelstahltanks bei kontrollierter Temperatur, nach dem ein kleiner Teil des Weins in Eichenfässern Französisch für einen Zeitraum von etwa acht Monate übertragen wird. Dies ermöglicht es uns, einen Wein mit guter Struktur und aromatische Komplexität zu erzeugen.

Ein weiterer besonderer Weißwein unserer Produktion ist der Verduzzo. Wir sprechen von einer Rebe in der Region Friaul-Julisch Venetien, aber auch seit Jahrhunderten in unserer Weinbauzone weit verbreitet. Die Besonderheit dieser Sorte ist die Tatsache, dass zur Verwirklichung der verschiedenen Arten von Produkten geeignet ist, von der Firma Jahrgang Wein bis zum süßen Wein. Diese letzte Kategorie, nämlich Verduzzo Passito DOC Lison-Pramaggiore, ist eines der High-End-Produkte des Unternehmens.

5. Was sind typische Rotwein  von Ai Galli und was macht sie so Typisch?

Typische Rotweine sind: Refosco und Raboso

Für Rotweine werden in unseren Produktionsbereichen immer die berühmtesten internationalen Sorten kultiviert, wie Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon, Merlot, Pinot Noir, Malbec. Neben diesen gibt es auch die einheimischen roten Rebsorten: Refosco und Raboso.

Letztere ausschließlich in funkelnde Version produziert. Die Besonderheit des Refosco ist die Geburt eines Wein mit einem charakteristischen intensiven roten Farbe zu geben, fast “undurchdringlich” zu sehen, die mit einem starken Aroma kombiniert aber zugleich elegant. Sein außergewöhnlicher Name ist aufgrund der Tatsache, dass diese Vielfalt der peduncle hat (das Element, das die Cluster mit dem Zweig der Pflanze bindet) von rötlicher Farbe. Unter allen Sorten von roten Trauben oben aufgeführten sind 3 diejenigen, auf denen wir einen Großteil der Produktion von Rotweinen Niveau stützen: Cabernet Franc / Cabernet, Merlot, Refosco. Von diesen drei Produkte sind verschiedene Versionen gemacht, aus dem Jahrgang Wein und einfach strukturierter und komplexer Wein zu trinken, die eine Reifung länger oder kürzer in einem Holzfass unterzogen wurde.

6. Wie werden die Weine im Keller verarbeitet?

Das Weingut begrüßt jedes Jahr mehr als 10.000 Hektoliter Wein, mehr oder weniger gleichmäßig zwischen Rot- und Weißweine aufgeteilt. Durch den Einsatz von Ressourcen und den modernsten Weinbereitungsverfahren , wird eine hoher Produktionsstandard gewährleistet. Die Behälter für die Lagerung und Verarbeitung von Weine sind zum größten Teil in Edelstahl unter kontrollierten Temperaturen gesteuert. Viel Wert wird auch auf die Kontrolle der Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Raum gegeben, wo die Weine in Holzfässern liegen.

7. Wieviel verschiedene Weine macht Ai Galli?

32 Weine

8. Wie gross ist die Rebbau Fläche und wie ist sie aufgeteilt in Rot/Weiss/Rose/Proseco?

Das Unternehmen produziert 32 Produkte, unterteilt in vier Kategorien: Weißweine , rot stille Weine, Perl- und Schaumweine. Die Sektherstellung und Abfüllung der Schaumweine wird an ein anderes Unternehmen beauftragt.

Die Weinbergen sind in etwa 60 Hektar verteilt, verteilt gleichmäßig in roten Trauben und weißen Trauben. Was den Prosecco betrifft, so umfasst die Herstellung Land 5 Hektar, während für die Rosé die Größe weiter reduziert ist.

9. Zum Wein gibts ja meist was zu Essen, was sind typische Gerichte der Region für Wein trinkt man dazu?

Es gibt viele lokale Gerichte, die gut mit unseren Weinen passen. Zum Beispiel Polenta, Wildschweine zu Cabernet, oder Entenbrust mit Balsamico-Essig. Spezielle Gerichte passend zu Rotweine sind allgemein Fleisch aus der Region, wie Kaninchen nach Venetianischer Art. Für die Paarung mit Weißwein , eignen sich hochwertige Fische aus der Region. In diesem Fall sind die typischen Gerichte Sardinen mit “Pappardelle”, Aal-Eintopf mit Polenta, Fischsuppe . Neben Fleisch und Fisch, bietet die Umgebung viele andere Spezialitäten wie Käse und Gemüse der Saison.

10. Wo kann man die Weine degustieren?

Die Weine können bei mir an der Grütstrasse 12 in 8957 Spreitenbach degustiert werden, jedoch gegen Voranmeldung und ab ein gewisse Anzahl Personen. Ich verfüge leider “noch nicht” über einen Lokal. Quartalsweise organisiere ich Weindegustationen, die nächste befindet sich bereits in Planung und sollte im Mai/Juni stattfinden.

Vielen Dank für das Interview

Die Weine kann man bei AptWeine, Spreitenbach Bestellen und Kaufen.

Prost Pascal Burckhardt

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Penfolds Max’s Shiraz Cabernet 2014, zu Ehren Max Schubert

Das Weingut Penfolds ehrt die australischen Kellermeister-Legende mit dem

Penfolds Max’s Shiraz Cabernet 2014

Max Schubert der Vater des wohl berühmteste Weins Austalien «Grange», hat den Weinbau in seinem Land geprägt wie kein andere. Er war 27 Jahre Chef-Kellermeister bei Penfolds und währe am 9. Februar 100 Jahre alt geworden. Max Schubert war ein Autodidakt und Penfolds ehrt mit dem Max’s Shiraz Cabernet 2014 sein Schaffen.

Max Schuberts Leben
Max Schubert hat sich bei Penfolds als Lierferjungen angefangen und sich zum Chef-Kellermeister hochgearbeitet. Schubert hat nie ein Studium der Önologie abgeschlossen, er war ein Mann der Praxis, der sich durch Beobachtung und eigene Erfahrungen das Weinmachen beigebracht hat. Der Erfinder des «Grange» und der«Bin» Weine war ein Wegbereiter des weltweiten Erfolges des Australien Weins.

Penfolds Max's Shiraz Cabernet 2014Penfolds Max’s Shiraz Cabernet 2014

Im Glas klares Rubinrot mit violetten Reflexen.

In der Nase nach riefen Roten Beeren und Eucalyptus

Im Gaumen zupackend, voll, weiche Tannine, etwas Carmel.

Fazit: Toller Wein, angenehm nicht überholzt aber noch etwas jung.

16.5 Punkte

CHF 29.90

Bezugsquelle: Rutishauser Barossa Weinkellerei

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Turbulente Weine der Familie Candrian, Mas Cantrio, DOQ Priorat, Razzmatazz

razzmatazz = turbulent

Im Frühling vor einem Jahr war ich mit meiner Familie in den Ferien in Barcelona. Barcelona ist eine pulsierende Stadt mit einem regen Nachtleben. Der Musikclub Razzmatazz ist eine Institution in Barclona, auch für Live Musik. Meine Töchter und ich hatten ein tolles Live Konzert von Dub Fx im Razzmatazz erlebt. Anscheinend hat das Razzmatazz nicht nur bei mir einen bleibend Eindruck hinterlassen, denn  vor einem Monat bin ich wieder auf Razzmatazz gestossen, diesmal in Zusammenhang mit Wein und Schweizern. Das Projekt Mas Cantrio, DOQ Priorat, der Gebrüder Aron, Martin und ihrem Vater Hans hat mich sehr begeistert.

Ein Film des RTR (mit deutschem Untertitel) zeigt das ganze Projekt sehr schön:

 

Im Jahr 2005 wagte sich die Familie Candrian aus Sagogn nach Spanien, um Ihren eigenen Wein zu produzieren.

Eigentlich begann alles schon viel früher. Im Jahr 2000 besuchte Martin Candrian zum ersten Mal die Weinregion Priorat und war auf Anhieb begeistert von den uralten Rebstöcken auf den schwarzen Schiefersteinböden. Es war Liebe auf den ersten Blick. In den folgenden Jahren bereiste Martin mehrmals das Priorat. Er war immer wieder von Neuem fasziniert und konnte gute neue Freunde aus der lokalen Weinszene gewinnen.
Auf einer seiner Weinreisen in das Priorat nahm Martin seinen Bruder Aron und Vater Hannes mit, die auf Anhieb fasziniert waren von der Region, den Leuten und ihren ausgezeichneten Weinen. So beschlossen sie, sich ihren eigenen Weinberg zu suchen. Dies war jedoch nicht einfach und die mittlerweile boomende Weinregion Priorat hat dies noch erschwert.
Im Jahre 2005 hat es dann geklappt und sie haben ein 7 Hektar grosses Grundstück, in Spanien Finca genannt, mit 3 Hektaren Reben gefunden. Nun sah dies alles nicht so paradiesisch aus wie man sich das so vorstellt, eine harte Zeit stand vor den Candrians, die Weinreben waren nicht alle nach ihren Vorstellungen gepflanzt. So haben sie 2/3 des Rebbergs rausgerissen und neu bepflanzt. Das Haus wurde renoviert und so manches weitere wurde auf dem Grundstück bearbeitet und optimiert.

Die erste Ernte: 2009 
Mit den neu gepflanzten Reben und den bestehenden 25 Jahre alten Garnacha-Rebstöcken konnte die Familie Candrian dann 2009 ihre erste Ernte einfahren. Die Reben hatten einen sonnenverwöhnten Sommer hinter sich und lieferten eine ausgezeichnete Traubenqualität.
„Authentisch, einzigartig und naturbelassen soll unser Wein sein.“ sagt Martin Candrian. „In unserem Wein sollen die Mineralität der Schiefersteinböden, die Rebsorte und das Jahr optimal zum Ausdruck kommen!“
Wie benennt man seine ersten Wein? Nach 10 anstrengenden, chaotischen und turbulenten Jahren wurde er danach benannt: razzmatazz (Bedeutung: turbulent).

Die folgenden Jahrgänge
Nach dem erfolgreichen Jahrgang 2009, wussten die Bündner einmal mehr was ihr Weg ist. Doch ist es so, dass auch im Priorat jedes Jahr neue Bedingungen herrschen bezüglich Vegetationsverlauf und des Traubenzustandes und der Qualität. Diese Jahresunterschiede und die Jahrgangstypizitäten sollen dann zusammen mit ihren Vorstellungen jedes Jahr die Stilistik ihres razzmatazz prägen. Nach ein paar razzmatazz-Ernten waren auch Erfahrungen gesammelt und so auch die Möglichkeit, ihren Wein nach ihren Idealvorstellungen zu kreieren. Das heisst, im Wein sollen reife Fruchtaromen dominieren, Eleganz und Finesse, begleitet von den typischen mineralischen Noten, die den Wein zusätzlich frischer wirken lassen. Die Eichenholznoten sollen sauber und gut integriert sein, ohne aufdringlich zu wirken. Das Tannin reif und von seidiger Textur. Trotzdem sind die Jahrgangsunterschiede deutlich zu erkennen und machen den razzmatazz so jedes Jahr zu einem spannenden Unikat.            

Hier meine Eindrücke von den dem Razzmatazz 2012 und 2013:

Razzmatazz 2012, Mas Cantiro, DOQ Priorat

Produkion: 7533 75cl Flaschen, 120 Doppel Magnum, 10 15 Liter Nebukadneza

Cuveé: 50% Garnacha, 30% Carinena, 20% Syrah

Im Glas: kräftiges Rubinrot

In der Nase: Reife Kirschen, dunklen Waldbeeren und leichte würzige florale und mineralischen Noten. Sehr vielschichtig.razzmatazz-mas-cantrio-2012-2013

Im Gaumen: frisch, zupackend, stoffig. Tannine gut eingebunden, angenehme Säure. Langer Abgang.

Fazit: Ein Wein der Spass macht zum einem kräftigen Essen oder Hartkäse. Ein Wein zum karafieren

Punkte: 17 Punkte

Razzmatazz 2013, Mas Cantiro, DOQ Priorat

Produkion: 6691 75cl Flaschen, 120 Doppel Magnum, 10 15 Liter Nebukadneza

Cuveé: 50% Garnacha, 25% Carinena, 25% Syrah

Im Glas: kräftiges Rubinrot

In der Nase:  Kirschen, dunklen Waldbeeren und leichte würzige florale und mineralischen Noten. Sehr vielschichtig.

Im Gaumen: frisch, zupackend, stoffig. Tannine gut eingebunden, angenehme Säure. Langer Abgang.

Fazit: Noch etwas jung, Ein Wein der Spass machen wird. Unbedingt karafieren oder noch ein Jahr im Keller lagern.

Punkte: 16.5 Punkte

Bezugsquelle direkt bei  Mas Cantrio

Preis CHF 35

Hinweis: Jedes Jahr präsentiert die Familie Candrian ihre Weine  allen Interessierten, so auch dieses Jahr, am Samtag, 28. Mai, von 13 bis 20 Uhr in Sagogn

Prost Pascal

 

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Familie Illy eröffnet ihren goldenen Keller – Podere Le Ripi

Podere le Ripi

Am 20. Februar eröffneten Francesco und Ernesto Illy ihren Weinkeller auf Podere le Ripi in Montalcino. Das Vater-Sohn-Projekt – Francesco ist Winzer, sein Sohn Architekt – reifte ganze 13 Jahre bis zur Vollendung. Entstanden ist ein natürliches Bauwerk ohne Stahlträger oder Chemikalien und damit der erste bewusst biodynamisch gehaltene Weinkeller der Toskana.

Der Traum von Francesco Illy, Gründer und Inhaber von Amici Caffè (weltweit: illycaffè) in Cham, war es, einen Keller zu bauen, wo man oben die geernteten Trauben hineingibt und unten der Wein in Flaschen herauskommt – alles biodynamisch natürlich. Nach 13 Jahren ist das Projekt nun ausgegoren und im neuen Weinkeller von Podere le Ripi wurde bereits die Ernte von 2015 vergärt. «In der Biodynamik arbeitet man mit dem Leben, im konventionellen Anbau mit dem Tod», sagt Francesco Illy. «Deshalb wollten wir einen natürlichen Lebensraum für den Wein sowie für dessen kleinen Helfern, den Mikroorganismen, schaffen.»

Die Funktion diktiert die Form

Der Keller windet sich wie ein Schneckenhaus in die Erde – alles im Goldenen Schnitt. Der gesamte Vinifizierungs-Prozess findet natürlich und entlang den Formen des Kellers statt. Neben Beton, welcher oft mit Chemikalien angereichert wird, verzichtete der Architekt Ernesto Illy auch auf Stahlträger oder Pumpen, die den Wein von einer Kammer in die nächste schaufeln: «Wir empfinden diesen Prozess als sehr gewaltsam und sind überzeugt davon, dass es sich positiv in den Aromen ausdrückt, wenn wir das Rohprodukt sanft behandeln.» Dazu nutzt der junge Architekt die Schwerkraft.

Die Kräfte und Gezeiten der Natur

Natürlich reift der Wein in Holzfässern und Klimaanlagen sucht man in den Gewölben des Kellers vergebens. Sogar die Tage werden auf eine der natürlichsten und ältesten Arten überhaupt gemessen – mittels Sonnenkalender. Das Licht fällt pünktlich jeden Tag um 12.13 Uhr auf den Boden im Zentrum der Cantina Aurea, des goldenen Kellers. Eine etwa 13 Meter lange Linie, auf der alle Tage eingetragen sind, dient als Anzeige.

750‘000 Ziegelsteine für die Biodynamik

Wo andere Weingüter mit den Kosten und teuren Namen protzen, beeindruckt Podere le Ripi mit anderen Zahlen. Ganze 10 Jahre dauert es, bis Vater und Sohn die perfekten Baupläne ausgearbeitet hatten. Die beiden genossen es, ihrer Fantasien freien Lauf zu lassen. Sie verworfen Ideen und ersannen neue bis zu dem Zeitpunkt, wo alles passte. Von da an ging es an den Bau. Dieser dauerte 4 Jahre, insgesamt wurden 750‘000 Ziegelsteine einer nach dem anderen mit Mörtel von Hand angelegt.

Biodynamik/Bio Weine

Seit 2011 zu 100% chemiefreie Weine. Offiziell betitelt werden dürfen diese jedoch erst ab den Zertifizierungen: Seit 2014 ist Podere le Ripi als biologischer und seit 2015 als biodynamischer Hersteller zertifiziert.

Podere le Ripi, Lupi e Sirene 2010Podere le Ripi, Lupi e Sirene 2010

Anlässlich der Eröffnung degustierte ich den Podere le Ripi, Lupi e Sirene 2010

Im Glas: Dunkles Rubinrot

In der Nase: Dunkle Kirschen und Brombeer mit eine Gewürznote. Am Anfang etwas verhalten, dann sehr Kraftvoll.

Im Gaumen: Tolle Frucht, kraftvoll, dichte Tannine, Langer Abgang.

Fazit: Ein Top Brunello di Monatlcino. Der sicher noch Jahre Spass macht, er ist jetzt am Anfang seiner Genussreife. Der Wein mindesten 1 Stunde vor Genuss karaffieren. Auch wenn der Wein vom Jahrgang noch nicht Bio ist,  gehört er für mich zu den Top Weinen von Italien. Dies hat auch seinen Preis.

Ich bewerte den Wein mit 18.5  Punkte

Bezugsquelle: www.amici.ch zu CHF 99

Prost Pascal